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Alt 29.04.2009, 14:19
Thomas May Thomas May ist offline
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Registriert seit: 24.01.2007
Beiträge: 766
Standard Rad- und Autofahrer - ein ewiger Krieg?

Es ist nicht das erste Mal, dass Rad- und Autofahrer in den DNN-Foren aneinander geraten. Das Thema ist – unter Beteiligung teilweise der gleichen Kontrahenten - auch im mittlerweile überwiegend zirkulären UNESCO-Diktatur-Thread bereits ausführlich diskutiert worden. Nun haben wir es also wieder bei Thema "Luftreinhalteplan".

Was man daran erkennt: Verhärtete ideologische Positionen weicht man mit Online-Debatten nicht erkennbar auf, man präsentiert sie höchstens – und mancher mag damit seiner Eitelkeit schmeicheln oder seine Seelenruhe befördern. Das sind ja auch alles gute und schöne Zwecke, vielleicht gibt es deshalb auch ein paar Amokläufe weniger. Wir werden es – leider, Gott sei Dank - nicht erfahren.

Was ich in diesen Debatten immer nicht verstehe: Wieso müssen Radler und Autofahrer gegeneinander antreten, anstatt gemeinsam für genügend Raum für ihre Interessen und Bedürfnisse einzutreten? Beide wollen ausreichend Verkehrsraum, keiner hat doch Interesse an gegenseitiger Behinderung oder an Konflikten, deren deutlichster Ausdruck ja die Unfälle mit Rad- und Autofahrerbeteiligung sind.

Da beide Gruppen üblicherweise nun einmal – und zwar völlig regelgerecht - mit unterschiedlicher Geschwindigkeit unterwegs sind, scheint der sinnvollste Weg des gemeinsamen Vorankommens wohl die räumliche Trennung der Verkehre. Ausgehend von dieser Auffassung müsste man dann darüber reden, welches Gewicht in der Abwägung den (gemeinsamen) Mobilitätsinteressen dann gegenüber der unveränderten Bewahrung von Bäumen oder Böden oder bestehenden Bauwerken etc. zukommt.

Mich würde interessieren, ob über diesen Punkt unter den jetzt hier Streitenden Einvernehmen herrscht. Falls nicht, würde mich interessieren, welche anderen Grundkonzepte der Konfliktvermeidung die am Streit Beteiligten im Sinne haben. Dabei unterstelle ich einmal, dass nicht gemogelt wird, indem einer sich für den besseren Menschen resp. Verkehrsteilnehmer hält und dem anderen einfach vorzuschreiben gedenkt, wie und unter Nutzung welcher Mittel man sich zu bewegen hat.
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  #2 (permalink)  
Alt 30.04.2009, 14:45
frankdd frankdd ist offline
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Registriert seit: 14.06.2007
Beiträge: 92
Standard AW: Rad- und Autofahrer - ein ewiger Krieg?

Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
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Da beide Gruppen üblicherweise nun einmal – und zwar völlig regelgerecht - mit unterschiedlicher Geschwindigkeit unterwegs sind, scheint der sinnvollste Weg des gemeinsamen Vorankommens wohl die räumliche Trennung der Verkehre. Ausgehend von dieser Auffassung müsste man dann darüber reden, welches Gewicht in der Abwägung den (gemeinsamen) Mobilitätsinteressen dann gegenüber der unveränderten Bewahrung von Bäumen oder Böden oder bestehenden Bauwerken etc. zukommt.
In meinen Augen ist die Trennung der Verkehre (Seperation) die Quelle allen Übels im Stadtverkehr. Fahrräder sind im Sinne der StVO Fahrzeuge und gehören auf die Fahrbahn. Radwege dürfen nur zum Schutz der Radfahrer angelegt werden (also nicht zur Beschleunigung des MIV) -- doch wovor schützen sie? Radwege schützen lediglich vor Unfällen im Längsverkehr, d.h. der Radfahrer wird von hinten angefahren. Schon die Unterschreitung des Mindestabstandes zwischen PKW und Fahrrad beim Vorbeifahren (ca. 1,5m) kommt auch bei Radwegen vor, allerdings ist es dann im Sinne der StVO kein Überholen.

Auf dem Radweg lauern dafür jede Menge neue Gefahren, die es auf der Fahrbahn nicht gibt. Radfahrer werden nicht nur von abbiegenden Fahrzeugen (sowohl Rechts- als auch Linksabbieger) gefährdet, sondern es kommt immer wieder zu Konflikten an Grundstückseinfahrten, insbesondere bei Tankstellen und Einkaufsmärkten, wo ausfahrende Fahrzeuge erst an der Fahrbahn halten.

