22.05.2012 21:51
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Da nun auch über den Ausbau der Bautzner Str. debattiert wird, lohnt sich doch ein eigener Thread zum Thema Ausbau Königsbrücker Str./Bautzner Str.!?! Zwei Straßen, deren momentaner Zustand für alle Verkehrsbeteiligten einschließlich Anwohner und Gewerbetreibende eine Zumutung ist.
Bei beiden Straßen stellen sich ja offenbar ähnliche Probleme. Die Stadt will für die Sanierung Fördermittel in Anspruch nehmen, die eine gewisse Verbesserung der Verkehrsverhältnisse bedingen. Mangels Platz kann man aber nicht allen Verkehrsteilnehmern bzw. Interessen im gewünschten Maße gerecht werden. Ich will mich hier aber nicht in fördertechnische Untiefen begeben oder erörtern, wer hier wen mit der Fördermittelkeule unter Druck setzt. Jedenfalls sollte sich das Ergebnis maßgeblich daran orientieren, was im Interesse aller Betroffenen (Verkehrsteilnehmer, Anwohner, Gewerbetreibende) die vertretbarste Lösung ist. Wenn dies mit aktuellen Fördermöglichkeiten nicht übereinstimmt, stellt sich die Frage des geringeren Übels: die Beibehaltung des jetzigen Zustands bei gleichzeitiger Suche nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten oder ein Ausbau, der einseitig bestimmten Verkehrsteilnehmern gerecht wird (im Zweifel dem Autoverkehr als stärkstem Nutzer). Jedenfalls ist bei Wohn- und Geschäftsstraßen, wie es diese zwei Straßen sind, besondere Vorsicht geboten. Allzuviele derartige Straßen, die eine wichtige Verkehrsfunktion wahrnehmen, gleichzeitig aber keine stadträumlich unattraktiven Verkehrsschneisen darstellen, gibt es im Stadtgebiet nicht (mehr). Leider gibt es wenige Bemühungen, bestehende Verkehrsschneisen in diese Richtung zu entwickeln (Albertstraße oder St. Petersburger Str. als die zwei besonders relevanten Beispiele). Insofern sollte zumindest der Ausbau von Straßen wie der Königsbrücker und der Bautzner nicht nur unter dem Gesichtspunkt der optimalen Verkehrsabwicklung betrachtet werden. Um konkret zu werden, mir erscheint der bestehende Kompromiss zur Königsbrücker, zumindest was die Planungen für den Abschnitt Albertplatz - Bischofsweg angeht, als sinnvollste Lösung. Mir ist nicht ganz klar, warum darüber überhaupt noch debattiert wird. Selbst wenn die Prognosezahlen steigen sollten, muss man doch eingestehen, dass auf dieser Straße nur ein begrenztes Verkehrsaufkommen abgewickelt werden kann. Jedenfalls halte ich eine gewisse Mindestbreite der Gehwege, Park- und Anliefermöglichkeiten sowie einen Radfahrstreifen nicht wirklich für diskutabel. Ähnlich sieht es auf der Bautzner aus. Mir ist unverständlich, wie man ernsthaft eine vierspurige Variante in Erwägung ziehen kann, die für die restlichen Verkehrsteilnehmer gerade mal einen schmalen Fußweg übrig lässt. Über einen Radfahrstreifen kann man vielleicht diskutieren, da hier mit dem Elberadweg eine wirkliche Alternative zur Verfügung steht. Aber Park- bzw. Anliefermöglichkeiten und ein ordentlich breiter Fußweg sollten nicht leichtfertig geopfert werden. Gerade auf der Bautzner Str. treten zudem durch die Waldschlößchenbrücke nennenswerte Entlastungen ein. Wenn diese eine zweispurige Ausführung zulassen, sollte man diese gerade wegen des sehr beengten Verkehrsraums auch in Erwägung ziehen. |
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Die Bauzner und die Königsbrücker Straße sind ja Hauptverkehrsadern Dresdens.
