22.05.2012 21:53
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Zurzeit wird ja mal wieder heiß über den „neuen“ Striezelmarkt diskutiert.
Ich denke aber dass mal wieder zu einseitig diskutiert wird und die Sicht, Meinungen und Nöte der Händler zu wenig beachtet werden. Sicher haben wir eine Wirtschaftskrise mit mehr oder weniger starken Umsatzrückgängen, wie unser „Wirtschaftsbürgermeister“ feststellt. Aber die Umsatzrückgänge auf den Striezelmarkt sind in ganz großem Maß dem neuem Konzept geschuldet. Vor diesem Hintergrund ist es eine absolute Frechheit unseres „Wirtschaftsbürgermeisters“, eine Aussage zu treffen wie dieses Zitat aus der SZ…“ Ich bezweifle, das es einen allgemeinen Umsatzrückgang gibt.“ Dies ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die wirklich durch schlechte Standplätze zum Teil massive Umsatzeinbrüche zu verbuchen haben und vor den Trümmern ihrer Firma stehen. Er müsste es eigentlich sein, der sich in seiner Funktion als Wirtschaftsbürgermeister den Sorgen und Ängsten der Händler annimmt und sie nicht noch mit solchen Aussagen verhöhnt oder als Lügner hinstellt. Für so eine Aussage müsste er eigentlich zurück treten. So etwas ist für unsere Stadt nicht tragbar. Gerade in so einer sehr kritischen und schweren Zeit für die Händler so ein Experiment mit dem Striezelmarkt zu unternehmen, zeigt mir seine Kompetenz für den Posten eines Wirtschaftsbürgermeisters. Ich muss zustimmen, dass aus reinen visuellen Gesichtspunkten der diesjährige Striezelmarkt sehr schön geworden ist. Dies ist aber nur die eine Seite der Medaille. Man muss auch hinter die Kulissen schauen und auch darüber sollte vielleicht unsere Dresdner Bevölkerung informiert werden. Es ist nicht immer alles Gold was glänzt. Auch wird vieles schön geredet. Ich kann mir zB. nicht vorstellen, das die Dresdner und ihre Gäste damit einverstanden sind, das die „neue Schönheit“ ihres Striezelmarktes, mit dem sich verschiedene Leute profilieren wollen, mit verlorenen Arbeitsplätzen und Firmenpleiten „erkauft“ wird. Auf Kosten dieser „neuen Schönheit“ und des neuen Konzeptes des Striezelmarktes, über die man sicher streiten kann (der alte Striezelmarkt war auch schon sehr schön und „Neuerrungen“ hätten auch auf dem alten Striezelmarkt umgesetzt werden können) sind massiv Standplätze eingespart worden. In diesem Zuge sind einige Händler, teilweise sehr alte und bekannte Händler nicht mehr auf dem Markt zugelassen worden. Dazu kommt, dass es durch den verwinkelten Aufbau des Marktes an verschiedenen Stellen „tote“ oder schlechte Winkel entstanden sind, die einen vernünftigen Umsatz nicht zulassen und somit Umsatzeinbußen von 50 % und teilweise sogar mehr hinzunehmen sind. Da bringt es auch nichts, Hütten nächstes Jahr neu anzuordnen oder umzustellen, denn dann entstehen nach diesem Konzept andere tote Winkel. Und die Idee, „Schildchen“ aufzustellen ist einfach lächerlich. Es muss die alte, schon seit ewigen Zeiten erprobte und vor allem bewährte "Gängestruktur" wieder her, denn nur diese Struktur funktioniert und sorgt für einen erfolgreichen Markt. Was ist den unser Dresdner Striezelmarkt? Er ist ein Markt und sollte doch bitte auch das bleiben, was er schon immer war und wozu er geschaffen wurde…..ein MARKT…ein Treffpunkt von Angebot und Nachfrage, wo diejenigen, die vom Markthandel leben ihre Waren feilbieten können und damit ihren Lebensunterhalt, die Existenz ihrer Firma und der Familie sichern können. Und nicht in erster Linie ein Platz zum lustwandeln und amüsieren, den genau das ist er jetzt nach dem neuem Konzept geworden. Deshalb sollte auch ein Markt so aufgebaut werden, dass eine maximale Anzahl an Händlern darauf Platz haben und nicht durch eine willkürliche Anordnung der Marktbuden Platz