22.05.2012 21:24
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Laut Zeitungsmeldungen wurden am 1. Mai 4 weitere Protestklos in der Innenstadt aufgestellt. Vergleicht man die Berichterstattung darüber in den beiden großen Zeitungen von Dresden tun sich erstaunliche Abgründe auf.
DNN: „Der Ulbricht auf den Altmarkt schaut: „Nu so was hätt’sch mor ni gedraud!“ SZ: „Der Ulbricht auf dem Altmarkt: Nu sowas hätt’sch mor ni gedraud“ DNN: „Im Westen durfte ich nichts planen, drum kam ich her um abzusahnen!“ SZ: „Im Westen durfte ich nichts planen, drum kam ich her, um abzusahnen! Servus miteinand.“ DNN: „Seit 60 Jahren stets vergessen: der Dresdner Bürger Interessen!“ SZ: „Seit 60Jahren stets vergessen, die Dresdner Bürger Interessen! Besat-zerarchitektur in Rheinkultur“ DNN: „Häßlicher unsere Städte und Ge-meinden“ SZ: „Hässlicher unsere Städte und Gemeinden“ Meine Frage an die Redaktion: Wie kommt es, daß ein wichtiger Teil der aufgestellten Protestbotschaften gekürzt wurde? Meiner Ansischt nach stellt das eine unzulässige Verkürzung dar. |
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Nichts gegen Protestklos. Sie sind nötig. Und inzwischen wurde schon angeregt, das größte auf der Brückenbaustelle zu installieren.
Doch diese Sprüche sind tatsächlich das, was in ein Klo gehört. Hier einen Ost-West Gegensatz aufzubauen, grenzt schon an Volksverhetzung! Auf beiden Seiten der Diskussionslinien, seien es Brücke, Postplatz oder Neumarkt, stehen Leute aus allen Himmelsrichtungen. Es ist kein Problem zwischen Ost und West, sondern der alte Widerspruch zwischen Geist und Macht. Es kann aber durchaus sein, dass hinter den Sprüchen die Macht steht, die damit von ihrem eigenen Versagen ablenken und Stimmen bei den Schlichten im Geist sammeln will. |
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Zitat:
Gut daß Sie das mal ansprechen - vor lauter WSB sieht man gar nicht mehr die Balken, die uns von international renomierten Stararchitekten unter den Augen namhafter Denkmalschützer beschert worden sind. |
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Zitat von WilhelmFriedmann:
Hier einen Ost-West Gegensatz aufzubauen, grenzt schon an Volksverhetzung! Auf beiden Seiten der Diskussionslinien, seien es Brücke, Postplatz oder Neumarkt, stehen Leute aus allen Himmelsrichtungen. ------------------------------------------------------------------------------------------------------- Grundsätzlich ist dies auch kein Ost-West-Konflikt – hier reagieren SIE vollkommen falsch! Allerdings sind es gerade die Nichtdresdner und Nichtsachsen (nicht unbedingt Westdeutsche!!!), welche für die derzeitige Verunstaltung von Dresden verantwortlich sind. Am Neumark sollte ein nichtpassendes Gewandhaus gebaut werden (der Architekt und DER Befürworter war kein Dresdner oder Sachse), der Postplatz wurde für 43 Mio. € verunstaltet (der Architekt war kein Dresdner oder Sachse), usw. Ich denke an das Kristallkino, die Freitreppe, die Steinwüste des Altmarktes mit der schrägen Lampe, an die Prager Straße und so weiter. Die in Dresden lebenden Menschen werden grundsätzlich durch die heutigen MACHTHABER an den Bauentscheidungen NICHT beteiligt. Ich frage mich immer wieder, welcher Dresdner will diese Primitivbauten haben? Das Frau Orosz kann so einfach 100 T€ aus dem Hut zaubert und nun ein paar BlumenBETONkübbel, sowie ein paar Bänke aufstellen lassen. Dies ist doch der blanke Hohn oder auch nur die Hilflosigkeit ohne Ende. Das Klo einschließlich der Sprüche finde ich gut, weil eine andere Möglichkeit der Dresdner Bürger nicht hat. MT98
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Im Vergleich zur WSB wohl eher Splitter. Natürlich sind die Grünen und die Denkmalschützer dran schuld, die haben sich eben nicht genug gewehrt bzw. an der falschen Stelle. Oder könnte es auch an der seit Jahren "bürgerlich" dominierten Stadtverwaltung und Stadtrat liegen?
