09.02.2012 06:23
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Trotzdem noch einmal: Es gibt einen Klagenfurter Fußballverein mit dem Namen SK Austria Kärnten. Dieser Verein hat aufgrund seiner Geschichte und Zusammensetzung eine besondere Nähe zum - wie Sie selbst formulieren - unsäglichen Herrn Haider. Wirtschaftliche und finanzielle Aktivitäten haben Haider und seinen Verein immer wieder in die Schlagzeilen gebracht. Herr Calmund ist im Sportbeirat dieses Vereins, obwohl ihm die Brisanz des Engagements in mehrfacher Hinsicht klar gewesen sein dürfte. Lesen Sie die Meldung des ORF ruhig einmal durch. Vielleicht kommt Ihnen das eine oder andere bekannt vor. Ob die Motive Calmunds wirtschaftlicher, ideologischer oder altruistischer Natur sind, ist irrelevant für die Folgen für Dresden/Sachsen: Sie können nicht einerseits die NPD isolieren und andererseits einen Sportfunktionär aus dem Dunstkreis der Kärntner Regierungspartei ein Prestige zuerkennen, das ausschließlich durch mediale Selbstinszenierung Calmunds begründet ist. Diese Verunklarung von Maßstäben ist problematisch nicht nur für orientierungsuchende junge Menschen im Fußballumfeld und löst eine Abgrenzung zu Rechtsextremisten auf. Als sogenannter Botschafter der EURO für Kärnten ist Calmund "Promoter" gewesen. Dazu gehört, Kärnten von seiner besten Seite zu präsentieren. Kärnten wurde regiert von dem tatsächlich in seinem Land überaus beliebten Herrn Haider. |
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Wenn die Motive des Herrn Calmund irrelevant sind, ist ja alles klar. Sie bestimmen, was gut und was schlecht ist. Ganz so einfach ist es wohl nicht. Calmund war übrigens auch nicht "Botschafter" der EURO 2008 für Kärnten, sondern für die Stadt Klagenfurt. Wollen sie jetzt alle Klagefurter und Kärntner Bürger in Sippenhaft nehmen, weil ein Teil der Wähler Herrn Haider zum Landeshauptmann gemacht hatte? Aber auf Motive und Details kommt es ja nicht an. Calmund war auch schon "Botschafter" für Nordrhein-Westfalen bei der Fußball-WM in Deutschland und "Botschafter" der Fußball-WM der Menschen mit Behinderung. Dass er einen erhöhten Selbstdarstellungsdrang hat, bedarf auch keiner Diskussion. Austria Kärnten ist inzwischen Pleite. Da kann Calli seine Erfahrungen gleich nutzbringend für Dynamo zweitverwerten. Aber, um es kurz zu machen: Was Sie jetzt hier versuchen, ist genau diese Form rigorosen Gutmenschentums, die genau das Gegenteil von dem erreicht, was sie will. Die Politik von FPÖ und BZÖ halte ich für falsch und ich lehne diese billige national-populistische Politik mit eindeutig ausländerfeindlichen Tendenzen ab. Ob aber Austria Kärnten nun gleich ein "rechtsextremer" Fußballverein war, kann ich nicht beurteilen. Herr Calmund muss sich auch fragen lassen, wie er zu den politischen Einstellungen der Clubspitzen steht bzw. stand. Ihn nun gleich als Kollaborateur des Rechtsextremismus zu brandmarken ist maßlos überzogen. Sie möchten hier gerne um jeden Preis einen Skandal lostreten. "Sportfunktionär aus dem Dunstkreis der Kärntner Regierungspartei" hört sich gewaltig an. man könnte glauben, er sei selbst Mitglied er Kärntner Landesregierung. Calli ist ein Geschaftelhuber und bleibt einer. Nur weil er in diesem Beirat saß, ihn nun zum Rechtsextremisten zu erklären, ist doch albern. Wenn er mit seinem Fachverstand etwas für Dynamo tun kann, sollten wir froh sein. Wie daraus eine Aufwertung der NPD erwachsen soll, bleibt Ihr großes Geheimnis. W.S. |
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Ich trete keinen Skandal los, Herr Schleiff, die Zusammenarbeit mit Calmund bei Dynamo ist der Skandal. Seine Motive sind irrelevant, weil Calmund ein gebrochenes Verhältnis zur Wahrheit hat. Seinen Rücktritt als Bayer-Geschäftsführer hat er so kommentiert. Zitat böser Spiegel: "Leverkusen - Calmund, 55, scheidet bereits zum 30. Juni als Geschäftsführer in Leverkusen aus. "Ich bin nach 27 Jahren Arbeit an vorderster Front körperlich und mental nicht mehr in der Lage, die Anforderungen meines Jobs zu hundert Prozent zu erfüllen", wurde Calmund in einer Pressemitteilung von Leverkusen zitiert. Mit Tränen in den Augen sowie stockender Stimme äußerte sich Calmund am Abend auf einer Pressekonferenz: "Ich war immer auf dem Bock, immer in der Verantwortung, ob es um die Jugendarbeit, das Marketing oder die Profi-Abteilung ging. Ich bin platt!" Tatsächlich wurde Calmund entlassen. Wenigstens sind diesmal seine Tränen verbürgt. Dass Calli formal EM-Botschafter für Klagenfurt war, hängt nun mal mit dem Austragungsort zusammen. Im Verwaltungsportal Kärnten (2.Absatz) sieht man den etwas größeren Zusammenhang durchaus. Wieder stellt erwartungsgemäß der Spiegel das offenkundig selbstlose Werben für Kärnten (und Klagenfurt, Herr Schleiff) infrage. Die rechte Antwort erhalten Kritiker prompt: "Ein Rathaus-Sprecher sagt: "Einen Mann wie Calmund zu beschmutzen, der für Kärnten Türen öffnet, ist unterste Gürtellinie." Wundern Sie sich nicht über gedankliche Gemeinsamkeiten! Das fällt sicher in Ihre Kategorie "Großes Geheimnis". Und der unsägliche Landeshauptmann? Vielleicht war auch Jörg Haider einfach nur ein "Fußballbekloppter". Ich will Ihnen Ihre plötzliche Dynamo-Sympathie, die mit Calli natürlich nichts zu tun hat, nicht wegnehmen, Herr Schleiff. Sie werden von Herrn Calmund mit großer Sicherheit auch keine rechtsextremen Äußerungen hören ("An ihren Werken sollt Ihr sie erkennen."). Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, sondern halt sehr viele Grautöne. Diese Grautöne entscheiden, nicht Herr Apfel. |
