09.02.2012 00:47
|
|||||||
![]() |
|
|
LinkBack | Themen-Optionen | Ansicht |
|
|||
|
Bedarf es noch eines weiteren Beweises um festzustellen, dass Dresden immer tiefer in Provinzialität versinkt ?
Erinnern Sie sich noch ? Zu Beginn der 90er Jahre ging es um die Stella - Kunsthalle. Später dann um eine neue Brücke und jetzt um das neue Stadion. Bundesligafußball ist in ganz Deutschland ein hoher Umsatzfaktor, in dessen Umfeld sich viele kleinere Unternehmen ansiedeln. Ich denke da nur an Busunternehmer, Gesundheit und Rehabilitation. Was passiert in Dresden ? Es gibt 3 Parteien, die selbst wenn sie mal alle zusammensitzen, wahrscheinlich nur aneinander vorbeireden. MIteinander wird nicht geredet. Dynamo gegen Stadt, Stadt + HBM gegen Dynamo usw. Eine Provinzposse aller erster Güte. Nur traurig, dass Dynamo inzwischen vor die Hunde geht. |
|
|||
|
Die Themen-Überschrift trifft es auf den Punkt!
Mit Schaudern blickt man die letzten Wochen auf die Schlagzeilen der Lokalpresse der Heimatstadt: „Dresden nur noch kulturelle Mittelmäßigkeit?“, DWT pleite – sinkende Touristenzahlen“, Quimonda insolvent – Silicon Saxony am Ende?“, „Die Bahn hängt Dresden ab“ und, am unfassbarsten von allem: „Dynamo in Leipzig?“. Da fragt man sich als Exil-Dresdner: Was ist denn da los? „Dresden ist keine Weltstadt. Politisch nicht und schon gar nicht wirtschaftlich“ - war zuletzt in der SZ zu lesen. Nun, zurzeit ist das wohl so. Aber das darf man so nicht akzeptieren. Dresden und Weltstadt – wie passt das zusammen? Dresden braucht Visionen die über die Legislaturperiode der Lokalpolitiker hinausgehen. Punkt 1: Konsequente Fortführung des historischen Wiederaufbaus der barocken Altstadt mit dem Ziel der Rückgewinnung der Identität und Selbstverständnis der Stadt. Aber warum nur am Neumarkt? Warum nicht auch Wiederaufbau des Kaiserpalastes am Pirnaischen Platz der des Viktoriahauses an der Prager Straße? Oder Rekonstruktion des Venezianischen Hauses nahe der Carolabrücke? Bauten die die Stadt wieder urban und zum Erlebnis machen. Dresden muss ein Image kreieren bzw., das vorhandene ausbauen: „Barocke Lebensfreude“. Nur so hat die Stadt ein Alleinstellungsmerkmal. Wie Hamburg den Hafen, Wien den Opernball, München die Gemütlichkeit und Köln den Frohsinn. Punkt 2. „Dresden ist altbacken - Die Oper und das Schloss ist nur was für die Älteren.“ Das liegt wohl in der Natur der Sache. Was tun? Musicals sollten ein jüngeres Publikum ansprechen. Vorbild hier: Hamburgs: „König der Löwen“, „Tarzan“ und „Ich war noch niemals in New York“ ziehen junge Leute aus aller Welt an. Doch wie kommen diese jungen und Junggebliebenen aus aller Welt nach Dresden? Punkt 3: Ausbau der ICE-Trasse Dresden-Prag, als Teil der Magistrale Skandinavien-Hamburg-Berlin-Dresden-Wien-Balkan. Punkt 4: Ausbau des Airports Dresden zu einem Interkontinental-Flughafen. Leipzigs Flughafen auszubauen ist fern jeder Realität und liegt wohl nur begründet in der Kurzsichtigkeit gewisser Lokal-Politiker. Amerikaner, Australier und Japaner wollen die Frauenkirche, Schloss und Sächsische Schweiz sehen, nicht den Cospudener See. Punkt 5. „Dresdens City soll Umweltzone werden.