22.05.2012 21:44
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Einer guten alten Tradition folgend wird der in diesem Jahr neugestaltete Striezelmarkt schon weit vor seiner Eröffnung kritisiert. Frau Kipping, attestiert ihm "Marktradikalismus der festlichen Art". Der Wegfall des Märchenschlosses wird beklagt. Der Schwippbogen als Eingang als undresdnerisch abgelehnt. War der Markt denn bisher so toll? Diese schachbrettartige Grundstruktur, das "Märchenschloss", das auf mich immer wie eine abgehalferte, zu groß geratene Jahrmarktsbude wirkte. Stände mit x-beliebigen Angeboten, wie man sie auf jedem Wochenmarkt finden kann. Auch wenn ich es aus Lokalpatriotismus keinem Fremden gegenüber zugegeben hätte, fand ich persönlich den Striezelmarkt nicht wert, dafür eine mehrere Stunden dauernde Anreise im Bus auf mich zu nehmen. Die Neuerungen der vergangenen Jahre, wie die große Pyramide, das Stollenfest haben den Markt schon gewinnen lassen. Wenn Dresden wirklich die "Weihnachtshauptstadt" werden will, muss aber noch einiges passieren. Ich bin gespannt, wie der neue Markt, vor allem die neue Standanordnung, wirkt.
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Soll der Erzgebirgische Schwibbogen nicht die Motive des Alltages der Bergleute und ihrer Familien darstellen? Ansonsten kann ich ihnen zustimmen, dass auch die letzten Weihnachtsmärkte kein wirkliches Niveau hatten. Den für MICH schönste Weihnachtsmarkt gab es in den 50igern Jahren, in der damaligen Stadthalle (heute Militärhistorisches Museum der Bundeswehr). (Dieses denkmalgeschützte Gebäude wird zurzeit auch durch ein Stahlteil verunstaltet. Aber dies sollte vielleicht auch nicht kritisiert werden, weil es eben modern sein soll.) In dieser Stadthalle standen noch die handwerklichen Dinge im Vordergrund und weniger der Verkauf von Dingen, welche der Mensch nicht wirklich braucht. MT98 ![]() Wer Fehler findet, kann sie behalten. |
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Oder haben Sie etwa in den letzten Jahren nennenswerte Beträge auf dem Markt ausgegeben? Ich nicht - Strietzelmarkt ist eindeutig "Touristen-Nepp". Ist aber okay so. Die Stadt braucht das Geld der Touristen und denen gefällt der Markt - typische win-win-Situation. Und wenn Touristen aus der ganzen Welt den Strietzelmarkt besuchen, gehört selbstverständlich die erzgebirgische Holzkunst dazu. Ich finde die Idee der Umgestaltung durchaus gelungen. Es ist schön, wenn man mal nicht um Händler werben muß, sondern einen so attraktiven Markt anbieten kann, daß man denen Bedingungen (z.B. für die Gestaltung der Marktstände) diktieren kann. Dies sollte im Interesse der Gesamtwirkung natürlich auch genutzt werden. Lediglich die "Einsparung" des Adventskalenders wundert mich etwas. Denn die 2. bedeutende Besuchergruppe nach den Touristen waren sicher die Familien mit Kleinkindern. Das Betreuungsangebot ist ja gut gemeint, aber mit den bewegten Figuren des Märchenschlosses und der kleinen nachmittäglichen Show in der "Adventskalenderkulisse" wird die Betreuungstante mit ihrem Bastelstand vermutlich nicht konkurrieren können. Aber ich will nicht schon vorher meckern - mal sehen wie´s wird. |
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Nach meinen Informationen wird es auch auf dem neuen Striezelmarkt einen Adventskalender geben. Nämlich an der Puppenbühne, wo auch die Märchenfiguren, die das alte "Märchenschloss" umstanden, zu sehen sein werden. W.S. http://www.qtl.co.il/img/copy.pnghttp://www.google.com/favicon.icohttp://www.babylon.com/favicon.ico |
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@Herr Walter Schleiff, es wird mir langsam ziemlich gleichgültig, wie nun auch der Weihnachtsmarkt von Dresden verunstaltet wird.