Zu guter Letzt werden Gehwege für die (linksseitige) Benutzung mit dem Fahrrad freigegeben bzw. es werden linksseitige Radwege als benutzungspflichtig ausgewiesen. Auf diesen linksseitigen Radwege sind Radfahrer besonders gefährdet.

Außerorts kommt noch hinzu, dass die häufig nur einsitig angelegten Radwege zusätzliche Querungen der Fahrbahn erfordern und bei Dunkelheit Fahrradfahrer durch das höher eingestellte rechte Abblendlicht geblendet werden.

Ich persönlich bin in der Stadt mit dem PKW oder dem Rennrad unterwegs und fühle mich nicht von Radfahren in meinem Vorwärtsdrang behindert. Wenn der Verkehr mal stockt, sind immer PKW und LKW die Ursache.

Radwege meide ich wo es geht. Leider werden in Dresden jede Menge Radwege unter Mißachtung der entsprechenden Verwaltungsvorschriften und der ERA 95 als benutzungspflichtig ausgewiesen. Dies gilt insbesondere an Baustellen. Hier vertraut die Stadtverwaltung darauf, dass nur wenige Radfahrer Zeit und Muße haben, dagegen gerichtlich vorzugehen.

Der große Rest ignoriert stillschweigend diesen Unsinn oder benutzt ihn (zB. "Radweg" zwischen Olbrichtplatz und Meschwitzstraße). Die 15,-€, die das kosten kann, sollte einem seine Gesundheit schon wert sein.

Gruß Frank

Gruß Frank
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  #3 (permalink)  
Alt 30.04.2009, 14:53
Zausel Zausel ist offline
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Registriert seit: 30.04.2009
Beiträge: 8
Standard AW: Rad- und Autofahrer - ein ewiger Krieg?

Die strikte Trennung zwischen motorisiertem Verkehr von Radfahrern und Fußgänger halte ich, speziell für das Stadtgebiet, gar nicht für so positiv. Sie führt meiner Meinung nach dazu, das Gefühl der gegenseitigen Rücksichtnahme zu mindern. Man (und damit meine ich nicht die Autofahrer alleine) wird hierdurch viel unaufmerksamer. Gerade das "Sich-Verlassen" auf Ampeln führt doch oft zu Unfällen mit schweren Folgen, als wenn ein gesundes Miteinander, die Beobachtung des Gesamtverkehrs geübt wird.

Sicher gibt es Zonen wo eine Trennung sinnvoll ist. Schnellstraßenabschnitte sind hier und da für Autofahrer wünschenswert. Genauso wie Radwege durch Parks und an der Elbe, welche auch einen gewissen Erholungseffekt aufweisen.

Aber Hauptinteresse in der Stadt ist doch das schnelle Erreichen von Zielen. Und hierfür sollten die Bürger gleichberechtigt behandelt werden. Und die Gleichberechtigung steht zum einen für die Behandlung an Ampeln, wie auch bezogen auf den Raumbedarf.

Zu ersterem führt die strikte Trennung oft zu zusätzlichen Problemen. Ein Beispiel hierzu wäre die Albertbrücke Richtung Altstadt. Hier ist deutlich die Zunahme des Radverkehrs zu beobachten. Durch die schmale Radspur in Verbindung mit dem Aufstellort der Ampel werden die Radfahrer in eine Perlenschnur aufgereiht. Die Folge ist, dass das Rechtsabbiegen für Autofahrer zum echten Problem wird (mit dem damit verbunden Rückstau).

Mein Lösungsvorschlag ist hierbei nun ja keine Bettelampel. Denn diese führt nur zu Ungleichbehandlung und des Weiteren durch die hohen entstehenden Wartezeiten für Radfahrer und Fußgänger zu einem klaren Provozieren gegen die Regeln zu verstoßen. Führt man hier Radfahrer und Autofahrer gemeinsam auf einer (ausreichend breiten) Straße in Verbindung mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h (die gibt’s zwar doch an der Stelle auch heute schon, aber wohl mehr für die Theorie) und lässt die Radfahrer durch vernüftige Autofahrer in die Mitte einfädeln haben am Ende beide mehr davon. Mit dem Auto kann man zwar nicht mehr mit 60 drüber preschen, steht aber dafür auch nicht mehr im Stau..

