22.05.2012 22:13

Ein Angebot der Dresdner Neueste Nachrichten


Zurück   Forum von DNN-Online > Aktuelle Themen > Nachrichten aus Dresden

Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen Ansicht
  #1 (permalink)  
Alt 22.11.2010, 18:11
Benutzerbild von Claere
Claere Claere ist offline
Junior Member
 
Registriert seit: 15.03.2007
Beiträge: 4
Claere eine Nachricht über ICQ schicken
Standard Neuer Dynamo-Aufsichtsrat gewählt

Wenn ich den Artikel lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Andere Städte sind froh, wenn sie eine zugkräftige Sportmannschaft haben, in Dresden haben wir Dynamo, wo trotz 3. liga noch 30000 Zuschauer zum Spiel kommen. auch sie bringen Geld in das Stadtsäckel. Warum stellt die Stadt dann solche utopische Forderungen für die Stdionmiete.Da werden Gelder unsinnig ausgegeben, warum kann man mit Dynamo nicht einen kompromiss finden damit die Dresdner kicker villeicht auch mal in die 2. liga aufsteigen können und nicht aufgrund dieser Sturheit Knkurs anmelden müssen. Mn kann nur hoffen, dass die Stadtoberen noch zur Vernunft kommen
__________________
Freundliche Grüße aus Elbflorenz
von
Claere
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiTweet this Post!
Mit Zitat antworten
  #2 (permalink)  
Alt 24.11.2010, 08:28
Walter Schleiff Walter Schleiff ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 07.02.2007
Beiträge: 783
Standard AW: Neuer Dynamo-Aufsichtsrat gewählt

Zitat:
Zitat von Claere Beitrag anzeigen
Wenn ich den Artikel lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Andere Städte sind froh, wenn sie eine zugkräftige Sportmannschaft haben, in Dresden haben wir Dynamo, wo trotz 3. liga noch 30000 Zuschauer zum Spiel kommen. auch sie bringen Geld in das Stadtsäckel. Warum stellt die Stadt dann solche utopische Forderungen für die Stdionmiete.Da werden Gelder unsinnig ausgegeben, warum kann man mit Dynamo nicht einen kompromiss finden damit die Dresdner kicker villeicht auch mal in die 2. liga aufsteigen können und nicht aufgrund dieser Sturheit Knkurs anmelden müssen. Mn kann nur hoffen, dass die Stadtoberen noch zur Vernunft kommen
Hier müssen wohl nicht nur die Stadtoberen zur Vernunft kommen. Die Mieten werden gebraucht, um die Investitionen in das neue Stadion bezahlen zu können. Dieses Stadion hat Dynamo damals energisch gefordert. Der Verein hat offenbar mal wieder Verträge abgeschlossen, die er nicht einhalten kann. Schließlich beruhen die Mieten auf Verträgen, deren Inhalt der Dynamovorstand verhandelt und gekannt hat. Die Stadt hat in den vergangenen Jahren Dynamo mit erhebliche finanziellen Mitteln unterstützt. Trotz guter Zuschauerzahlen reicht aber das Geld bei Dynamo nicht. Wenn man sich das Theater um Vorstand und Aufsichtsrat derzeit wieder ansieht, fehlt es dort nach meiner Meinung an professioneller Führung. Mit einem solchen Durcheinander würde jedes andere Unternehmen auch scheitern müssen. Sportvereine verlassen sich aber gerne auf die öffentliche Hand. Man wurstelt writschafltich munter drauf los, git mehr Geld aus als man hat, unterschreibt Verträge, die man nicht erfüllen kann, bis die Pleite vor der Tür steht. Dann wird die bekannte Platte aufgelegt: Die treuen Fans haben doch nur ihren Verein. Die Tradition wird beschworen und Besserung gelobt. Regelmäßig gibt es dann einen Schuldenerlass, eine Stundung oder auch Zuschüsse und das Spiel geht weiter. Dynamo kommt erst dann in die 2. Liga, wenn die Mannschaft genügend Spiele gewinnt, nicht durch die Senkung der Stadionmiete. Eine gute Mannschaft ist auch nicht nur eine Frage des Geldes. In Städten wie Rostock, Aue oder Cottbus ist guter Fußball möglich. Das liegt nicht in erster Linie am Geld, denn dort fließt das Geld auch nicht in Strömen. Dynamo braucht eine stabile und professionelle wirtschaftliche Führung, die den Realitäten ins Auge sieht und nicht glaubt, weil der Verein eine ruhmreiche Tradition hat, hätte er automatisch einen Anspruch auf eine ebensolche Zukunft. Man ruht sich offenbar immer noch auf den (welken) Lorbeeren schon lange vergangener Zeiten aus, beschäftigt sich mit Vereinsquerelen, die alle Außenstehenden nur noch mit Kopfschütteln verfolgen, anstatt mit einer langfristigen Planung den Profifußball aufzubauen. Welcher Sponsor soll eigentlich sein Geld in einen solchen Verein investieren? Dresden hat leider keinen zugkräftigen Profifußball, sondern einen Verein, der unglaublich treue Fans hat und deren Geduld bis zum Geht-nicht-mehr strapaziert.

