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  #21 (permalink)  
Alt 27.03.2009, 13:51
hjwagner hjwagner ist offline
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Registriert seit: 24.04.2007
Beiträge: 370
Standard AW: Sächsische Provinzialität

Zitat:
Zitat von MT98 Beitrag anzeigen
Das neue Dresdner Stadion wird in keiner Weise Schaden nehmen, bloß weil da eventuell nur Oberligafußball zu sehen ist.
Sagen Sie mal, verstehen Sie die Argumente nicht? Das Stadion nimmt keinen Schaden, aber die Stadt und Dynamo. Die Verträge sehen vor, dass die Stadt ab der Oberliga und darunter den maximalen Zuschuss zahlt. Solange Dynamo in Liga 3 spielt oder höher, jeweils weniger. Wo soll also für die Stadt der finanzielle Vorteil liegen, für ein Jahr auf den 3.Liga-Zuschuss zu bestehen und damit Dynamo in Liga 4 oder in die Insolvenz zu zwingen. Ab dem zweiten Jahr zahlt sie dann sowieso mind. 500.000€ mehr. Aus kaufmännischer Sicht war die Entscheidung also folgerichtig.
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  #22 (permalink)  
Alt 27.03.2009, 14:36
Trismeg Trismeg ist offline
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Registriert seit: 15.11.2007
Beiträge: 231
Exclamation AW: Sächsische Provinzialität

Zitat:
Zitat von Bernd Richter Beitrag anzeigen

Zitat:
Zitat von KarlFaktor http://forum.dnn-online.de/images/buttons/viewpost.gif
Darauf bin ich noch nicht gekommen, Hut ab Herr Wagner. Ich dachte bisher, wenn ich die Fans in gelb-schwarz eingetütet, mit einer Bierflasche in der einen und die Zigarette in der anderen Hand zum Stadion schleichen sehe, mehr an einem vom Sozialamt gesponserten Ausflug. Der Gesamtauftritt von DD der letzten 18 Jahre hatte das Niveau einer Soap Opera nachmittags auf RTL2. Aber vielleicht wird auch diese mal zum Kulturgut erklärt.

Naja, der Begriff "Kultur" lässt sich fast nach Belieben vereinnahmen. Ich stimme hjwagner im Übrigen uneingeschränkt zu! Jedenfalls genieße ich es bei Stadionbesuchen, mal unter "normalen" Menschen zu sein. Wenn man sich immer nur mit der vermeintlichen akademische Elite umgibt (die man natürlich auch im Stadion findet), läuft man Gefahr, den Blick für das Wesentliche zu verlieren!
Dass Fußball heute ein Wesenszug der Lebenskultur in den meisten Ländern ist, das wird wohl kein vernünftiger Mensch ernsthaft in Zweifel ziehen. Es ist schlicht ein Faktum. Ob man die Erscheinungsweisen des Fußball nun als kulturell wertvoll interpretiert oder das Gegenteil darin sieht, das ist ein anderes Thema und ist die Deutung des (unbestrittenen) Befundes. Genau wie Herr Richter sagt, sind im Stadion mehrheitlich ganz normale Menschen vertreten, was wohltuend ist.
Das schließt auch nicht aus, dass die Führung eines Vereins, wie im Falle von DD, nicht unbedingt immer glücklich agiert hat und in vielen Fällen auch nicht sonderlich klug. Das bedeutet aber noch nicht, dass damit automatisch auch alle Stadionbesucher (Stadionbesucher ist nicht automatisch "Fan"!) als zweifelhafte Individuen abzuqualifizieren sind.
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  #23 (permalink)  
Alt 27.03.2009, 14:56
Trismeg Trismeg ist offline
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Registriert seit: 15.11.2007
Beiträge: 231
Exclamation AW: Sächsische Provinzialität

Zitat:
Zitat von hjwagner Beitrag anzeigen

Allerdings ist Fußball ein Kulturgut mit Massenwirkung. Über die Förderung von Theater, Operette und Museum verliert keiner ein Wort - denn das ist ja Hochkultur, ob sich jemand dafür interessiert oder nicht. Wenn man den Markt walten ließe, Herr May, hätten wir bald nur noch Fußball und ein paar andere Sportarten, die sich verkaufen lassen. Sie zeigen eine ausgesprochen elitäre Einstellung.

