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  #21 (permalink)  
Alt 16.07.2009, 18:40
KarlFaktor KarlFaktor ist offline
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Beiträge: 523
Standard AW: Tod einer Ägypterin zwingt Dresden zum UmdenkenDer tödliche Angriff des Russlandd

Tja, wenns mal läuft dann läufts. Nun stehen die Dresdner innerhalb kurzer Zeit als dumm (WKE), asozial (Dynamospieler )und brutal (dieser sinnlose Mord) in den Augen einer weiten Öffentlichkeit da
Aber davon unabhängig brauchen wir uns nichts vormachen. Innerhalb der Bürgerschaft besteht ein grundsolider Sockel an Ausländerfeindlichkeit und Rassismus. Ich denke ein ziemlicher Teil denkt sich so, naja solln doch mal die braunen Hohlbirnen ab und zu ein bisschen Krach machen. Dann haben wir nicht solche Zustände wie in Köln-Porz oder Hamburg-Harburg. Dass das dort das Ergebnis einer völlig konzeptionslosen Einwanderungs- und Integrationspolitik seit dem 1. Tag als der erste Gastarbeiter in Deutschland aufschlug ist, wollen und können viele nicht sehen.
In Dresden werden immer wieder Menschen angegriffen, die hier in international arbeitenden Firmen tätig sind oder hier studieren. Werfen sie diese auch in einen Topf mit den von ihnen genannten Beispielen Ijon Tichy?
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  #22 (permalink)  
Alt 16.07.2009, 21:20
Jaseck Jaseck ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 25.05.2007
Beiträge: 528
Standard AW: Tod einer Ägypterin zwingt Dresden zum UmdenkenDer tödliche Angriff des Russlandd

Zitat:
Zitat von albert Beitrag anzeigen
Natürlich sind die Proteste in ihrer Form nicht angemessen, gleichwohl ist der Protest an sich berechtigt und wir täten gut daran ihn als Anlass zu sehen, unser eigenes Denken über "Fremde" mal näher unter die Lupe zu nehmen.
Wenn Sie das für sich als hilfreich erachten - nur zu. Für mich kann ich behaupten, daß ich weder aus der Haltung noch dem Verhalten des Mörders irgendwelche Rückschlüsse auf meine Anschauungen und Handlungen ziehen kann - und daher auch mein "eigenes Denken über Fremde", zumindest in diesem Zusammenhang, keinesfalls "unter die Lupe nehmen" müsste.

Zitat:
Zitat von albert Beitrag anzeigen
Die Reaktionen von Friese und Ion Tichy sprechen Bände. Keinesfalls kann es darum gehen, Ehrenmorde, Zwangheiraten und ähnliches gut zu heißen und sicher wären auch Demontrationen eine adäquate Reaktion - dann aber als Bekundung der Solidarität mit den Opfern.
Ach so. Beim jetzigen Fall würden Sie also primär gegen den Täter ("gegen Nazis") demonstrieren wollen; im Fall der Ehrenmorde würden Sie es bei der Solidarität mit den Opfern belassen.
Welchen Grund haben Sie für diese unterschiedliche Einordnung? Passt das Feindbild bei Ehrenmorden nicht ins Schema?

Zitat:
Zitat von albert Beitrag anzeigen
Geld für den Kampf gegen Rechts ist offenbar eindeutig zu wenig da - gut angelegt wäre es nicht zuletzt z.B. in einem Flugticket gewesen, dass es Frau Orosz ermöglicht hätte, an der Trauerfeier teilzunehmen. Denn dieses "Zeichensetzen" ist, lieber Jaseck, einer der sinnvollsten Beiträge, dafür zu sorgen, dass sich solche Fälle nach Möglichkeit nicht wiederholen. Der Täter war ein Amokläufer ... Schublade zu und jetzt wieder zur Tagesordnung.
Meinetwegen halten Sie "Zeichensetzen" auch weiterhin für "einen der sinnvollsten Beiträge". Ich halte es überwiegend für so etwas wie politische Onanie; im schlimmeren Fall ein Abducken vor notwendigen Maßnahmen. FGönther hat es bereits angedeutet: Eine Erweiterung der Befugnisse von Polizisten, z.B. bei Gerichtsverhandlungen, wird seitens der Zeichensetzer nicht gewünscht (könnte ja den Kampf gegen rechtsradikale Autos und Schaufensterscheiben behindern) - da belässt man es lieber bei Lichterkettenromantik und dem Einfordern zusätzlicher Gelder.
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  #23 (permalink)  
Alt 16.07.2009, 22:02
Günther Günther ist offline
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Registriert seit: 07.04.2008
Beiträge: 47
Standard AW: Tod einer Ägypterin zwingt Dresden zum UmdenkenDer tödliche Angriff des Russlandd

