22.05.2012 22:13
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Und wieder bleibt eine wichtige Straßenverbindung in Dresden auf Jahre hinaus eine gefährliche Holperpiste. Die Stadt Dresden hat die Gelder für die Sanierung der Potschappler Straße vorerst gestrichen. Und bis 2015 wird es wohl auch keine finanziellen Mittel geben.
Wann begreifen die MIV-Ideologen in dieser Stadt endlich, dass ein gutes Straßennetz nicht vorrangig aus überteuerten Prestigeprojekten besteht, sondern aus ordentlich befahrbaren Straßen !? |
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Ich geb´ jetzt mal den progressiv-linksgrünen Verfkehrsexperten und antworte - Wofür Straßenbau - der Autoverkehr ist ohnehin rückläufig. - Berufspendler und Stadtrandbewohner ("Zersiedler") sind selber schuld - für die sollte man nicht auch noch Straßen bauen/sanieren. - Für den Verkehr ist exakt der ÖPNV zuständig (oder Fahrrad) und nicht das Auto. Und für die wenigen, für die es nicht anders geht, reicht eine Spur aus. - In Dresden wurde viel zu viel Geld in Straßenbau gesteckt, während die Schulen zerfallen. - Die Durchschnittsgeschwindigkeit des MIV in Dresden ist immer noch vergleichsweise hoch - was soll das Gejammer. - An der Potschappler Str. wurde kürzlich der XY-Käfer gesichtet - Re-Naturierung ist hier das Gebot der Stunde.
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Wenn man nicht mehr zu argumentieren weiß, wird zur Polemik gegriffen. Kennt man aus CDU- wie auch aus FDP-Kreisen zur Genüge.
Nun ist (nicht weiter überraschend) die Schandauer Straße in der Diskussion. Eine der wichtigsten Hauptverkehrsachsen der Stadt! Und wieder ist kein Geld da, um diese in einem überschaubaren Zeitraum grundlegend zu sanieren. Aber an Prestigeprojekten wird weitergebaut. Es ist einfach nur noch traurig! |
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Immer mehr dürfen sämtliche Verkehrsteilnehmer die Auswirkungen der Diktatur der fehlenden Finanzen ausbaden.
Neben der Königsbrücker sind es vor allem Hauptverkehrsachsen im Dresdner Osten, die immer mehr verrotten, weil die Steuergelder für Stahl und Beton in der Elbaue verschwendet werden. Akutes Beispiel (nicht weiter überraschend) die Schandauer Straße: Sächsische Zeitung [online] - Dresden: Notreparaturen an der Schandauer beginnen |
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ps. "Stahl und Beton"; eine Bambushängebrücke würde irgendwie nicht in die Sichtbeziehungen passen.
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Welche vorbeugenden Reparaturen werden in Dresden realisiert? Ist es nicht tatsächlich so, dass in Dresden die Straßen und Brücken so lange auf Verschleiß gefahren werden, bis eine überteure Sanierung „möglich“ ist! Warum ist das so? Weil vielleicht für einige bevorzugte Firmen solche Aufträge lukrativer sind oder warum? Warum wurden an der Schandauerstraße (zum Beispiel) die vielen Bodenwellen im Pflaster nicht längst behoben, warum die Absenkungen der Scheinen und Platten nicht längst REPARIERT? Warum wurden an den Brücken nicht laufende Reparaturen ausgeführt? Es geht scheinbar nicht mehr um das Allgemeinwohl, sondern ausschließlich um lukrative Großaufträge. Kein normaler Mensch lässt sein Privateigentum so vergammeln, bis es zu einer Generalreparatur kommt. Im Gegenteil, jeder nimmt laufende Reparaturen wahr. Nur die Öffentliche Hand handelt vollkommen anders. ![]() MT98 Wer Fehler findet, kann sie behalten. |