Ein anderes Beispiel für mehr Aufmerksamkeit wäre mal ein Grüner Pfeil (aber geradeaus) für Fußgänger. Wenn weit und breit kein Auto zusehen ist, ist es doch nicht sinnvoll auf grün zu warten (oder schlimmer noch eine Bettelampel extra auf Rot umzuschalten, die dann noch wirkt, wenn man schon gar nicht mehr da ist). Immerhin ist die Verletzungsgefahr die von Fußgängern auf Autofahrer ausgeht deutlich geringer als andersherum.

Andernfalls wundert mich, dass es in Dresden kaum noch einen Fußgängerüberweg nach alten Stile existiert (die mit dem blauen Schildern). Im Süden Europas wie auch im Südamerikas sind diese durch aus verbreitet und führen definitiv zu einer gegenseitigen Rücksichtnahme.
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  #4 (permalink)  
Alt 30.04.2009, 16:53
Walter Schleiff Walter Schleiff ist offline
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Registriert seit: 07.02.2007
Beiträge: 783
Standard AW: Rad- und Autofahrer - ein ewiger Krieg?

In der Tendenz kann es wohl nur die räumliche Trennung als Lösung geben, wo die gefahrenen Geschwindigkeiten stark unterschiedlich sind. Diese Trennung hat sich seit der Zunahme des städtischen Verkehrs schon im Kutschenzeitalter für Fußgänger als durchweg sinnvoll erwiesen. Aber auch ein Nebeneinander von Radfahrern und Autos ist machbar. Und da hilft eben nur gegenseitige Rücksichtnahme, wenn man nicht ständig aneinandergeraten will. Daran fehlt es immer mal wieder. Ich bin selbst auch als Radfahrer in Dresden unterwegs und das ist mitunter keine Freude. Nicht nur dass einem auf manchen Strecken der Fahrbahnbelag die Bandscheiben zerbröselt, sondern es ist teilweise auch die einfallslose Verkehrsführung, die allen Beteiligten zu schaffen macht. Eine sinnvolle Gestaltung von Einbahnstraßenregelungen in Striesen beispielsweise würde die brenzligen Situationen zwischen Radfahrer und Autofahrer wesentlich entschärfen, wenn der Gegenverkehr wegfiele. Daran müßten sich dann aber auch Radfahrer halten. Wie auch an die Tatsache, dass Erwachsene auf Fußwegen mit dem Fahrrad nichts zu suchen haben und kleine Kinder mit Fahrrad auf der Straße fehl am Platz sind. Radwege, die nur im Schritttempo oder für versierte Geländefahrer befahrbar sind, kann man sich ebenso schenken wie Radwege auf überbreiten wenig befahrenen Nebenstraßen aufzumalen. Beides dient nur zur Verbesserungder Radwegestatistik nicht aber der Verkehrssicherheit, Solange die Disziplinlosigkeit von Autofahrern und Radfahrern nicht konsequent geahndet wird, wird sich an der jetzigen Situation nicht viel ändern.

W.S.
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  #5 (permalink)  
Alt 30.04.2009, 21:43
FGönther FGönther ist offline
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Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 535
Standard AW: Rad- und Autofahrer - ein ewiger Krieg?

Könnte es sein, daß das Problem teilweise dadurch verschärft wird, daß (echte ) Radfahrer vom Ehrgeiz gerieben sein könnten, die gleiche, wenn nicht um mindestestens 30% höhere Durchschnittsgeschwindigkeit des MIV und ÖPNV erreichen zu müssen ?

Persönlich habe ich kein Problem damit, mal einen Umweg in Kauf zu nehmen, um Verkehrsknotenpunkte wir z.B. den Elbepark zu umfahren oder mal abzusteigen und 10 m zu schieben. Ist natürlich echt stressig auf Nebenstraßen diese lästige und ökologisch obsolete Rechts-vor-Links-Regel einzuhalten.

Die Logik der (echten) Radfahrer, daß Fahrräder Fahrzeuge sind, und deshalb mit PKW und LKW auf die gleiche Fahrbahn gehören, ist natürlich überzeugend. Bobby-Cars und Sulkies sind auch Fahrzeuge - gehören sie deshalb zwangsläufig auf die Fahrbahn ?



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  #6 (permalink)  
Alt 01.05.2009, 16:07
Zausel Zausel ist offline
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Registriert seit: 30.04.2009
Beiträge: 8
Standard AW: Rad- und Autofahrer - ein ewiger Krieg?