Ein Vierspuriger Ausbau wird also die Variante der ersten Wahl sein. Unsere ja jetzt quasi Arbeitslosen Brückengegner stehen sicher schon Gewehr bei Fuß um genau das wieder mit allen Mitteln zu verhindern. Frau Friedel und Konsorten haben ja schon mal losgelegt:Nach der Fertigstellung der Waldschlößchenbrücke wird der Verkehr auf der Bautzner eh abnehmen. Da sind ja dann noch die Bäume,die gefällt werden müßten. Also mir zumindest kommen diese Argumente seltsam bekannt vor. Das mit der Freigabe der Wsb der Verkehr auf der Bautzner abnehmen soll kann nur von der logik so kranker Hirne wie das von Frau Friedel stammen. Ich bin mir sicher,daß die Dresdner diese Leute auch diesmal wieder vor die Tür setzt und so gebaut wird,wie es für unsere Stadt am besten ist!!!!! Tschüß Christian |
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Ich danke zuerst einmal Herrn Richter für die einleitenden Worte. Die Idee, das Radfahrer auf die Nebenstraßen ausweichen sollen, wie es Herr Mücke schonmal direkt gesagt hat, führt aber nur zu einer weiteren Degradierung des Radverkehrs. In Ihrem Beispiel fahre/fuhr ich auch lieber auf dem Elberadweg als auf der Bautzner. Der Elberadweg hat aber ein paar Nachteile:
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Die Argumentation lief ein wenig anders. Die WSB-Gegner befürchteten, dass diese (optimistische) Abnahme des Verkehrs auf diversen Straßen nicht eintritt. Aber die Befürworter aus CDU und FDP haben genau damit die WSB begründet (siehe obiges Zitat). Und jetzt ist anscheinend davon keine Rede mehr. CDU und FDP legen sich also die Argumente so zurecht, wie sie sie brauchen. Heute Hüh und morgen Hott. Und Sie, braves Schaf, laufen dem einfach so hinterher. Eine schöne christliche Tugend. Vielleicht sollten Sie sich einmal darüber Gedanken machen, wer Sie hier die ganze Zeit an der Nase herum führt! Irgendwann sollte es auch mal der letzte CDU-Anhänger merken. PS: So langsam sieht man ja (nicht nur im Plan) wie der Verkehr am Brückenkopf geleitet werden soll. Also wenn man nicht gerade von oder zur Stauffenbergalle muss wird es ja ein schönes Chaos mit der Brückenauffahrt auf der Neustädter Seite. Naja, und vom Verkehr auf der Altstädter Seite wollen wir lieber erst gar nicht reden. |
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Wieso sprechen alle immer vom Ausbau der Bautzener Str.? Die ist vierspurig und sollte auch so bleiben. Da schließe ich mich der Meinung des DVB-Vorstandes Reiner Zieschank an. Sanierung ja, Ausbau wegen Platzmangel nicht möglich und nicht sinnvoll.
Ein Rückbau, d.h. gemeinsame Nutzung einer Spur für Auto und TRAM wäre ein Totschlag genau für diese. Den Vorgschmack hat man schon heute, wenn wieder mal ein Rentnerbus vor Pfunds Molkerei parkt -> Rückstau von Auto und Bahn bis zur Nordstrasse. |
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Glücklicherweise muss ich die beiden betreffenden Abschnitte der zwei Straßen zu selten entlang fahren, so dass mich das Thema ganz allgemein nicht betrifft. Aber es sind wieder Musterbeispiele dafür, wie Probleme endlos zerdiskutiert werden können, obwohl tatsächlich dringend etwas getan werden sollte.
Ich war ja früher oft in der Neustadt, Mitte der 90er habe ich für zwei Jahre dort gearbeitet, und konnte quasi live mit erleben, wie die bis Anfang der 90er dort lebenden Studenten aus der alternativen Szene allmählich ihr Studium beendeten und in relativ gut bezahlte Jobs überwechselten (ja, damals gab es so etwas noch). Plötzlich war die gerade noch so konsumverweigernde Neustadt voller Autos. Wem die nur gehörten? Damals musste ich berufsbedingt oft unseren Dienstwagen durch die alternativen Blechlawinen lenken. Jeden Tag war weiträumige Parkplatzsuche angesagt und man konnte durchaus eine Stunde Rangierarbeiten anderer Fahrer beobachten, bevor man am Ziel war. Die beiden aktuell diskutierten Straßenabschnitte waren eine tägliche Katastrophe. Daran wurde ich kürzlich wieder erinnert, als ich doch wieder einmal die Bautzner mit dem Auto entlangfahren musste: Zwischen Forst- und Alaunstr. der altbekannte Zustand mit Chaos-Höhepunkt an der üblichen Stelle (Martin-Luther-Str.). Das beeindruckende daran, wenn man es einmal ganz grundsätzlich betrachtet: In allen Städten ergeben sich durch verschiedenste Entwicklungen immer einmal irgendwelche Problempunkte, bei denen etwas geändert werden muss. Unter anderem zeigen sich gelegentlich Veränderungen in der Verkehrsentwicklung, so dass man vorhandene oder nichtvorhandene Wege nicht mehr braucht, neu braucht oder ändern muss. Bei den hier diskutierten Abschnitten scheinen sich sogar alle Beteiligten einig zu sein, dass da etwas verändert werden sollte. Aber anstatt dass man das Problem (und es gibt ja noch weitere in einer Stadt) dann einfach löst, wird es seit Jahren (welches Jubiläum steht eigentlich demnächst bevor?) hin und her diskutiert, ohne dass ein Ende