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Im Grunde ist Ihre Frage berechtigt. Die laufende Instandhaltung wurde wahrscheinlich aus Gründen der Sparsamkeit unterlassen. Wer näht schon heute einen Flicken auf die Hose, die er morgen wegwerfen will? Die Schandauer Strasse ist, wie viel andere Straßen in Dresden auch, schon längst am Ende ihrer Lebensdauer angekommen. Sie muss von Grund auf erneuert werden. Mit Reparaturen ist da nichts mehr zu machen. Und damit beginnt das Trauerspiel. Wegen fehlender Finanzen wird die Erneuerung vor sich hergeschoben und der Zustand der Straßen immer schlechter. Wohl oder übel müssen immer mehr Mittel für Notreparaturen ausgegeben werden, die dann für Erneuerungen und vorbeugende Instandhaltung fehlen. Lange Planungszeiten verschlimmern das Problem, weil man nie weiß, ob dann, wenn die Erneuerungsmaßnahme eigentlich beginnen könnte, auch das Geld vorhanden ist. Die Schandauer soll jetzt 2014 an der Reihe sein. Für diese Zeitspanne ist es rausgeworfenes Geld, wirklich spürbare Reparaturen an der Straße auszuführen oder gar das Gleisbett auszuwechseln. Wenn der Termin 2014 aus irgendwelchen Gründen wieder platzt, geht das Spiel von vorne los. Notgedrungen werden dann eben wieder Notreparaturen ausgeführt, die eigentlich wirtschaftlich unsinnig, aber akut unvermeidlich sind. Der Vergleich mit dem normalen Menschen geht eben nicht auf. Ein normaler Mensch schafft sich schon erst gar keine Sachen an, für deren Unterhalt er kein Geld hat. Wenn doch, trennt er sich wieder von ihnen. Das kann die öffentliche Hand nur zum Teil. Hallenbäder, Theater, Bibliotheken und Museen kann man notfalls ersatzlos schließen. Bei Schulen, Krankenhäusern und Infrastruktureinrichtungen geht das nicht so einfach, wenn überhaupt. Was vorhanden ist, muss also irgendwie durchgeschleppt werden. Die kameralistische Buchführung, die die öffentlichen Kassen seit langer Zeit verwendet haben, beförderte dieses Verhalten, weil dort Vermögen und Schulden nicht bewertet und bilanziert werden. Im Grunde werden nur die Einnahmen den Ausgaben gegenübergestellt. Der Vermögensrückgang mangels Instandhaltung schlägt sich nicht nieder. Die zukünftigen Kosten von Investitionen (oder deren Unterlassung) auch nicht. Unterlassene Instandhaltung drückt sich aktuell nur in geringeren Ausgaben aus. Das nennt man dann "Sparen". Dass diese seltsame Form der Sparsamkeit in den Folgejahren umso mehr kostet, interessiert heute niemanden, denn es ist ja ein Problem der Zukunft. Das "Vertagen" lohnt sich also. W.S. |
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Das Problem gerade im Straßenbau in dieser Stadt ist doch gerade, dass für überteuerte Neubauten immer Geld ausgegeben wurde und das auch direkt aus dem Stadtsäckel nicht zu knapp, aber die Instandhaltung derweil buchstäblich hinten runterfiel. Und dieses Verhalten ist von Landesregierung und Rechtsaufsichtsbehörde (Landesdirektion, vormals Regierungspräsidium) auch noch forciert worden.
Und als der Bürger mal direkt zu entscheiden hatte, hat er sich Sand in die Augen streuen lassen, viele haben es bis heute nicht begriffen, aber meckern trotzdem fleißig ohne zu wissen, worüber sie überhaupt reden. |
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Es sollte für die Verantwortlichen keine Bedeutung haben, ob diese Straßen oder Brücken einen besonderen Wert haben, sondern es sind wichtige VERKEHRSADERN der Wirtschaft. Genau mit diesen Argumenten wurde die WSB begründet und auch gebaut. ![]() Was soll eine Brücke, wenn alle anderen Verkehrsadern Schrott sind? Nein, es geht ausschließlich darum, Baumaßnahmen für bestimmte Firmen zu erhalten, die richtig Geld einbringen. Dies ist bei einer laufenden kleinen Reparatur eben nicht möglich. Für diese laufenden Reparaturen fehlt aber auch das Geld, weil es bei Prestigeobjekten verbraten wird. Diese fehlende Werterhaltung durch laufende Reparaturen können auch SIE – Herr Schleiff - , an allen Ecken und Enden in Dresden erkennen. ![]() Der Steuerzahler ist eben sehr geduldig… MT98 Wer Fehler findet, kann sie behalten. |
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