Von mir aus können auch Gespensterbahnen und sonstige Belustigungsgeräte aufgestellt werden, die Hauptsache ist es doch scheinbar, dass der Profit stimmt. Die Verdummung der Menschen hat inzwischen Dimensionen angenommen, welche ich persönlich nicht mehr erfassen kann und will. Für mich gibt es eben noch sehr menschliche Werte. Die CDU hat schon lange keine wirklichen Werte mehr. Es ist doch schön und auch sehr lebensnotwendig, dass wir nun auch am Sonntag in die Autowäsche fahren können. Ein echter Zugewinn an Lebensfreude!!! ![]() Gute Nacht ( 12.10.09; 21:23)! ![]() MT98 Wer Fehler findet, kann sie behalten. |
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Was hat das Autowaschen am Sonntag mit dem neuen Striezelmarkt zu tun? Warum ist der neue Striezelmarkt "verunstaltet"? Was ist so schlecht daran, wenn die Stadtverwaltung versucht, den Striezelmarkt attraktiver zu machen? Es geht dabei nicht in erster Linie darum, dass auf dem Markt mehr verkauft wird. Der Striezelmarkt ist auch ein wichtiges touristisches Ziel und ein Markenzeichen für Dresden. Wir können natürlich beschließen, dass Dresden nur für Dresdner ist und uns der Rest der Welt gestohlen bleiben kann. Dann kann das Hotel- und Gaststättengewerbe in Dresden allerdings dicht machen. Niemand ist gezwugen, diesen Markt zu besuchen. Mit München und Nürnberg gibt es starke Konkurrenz. Ich fand den Striezelmarkt bisher nicht so wahnsinnig attraktiv. Auf dem neuen Markt wird es weder Geisterbahnen noch Boxbuden geben. Im Wesentlichen ist die Anordnung der Buden aufgelockert worden. Weg vom Schachbrettmuster hin zu einem mehr organischen Bild. Ich glaube, dass diese Anordnung den Markt gemütlicher erscheinen läßt, als wenn man auf breiten schnurgeraden Wegen die Parade der Buden abnehmen muss. Auch wenn ich das Autowaschen am Sonntag für eine Errungenschaft halte, auf die ich dankend verzichten kann, kann ich Ihr Lamento nicht nachvollziehen, soweit es den Striezelmarkt anbelangt. W.S. |
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Wohl eher eine Arbeitsbeschaffung für einen Unternehmer! Der Stadtrat bzw. die Macher von Dresden haben schon sehr viele Objekte attraktiv gemacht (Postplatz, Brandschutztreppe, Altmarkt mit seiner hübschen Lampe, usw.). Zitat:
Nach Schließung des Striezelmarktes wird Bilanz gezogen, ob auch genügend Umsatz getätigt worden ist. Wenn nicht, wird weiter umgestaltet, damit mehr verkauft wird. Dies ist der Sinn der Marktwirtschaft! Zitat:
Genau aus diesem Grund muss man mit einem solchen Markt sehr sensibel umgehen. Das extreme Experimentieren bringt nichts! Was ist, wenn dieser Markt von den von ihnen genannten Gästen nicht angenommen wird? Diese kommen einfach nicht wieder! Die vielen (aus meiner Sicht zu vielen Hotels, und es wird schon wieder eins gebaut) werden über kurz oder lang sowieso ihre Probleme bekommen. Außerdem kommen durch den Striezelmarkt letztendlich fast nur Tagesgäste nach Dresden. Zitat:
Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden! Das Feingefühl für derartige Umgestaltung fehlt den Verantwortlichen, denn sonst hätten sie sich mehr an den Historischen Weihnachtsmarkt im Stallhof gehalten. Dieser trifft schon eher die Vorstellungen der Menschen (aber diesen haben bisher auch Profis gestaltet!!!) MT98 ![]() Wer Fehler findet, kann sie behalten. |
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