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Zitat:
Ich bezog mich auf den zweiten und den dritten Spruch. Es wird dadurch der Eindruck erweckt, als komme alles Übel von hineingeschneiten "Wessis". Natürlich agieren viele von denen übel aber mindestens ebenso viele "Ossis" sind beteiligt. Beispielsweise sind der Elitenjäger AV, der abgebrochene Jurastudent JM, die Oberbürgermeister HW, IR und HO alles Heimgewächse. Von der üblen Rolle, die Ladipräsident HH spielt, ganz zu schweigen. Umgekehrt sind viele Zugezogene am Kampf für das Welterbe und eine lebenswerte Stadt beteiligt. Also: lassen Sie nicht zu, dass eine falsche Konfrontation herbeigeredet wird. Um Vermutungen vorzubeugen: ich bin kein Wessi, habe aber längere Zeit dort gelebt und weiß deshalb, dass der A-Quotient überall gleich ist. |
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Zitat:
In dem Punkt würde ich MT98 zustimmen. Auch aus meiner Sicht ist das eher der Ausdruck einer berechtigten Kritik an den konkreten Personen, die das erfunden und genehmigt haben. Wenn das nun gerade Westdeutsche oder Nichtdresdner waren... In dem Film "Was bleibt?" über das Schicksal der Nachkriegsmoderne in Dresden kamen auch Achitekten aus dem Westen mit für meine Begriffe sehr viel Verständnis für Dresden zu Wort. Nur leider haben die in Dresden keine Entscheidungen zu treffen. Auch bei den Baubürgermeisterkandidaten letztes Jahr hat wohl der Beste noch rechtzeitig abgesagt, als klar wurde, dass das Welterbe während seiner Amtszeit aberkannt werden könnte wegen einer dämlichen Brücke. Feßenmeyr hat da ja noch gerade so die Kurve gekriegt, indem auch er großzügig darauf verzichtete, der UNESCO reinen Wein einzuschenken, was das Ergebnis der OB-Wahl 2008 anbetrifft. Na ja, ist ja auch peinlich, als Baubürgermeister mit der Aberkennung eines Welterbes in Zusammenhang gebracht zu werden. Der Wessi von Finanzbürgermeister schielt nur, wie er das Dresdner Tafelsilber verscheuert kriegt und behindert dafür dringend nötige Investitionen in den Erhalt der kulturellen Infrastruktur - Beispiel Operette. Immerhin hat ja Dresden den Ruf einer Kulturmetropole zu verlieren. Im Kulturpalast befürwortet er einen unsinnigen teuren Umbau, der 2/3 der bisherigen Besucher ohne bisher geplante und finanzierte adäquate Alternative ihres Kultursaals beraubt, damit 1/3 der Gäste bessere Bedingungen hat, was auch mit einem elektronischen Soundsystem für 40Mio. weniger und ohne Ausschluß der Mehrheit möglich wäre. Den kompletten statischen Umbau der Kulturpalast-Statik für die Stadtbibliothek finde ich schwachsinnig. Die gemeinsame Ausarbeitung einer belastbaren Machbarkeitsstudie für ein erstklassiges Konzerthaus von Stadt und Land, indem nicht nur die Philharmonie sondern auch die Staatskapelle und andere internationale Spitzenorchester spielen könnten, wird von vorn herein ausgeschlagen, die Initiatoren für ein Konzerthaus beleidigt... Und was sich die CDU letztes Jahr so für neue Bürgermeister eingekauft hat - der Herr Marx versuchte auch als erstes sämtliche beschlossenen Verkehrskompromisse zu Gunsten von mehr MIV-Verkehr über den Haufen zu schmeißen. Nach den letzten Berichten in der SZ hat er allerdings angeblich begriffen, wie man den Verkehr