W.S.

Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiTweet this Post!
Mit Zitat antworten
  #3 (permalink)  
Alt 25.11.2010, 11:50
Bernd Richter Bernd Richter ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 26.01.2007
Beiträge: 641
Standard AW: Neuer Dynamo-Aufsichtsrat gewählt

Zitat:
Zitat von Walter Schleiff Beitrag anzeigen
Hier müssen wohl nicht nur die Stadtoberen zur Vernunft kommen. Die Mieten werden gebraucht, um die Investitionen in das neue Stadion bezahlen zu können. Dieses Stadion hat Dynamo damals energisch gefordert. Der Verein hat offenbar mal wieder Verträge abgeschlossen, die er nicht einhalten kann. Schließlich beruhen die Mieten auf Verträgen, deren Inhalt der Dynamovorstand verhandelt und gekannt hat. Die Stadt hat in den vergangenen Jahren Dynamo mit erhebliche finanziellen Mitteln unterstützt. Trotz guter Zuschauerzahlen reicht aber das Geld bei Dynamo nicht. Wenn man sich das Theater um Vorstand und Aufsichtsrat derzeit wieder ansieht, fehlt es dort nach meiner Meinung an professioneller Führung. Mit einem solchen Durcheinander würde jedes andere Unternehmen auch scheitern müssen. Sportvereine verlassen sich aber gerne auf die öffentliche Hand. Man wurstelt writschafltich munter drauf los, git mehr Geld aus als man hat, unterschreibt Verträge, die man nicht erfüllen kann, bis die Pleite vor der Tür steht. Dann wird die bekannte Platte aufgelegt: Die treuen Fans haben doch nur ihren Verein. Die Tradition wird beschworen und Besserung gelobt. Regelmäßig gibt es dann einen Schuldenerlass, eine Stundung oder auch Zuschüsse und das Spiel geht weiter. Dynamo kommt erst dann in die 2. Liga, wenn die Mannschaft genügend Spiele gewinnt, nicht durch die Senkung der Stadionmiete. Eine gute Mannschaft ist auch nicht nur eine Frage des Geldes. In Städten wie Rostock, Aue oder Cottbus ist guter Fußball möglich. Das liegt nicht in erster Linie am Geld, denn dort fließt das Geld auch nicht in Strömen. Dynamo braucht eine stabile und professionelle wirtschaftliche Führung, die den Realitäten ins Auge sieht und nicht glaubt, weil der Verein eine ruhmreiche Tradition hat, hätte er automatisch einen Anspruch auf eine ebensolche Zukunft. Man ruht sich offenbar immer noch auf den (welken) Lorbeeren schon lange vergangener Zeiten aus, beschäftigt sich mit Vereinsquerelen, die alle Außenstehenden nur noch mit Kopfschütteln verfolgen, anstatt mit einer langfristigen Planung den Profifußball aufzubauen. Welcher Sponsor soll eigentlich sein Geld in einen solchen Verein investieren? Dresden hat leider keinen zugkräftigen Profifußball, sondern einen Verein, der unglaublich treue Fans hat und deren Geduld bis zum Geht-nicht-mehr strapaziert.

W.S.

Es mangelt hier vielleicht auch schlicht an Leuten, die in der Lage und dazu bereit sind, einen derartigen Verein professionell zu führen. Der Verein Dynamo ist kein von der Stadt/Region losgelöstes Gebilde. Er wird von den hier lebenden Menschen getragen. Und angesichts der Vergangenheit muss man feststellen, dass wir hier trotz großem Zuschauerpotential nicht in der Lage waren, den Verein wenigstens in der zweiten Liga zu etablieren. Das fällt aber meiner Meinung nach nicht nur auf die jeweiligen Vereinsverantwortlichen oder auf die aktiven Mitglieder zurück. Es ist auch ein Armutszeugnis für die Stadt bzw. Region insgesamt. Der Erfolg von Aue oder Cottbus ist sicher auch auf die Geschlossenheit in der jeweiligen Region zurückzuführen, den Verein nach vorn zu bringen. Diese Geschlossenheit hat es in Dresden nie gegeben.

