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  #631 (permalink)  
Alt 01.09.2010, 16:45
Thomas May Thomas May ist offline
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Registriert seit: 24.01.2007
Beiträge: 758
Standard AW: Tod einer Ägypterin zwingt Dresden zum UmdenkenDer tödliche Angriff des Russlandd

@W. Schleiff

Zitat:
In der Tat kann man sich über das Grundrecht der Meinungsfreiheit in diesem Land begründete Sorgen machen. Ich habe das Buch des Herrn Sarrazin, wie die meisten seiner Kritiker auch, nicht gelesen. Ich habe aber auch in den veröffentlichten Zitaten nichts gelesen, was diese hysterische Reaktion in Politik und Medien rechtfertigt, insbesondere nicht die persönlichen Angriffe auf ihn. Natürlich will er provozieren, vielleicht auch polarisieren. Beides sind rhetorische Mittel, die nicht über den Inhalt gestellt werden sollten. Aber es ist viel einfacher an der Form Kritik zu üben als an den Inhalten. Das Geheule macht auch deutlich, dass er in eine schwärende Wunde gefasst hat. Wenn es denn alles so abstrus ist, was er behauptet, dann lässt es sich doch sachlich ganz schnell widerlegen. Oder etwa doch nicht?


Ich glaube, die wesentliche Aussage des Sarrazin-Bandes ist die, dass Juden ein spezielles Gen haben, das sie von anderen Menschen unterscheidet. Ich rate also ab, das Buch zu kaufen, denn wenn der Mann 464 Seiten braucht, um diese These auszubreiten, lohnt das Lesen wahrlich nicht.

Spass beiseite: Was uns da im Falle Sarrazin - fast ausschließlich von Westdeutschen - auf politischer und medialer Bühne in Sachen Meinungsfreiheit und Demokratie demonstriert wird, kann Zweifel am Sinn der Wiedervereinigung nähren. Exkommunizierung, Parteiausschluss, Berufsverbot und öffentliche Ächtung anstelle inhaltlicher Debatte - bei welchem DDR-Bürger werden da nicht Erinnerungen wach? Wo sind wir hier eigentlich hingekommen? Wer ist es, der da die Höhen in der Politik und in den Medien besetzt hält und jetzt in den hysterischsten Tönen herumkräht, um von eigenem politischen und publizistischen Totalversagen abzulenken?

Früher hat man die Überbringer schlechter Nachrichten geköpft, heute wirft man die auf linksgrün gleichgeschaltete Medienmaschinerie an und läßt die Drecksarbeit gut bezahlte Medienknechte erledigen.

Ein Gutes allerdings hat der Fall Sarrazin (abgesehen mal von dem Blick auf die deutsche Wirklichkeit, die sein Buch selbst bietet): Jeder kann sehen, wie bestimmte Politiker und Journalisten mit einem Andersdenkenden umgehen. Es geht denen um nichts weniger als die Freiheit des Betreffenden möglichst radikal zu beschränken, ihn persönlich zu ächten und gesellschaftlich unmöglich zu machen. Genau so aber gehen totalitäre Regimes mit ihren Gegnern um.
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  #632 (permalink)  
Alt 01.09.2010, 19:11
psana42 psana42 ist offline
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Registriert seit: 13.07.2008
Beiträge: 762
Standard AW: Ein Buch und die Welle

Zitat:
Zitat von Walter Schleiff Beitrag anzeigen

In der Tat kann man sich über das Grundrecht der Meinungsfreiheit in diesem Land begründete Sorgen machen...
Oder etwa doch nicht?