Zitat:
Zitat von FGönther Beitrag anzeigen
Könnte es sein, daß das Problem teilweise dadurch verschärft wird, daß (echte ) Radfahrer vom Ehrgeiz gerieben sein könnten, die gleiche, wenn nicht um mindestestens 30% höhere Durchschnittsgeschwindigkeit des MIV und ÖPNV erreichen zu müssen ?

Was spricht denn dagegen? Oder besser, warum muss MIV schneller sein. Das ist doch wirklich eine Frage der Entfernung und der äußeren Gegebenheiten. Wenn Sie von der Wohnung es 40 m bis zum Bäcker haben, würde der doch wohl jeder denkende Mensch alleine schon wegen der "Durchschnittsgeschwindigkeit" dem zu Fuß gehen den Vorzug gegenüber dem Auto geben. Jetzt können Sie sagen, blödes Beispiel. Bei größeren Entfernungen stimmt das nicht mehr, aber die Frage ist, wo fängt diese Entfernung an?

Und kann man die Frage nicht auch genau anders herum stellen? Sind nicht genügend Autofahrer auch von dem Ehrgeiz getrieben, egal wie die Verkehrssituation sich darstellt, auf jeden Fall schneller als ÖPNV zu sein?

Wenn ich die Sache weiterspinne, ist das vielleicht auch die Ursache warum unsere Züge Richtung Berlin und Leipzig so schleichen, damit man halt mit dem Flugzeug noch einen Zeitvorteil erringt??

Zitat:
Zitat von FGönther Beitrag anzeigen


Persönlich habe ich kein Problem damit, mal einen Umweg in Kauf zu nehmen, um Verkehrsknotenpunkte wir z.B. den Elbepark zu umfahren oder mal abzusteigen und 10 m zu schieben.

Ich übrigens auch nicht (ich fahre auch manche Morgende ganze 10 km Umweg durch die Heide, einfach nur um die Ruhe zu geniesen) aber wenn die Umwege und Absteigepassagen nicht mehr die Außnahme sondern zur Regel werden und ein Weg der ohne diese Tatsachen 10 min und mit diesen 20 min dauert, dann habe ich auch ein Problem damit. Weil man frage mal, wie groß die Zeitersparnis für Autofahrer (nicht in Prozent sondern in Minuten) manch teurer Verkehrsprojekte ist.

Zitat:
Zitat von FGönther Beitrag anzeigen

Die Logik der (echten) Radfahrer, daß Fahrräder Fahrzeuge sind, und deshalb mit PKW und LKW auf die gleiche Fahrbahn gehören, ist natürlich überzeugend. Bobby-Cars und Sulkies sind auch Fahrzeuge - gehören sie deshalb zwangsläufig auf die Fahrbahn ?
Das ist nicht die Logik der Radfahrer, fragen Sie doch einfach mal Fußgänger nach deren Meinung?
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  #7 (permalink)  
Alt 02.05.2009, 11:19
WilhelmFriedemann WilhelmFriedemann ist offline
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Registriert seit: 28.03.2008
Beiträge: 773
Standard AW: Rad- und Autofahrer - ein ewiger Krieg?

Wenn ich in den Alpen einen Pass hinunter fahre, kann es schon mal 70 km/h werden (hoch geht es nicht so schnell). Und da sind ängstliche Autofahrer aus Sachsen wirklich nur noch ein Hinderniss, das man möglichst vorsichtig und weiträumig umfahren sollte.
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  #8 (permalink)  
Alt 02.05.2009, 19:34
MT98 MT98 ist offline
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Registriert seit: 31.12.2006
Beiträge: 613
Standard AW: Rad- und Autofahrer - ein ewiger Krieg?

Zitat von WilhelmFriedemann:
Zitat:
Wenn ich in den Alpen einen Pass hinunter fahre, kann es schon mal 70 km/h werden (hoch geht es nicht so schnell). Und da sind ängstliche Autofahrer aus Sachsen wirklich nur noch ein Hinderniss, das man möglichst vorsichtig und weiträumig umfahren sollte.
Ich verneige mich ganz tief vor Ihnen!
Ich hatte es EINMAL auf dem Possendorfer Berg ABWÄRTS als junger Mensch auf max. 45 KM/h geschafft.
Angst kannte ich bis dahin noch nicht, aber danach habe ich diesen Versuch nicht wmehr wiederholt.

Den meisten Menschen ist es überhaupt nicht bewusst, was es heißt, 50 KM/h (und mehr) mit dem Fahrrad zu fahren und aus diesem Grund gehören solche Aussagen, dass auf den Elbradweg 50 KM/h gefahren würde, einfach in die Fabelwelt.

