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Zitat von Walter Schleiff
[SIZE=2]Was mich an dem Kauf so verblüfft, ist die Fähigkeit des Stadtrates, so schnell zu entscheiden. Da wird eine Mega-Investition im Rekordtempo durchgewunken, Während über andere im Vergleich dazu Mini-Projekte jahrelang erbittert diskutiert wird.
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Naja, Ich glaube buchungstechnisch ist das ein Riesen Unterschied. Wenn ich eine Straße ausbaue o.ä., dann ist das Geld einfach nur weg. Wenn ich aber die GESO (nicht nur ENSO!) kaufe, dann habe ich einfach Geldwert in Sachwert gewechselt, was jederzeit rückgängig zu machen ist (u.U. mit Gewinn).
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Eins steht fest: Die kommunalen Versorgungsbetriebe sind als lokale Monopolisten (noch) echte Geldbringer. Schließlich werden z.B. über die TWD seit Jahren die Verkehrsbetriebe subventioniert. Das heißt, die Preise für Strom, Gas, Wasser, Müllabfuhr und Straßenreinigung könnten wahrscheinlich niedriger sein, wenn nicht die DVB mit den Überschüssen der DREWAG und der Stadtreinigung quersubventioniert werden müßten. ...
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Naja, so einfach ist das nicht.
Nebenbei: Wenn Sie ihren Strom von Yellow Strom beziehen, der ja quasi aus Frankreich kommt, also von EDF, einem staatlichen Unternehmen, wo landet dann ihr Geld? Dartige Konstrukte gibt es sehr häufig. Gehört nicht der DVB auch die Verkehrsbetriebe aus Meißen und Riesa? Und was ist mit der Querfinanzierung im VVO? Ich denke, hier gibt es generell keine rechtlichen Probleme. Und mit einer demokratischen Mehrheit, kann man ja die DVB aus diesen Quersubventionierungen rausholen und wieder kommunal finanzieren. Wobei die DVB ja immer weniger braucht. Allerdings baut die ihre Strecken auch selber, während der Straßenbau steuerlich finanziert wird.
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Und wenn die Bürger zunehmend kostenbewußter werden und ihre Strom- und Gasanbieter auch mal wechseln und die erneuerbaren Energien stärker nutzen als heute, könnte sich die Rechnung erheblich verändern.
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Das wird nie eintreten, denn man erhöht die Preise, wenn einfach weniger verbraucht wird. Geht auch nicht anders. Stellen Sie sich mal vor, was passiert, wenn ein Energieversorger Verluste macht. Dann haben wir ganz andere Probleme. Und das ist völlig unabhängig vom Besitzer.
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Grundsätzlich bin ich skeptisch, wenn sich Kommunen wirtschaftlich betätigen. zwar ist die Privatisierung, wie wir in den letzten Jahren erleben konnten, auch kein Garant für wirtschaftlich erfolgreiches und bürgerfreundliches Handeln,
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Ich finde die Privatisierung hatte Überhand genommen. Man übergibt eine zuvor staatliche Aufgabe einem Unternehmen und erhofft, dass dieser günstiger arbeitet und möglichst keine Gewinne macht. Das ist ja schon paradox. Und dann baut man einen riesiegen Apparat an Regulierungsbehörden auf, der dies kontrolliert und nur Steuergeld kostet. Wo ist da nochmal der Sinn (liebe FDP)?
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aber so ein (lokaler) Riese wie die TWD/ENSO erscheint mir eine Nummer zu groß.
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Was haben denn andere Städte so?