W.S.
Es ist schon sehr beängstigend!. Die Sendung bei Kerner habe ich mir angesehen. Herr Sarrazin konnte nie ausreden, sein Wort wurde grundsätzlich abgeschnitten. Wie er das Ansehen der Bundesbank mit dem Buch geschädigt haben soll, bleibt mir verschlossen; und das Parteiausschlußverfahren erinnert sehr an Gepflogenheiten der SED.
Sicher ist seine Wortwahl nicht immer von der feinen Art.
Die Türken gettoisieren sich immer mehr selbst. Morde werden in den eigenen Reihen gedeckt und als Ehrenmorde von der Presse verniedlicht. Das ist beängstigend.
Gruß
psana42
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  #633 (permalink)  
Alt 02.09.2010, 09:11
visitor x visitor x ist offline
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Registriert seit: 20.05.2009
Beiträge: 291
Standard AW: Tod einer Ägypterin zwingt Dresden zum UmdenkenDer tödliche Angriff des Russlandd

Zitat:
Zitat von normalo Beitrag anzeigen
Vor allem sollte der Halbkoreaner Isang nicht zu einem Gastspiel nach Los Angeles fahren. Dort jagen Schwarze Koreaner in blutigen Progromen (54 Tote).

The Legacy of the Los Angeles Riots
Gemein sind vermutlich Pogrome, die sich unter meist konstruierten Vorwänden/Behauptungen gegen Minderheiten richten. Pogromen gehen i.d.R. über einen längeren Zeitraum bei der Mehrheit genährte Bedrohungsängste voraus.

Bei den Ausschreitungen in L.A. 1992 (Rodney King Riots) in der Folge eines Freispruches vier weißer Polizisten, die den Afroamerikaner Rodney King misshandelt hatten, trifft dieser Begriff kaum zu. Laut böser, linksgrüner Wikipedia gab es während der bürgerkriegsähnlichen Unruhen unter den 53 Todesopfern 25 Afro-Amerikaner, 16 Lateinamerikaner, acht Weiße, zwei Asiaten, eine Person aus Nahost und einen Inder. 22 Todesfälle sind bis heute ungeklärt. Acht Tötungen durch Schusswaffen erfolgten durch Sicherheitskräfte. (Diese Aussagen beziehen sich auf das Archiv der L.A. Feuerwehr: Los Angeles Riots, "The L.A. 53", by Jim Crogan, LAWEEKLY, April 26, 2002)

Das komplexe Thema Rassismus in den USA mit der im Thread teilweise geleugneten oder verharmlosten "normalen" Xenophobie in Dresden zu vermengen, ist daher abwegig.
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  #634 (permalink)  
Alt 02.09.2010, 09:25
Thomas May Thomas May ist offline
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Registriert seit: 24.01.2007
Beiträge: 758
Standard AW: Tod einer Ägypterin zwingt Dresden zum UmdenkenDer tödliche Angriff des Russlandd

Dem ist - wie meist bei Broder - eigentlich nichts hinzuzufügen.

Außer vielleicht, dass die Hexenjagd auf Sarrazin genau das beweist, was er mit dem Titel seines Buches zunächst nur behauptet.
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  #635 (permalink)  
Alt 02.09.2010, 12:44
JankaS JankaS ist offline
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Registriert seit: 11.04.2008
Beiträge: 37
Standard AW: Tod einer Ägypterin zwingt Dresden zum UmdenkenDer tödliche Angriff des Russlandd

Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
@W. Schleiff



Ich glaube, die wesentliche Aussage des Sarrazin-Bandes ist die, dass Juden ein spezielles Gen haben, das sie von anderen Menschen unterscheidet. Ich rate also ab, das Buch zu kaufen, denn wenn der Mann 464 Seiten braucht, um diese These auszubreiten, lohnt das Lesen wahrlich nicht.

Spass beiseite: Was uns da im Falle Sarrazin - fast ausschließlich von Westdeutschen - auf politischer und medialer Bühne in Sachen Meinungsfreiheit und Demokratie demonstriert wird, kann Zweifel am Sinn der Wiedervereinigung nähren. Exkommunizierung, Parteiausschluss, Berufsverbot und öffentliche Ächtung anstelle inhaltlicher Debatte - bei welchem DDR-Bürger werden da nicht Erinnerungen wach? Wo sind wir hier eigentlich hingekommen? Wer ist es, der da die Höhen in der Politik und in den Medien besetzt hält und jetzt in den hysterischsten Tönen herumkräht, um von eigenem politischen und publizistischen Totalversagen abzulenken?

Früher hat man die Überbringer schlechter Nachrichten geköpft, heute wirft man die auf linksgrün gleichgeschaltete Medienmaschinerie an und läßt die Drecksarbeit gut bezahlte Medienknechte erledigen.