Vor den Profis kann man nur den bewussten Hut ziehen.

MT98
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  #9 (permalink)  
Alt 03.05.2009, 18:40
FrankN FrankN ist offline
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Registriert seit: 12.01.2008
Beiträge: 752
Standard AW: Rad- und Autofahrer - ein ewiger Krieg?

Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
Rad- und Autofahrer - ein ewiger Krieg?
Das halte ich für ein künstliches Thema, welches mit der Dresdner Realität nur wenig zu tun hat. Ich lege ca. 80 – 90% meiner Wege durch die Stadt per Rad zurück, der Rest verteilt sich auf Bus+Bahn, Autofahren und zu Fuß gehen. Ich behaupte mal: Es gibt hier keinen Krieg zwischen diesen erwähnten Parteien. Man kommt überwiegend gut miteinander klar. Sicher gibt es immer einige Verkehrsteilnehmer, die andere nerven, aber das verteilt sich auf alle Gruppen gleich. Es gibt Radfahrer, die unbedingt bei Rot fahren müssen, aber das sehe ich bei Fußgängern noch öfter. Die meisten Radfahrer benehmen sich richtig. Es gibt eher Probleme bei Radfahrern untereinander: Übervorsichtige Radfahrer, die gerade dadurch gefährliche Situationen herbeiführen, Radfahrer, die auf Fuß- und Radwegen bei entgegenkommenden Radfahrern nach links statt nach rechts ausweichen wollen, Radfahrer, die einem auf dem Elberadweg nachts ohne Licht entgegenkommen… das lässt sich fortsetzen. Genauso viele Beispiele lassen sich aber für Autofahrer untereinander finden (mir fallen da spontan meine geliebten Senioren ein). Zwischen Rad- und Autofahrern halten sich die Probleme m.E. in Grenzen. Zumindest habe ich keine Probleme mit Autofahrern. Und wenn, dann hat man anschließend wenigstens etwas zu erzählen…

Streitereien wie "Brücke oder nicht" auf angeblich gegenüberstehende Parteien Autofahrer-Radfahrer festklopfen zu wollen, halte ich für falsch.
Zitat:
Zitat von FGönther Beitrag anzeigen
Die Logik der (echten) Radfahrer, daß Fahrräder Fahrzeuge sind, und deshalb mit PKW und LKW auf die gleiche Fahrbahn gehören, ist natürlich überzeugend. Bobby-Cars und Sulkies sind auch Fahrzeuge - gehören sie deshalb zwangsläufig auf die Fahrbahn ?
Radfahrer sind Verkehrsteilnehmer und gehören auf die entsprechend gesetzlich vorgeschriebenen Bahnen. Also z.B. auf die Straße statt auf den Fußweg. Wenn es einen Radweg gibt, gehören wir dahin, und das finde ich auch sinnvoll. Allerdings benutze auch ich lieber die Straße, wenn Fußwege mit „Radfahrer frei“ gekennzeichnet sind. Auf der Straße fährt es sich besser. Wo es aber Radwege gibt, ist es aus meiner Sicht als Autofahrer gefährlich, wenn dort plötzlich doch ein Radfahrer auf der Strasse auftaucht. Der verhält sich klar falsch.

Ich weiß ja, dass Sie es meist nicht so ernst meinen, aber ein Bobby-Car ist ein schlechter Vergleich, da Kinderfahrzeuge grundsätzlich nicht auf die Straße dürfen. Kinder unter einem bestimmten Alter dürfen nicht auf der Straße, sondern müssen auf dem Fußweg fahren. Egal, ob mit Bobby-Car, Fahrrad oder sonstwas. Wie es sich mit Kindern unter diesem Alter auf einem Sulkie verhält, kann ich allerdings nicht sagen. Hängt vielleicht vom Alter des Pferdes ab…
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  #10 (permalink)  
Alt 03.05.2009, 21:56
Realist Realist ist offline
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Registriert seit: 22.08.2007
Beiträge: 1.370
Standard AW: Rad- und Autofahrer - ein ewiger Krieg?

Zitat:
Zitat von WilhelmFriedemann Beitrag anzeigen
Wenn ich in den Alpen einen Pass hinunter fahre, kann es schon mal 70 km/h werden (hoch geht es nicht so schnell). Und da sind ängstliche Autofahrer aus Sachsen wirklich nur noch ein Hinderniss, das man möglichst vorsichtig und weiträumig umfahren sollte.

70 - Mit dem Fahrrad ?!
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