Die Bedeutung des Fußballs behaupten Sie völlig zu recht! Ihren Vergleich mit Museen und Theatern teile ich nicht ganz und finde es nach wie vor ausgesprochen notwendig, auch in kleineren Städten Theater und Museen aufrecht zu erhalten. Genau dafür sind öffentliche Gelder u.a. da und sinnvoll. Denn dass ein kleines Theater Zuschüsse braucht, ist wohl verständlich. Mit denen schließen große Brauereien und internationale Marken eben keine Millionenverträge ab.

Wie viele leere Museen und Theater brauchen wir denn in Sachsen? Jedes Nest hat sein hoch subventioniertes Theater. Ist doch reine Steuerverschwendung, oder?! Wenn Sie mir hier zustimmen und die "richtige Kultur" nicht besser stellen als die "Pöbelkultur", dann sind wir einer Meinung.
Es geht nicht um Hoch- oder Pöbelkultur. Und leere Museen und Theater haben wir, soweit mir bekannt ist, nicht in Sachsen! Im Gegenteil, die traditionellen und mit ausgezeichnetem Ruf umgebenen Bühnen in der "sächsischen Provinz" (im positiven Sinne!) sind von der Bevölkerung dort geliebt und gehören im Prinzip zur Identät der entsprechenden Region! Leider sind sie in den letzten Jahrzehnten zunehmend ausgeblutet worden. Als Beispiele seien die tollen ("Provinz-")Theater genannt in: Plauen-Zwickau, Görlitz, Annaberg, Freiberg-Döbeln, Kamenz.

Was das kulturelle Potential des Fußballs angeht, stimme ich Ihnen absolut zu und verweise dabei vor allem auf die Bedeutung der Nachwuchsarbeit! Dort geht es übrigens nicht nur darum, künftige Megastars zu produzieren, sondern für die Masse der Kinder und Jugendlichen ist es immens wichtig, in Sportvereinen nicht nur die ein oder andere Sprtart auszuüben, sondern auch soziales Miteinander zu praktizieren. Es mag komisch klingen, aber die Regeln vernünftigen Miteinander Umgehens und Zusammenlebens scheinen nicht selbstverständlich zu sein und stellen sich nicht automatisch ein. Und genau hier ist die Vorbildwirkung, die menschliche Qualität, aber vor allem die intellektuelle Befähigung der Nachwuchstrainer und Betreuer extrem wichtig. Hierin nach Möglichkeiten zu investieren, verlange ich von jedem Fußball- und Sportverein.
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  #24 (permalink)  
Alt 27.03.2009, 15:27
Ole Ole ist offline
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Registriert seit: 02.11.2007
Beiträge: 664
Standard AW: Sächsische Provinzialität

Zitat:
Zitat von MT98 Beitrag anzeigen
Dresden ist nicht Dynamo und Dynamo ist nicht Dresden!
Bescheidenheit und eine solide Arbeit war noch nie das Aushängeschild von Dynamo nach der Wende.
Nein es muss unbedingt die 2., wenn nicht gar die 1. BL sein.
Kein Geld und (scheinbar) auch keine Ahnung ordentlich mit diesem umzugehen, aber von der 2. oder 1. BL träumen!!!
Soviel anders bzgl. des Wirtschaftens sind sie nicht. Dynamo hat erst sein Tafelsilber verkauft und dann verfressen. Bei Dresden war es umgekehrt.

Zitat:
Zitat von MT98 Beitrag anzeigen
Wenn die Infrastruktur im Osten zu wenig Geldgeber hergibt, dann muss man sich damit einfach mal zufrieden geben, oder aber den eigenen Nachwuchs aufbauen.
Den Nachwuchs hatte Dynamo früher immer und hat ihn noch. Als unterklassischer Ostverein kann man allerdings Talente nicht halten und wird zum Talentelieferant. Ob es glücklich macht, immer nur sagen zu können, dieser Klassefussballer hat in Dresden Fussball spielen gelernt?

Zitat:
Zitat von MT98 Beitrag anzeigen
Das neue Dresdner Stadion wird in keiner Weise Schaden nehmen, bloß weil da eventuell nur Oberligafußball zu sehen ist.
Sicher nicht. Aber mit der Spitzen-Stadion-Miete für die Stadt wird es auch so Essig. (Was hjwagner eigentlich die ganze Zeit versucht zu erklären.)