mit der Unterstützung des ÖPNV in den Begriff bekommt. Ich bin gespannt, ob das mehr als ein Wahlkampftrick ist, den Grünen Wähler abzujagen. Auch die Bäume auf dem Grundstück des Hotels Stadt Rom machen mich skeptisch. Bäume, wo noch gebaut werden soll? Bäume auf dem Grundstück, auf dem Prof. Blobel bauen will? Bäume, die man angeblich später noch umpflanzen kann? Wenn die auf dem Gewandhausgrundstück gelandet wären, hätte ich das verstanden. Aber so finde ich, herausgeschmissenes Geld, dass besser hätte eingesetzt werden können, auch für Bäume. Hauptsache die OB präsentiert sich als Baumfreundin, sie die noch nicht einen einzigen Baum vor der Fällung bewahrt hat, oder habe ich das was übersehen. Irgenwie schweife ich ab. Aber ich finde es gut, dass mit diesen Klos dagegen protestiert wird, dass hier über die Köpfe der Dresdner hinweg "Scheiße gebaut, Stadt versaut" wird. Ein bischen Mut macht mir, dass die Dresdner mit der Beteiligung an der Aktionen gegen die neue Baumschutzsatzung gezeigt haben, dass sie sich beteiligen würden, wenn man ihnen effektiv die Möglichkeit dazu gibt und sie vor allem geeignet aufmerksam macht auf die Möglichkeiten. Es hat mich die Verwunderung das Umweltamtes gefreut, das lt. DNN 900 Einwendungen erhielt, davon viele Mustereinwendungen und 2/3 davon mit dem Ziel der Beibehaltung der besser schützenden alten Satzung. |
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Diese Protestklo-Häufung zeigt mal wieder, das Witze nicht besser werden, wenn man sie ständig wiederholt. Das erste Klo war witzig, das zweite noch zum Schmunzeln, aber nun wirds albern. Das Gejammer um den Postplatz und den Altmarkt verstehe ich nicht so ganz, denn das waren auch schon vorher "Steinwüsten". Der dürftige Eindruck des Postplatzes entsteht vor allem dadurch, dass es ihm für einen Platz an einem wesentlichen Merkmal dafür fehlt: Der Randbebaung. Die "trockene Dusche" war dann auch nicht gerade ein Sympathieträger. Der Neumarkt war in der Tat ein paar Jahrzehnte eine Wiese. Vorher war er auch eine "Steinwüste". Viele bedeutende Plätze in aller Welt sind "Steinwüsten". Wollen wir wirklich den Neumakrt klein-klein mit Bäumchen und Blumenkübelchen zumöblieren - und so bedeutende Sichtachsen zerstören? Wer auf der Wiese unterm Baum sitzen will, kann in den Großen Garten gehen oder an den Zwingerteich. Übrigens: Der Theater- und Schlossplatz sind auch "Steinwüsten". Wo bleiben die Klos?
W.S. |
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Nur eine Frage: Können Sie sich eigentlich einen Diskussionspunkt vorstellen, bei dem Sie nicht die Meinung der lokalen CDU vertreten? Wenn ja, wollen Sie ihn uns verraten?
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Zitat:
Darauf nur drei Fragen: 1. Ist es verboten, in diesem Forum Meinungen zu vertreten, die sich (angeblich) mit denen der lokalen CDU decken? 2. Können Sie sich vielleicht vorstellen, dass man hier einfach nur so seine eigene Meinung kundtut, ohne Rücksicht darauf, ob irgendwelche Parteien diese Meinung (angeblich) auch vertreten? 3. Wen meinen Sie mit "uns"? Und eine Feststellung: Sollte die lokale CDU meine Meinung teilen, hätte ich nichts dagegen. W.S. |
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