“ Gut soweit. Doch wie kommen die Anwohner des Umlandes in die City? Mit der schwerfälligen und ebenso im Stau stehenden Straßenbahn? Eine zukünftige Weltstadt Dresden benötigte ein effizientes Schnellbahnsystem (S-Bahn) mit kurzen Taktzeiten unter Anbindung der Vororte Meißen/Radebeul, Freital, Heidenau/Pirna und Radeberg. In der Innenstadt als U-Bahn und am Stadtrand als Hochbahn. Vorbilder hier: Hamburg, München und Frankfurt. Um wieder Mehr Touristen nach Dresden zu bekommen sollte die weltweite Wahrnehmung der Stadt verbessert werden. Punkt 6: Dresden sollte wieder vermehrt Drehort für TV-Serien und Spielfilme sein. Warum findet dies (in Sachsen) nur in Leipzig statt? Eine Medienförderung für Dresden wäre ein Anfang. Punkt 7: Auch eine erfolgreiche Fußballmannschaft mir treuen Fans trägt zum weltweiten positiven Image einer Stadt bei, dies zeigen Stadt wie München, Dortmund oder Bremen. Die unsägliche Stadionfrage sollte schnellstens beantwortet werden, auch um die Nerven so manches Dynamo-Fans zu schonen. In Dresden sollte sich wieder Schönheit mit Erfolg verbinden – Damit man stolz sagen kann: „Ich bin Dresdner und bleibe es auch gern“. DNN-Leser, Hamburg |
|
|||
|
Zitat:
Zur Erinnerung: Kurze Zeit nach Baubeginn des Stadion musste Dynamo die Stadt mit 1.2 Mio€ anbettelt, weil sie sonst in die Insolvenz gegangen wären. Vor sehr kurzer Zeit war das Geld schon wieder einmal alle und Kölml sprang mit einem Darlehn ein. Kurz gefasst : ganz geringe Kosten für die jetzige Stadionnutzung, aber das Geld ist trotzdem weg! Wie wäre es denn einmal, wenn die Einnahmen erhöht werden, indem intensiv neue Sponsoren gesucht und gefunden werden? Gleichzeitig müssen die Kosten minimiert werden! Wenn dies nicht gelingen sollte und das Geld für eine Mannschaft nicht vorhanden ist, welche um den Aufstieg mitspielen oder auch nur die Klasse halten kann, dann geht es eben nicht. Ich würde mir auch gern vieles leisten, aber es geht eben nicht. StephanH, die Träumerei von der Bundesliga sollte nun mal der Realität weichen. Wenn das Umfeld stimmt (Sponsoren, fähige Vereinsführung), dann ist sicher auch ein solcher Traum realisierbar – aber nicht mit Steuergeldern!!! Ständig erschrecken die Verantwortlichen bei Dynamo, weil wieder mal die Kassen leer sind und dann die öffentliche Hand unter Druck gesetzt werden soll. Träumen kann jeder, aber man muss die Realität und Träumerei auseinanderhalten. Was den momentanen Streit betrifft, so ist der Adressat Stadt vollkommen fehl an Platz. HMB ist der Bauherr und der zukünftige Vermieter (für 32 Jahre). er ist der richtige und auch einzige Ansprechpartner für Dynamo, um andere Konditionen auszuhandeln. Herr Vorjohann hat nur darauf zu achten, dass der Vertrag zwischen der Stadt Dresden und HMB nicht unterlaufen, einseitig oder gegen die Interessen der Stadt geändert wird. Ansonsten ist die Stadt nur noch Beobachter! Dynamo sollte sehr vorsichtig sein, dass sich nicht noch die letzten Personen in der Politik, welche bisher ihre schützenden Hände über sie gehalten haben, von Dynamo abwenden. Im Moment sind sie dabei alles, aber auch wirklich alles zu verspielen! MT98 ![]() |
|
|||
|
Zitat:
Der DFB verlangt für die 3.Liga von allen Vereinen ein modernes Stadion, sonst gibt es keine Lizenz. Wenn die Stadt also will, dass Dynamo überlebt, muss sie 1. einem Stadionbau zustimmen (das hat sie gemacht) und 2. für eine wettbewerbsfähige Finanzierbarkeit sorgen (hat sie nicht gemacht. Momentan heißt das Motto "Wasch mich aber mach mich nicht nass." Das funktioniert nicht. Ein Bekenntnis zum Fußball kostet unterhalb der 2. Liga Geld. Wenn Dynamo in die Insolvenz oder nach Leipzig geht, muss die Stadt das Stadion sowieso voll finanzieren, also muss man eine Lösung finden, die dem Verein das Überleben ermöglicht. Die Stadt wird sich so oder so höher beteiligen müssen. Bevor wieder die Diskussion über Steuergelder und Fußball beginnt: bei Theatern und Museen wird eine öffentliche Förderung für selbstverständlich gehalten. Ebenso könnte man von den Nachträgen für die WSB bis jetzt schon das halbe Stadion bauen, in 1-2 Jahren sicherlich das ganze. Warum höre ich nichts vom Vorjohann? Es gibt doch genauso bestehende Verträge. Warum wird hier alles ohne Diskussion durchgewinkt? Alles Politik. |
|
|||
|
Zitat:
Was soll die Stadt ihrer Meinung konkretes tun? Dynamo Zuschüsse zahlen, damit sie vielleicht einmal in der 2. BL ankommen und so die Zuschüsse der Stadt geringer werden? Bisher hat sich das Geschäftsgebaren bei Dynamo immer anders dargestellt. Finanzen waren in den letzten Jahren immer ganz plötzlich nicht mehr vorhanden. Hiwagner, glauben Sie, dass die verantwortlichen Politiker es vergessen haben, dass kurz nach der Unterzeichnung des Bauvertrages (bei dem auch die Dynamo – Verantwortlichen anwesend waren), das Geld ganz plötzlich alle war und wegen einer drohenden Insolvenz der Steuerzahler mit einem Darlehn einspringen musste? Zurück zu den Kosten. Die Leistungen, welche sich aus dem Vertrag ableiten lassen, werden auch von HBM erbracht werden. Zusätzliche Leistungen, welche ohne Einwilligung durch den Bauherren (Stadt) angefangen worden sind, werden fertiggestellt. Ein Ausbauen dieser Gegenstände ist gesetzlich nicht möglich. Entweder kann sich HBM mit Dynamo einigen, so dass diese Leistungen in den neuen Nutzungsvertrag einfließen oder, und dies wäre kaum vorstellbar, aber möglich, sie werden für eine Nutzung gesperrt. Damit könnte ein Nutzungsvertrag mit niedrigeren Mieteinnahmen abgeschlossen werden. Fakt ist, dass ein neues Stadion wegen der Refinanzierung, auch eine angemessene Miete gefordert werden kann. Bei welchem Betrag, dies liegen wird, ist eine reine Verhandlungssache. In wie weit die Stadt eine Möglichkeit besitzt, dies zu beeinflussen, kann ich nicht sagen. Aber allzu groß kann der Einfluss nicht sein (vielleicht auch nicht ein Interesse???). Zitat:
Können Sie mir mitteilen, wo die Stadt verpflichtet wird, dass sie für eine wettbewerbsfähige Finanzierbarkeit des Stadions in Haftung genommen werden kann? Dynamo hat scheinbar die ganzen Jahre, während am Stadion gebaut worden ist, sich keine Bohne um irgendetwas interessiert. Ich bin gespannt, wie das Problem geklärt werden soll. Der Verweis auf andere Unzulänglichkeiten in der Stadt Dresden, löst das Dynamo – Problem in keiner Weise!!! Gruß MT98
|
|
|||
|
Zitat:
Die Belastung durch die Miete muss reduziert werden. Das kann z.B. durch einen erhöhten städtischen Zuschuss geschehen. Sollte Dynamo pleite oder nach Leipzig gehen, wird die Stadt sowieso den vollen Beitrag für das Stadion entrichten müssen. Zitat:
Die Zusatzleistungen durch HBM sind aktuell überhaupt nicht das Problem, da mit ihnen Geld zu verdienen ist. Es gab hier lediglich einen Nebenkriegsschauplatz zu den zusätzlichen Bürgschaften. Zitat:
Fazit: Wenn die Stadt kein leeren Stadion will MUSS sie sich stärker an den Kosten des Stadions beteiligen. Ganz einfach. |
|
|||
|
Zitat:
Schon sicherheitsmäßig ist dies nicht zu stemmen. Die meisten Fans würden sich diese Reise nicht antun (außer der kleine Teil, welcher etwas erleben möchte!). Auch die Pleite ist kaum wahrscheinlich, weil dann der Verein für immer verschwinden würde (einschließlich des Nachwuchszentrums), was nun wirklich keiner will. Ich glaube eher, so wie es Herr Minge ausgesagt hat, könnte es kommen: Für die nächste Saison könne sich Dynamo so bestenfalls eine Mannschaft mit Oberliga-Niveau leisten, hieß es bei einem Pressegespräch der Vereinsspitze am Freitag. Zitat:
Ich glaube allerdings, dass sie sich überhaupt keine Gedanken gemacht haben. Zitat:
Es ist ein großer Irrtum, dass sich die Stadt beteiligen MUSS. Wenn überhaupt, dann wird es wohl in die Richtung der Gewährung eines weiteren Darlehn gehen (gleich welcher Art). Das Verschenken von weiterem Geld ist kaum möglich, weil ALLE Parteien dies nach dem letzten Darlehn klar und deutlich ausgedrückt hatten und in diesem Jahr wird gewählt… Bemerkenswert sind die weiteren Worte von Herrn Minge schon: Es fällt auch Minge schwer zu erklären, warum der Verein nicht schon vor Monaten die Grundsatzfragen gestellt hat, sondern glauben machte, eine Einigung stehe kurz bevor. "Wir haben immer unterstellt, dass der Baukonzessionsvertrag nicht verhandelbar ist." Unter diesem Aspekt haben die Worte von Herrn Vorjohann (welcher nicht gerade meine Sympathie besitzt) eine ganz neue Bedeutung: Die Kosten-Struktur für das neue Stadion ist seit 2006 bekannt. Es sei nicht nachzuvollziehen, warum der Verein erst „nach Abschluss eines sehr langen Verhandlungsprozesses ... mit der Projektgesellschaft“ die Grundkonstellationen infrage stelle. „So tief und fest schlafen kann doch eine Vereinsführung oder ein Aufsichtsrat gar nicht, wie dies nun leider den Anschein hat“, heißt es in dem von Vorjohann unterzeichneten Brief: „Ich muss Sie deshalb fragen, was Sie in den letzten Monaten und insgesamt in den letzten drei Jahren überhaupt veranstaltet haben.“ Warten wir ab, Morgen soll es ja weite Gespräche geben… MT98
|
|
|||
|
Zitat:
Aus kaufmännischer Sicht hat die Stadt ganz einfach das Problem, dass Dynamo die einzige Möglichkeit darstellt, die Kosten für das Stadion zu senken - so blöd wie das auch klingt. Sie muss sich also entsprechend positionieren. Eine Erhöhung des städtischen Zuschusses ist ohne Dynamo dauerhaft sicher, mit Dynamo potentiell umkehrbar. |
|
|||
|
Zitat:
Ich kann nur sagen: Insolvenz ist immer auch eine Chance zum Neuanfang. Für manche die einzige, die man ihnen noch gönnt. Und: Dieses Stadion wäre besser nie gebaut worden. Ein riesengroßes leeres Stadion gibt es doch auch schon in Leipzig. Wie viele davon brauchen wir noch in Sachsen um nicht mehr als provinziell zu gelten? |
![]() |
| Lesezeichen |
| Stichworte |
| dynamo, hbm, stadion |
| Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1) | |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|