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Sie selbst, Herr Schleiff, bedienen sich mit jener Verächtlichmachung, die den Kern des beliebten Gutmenschenvorwurfs darstellt, selbst einer Sprachregelung, die den fließenden Übergang zu rechtsextremer Artikulation ermöglicht. Ihr Vorwurf wirft für mich deshalb die Frage auf, ob Ihr Menschenbild noch auf den ethischen Grundlagen des biblischen Verständnisses fußt. Der sogenannte "Terror der Gutmenschen" wurde - und das haben Rechtskonservative/Rechtsextreme durchaus begriffen - am Sinai begründet. Sie wollen so die Schweregrade der Kollaboration mit Rechtsextremen beurteilen? Woher beziehen Sie Ihre Toleranzvorstellungen? |
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Lieber Viisitor X, über meine christliche Gesinnung brauchen Sie sich nicht zu sorgen. Die Botschaft Jesu Christi und das "Gutmenschentum", ein zugegeben zynischer Begriff, haben miteinander nichts zu tun. Das ist Ihre kunstvolle Verknüpfung. Ich übe auch keine Nachsicht mit Herrn Calmund. Ich frage mich nur, woher dieser Furor kommt, mit dem Sie hier einen Geschaftelhuber wie Herrn Calmund verfolgen. Weclhe Schweregrade der Kollaboration mit Rechtsextremen gibt es denn? Welchen Grad hat Herr Calmund erreicht? Glauben Sie allen Ernstes, weil Herr Calmund vior der WM 2008 Werbung für die Stadt Klagenfurt gemacht hat und im Beirat eine pleitegegangenen Fußballvereins saß oder sitzt, in dem BzÖ- oder "Freiheitlichen"-Führungskräfte saßen oder sitzen befördert er den Rechtsextremismus in Sachsen oder bei der SG Dynamo? Ich hoffe, Sie kommen wieder etwas auf den Teppich. W.S. |
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![]() WIR ALLE wissen nicht, warum Herr Calmund sich bei Dynamo ins Gespräch bringt und ohne ein offizielles Mandat bei diesem Verein schon über Personalien entscheiden möchte. Erstaunlich ist es FÜR MICH allerdings, wie diesem Mann schon wieder zugejubelt wird, ohne dass jemand darüber genaue Kenntnis hat, was er wirklich mit seinem Engagement bezweckt. In Leverkusen konnte er finanziell aus dem Vollen schöpfen. Nach dieser Ära als Manager wollte Herrn Calmund (scheinbar) in Deutschland keiner mehr haben. Nun bringt ER SICH SELBST populistisch ins Gespräch. Wie sagt der Volksmund – Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste! – Schön wäre es, wenn er ein paar Millionen aus seiner Privatschatulle in den Verein stecken würde und so die Stadt Dresden entlasten könnte. Wie wir heute wissen (SZ von heute Sächsische Zeitung [online] - Dresden: Dresden ist nicht schuldenfrei), hat die Stadt Dresden schon wieder 730 Millionen Schulden bzw. Verbindlichkeiten. ![]() MT98 Wer Fehler findet, kann sie behalten. |
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Calmund - ist das der? Dann wird alles gut!
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Zu Haider und Calmund, der an seiner Tafel saß (Austria Kärnten), ist von meiner Seite alles gesagt. Ich habe nichts hinzuzufügen oder zurückzunehmen. Dass eine Entlastung Calmunds zugleich eine Verharmlosung Haiders bedeutet, kann Ihnen vermutlich ein Schüler der Sekundarstufe I erklären. Bitte entschuldigen Sie mich für die nächsten Tage und vielen Dank für Ihre Anregungen. |
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Dynamo auflösen!!!
Nur so ist ein Neuanfang im Dresdner Fußball möglich und ein solcher ist dringlich geboten. Es braucht eine neue Identität im Dresdner Fußball - die Dynamotradtion hat sich inzwischen längst als blockierend und als Selbstbedienungsladen für halbedle Funktionärsgruppen erwiesen. Für eine Zukunft mit "Deeyyynaaamooouu" gibt es kein venünftiges Konzept. |
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Neuanfang im Dresdner Fußball? Na klar. Wie wäre es mit Red Bull? Der Dresdner Fußball IST Dynamo. Wie grandios Alternativen scheitern haben wir am Beispiel DSC gesehen. Fast in die 2. BL aufgestiegen und trotzdem wollte das niemand sehen.
Wenn Sie also Fußball unter freiwilligem Ausschluss der Öffentlichkeit wünschen, haben Sie natürlich recht. Zur Calli-Haider-Debatte: Ich glaube Calmund trägt Thor-Steinar-Krawatten!! |
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