Ich glaube, erst das Stadion mit all seinen Kosten zwingt insbesondere die Stadt zur notwendigen Geschlossenheit, weil eine erfolgreiche Entwicklung des Vereins damit zwangsweise zum öffentlichen Interesse wurde. Nicht gerade der Idealweg, aber vielleicht endlich mal ein Weg, welcher zu der notwendigen Konstanz und damit zu sportlichem Erfolg führt. Wir werden in den nächsten Jahren sehen, ob das zuviel der Hoffnung ist.

Ansonsten muss man realistisch bleiben. Es ist natürlich auch eine Geldfrage. Und die großen Sponsoren gibt es hier im Osten nicht (sieht man mal vom Sonderfall RB Leipzig ab) und das wird sich in absehbarer Zukunft auch nicht ändern. Es ist in der Tat bewundernswert, wie sich gerade Energie Cottbus trotzdem über einen so langen Zeitraum in der 1. und 2. Liga hält. Aber der größte Erfolg des Vereins bestand letztlich auch nur darin, sich über (wenn ich mich recht entsinne) drei Jahre erfolgreich gegen den Abstieg aus der 1. Liga gewehrt zu haben. Das ist sicher nicht das, was man als ostdeutscher Fußballfan unter "erfolgreich" versteht. Dynamo hat allein aufgrund des Umfelds natürlich mehr Potential als Cottbus. Aber ich bin skeptisch, ob die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen selbst bei optimalster Vereinsführung eine Etablierung unter den zehn besten deutschen Profimannschaften zulassen.
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiTweet this Post!
Mit Zitat antworten
  #4 (permalink)  
Alt 25.11.2010, 22:02
Walter Schleiff Walter Schleiff ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 07.02.2007
Beiträge: 783
Standard AW: Neuer Dynamo-Aufsichtsrat gewählt

Zitat:
Zitat von Bernd Richter Beitrag anzeigen

(...)
Ansonsten muss man realistisch bleiben. Es ist natürlich auch eine Geldfrage. Und die großen Sponsoren gibt es hier im Osten nicht (sieht man mal vom Sonderfall RB Leipzig ab) und das wird sich in absehbarer Zukunft auch nicht ändern. Es ist in der Tat bewundernswert, wie sich gerade Energie Cottbus trotzdem über einen so langen Zeitraum in der 1. und 2. Liga hält. Aber der größte Erfolg des Vereins bestand letztlich auch nur darin, sich über (wenn ich mich recht entsinne) drei Jahre erfolgreich gegen den Abstieg aus der 1. Liga gewehrt zu haben. Das ist sicher nicht das, was man als ostdeutscher Fußballfan unter "erfolgreich" versteht. Dynamo hat allein aufgrund des Umfelds natürlich mehr Potential als Cottbus. Aber ich bin skeptisch, ob die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen selbst bei optimalster Vereinsführung eine Etablierung unter den zehn besten deutschen Profimannschaften zulassen.


Unter die zehn Besten zu kommen ist aber ein tollkühnes Ziel. Die Erfolge von Cottbus zu erreichen, wäre schon was. Dynamo im ersten Drittel der 2. Liga wäre meines Erachtens auch schon ein ambitioniertes Projekt. Wenn man dort stabil ist, kommt auch ein Aufstieg in die 1. Liga in Frage. Ein gutes Jahr im DFB-Pokal mit der einen oder anderen Überraschung wäre auch ein Zeichen. Mainz und Freiburg sind Vereine, die für Dynamo Beispiel sein könnten. Dort wachsen die Bäume auch nicht in den Himmel, aber die Mannschaften sind motiviert und dauerhaft leistungsstark - immer im Rahmen des Möglichen betrachtet. Der RB Leipzig wird zeigen, ob man Erfolg am Reißbrett konstruieren und dann kaufen kann. Ich glaube es nicht.

W.S.
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiTweet this Post!
Mit Zitat antworten
  #5 (permalink)  
Alt 26.11.2010, 08:13
_AR _AR ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 22.01.2009
Beiträge: 274
Standard AW: Neuer Dynamo-Aufsichtsrat gewählt