verschwendet wird. Als Fazit….zum Lustwandeln schön, zum kaufen und verkaufen absolut ungeeignet. Viele Händler, egal ob sie auf dem Striezelmarkt stehen oder ob sie vorher eine Absage bekommen haben, werden sicher dieses Jahr ein trauriges Weihnachtsfest feiern, mit dem Verlust der Firma vor Augen. Ist es wirklich das, was die Dresdner und ihre Gäste wünschen oder sich vorstellen? Wie schon gesagt, ich bin der Meinung, dass die Dresdner auch diese Seite des „neuen“ Striezelmarktes kennen sollten. Ich wünschen allen Händlern und deren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest, viel Glück und Durchhaltevermögen. |
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Zitat:
Immer langsam mit die jungen Pferde, kann ich da nur mahnen. Warten wir mal konkrete Zahlen ab. denn das Jammern ist der Gruß des Kaufmanns, schon immer. Ein Markt, der zum Bummeln und Verweilen einlädt, animiert auch zum Kaufen. Nach meiner Meinung hat der Markt mit dem neuen Aufbau sehr gewonnen. Diese Budenparade in Reih und Glied hat mich schon immer gestört. Der Markt ist gemütlicher und unübersichtlicher geworden. Das führt nach meiner eigenen Erfahrung aber dazu, dass man sich nicht so schnell langweilt, wie auf dem früheren Markt. Das Ablaufen dieser Budenreihen hat mich immer schnell ermüdet. Dieses monotone Reihe rauf, links (oder rechts) rum, nächste Reihe runter, links (oder rechts) rum,nächste Reihe rauf, etc.war eine öde Sache. Jetzt entdeckt man immer wieder neue Blickwinkel und kommt so im Grunde öfter an manchen Ständen vorbei als früher. Sicher gibt es das eine oder andere zu verbessern, aber zurück zum Alten Schachbrettmuster möchte ich nicht. Es mögen zwar weniger Stände sein, vermissen tue ich aber nichts. Auch wenn es "tote Ecken" geben mag, können es aber nicht so viele sein, dass sich damit der behauptete Umsatzrückgang erklären lässt. Vielleicht gibt es auch zuviel Buden. Inzwischen ist ja überall zwischen Hauptbahnhof und Albertplatz Weihnachtsmarkt. Auch wenn der Striezelmarkt sicher der Hauptmarkt ist, etablieren sich die anderen Bereiche, in denen in den Anfangsjahren der Publikumszuspruch auch erst mäßig war, und nehmen so dem Striezelmarkt sicher auch Umsatz weg. Denn die Kapazitäten der Mägen und Geldbörsen der Kunden wachsen nun mal nicht proportional zur Zahl der Stände. Der Kunde kommt in erster Linie wegen der Atmosphäre auf den Striezelmarkt und nicht, um dort Sachen zu kaufen oder zu essen, die er sonst nirgendwo bekommt. Wenn die Atmosphäre nicht stimmt, bleiben auch die Kunden weg. Der Ausweichmarkt auf dem Ferdinandplatz hat es ja gezeigt. W.S. http://www.qtl.co.il/img/copy.pnghttp://www.google.com/favicon.icohttp://www.babylon.com/favicon.ico |
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Zitat:
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Werte Dame, vielleicht ist das Leben doch etwas komplizierter und die Probleme vielschichtiger. Zum einen steht noch gar nicht fest, ob und wer nun tatsächlich Umsatzeinbußen hatte. Zum anderen wäre dann immer noch nach den Ursachen zu fragen. Dafür einzig die Neugestaltung des Striezelmarktes verantwortlich zu machen, ist zwar einfach, aber wohl etwas kurzsichtig.
Ich habe jedenfalls von allen, mit denen ich gesprochen habe, positive Resonanz auf den "neuen" Striezelmarkt erfahren. Das bedeutet doch nicht zwangsläufig, dass nun jeder freudig das Portemonnaie öffnet und kauft, was das Zeug hält. Dass vor lauter Freude die Leute nun nichts mehr kaufen, ist ebenso unwahrscheinlich. Auch wenn der Markt noch so schön ist, haben die Leute eben allein deshalb nicht mehr Geld. W.S. |
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| striezelmarkt, weihnachtsmarkt |
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