09.02.2012 01:00
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Wie vielfach berichtet, bewirbt sich Berlin mit seinen Siedlungen aus dem 1. Drittel des 20.Jh. um erneute WE-Titel. Könnte nicht Dresden ebenfalls mit seinen sozialen Siedlungsbauten - Hellerau, Trachau oder Briesnitz um ein bis zwei weitere Titel bei Herrn Bandarin vorstellig werden ? Letztere liegt zudem noch auf Dresdens Ur-Ur-historischem Terrain, dem ehemaligen Bennogut oder zumindest ganz knapp daneben - Touristenströme werden folgen und dem Zschonergrundbad würde liebevolle Fürsorge eines Kuratoriums zuteil. Vielleicht läßt man dann sogar wieder Wasser rein. Man muß nur die ICOMOS-Gutachter explizit in den offiziellen Verhandlungssprachen Englisch und Französisch darauf aufmerksam machen, daß die naheliegende Bahnlinie und die Autobahnbrücke keine Provisorien sind.
Apropos Berliner Bewerbung - Herr Offenhäuser vom Deutschen Unesco-Kommitte barmt ja, daß sich Dresdens Halsstarrigkeit negativ auf Berlins Bewerbung auswirken könnte. Hat er nicht die Verkündigungen des Großen Vorsitzenden in der SZ gelesen ? Oder traut er der Verlautbarung nicht, da ja inzwischen aktenkundig geworden ist, daß man die Herren Bandarin, Petzet und Co, nicht allzusehr beim Wort nehmen darf ? |
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Zitat:
Und was ist denn, wenn Dresden dort eines Tages sein weltstädtisches Bankenzentrum oder einen ganz wichtigen arbeitsplatzschaffenden Gewerbestandort aufziehen will? Wer weiß denn schon was die evtl. Mehrheit der Dresdner dann ganz dringend braucht, weil es sich sonst nicht lohnt weiter zu leben... Da kann man des alten "Quatsch" ja wieder nicht so einfach beseitigen... Wenn Dresden dereinst Millionenstadt ist, nach dem Leitbild so Vieler hier, was dann? Die UNESCO will ja alles und überall verhindern und wie "T. May" berichtete uns sogar unserer Freiheit berauben... Und Stadtplanung machen ja nunmehr die Bauingenieure und die Kindergärtner und die Juristen. Für Architekten und Stadtplaner ist ja in Dresden ein schwerer Boden... |
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Zitat:
vor der diesjährigen UNESCO-Tagung wurde argumentiert, dass nicht Herr Bandarin über den Status des Dresdner Welterbes entscheidet, sondern die Delegierten. Und in der Hoffnung auf deren abweichendes Votum haben Ihre Freunde die Zerstörung des Welterbes voran getrieben. Und nun befürchtet Herr Offenhäuser, dass dieser oder jener oder gar eine Mehrheit der Delegierten bei Bewerbungen aus Deutschland etwas misstrauischer hinsehen werden. Für nicht Deutsche ist es wirklich nicht nachvollziehbar, dass Sachsens Schande nicht Deutschlands Schande ist. Was Berlin betrifft, so hat sich Berlin schon seit über 200 Jahren durch einen weiteren Horizont als Dresden ausgezeichnet. |
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Wenn ich z.B. das architektonische Meisterwerk "Postplatz" - wo lauter Stararchitekten und Welterbefans werkelten und werkeln, halte ich es für gar nicht so verkehrt, Stadtplanung nicht allein den "Fachleuten" zu überlassen.
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Zitat:
Und noch was zum Horizont Berlins, diesmal eher in Blickrichtung Verantwortung : Berlin hat mehr Schulden als ein Hund Flöhe – DD ist schuldenfrei. |
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Berlin als Vorbild kommt in Dresden besonders gut an
![]() ![]() ![]() Ich sag nur "781 Jahre Dresden". Besserwessis und Dresdener werden das nicht verstehen. |
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Und ist keinen Cent bessser als Berlin. Für diesen Status hat es nominal 1 Mrd. seines Vermögens einsetzen müssen.
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Zitat:
Zum 2. Teil: Warum hat denn Drersden keine Schulden mehr? Und wie kommen Sie darauf, beide Städt derart undifferenziert miteinander vergleichen zu wollen? Das ist mehr als dünn... |
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Ijon Tichy-Zitat:
Berlin als Vorbild kommt in Dresden besonders gut an ![]() ![]() ![]() Ich sag nur "781 Jahre Dresden". Besserwessis und Dresd ener werden das nicht verstehen." Hervorragend! Das hätte man nicht besser kommentieren können. |
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Zitat:
Ist bekannt. Gerade diese provinzielle Haltung führt zur totalen Isolierung von der Welt. Es ist eben immer noch das Tal der Ahnungslosen. Schön, dass Sie mit ihren 781 Jahren (das war wann? 1987?) die Grundlage Ihres Stolzes offen legen. - O mein Gott! heute 802 Jahre! Immerhin hatte diese Stadt bis zur Machtergreifung der Betonbanausen mehr zu bieten, als ihr lächerlich niedriges Alter. Da hatte der echte Ijon Tichy einen etwas weiteren Gesichtskreis. Aber er war auch kein echter Dresdner. |
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