Ein Gutes allerdings hat der Fall Sarrazin (abgesehen mal von dem Blick auf die deutsche Wirklichkeit, die sein Buch selbst bietet): Jeder kann sehen, wie bestimmte Politiker und Journalisten mit einem Andersdenkenden umgehen. Es geht denen um nichts weniger als die Freiheit des Betreffenden möglichst radikal zu beschränken, ihn persönlich zu ächten und gesellschaftlich unmöglich zu machen. Genau so aber gehen totalitäre Regimes mit ihren Gegnern um.
Direkt wundern muß man sich über die Entwicklung in Sachen Demokratie in Deutschland eigentlich nicht. Die war bei den Regierenden doch wohl noch nie so richtig gewollt. Sicher gab es in der alten BRD noch richtige Demokratie, aber da gab es ja auch noch die DDR. Vor diesem Hintergrund musste man zeigen, dass man wesentlich demokratischer war, als die selbsternannten DDR-(Betonkopf)Demokraten
Die DDR gibt es nicht mehr. Nun kann man sich wieder geben, wie man tatsächlich ist. Rein traditionell eben!
Nebenbei: Horst Köhler war der zarte Versuch von Demokratie. Der passte nicht. Und wurde ersetzt durch einen Politprofi mit den entsprechenden charakterlichen Eigenschaften.

Sollte man wirklich vom Anschluss der DDR an die BRD reden? War es nicht (politisch gesehen) eher umgekehrt?

Denk ich an Deutschland in der Nacht.....
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  #636 (permalink)  
Alt 02.09.2010, 14:06
KarlFaktor KarlFaktor ist offline
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Registriert seit: 13.03.2007
Beiträge: 523
Standard Demokratie jetzt!

Ich habe mal eine wohltuend sachliche Einschätzung gefunden die auch beim Lesen helfen sollte:

http://kassandra2030.files.wordpress...-uberpruft.pdf

Vor allem was die sogenannte 4.Gewalt absondert kann man getrost in die Tonne kloppen.
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  #637 (permalink)  
Alt 02.09.2010, 21:18
FGönther FGönther ist offline
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Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 535
Standard AW: Tod einer Ägypterin zwingt Dresden zum UmdenkenDer tödliche Angriff des Russlandd

Zitat:
Zitat von visitor x Beitrag anzeigen
Laut böser, linksgrüner Wikipedia gab es während der bürgerkriegsähnlichen Unruhen unter den 53 Todesopfern 25 Afro-Amerikaner, 16 Lateinamerikaner, acht Weiße, zwei Asiaten, eine Person aus Nahost und einen Inder. 22 Todesfälle sind bis heute ungeklärt. Acht Tötungen durch Schusswaffen erfolgten durch Sicherheitskräfte. (Diese Aussagen beziehen sich auf das Archiv der L.A. Feuerwehr: Los Angeles Riots, "The L.A. 53", by Jim Crogan, LAWEEKLY, April 26, 2002)

Das komplexe Thema Rassismus in den USA mit der im Thread teilweise geleugneten oder verharmlosten "normalen" Xenophobie in Dresden zu vermengen, ist daher abwegig.
und warum zitieren Sie dann Wikipaedia (böse und linksgrün) nicht vollständig ?

Zitat:
Tiefere Gründe für die Ausschreitungen [Bearbeiten]