Zitat:
Zitat von Bernd Richter Beitrag anzeigen
...Der Verein Dynamo ist kein von der Stadt/Region losgelöstes Gebilde. Er wird von den hier lebenden Menschen getragen...
Einspruch!
Laut Mopo 24.11.10 eine Firma mit ca. 60 Beschäftigten (Profis, Nicht-Amateure, Trainer, Betreuer und Angestellte).
Kennen sie in DD noch eine ähnliche Firma, die derartig fremdes Geld verbraten darf?
Und nun auch nicht gleich wieder mit "Tradition" kommen. Da hat der "Otto-Grotewohl-Saal" auf der Friedensstraße oder ein Pflasterstein auf dem Bischofsweg eher mehr zu bieten.
Das ist wohl vielmehr dem alten Rom zuschulden: "Brot und Spiele"! -und der Mob bleibt friedlich (meistens jedenfalls).
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiTweet this Post!
Mit Zitat antworten
  #6 (permalink)  
Alt 26.11.2010, 12:00
namoh namoh ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 20.01.2007
Beiträge: 108
Standard AW: Neuer Dynamo-Aufsichtsrat gewählt

Zitat:
Zitat von _AR Beitrag anzeigen
Einspruch!
Laut Mopo 24.11.10 eine Firma mit ca. 60 Beschäftigten (Profis, Nicht-Amateure, Trainer, Betreuer und Angestellte).
Der Verein hat 5.000 Mitglieder und und in der Region sicher über 100.000 Anhänger. Was Brot und Spiele betrifft, haben Sie sicher recht. Aus öffentlichen Mitteln wird das Unterhaltungsbedürfnis verschiedener Interessensgruppen bedient: Opernliebhaber, Museumsbesucher, Operettengäste. Eine Diskussion über die finanziellen Verpflichtungen des Staates und seiner Körperschaften sollte man jederzeit streiten. Der Fußball nimmt hier aber keine Sonderrolle ein.
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiTweet this Post!
Mit Zitat antworten
  #7 (permalink)  
Alt 26.11.2010, 13:45
Bernd Richter Bernd Richter ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 26.01.2007
Beiträge: 641
Standard AW: Neuer Dynamo-Aufsichtsrat gewählt

Zitat:
Zitat von _AR Beitrag anzeigen
Einspruch!
Laut Mopo 24.11.10 eine Firma mit ca. 60 Beschäftigten (Profis, Nicht-Amateure, Trainer, Betreuer und Angestellte).
Kennen sie in DD noch eine ähnliche Firma, die derartig fremdes Geld verbraten darf?
Und nun auch nicht gleich wieder mit "Tradition" kommen. Da hat der "Otto-Grotewohl-Saal" auf der Friedensstraße oder ein Pflasterstein auf dem Bischofsweg eher mehr zu bieten.
Das ist wohl vielmehr dem alten Rom zuschulden: "Brot und Spiele"! -und der Mob bleibt friedlich (meistens jedenfalls).
Wie definieren Sie "Firma"? Dynamo hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins, der bekanntlich auch nicht nur aus der Profiabteilung besteht (ca. 250 aktive Fußballer und über 5.000 Mitglieder). Über die Ausgliederung der Profiabteilung in eine Kapitalgesellschaft wird gerade diskutiert. Das käme einer "Firma" schon deutlich näher. Aber auch da würde der Stammverein entsprechend der DFB-Statuten mindestens 51 % der Anteile halten.

Es steht jedem frei, Mitglied bei Dynamo zu werden und damit Einfluss auf die Entwicklung des Vereins zu nehmen. Und das ist nur die direkteste Form der Einflussnahme. Die Geschicke des Vereins sind sehr wohl davon abhängig, inwieweit und in welcher Art und Weise sich die Dresdner bzw. Leute aus dem Umland in den Verein einbringen. Und wenn man die jüngere Vergangenheit des Vereins (zu Recht) als einigermaßen katastrophal bezeichnet, fällt das eben nicht nur auf die jeweils unmittelbar Verantwortlichen sondern zu einem Teil auch auf die Region zurück. So wird es ja letztlich auch von außen wahrgenommen.

Die Tradition des Vereins betrachte ich eher als zweitrangig. Ich halte es lediglich für selbstverständlich, dass eine Großstadt über professionelle Sportvereine mit Unterhaltungswert verfügt. Natürlich geht es da nicht nur um hehre Ziele, wie Jugendförderung, sondern auch um Massenbespaßung. Aber warum auch nicht? In anderen Städten sieht man das scheinbar wesentlich entspannter. In welchem Maße man dies öffentlich bezuschusst, ist natürlich eine berechtigte Frage. Aber darum ging es mir nicht vordergründig. Wenn wir uns Dresden halbwegs einig wären, dass Dynamo das Aushängeschild des Fußballs der hiesigen Region ist, wäre schon viel erreicht. Diese Einigkeit ist erstmal umsonst und mehr wert als jeder Zuschuss. Und diese Einigkeit wird durch das Stadion, als Klotz am Bein der Stadt, nunmehr erzwungen.
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiTweet this Post!
Mit Zitat antworten
  #8 (permalink)  
Alt 26.11.2010, 15:11
Bernd Richter Bernd Richter ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 26.01.2007
Beiträge: 641
Standard AW: Neuer Dynamo-Aufsichtsrat gewählt

