08.02.2012 13:16
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Kürzlich warben CDU-Wahlplakate für die Verbindung von Klugheit und Stärke. Welche Parallele zu „Wo sich Geist und Macht vereinen“, das die SED im Bunde mit ihren Blockparteien propagierte! Solche Plakate sind nun kaum noch zu sehen, denn auf allen der CDU steht jetzt: „Wissen wo's lang geht“. In der Schreibweise „lang geht“ (auseinander) liegt die Betonung auf „geht“. Speziell so unter dem Bild von Herrn Tillich geschrieben soll dies wohl eine Assoziation zu seiner zweifelhaften DDR-Karriere unterstreichen, denn er setzt auf die, bei denen er sich verspricht, daß es für ihn lang(e) geht. Ich weiß, die bekannten Abwiegler und Bagatellisierer zu Gunsten der CDU in diesem Forum werden mit Leichtigkeit entgegnen, dieses Auseinanderschreiben ist entsprechend der letzten Rechtschreibreform richtig. Aber, wenn die Aussage durch die Schreibweise mißverstanden werden kann, sollten die beiden Worte – besonders auf Wahlplakaten – nicht getrennt werden. Wer so gern von „Deutscher Leitkultur“ spricht, von dem kann verlangt werden, daß er sich wenigsten in der Sprache auskennt. Behauptet die CDU allerdings von sich zu wissen wo's langgeht, dann erinnert das an den Spruch der SED: „Unser Weg ist richtig!“ Ein feinerer Anzug ändert den Kern nicht. Machtverwöhnung läßt grüßen.
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Immerhin steht auf vielen Tillich-Plakaten nur "Der Sachse". Das, finde ich, ist wenigstens eine klare Aussage. Hier kann nachher keiner behaupten, ihm wären Wahlversprechen gemacht worden, die nicht haltbar seien.
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Sachse? "Mit kluger Kraft" - was immer das sein mag - sich eine Karriere erdienen, egal für welche Herrschaft? "Wes Brot ich eß, des Lied ich sing." - "Sing mei Sachse sing...."? Das sind nicht Tugenden, mit denen vor 20 Jahren die Revolution gelang, vornehmlich in Sachsen. Sich schon mutig fühlend oder ängstlich damals hinter der Gardine gestanden und bereits, als das Volk heroisch historische Arbeit tat, sich bei neuen Obrigkeiten unheroisch und auch historisch angeboten, um dann aufzuspringen, als "Wir sind das Volk" eingeschränkt wurde in "Wir sind ein Volk"?
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Zitat:
Sehr guter Beitrag. MT98 ![]() ![]()
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Ja, ja - die Wahlplakate.
Ich habe auch ein schönes entdeckt: Bütikofers Ankündigung für die Veranstaltung am 24.08., z.B. hier: http://www.gruene-dresden.de/ Gerecht bezahlte Arbeit -1 Mio. neue Jobs. Können wir uns einen solchen Stellenabbau leisten?
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98% Nonsens. Völlig weltfremd und tendenziös. |
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Zitat:
An Ihren Äußerungen ist leicht zu beweisen, dass die Deutschen zuallererst einmal KEIN Nationalbewußtsein besitzen. Dieses und auch der Nationalstolz sind auch schon in der Vergangenheit nur künstlich "herbeigeredet" worden. Da habe ich doch vor den Polen und den Franzosen wesentlich mehr Hochachtung. Die haben das nämlich. |
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Zitat:
![]() Negative neue Jobs hat die Welt wohl noch nicht gesehen, oder? Bloß das Allgemeine Wachstum wird manchmal negativ! ![]() Aber witzig und sehr angebracht finde ich das auch dort zu findende Plakat mit dem braunen Apfel, der weggewählt werden soll. |
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Zitat:
Es gibt sicher Leute, die bis zuletzt gehofft hatten, dass ihre geliebte DDR nicht untergehen möchte. Andere haben sich dafür eingesetzt, dass dieser „Schnüffel-„ Staat verschwindet. Beide Seiten werden heute unterschiedliche Ansichten vertreten. Allerdings wäre es doch für ALLE hoch interessant zu wissen, was zum Beispiel ein Herr Tillich in dieser Wendezeit getan hat? Hat er ängstlich hinter der Gardine gestanden und gezittert oder hat er sich mit auf die Straße getraut, um diesen DDR-Staat das letzte Geleit zu geben? Er hat sicher mit ziemlicher Sicherheit bis zuletzt hinter der Gardine gestanden um auch in Zukunft weiter die Mangelwaren verteilen zu „dürfen“. In Wikipedia steht: …Nach deren Auflösung im Zuge der deutschen Wiedervereinigung arbeitete er bis 1994 als Beobachter im Europäischen Parlament… Wer hat Herrn Tillich in das Europäische Parlament delegiert? Was Sie als weltfremd bezeichnen, kann ich nicht verstehen. Meinen Sie damit, dass es ganz normal ist, dass ehemalige Handlanger der SED wieder in gehobene Positionen kommen? MT98 ![]() Wer Fehler findet, kann sie behalten. |
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Zitat:
Die Menschen, die hier geblieben waren, haben die DDR abgeschafft. Nicht die, die vorher die Kurve gekratzt hatten. Das wollen wir nun aber mal überhaupt nicht vergessen. |
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