Zitat:
Zitat von albert Beitrag anzeigen
Natürlich sind die Proteste in ihrer Form nicht angemessen, gleichwohl ist der Protest an sich berechtigt und wir täten gut daran ihn als Anlass zu sehen, unser eigenes Denken über "Fremde" mal näher unter die Lupe zu nehmen. Die Reaktionen von Friese und Ion Tichy sprechen Bände. Keinesfalls kann es darum gehen, Ehrenmorde, Zwangheiraten und ähnliches gut zu heißen und sicher wären auch Demontrationen eine adäquate Reaktion - dann aber als Bekundung der Solidarität mit den Opfern. Geld für den Kampf gegen Rechts ist offenbar eindeutig zu wenig da - gut angelegt wäre es nicht zuletzt z.B. in einem Flugticket gewesen, dass es Frau Orosz ermöglicht hätte, an der Trauerfeier teilzunehmen. Denn dieses "Zeichensetzen" ist, lieber Jaseck, einer der sinnvollsten Beiträge, dafür zu sorgen, dass sich solche Fälle nach Möglichkeit nicht wiederholen. Der Täter war ein Amokläufer ... Schublade zu und jetzt wieder zur Tagesordnung.
Wir sollten uns nicht selbst zerfleischen. Der Täter war ja schließlich selbst ein Ausländer.
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  #24 (permalink)  
Alt 17.07.2009, 00:46
Ijon Tichy Ijon Tichy ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 15.01.2008
Beiträge: 265
Standard AW: Tod einer Ägypterin zwingt Dresden zum UmdenkenDer tödliche Angriff des Russlandd

Zitat:
Zitat von KarlFaktor Beitrag anzeigen
In Dresden werden immer wieder Menschen angegriffen, die hier in international arbeitenden Firmen tätig sind oder hier studieren. Werfen sie diese auch in einen Topf mit den von ihnen genannten Beispielen Ijon Tichy?
Natürlich nicht! Es ist auch ein schlechter Anlass, über derartige Probleme zu diskutieren.

Andererseits, so gut war die Frau ja wohl doch nicht integriert, wenn sie sich bemüßigt sah, Kopftuch tragen zu müssen. Obwohl, jetzt habe ich es schon wieder verdreht, Integration ist ja, wenn unsere Frauen anfangen, Kopftuch und Burka zu tragen...
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  #25 (permalink)  
Alt 17.07.2009, 10:24
albert albert ist offline
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Registriert seit: 29.07.2007
Beiträge: 6
Standard AW: Tod einer Ägypterin zwingt Dresden zum UmdenkenDer tödliche Angriff des Russlandd

Zitat:
Zitat von Realist Beitrag anzeigen
Genau mehr nicht, basta aus!

Hat man denn bei den vor kurzen im Jemen ermordeten deutschen Frauen so ein Theater gemacht?
Wobei der Amokläufer von DD nicht mal Deutscher war...


Ja hat man, vorher und auch danach. Das "Theater" ist auch durchaus ein berechtigtes und nennt sich in seiner adäquaten Form Islamkritik.
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  #26 (permalink)  
Alt 17.07.2009, 13:34
FGönther FGönther ist offline
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Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 535
Standard AW: Tod einer Ägypterin zwingt Dresden zum UmdenkenDer tödliche Angriff des Russlandd