Zitat:
Zitat von Walter Schleiff Beitrag anzeigen

Unter die zehn Besten zu kommen ist aber ein tollkühnes Ziel. Die Erfolge von Cottbus zu erreichen, wäre schon was. Dynamo im ersten Drittel der 2. Liga wäre meines Erachtens auch schon ein ambitioniertes Projekt. Wenn man dort stabil ist, kommt auch ein Aufstieg in die 1. Liga in Frage. Ein gutes Jahr im DFB-Pokal mit der einen oder anderen Überraschung wäre auch ein Zeichen. Mainz und Freiburg sind Vereine, die für Dynamo Beispiel sein könnten. Dort wachsen die Bäume auch nicht in den Himmel, aber die Mannschaften sind motiviert und dauerhaft leistungsstark - immer im Rahmen des Möglichen betrachtet. Der RB Leipzig wird zeigen, ob man Erfolg am Reißbrett konstruieren und dann kaufen kann. Ich glaube es nicht.

W.S.


Das mit den zehn Besten war auch eher ein theoretisches Ziel ausgehend davon, dass in Ostdeutschland auch ein paar Menschen leben und es hier demzufolge (theoretisch) wenigstens ein oder zwei Erstligisten geben sollte, von denen wenigstens einer auch Ambitionen auf internationale Wettbewerbe hat. Dynamo ist da schon wegen des Fanpotentials ein denkbarer Kandidat, wenngleich da andere ostdeutsche Vereine wesentlich näher dran sind. Aber allein schon aufgrund der wirtschaflichen Rahmenbedingungen können wir wohl froh sein, wenn eine Saison der 1. Liga ohne ostdeutschen Verein - wie dieses Jahr - zukünftig die Ausnahme darstellt. Vielleicht schafft auch mal ein ostdeutscher Verein eine Überraschung und landet in der 1. Liga weit vorn. Aber ich sehe momentan nicht, welcher ostdeutsche Verein selbst bei professionelle Führung in der Lage sein sollte, sich dauerhaft in der 1. Liga zu etablieren.

Gemessen an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat Dynamo eigentlich mit das größte Potential in Ostdeutschland, ist aber zugleich auch ein Beleg dafür, dass Erfolg nicht allein eine Frage des Geldes ist. In der Tat müssen die erstmal Konstanz reinbringen und einen Schritt nach dem anderen gehen. Das erreichbare Maximum dürften, wie sie schon sagen, Vereine wie Freiburg oder Mainz sein. Ich fürchte aber, dass auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Freiburg und Mainz noch ein wenig günstiger als in Dresden sind. Aber bis dahin ist es für Dynamo ohnehin noch ein weiter Weg. Dynamo muss, wie gesagt, erstmal die vorhandenen Potentiale ausschöpfen, bevor wir uns hier über (bisher) nicht vorhandene Potentiale Gedanken machen.

Für RB Leipzig gilt dies alles nur bedingt, auch wenn ich da ebenso skeptisch bin. Falls aber Red Bull den nötigen langen finanziellen Atem hat und zugleich für eine konstante professionelle Vereinsführung sorgt, kann es durchaus gelingen, den Verein kontinuierlich nach oben zu bringen. Und wenn dies geschafft ist, wird Red Bull erst recht große Beträge in den Verein pumpen, von denen andere (vor allem ostdeutsche) Vereine nur träumen können. Eine Konkurrenzfähigkeit mit den Spitzenmannschaften der 1. Liga wäre dann zumindest denkbar. Aber auch für RB Leipzig ist es natürlich noch ein weiter Weg nach oben.
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiTweet this Post!
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist aus.
HTML-Code ist aus.
Trackbacks are an
Pingbacks are an
Refbacks are an


Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Dynamo wieder helfen? Wer hilft unseren Verein? bmwclubdresden Nachrichten aus Dresden 134 01.06.2011 11:11
Neuer Investor für den Dresdner Fernsehturm ? Stephan Lohse Nachrichten aus Dresden 6 24.08.2010 22:35
Neuer Brückenname Steffen.Thiele4@web.dewdAF2W Nachrichten aus Dresden 81 19.01.2010 16:24
Mal eine etwas andere Meinung zum Dynamo-Spielwochenende dresdner Nachrichten aus Dresden 51 18.11.2008 11:52


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 22:13 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Friendly URLs by vBSEO
Copyright © 2005 - 2010 by DNN-Online