09.02.2012 15:15
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Tja, wenns mal läuft dann läufts. Nun stehen die Dresdner innerhalb kurzer Zeit als dumm (WKE), asozial (Dynamospieler )und brutal (dieser sinnlose Mord) in den Augen einer weiten Öffentlichkeit da
Aber davon unabhängig brauchen wir uns nichts vormachen. Innerhalb der Bürgerschaft besteht ein grundsolider Sockel an Ausländerfeindlichkeit und Rassismus. Ich denke ein ziemlicher Teil denkt sich so, naja solln doch mal die braunen Hohlbirnen ab und zu ein bisschen Krach machen. Dann haben wir nicht solche Zustände wie in Köln-Porz oder Hamburg-Harburg. Dass das dort das Ergebnis einer völlig konzeptionslosen Einwanderungs- und Integrationspolitik seit dem 1. Tag als der erste Gastarbeiter in Deutschland aufschlug ist, wollen und können viele nicht sehen. In Dresden werden immer wieder Menschen angegriffen, die hier in international arbeitenden Firmen tätig sind oder hier studieren. Werfen sie diese auch in einen Topf mit den von ihnen genannten Beispielen Ijon Tichy? |
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Welchen Grund haben Sie für diese unterschiedliche Einordnung? Passt das Feindbild bei Ehrenmorden nicht ins Schema? Zitat:
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Andererseits, so gut war die Frau ja wohl doch nicht integriert, wenn sie sich bemüßigt sah, Kopftuch tragen zu müssen. Obwohl, jetzt habe ich es schon wieder verdreht, Integration ist ja, wenn unsere Frauen anfangen, Kopftuch und Burka zu tragen... |
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Ja hat man, vorher und auch danach. Das "Theater" ist auch durchaus ein berechtigtes und nennt sich in seiner adäquaten Form Islamkritik.
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Aber was ist mit meiner Frage aus dem letzten Beitrag? Nur mal zur Erinnerung: Zitat:
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Bin ich eigentlich ausländerfeindlich, wenn mir der vietnamesische Gemüsehändler und der afrikanische Student sympathischer sind als die arabische Halbstarken-Gang auf dem Bahnhofsvorplatz? Selbst wenn man die diesbezügliche Politik der letzten Jahre als suboptimal ansieht: Das bestimmte Gruppen von Ausländern daran nicht unschuldig sind, sollte doch auch klar sein. Eine Integrationspolitik, die bei nichtmuslimischen Einwanderern doch verhältnismäßig gut funktioniert, kann doch nicht die alleinige Ursache für diese Zustände sein. |
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Die Diskussion gleitet ab. Es geht hier nicht um westdeutsche Problembezirke oder imaginäre Auländerquoten. Hier geht es bei der Bevölkerung um unterschwellige oder offenkundige Ablehnung vieles Fremden und bei der politischen Führung um einen Mangelan Fingerspitzengefühl wie man ihn selten vorfindet. Auch wenn es völlig unterschiedliche Themen sind, aber WKE und dieser Vorfall stehen in einem Zusammenhang. Wir nähern uns eben doch Weißwasser an und nicht den Metropolen, denen wir gleichen wollen. Die Welterberstadt der Herzen ist dermaßen armseelig in ihrem Bild, welches sie nach außen abgibt, dass es mir bereits seit einiger Zeit peinlich ist.
Wenn man so wie ich eine ausländische Partnerin hat, wird man sensibel auch für unterschwellige Ablehnungshaltungen und provizielles Denken. In Dresden findet man das und man merkt es auch. Ein Besuch bei der Ausländerbehörde spricht Bände! Ich halte es für unakzeptabel wie die Verantwortlichen reagierten und reagieren. Ich erwarte allerdings keine Besserung, denn die Bevölkerung und die politisch Verantwortlichen sind weder reif noch willens in einer anderen Liga zu spielen. |
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So ist es. Darauf beruht ja die Propaganda der Elbquerungsgegner ausserhalb Dresdens. Innerhalb ist es genauso. Sog. Demos der Fanatiker werden vorsichtshalber dort abgehalten, wo garantiert keine Dresdner sind, die die Zusammenhänge kennen.
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