Zitat:
Zitat von Silvia Beitrag anzeigen

Es ging darum, dass hier in Dresden etwas passiert ist, was den Anlass für o.g. Rachefeldzüge gegeben hat, und dass die Repäsentanten dieses Staates den berechtigten Erwartungen nach öffentlichem Beileid, öffentlicher Distanzierung von dieser Tat und Maßnahmen sowas zukünftig zu verhindern, nicht nachgekommen sind. Damit hätten sie dem die Spitze nehmen können.
Ich glaube, Sie verwechseln hier Anlass mit Vorwand - daß Sie selbst von "Rachefeldzügen" schreiben gibt mir allerdings Anlaß zur Hoffnung. In den Ländern des real existierenden Islamismus ist man halt etwas heißspornig veranlagt und wer das nicht so sieht und Poster wie "Behead all, whome insult Islam" nicht als bereichernde Folklore betrachtet, ist ein islamophober Rassist oder rassistischer Islamophobiker.
Zitat:

Wenn ich stattdessen aus offiziellem Munde höre, dass hier kein Platz für Fremdenfeindlichkeit sei - klingt wie: alles bestens, kein Handlungsbedarf. Das sehe aber nicht nur ich anders.

Prof. Donsbach schrieb dazu in seinem offenen Brief „Dresden – wache auf!“:
Ja, dann haben wir noch eine Studie und alles ist wieder in Butter. Mich würde mal interessieren, was z.B. Ausländer die Herr Donsbach befragt hat, so alles unter "Unfreundlichkeiten" und "Feindlichkeiten" verstehen. Bedenken Sie, daß im arabischen Raum z.B,. das Zeigen der Fußsohle als Beleidigung gilt, Deutsche auch untereinander oft verbal ausrasten wenn es z.B. um den Kampf um den Parkplatz oder die Vorfahrt auf dem Elbradweg geht. Ich wil damit nicht sagen, daß es keine Diskriminierungen gegen Ausländer gibt - aber in welchem Land dieser Welt gibt es die nicht ? Meine Tochter hat mehrfach in dem Multi-Kulti-Musterbeispiel New York gearbeitet und als eine der ersten Verhaltensregeln wurde ihr beigebracht, daß es nicht ratsam ist sich allzu naiv als AusländerIn zu outen. Kann sehr unangenehm werden.





Zitat:
Hat irgendwer was dagegen, dass am Flugplatz Kontrollen gemacht werden, dass keine Waffen an Bord gelangen? Möchte doch keiner in einem gekidnappten Flugzeug fliegen oder?
Na warten wir mal den Bericht auf elbtunnel.dd über Personenkontrollen beim nächsten WSB-Prozeß ab.
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  #27 (permalink)  
Alt 17.07.2009, 14:20
Jaseck Jaseck ist offline
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Registriert seit: 25.05.2007
Beiträge: 528
Standard AW: Tod einer Ägypterin zwingt Dresden zum UmdenkenDer tödliche Angriff des Russlandd

Zitat:
Zitat von Silvia Beitrag anzeigen
... Und offensichtlich ist es eine verbreitete Erwartungshaltung, dass er auf diese Trauerfeier gehört hätte, auch um sich damit an die Spitze des Protestes gegen diesen fremdenfeindlichen Mord zu stellen und damit das Bild von Dresden und Sachsen in der Welt, dass dieser Mord erzeugt hat, wieder gerade zu rücken. Mehr oder weniger heimlich kondolieren reicht da offensichtlich nicht.
Was Sie unter "offensichtlich" und "verbreitete" Erwartungshaltung ansehen, wurde schon in der WSB-Diskussion deutlich: Alles was innerhalb der Grünen Liga eine Mehrheit findet, war ja schon immer offernsichtlich eine weit verbreitete Meinung.

Aber was ist mit meiner Frage aus dem letzten Beitrag? Nur mal zur Erinnerung:
Zitat:
Zitat von Silvia Beitrag anzeigen
...
Wollen wir uns selbst zur Zielscheibe machen lassen, von Leuten die sich offenbar eher mit Neonazis arrangieren und ihr eigenes Süppchen kochen anstatt sich offen an Aktionen gegen sie zu beteiligen bzw sich an die Spitze von Anti-Nazi-Aktionen zu setzen?
Zitat:
Zitat von Jaseck Beitrag anzeigen
...
Vielleicht koennten Sie einfach mal ganz klar die Leute benennen, die sich "mit Neonazis arrangieren". Vielen Dank schon mal.
Sind Sie noch beim Nachdenken? Oder war die Frage zu konkret?
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  #28 (permalink)  
Alt 17.07.2009, 14:35
Jaseck Jaseck ist offline
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Beiträge: 528
Standard AW: Tod einer Ägypterin zwingt Dresden zum UmdenkenDer tödliche Angriff des Russlandd