abzusehen ist. Diesmal, weil die Neustädter – diese kategorischen Autoverweigerer – alle ausschließlich mit dem Rad fahren wollen und sich durch fehlende Radwege benachteiligt fühlen. Na klar. Freilich sind Radwege nicht schlecht. Da ich wie gelegentlich bereits erwähnt, selbst größtenteils Rad fahre, bin ich auch meist froh, wenn welche da sind und nutze sie. Aber ich komme durchaus auch gelegentlich ohne welche aus. An manchen Stellen ergibt ein Radweg tatsächlich keinen Sinn und manchmal ist sichtbar kein Platz vorhanden. Man muss halt auch Kompromisse eingehen können … Zur Königsbrücker will und kann ich nichts sagen (dort war ich schon zu lange nicht mehr und kann mir kein Urteil erlauben), aber zur Bautzner: Wenn ich gelegentlich rechtselbisch in die Stadt oder tatsächlich in die Neustadt muss, dann hatte ich bisher noch nie das unbewusste Bedürfnis, oben an der Bautzner entlang fahren zu wollen. Der Elberadweg ist doch nun wirklich viel angenehmer, zumindest wenn man den holperigen Start auf dem Körnerweg bewältigt hat. Vielleicht sollte man einmal ganz neutral einräumen, dass an der Bautzner tatsächlich kein Radweg zwingend nötig ist, wenn man den vorhandenen Platz und den in der Nähe vorhandenen Elberadweg betrachtet. Auch wenn man dort wegen dieser nervtötenden Fußgänger gelegentlich bremsen muss (und ehrlich gesagt, ist das gar nicht so häufig). Ich lese gerade Th. Brussigs „Schiedsrichter Fertig“, in welchem der Erzähler über die Welt nachdenkt und auch erklärt, weshalb Schiedsrichterentscheidungen nicht demokratisch diskutiert werden, sondern schnell festgelegt werden müssen: „Demokratie ist bekanntlich dort gut, wo keine Entscheidungen benötigt werden.“ Als ich das las, musste ich unweigerlich an gewisse Dresdner Themen denken… |
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Ach so - beinahe vergessen - inzwischen gibt es natürlich auch schon wieder die ersten unterhaltsamen gegenseitigen Unterstellungen. Diesmal von dem bekannten anonymen Eduard Zetera, der ausgerechnet unter dem Titel "Erst denken, dann reden!" behauptet, die FDP wolle Pfunds Molkerei abreißen.
Dass es auf dieser Internetseite keine Kommentarfunktion gibt, hat sicher seine Gründe, denn "Erst denken, dann tippen, Herr Zetera!", wäre sicher noch die harmloseste Anmerkung gewesen. |
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Dieser Beitrag vom schlauen Ed ist in der Tat sehr wertvoll. Deutlicher hätte der Schreiber nicht machen könne, worum es ihm im Grunde geht. Nehmen wir doch zur Ehrenrettung von Ed einfach mal an, es handelte sich um einen Beitrag, der satirisch oder humoristisch gemeint war. Nun ist mir die ganze Diskussion ohnehin nicht ganz geheuer. Anders als für die Königsbrücker Str. ist für die Bautzner über weite Strecken kein Raum für wesentliche Verbreiterungen da. "Vierspurig" ist sie schon jetzt. "Zweispurig" würde bedeuten, dass die Straßenbahn im Autoverkehr stecken bleibt. Auch wenn sich nach Eröffnung der WSB wahrscheinlich eine Entspannung im Bereich der Weintraubenstraße ergeben wird, wenn stadteinwärtes der Linksabbiegerverkehr zur Albertbrücke zurückgehen wird, bleibt die Bautzner eine stark befahrene Hauptstraße. Ein zweisppuriger Ausbau zugunsten von Radwegen würde in erster Linie den Straßenbahnverkehr behindern. Dazu darf es keinesfalls kommen. Ein Ausbau im bisherigen Profil erscheint mir deshalb als sinnvolle Lösung. Eine Neugestaltung ist nur im Bereich zwischen Rothenburger Straße und Albertplatz sinnvoll, um dort stadteinwärts diese hässliche parallele Parkspur zu beseitigen. W.S. |
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Wäre der Bautzener Straße (und vielen anderen) nicht einfach dadurch zu helfen, dass man einfach endlich einmal einen ordentlichen Straßenbelag aufbringt? Vierspurig ist sie doch schon. Sie muß aber nicht noch "vierspuriger" werden.
Radfahrer auf Nebenstraßen oder den Elbradweg zu verweisen ist auch nicht so recht zielführend. Es gibt ja einige Geschäfte, die man anradeln will. Ob es für die Geschäfte auf der Bautzener gut ist, wenn sie nicht an einer fußgängerfreundlichen Straße liegen ist recht zweifelhaft und ob das im Sinne ausgerechnet der FDP ist?
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Ansonsten stimme ich Ihnen grundsätzlich zu. Es geht aber auf der Bautzner nicht nur um Radwege sondern auch um die Möglichkeit, Anliefer- und Parkmöglichkeiten zu schaffen. Ein vierspuriger Ausbau schließt dies alles mit Sicherheit aus. Bei einer dreispurigen Variante (die auch die DVB der zweispurigen vorzieht) könnte man diese Interessen zumindest teil- oder abschnittsweise berücksichtigen. Vielleicht wäre das ja ein guter Kompromiss, obwohl ich angesichts der Prognosezahlen und einer Bahn pro Richtung alle 10 Minuten auch eine zweispurige Lösung ohne eintretendes Verkehrschaos für realistisch halte. |
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