Jenseits des unmittelbaren Auslösers, dem Rodney King Beating, werden als Ursachen der Unruhen eine Reihe weiterer Faktoren genannt:
  • In den betroffenen Gegenden von Los Angeles, in erster Linie dem Bezirk South Central, waren Arbeitslosigkeit und Armut weit verbreitet. Grassierende Kriminalität und Bandenwesen waren Ausdruck der Probleme. South Central und angrenzende Bezirke galten als soziales Pulverfass.
  • Die Polizeikräfte der LAPD wurden aufgrund ihres harten Vorgehens in den Problemvierteln häufig als eine Art Besatzungsmacht gesehen und die Rodney-King-Aufnahmen bestätigten viele in ihrem Empfinden.
  • In den betroffenen Bezirken gab es latente bis offene Rassenkonflikte. Lateinamerikanische und koreanische Einwanderer zogen in großer Zahl in Gebiete, die vorher rein schwarze Gegenden gewesen waren. Vor allem die Koreaner waren aufgrund ihrer offensichtlichen Geschäftstüchtigkeit und der daraus resultierenden Übernahme örtlicher Ladengeschäfte bei den Afroamerikanern unbeliebt.
  • Zwischen den Vorfällen um Rodney King und den Freisprüchen gelangte ein anderes Videoband an die Öffentlichkeit, das vorhandene Rassenspannungen verstärken sollte. Die Überwachungskamera eines koreanisch geführten Getränkeladens in Los Angeles hatte aufgezeichnet, wie die Ladeninhaberin der 15-jährigen Afroamerikanerin Latasha Harlins, die sie für eine Ladendiebin hielt, nach kurzer Auseinandersetzung tödlich von hinten in den Kopf schoss. Sie wurde im November 1991 zu fünf Jahren Haft auf Bewährung, einer Geldstrafe und gemeinnütziger Arbeit verurteilt; in den Augen vieler Schwarzer ein zu mildes Urteil und ein weiterer Beweis für die Diskriminierung von Afroamerikanern.
oder die Süddeutsche vom 14.7.2009 - auch linksböse.
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  #638 (permalink)  
Alt 02.09.2010, 21:35
FGönther FGönther ist offline
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Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 535
Standard Generalsekretär Kramer: Denkverbote führen zu nichts

Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer, hat .... im Rahmen eines Streitgesprächs, das unter dem Motto stand Immer Ärger mit der taz, ein Gesprächsangebot gemacht. Wie die taz berichtet, sagte Kramer, es dürfe keinerlei Ausgrenzung gegenüber sogenannten Nestbeschmutzern geben.
.....
Kramer sagte, man müsse mitunter überziehen, um sich Gehör zu verschaffen. Die Debatte müsse jedoch entschärft werden. ...... plädierte für mehr Offenheit im Dialog. Dem schloss sich Kramer an: Denkverbote führten zu nichts.

Geht doch !

Na gut - er hat etwas Anderes gemeint.
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  #639 (permalink)  
Alt 02.09.2010, 23:05
WilhelmFriedemann WilhelmFriedemann ist offline
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Registriert seit: 28.03.2008
Beiträge: 773
Standard Der rechte Stammtisch schäumt.

Ich bin sicher Herr Sarrazin wird es verschmerzen, dass ich sein Buch nicht kaufen werde. Nicht weil ich seinen Inhalt ablehne, denn dann wird mir sicher vorgehalten werden, dass ich etwas ablehne, was ich nicht gelesen habe. Es ist eher die Tatsache, bei welchen Leuten der Herr Sarrazin reflexhafte Zustimmung findet, bei Leuten, die sein Buch schließlich auch nicht gelesen haben.
Aber es ist zu vermuten, dass seine Bewunderer sehr böse reagieren werden, wenn man seine Äußerungen zur genetischen Disposition von Juden und Muslimen mit biologischem Rassismus in Verbindung bringt. Da wird dann sicher gleich von der Nazikeule schwadroniert.
Nur wenn dann jemand mit einem solchen geistigen Brandstifter nichts mehr zu tun haben will, dann schwingt der dumpfe Stammtisch ganz ungeniert die Gestapo-Keule. Es muss eben jeder wissen, wohin er gehört.
__________________
Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
So sehr ich mich auf die Aberkennung des Welterbetitels freue ...
Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
... die ökostalinistischen Leitmedien, etwa die ARD, das ZDF, der Deutschlandfunk oder auch DER SPIEGEL ...
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  #640 (permalink)  
Alt 02.09.2010, 23:28
psana42 psana42 ist offline
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Registriert seit: 13.07.2008
Beiträge: 762
Standard AW: Tod einer Ägypterin zwingt Dresden zum UmdenkenDer tödliche Angriff des Russlandd

Zitat:
Zitat von JankaS Beitrag anzeigen


Denk ich an Deutschland in der Nacht.....
Bin kein Verlinkungsexperte aber bei YouTube


Hans Olaf Henkel im Interview mit dem Deutschlandfunk über Thilo Sarrazin

Spricht mir aus der Seele.

psana42
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