Zitat:
Zitat von KarlFaktor Beitrag anzeigen

Aber davon unabhängig brauchen wir uns nichts vormachen. Innerhalb der Bürgerschaft besteht ein grundsolider Sockel an Ausländerfeindlichkeit und Rassismus. Ich denke ein ziemlicher Teil denkt sich so, naja solln doch mal die braunen Hohlbirnen ab und zu ein bisschen Krach machen. Dann haben wir nicht solche Zustände wie in Köln-Porz oder Hamburg-Harburg. Dass das dort das Ergebnis einer völlig konzeptionslosen Einwanderungs- und Integrationspolitik seit dem 1. Tag als der erste Gastarbeiter in Deutschland aufschlug ist, wollen und können viele nicht sehen.
Mag ja sein. Aber wieso ist für Sie nun jeder ausländerfeindlich und rassistisch, der Zustände wie in westdeutschen Problembezirken ablehnt?
Bin ich eigentlich ausländerfeindlich, wenn mir der vietnamesische Gemüsehändler und der afrikanische Student sympathischer sind als die arabische Halbstarken-Gang auf dem Bahnhofsvorplatz?


Selbst wenn man die diesbezügliche Politik der letzten Jahre als suboptimal ansieht: Das bestimmte Gruppen von Ausländern daran nicht unschuldig sind, sollte doch auch klar sein. Eine Integrationspolitik, die bei nichtmuslimischen Einwanderern doch verhältnismäßig gut funktioniert, kann doch nicht die alleinige Ursache für diese Zustände sein.
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  #29 (permalink)  
Alt 17.07.2009, 20:05
Bonatti Bonatti ist offline
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Registriert seit: 01.11.2007
Beiträge: 22
Standard AW: Tod einer Ägypterin zwingt Dresden zum UmdenkenDer tödliche Angriff des Russlandd

Die Diskussion gleitet ab. Es geht hier nicht um westdeutsche Problembezirke oder imaginäre Auländerquoten. Hier geht es bei der Bevölkerung um unterschwellige oder offenkundige Ablehnung vieles Fremden und bei der politischen Führung um einen Mangelan Fingerspitzengefühl wie man ihn selten vorfindet. Auch wenn es völlig unterschiedliche Themen sind, aber WKE und dieser Vorfall stehen in einem Zusammenhang. Wir nähern uns eben doch Weißwasser an und nicht den Metropolen, denen wir gleichen wollen. Die Welterberstadt der Herzen ist dermaßen armseelig in ihrem Bild, welches sie nach außen abgibt, dass es mir bereits seit einiger Zeit peinlich ist.
Wenn man so wie ich eine ausländische Partnerin hat, wird man sensibel auch für unterschwellige Ablehnungshaltungen und provizielles Denken. In Dresden findet man das und man merkt es auch. Ein Besuch bei der Ausländerbehörde spricht Bände! Ich halte es für unakzeptabel wie die Verantwortlichen reagierten und reagieren. Ich erwarte allerdings keine Besserung, denn die Bevölkerung und die politisch Verantwortlichen sind weder reif noch willens in einer anderen Liga zu spielen.
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  #30 (permalink)  
Alt 17.07.2009, 20:29
volker volker ist offline
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Registriert seit: 09.09.2007
Beiträge: 136
Standard AW: Tod einer Ägypterin zwingt Dresden zum UmdenkenDer tödliche Angriff des Russlandd

Zitat:
Zitat von Ich102 Beitrag anzeigen
Die Sache mit dem Welterbetitel ist eine Farce, wo die meisten, die nicht in Dresden wohnen, sicher nur einen Teil der Wahrheit wissen. Aber alle reden mit...
So ist es. Darauf beruht ja die Propaganda der Elbquerungsgegner ausserhalb Dresdens. Innerhalb ist es genauso. Sog. Demos der Fanatiker werden vorsichtshalber dort abgehalten, wo garantiert keine Dresdner sind, die die Zusammenhänge kennen.
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