... Und dann ist immer noch der Anspruch in Dresden (nicht nur Dynamo) und der Widerspruch zur Wirklichkeit. Anspruch, den es gilt zu verwirklichen, oder? In anderen Gebieten wollen wir doch auch die Größten sein: Wissenschaft, Mikroelektronik, Kunst, Kultur, Barock, Brückenbau, Grundsteuer, ...
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  #25 (permalink)  
Alt 27.03.2009, 16:24
MT98 MT98 ist offline
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Registriert seit: 31.12.2006
Beiträge: 606
Standard AW: Sächsische Provinzialität

Zitat:
Zitat von Trismeg:
Naja, der Begriff "Kultur" lässt sich fast nach Belieben vereinnahmen. Ich stimme hjwagner im Übrigen uneingeschränkt zu! Jedenfalls genieße ich es bei Stadionbesuchen, mal unter "normalen" Menschen zu sein. Wenn man sich immer nur mit der vermeintlichen akademische Elite umgibt (die man natürlich auch im Stadion findet), läuft man Gefahr, den Blick für das Wesentliche zu verlieren!
Ihr Blick soll doch nicht getrübt werden. Es ist sicher schön sich mal so richtig auszutoben (positiv gemeint!).
Dieses Fußballerlebnis sei Ihnen auch von ganzem Herzen gegönnt, ABER es geht nicht an, dass immer wieder durch Mißwirtschaft der Verantwortlichen bei Dynamo der Steuerzahler für die großen schwarzen Löcher herhalten sollen.
Das auch in anderen Bereichen mit dem Geld nicht sachgemäß umgegangen wird, ist lange noch kein Grund, dies für Dynamo als Grundlage für eine Art Mißwirtschaftszuschlag zu fordern.

Wenn hier allerdings schon darüber diskutiert wird, ob wir kulturelle Einrichtungen wie Theater, Oper, Operette, usw. brauchen oder nicht, dann sieht es mit dem geistigen Anspruch der Dresdner ziemlich schlimm aus.
Als nächstes werden wir wohl die Berechtigung der Bibliotheken in Fragen stellen.
Vielleicht sollten wir auch noch die Bücher verbieten.

MT98
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  #26 (permalink)  
Alt 27.03.2009, 16:36
Walter Schleiff Walter Schleiff ist offline
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Registriert seit: 07.02.2007
Beiträge: 783
Standard AW: Sächsische Provinzialität

Zitat:
Zitat von Trismeg Beitrag anzeigen
Was das kulturelle Potential des Fußballs angeht, stimme ich Ihnen absolut zu und verweise dabei vor allem auf die Bedeutung der Nachwuchsarbeit! Dort geht es übrigens nicht nur darum, künftige Megastars zu produzieren, sondern für die Masse der Kinder und Jugendlichen ist es immens wichtig, in Sportvereinen nicht nur die ein oder andere Sprtart auszuüben, sondern auch soziales Miteinander zu praktizieren. Es mag komisch klingen, aber die Regeln vernünftigen Miteinander Umgehens und Zusammenlebens scheinen nicht selbstverständlich zu sein und stellen sich nicht automatisch ein. Und genau hier ist die Vorbildwirkung, die menschliche Qualität, aber vor allem die intellektuelle Befähigung der Nachwuchstrainer und Betreuer extrem wichtig. Hierin nach Möglichkeiten zu investieren, verlange ich von jedem Fußball- und Sportverein.
Das Problem ist, dass mit dem von Ihnen dargestellten Sachverhalt, dem ich voll zustimme, der Profifußball, auch in der dritten Liga, nichts zu tun hat. Die Profifußballmannschaft der SG Dynamo Dresden hat mit dem Sportverein doch nur den Namen gemein. Es ist ein eigenständiger Bereich, der nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt wird. Da ist kein ehrenamtlicher Freizeittrainer, der seine Freizeit dem Verein widmet (und schenkt.) Die Proimannschaft ist aber immer wieder der Grund, weshalb der ganze Verein in regelmäßigen Abständen unterzugehen droht. Das teure Stadion braucht die SG doch nur für die Profis, nicht für die E-Jugend. Ich ziehe meinen Hut (sobald ich einen habe) vor den vielen ehrenamtlichen Übungsleitern und anderen Vereinsmitgliedern, die aus der oben zitierten Sicht die Hauptlast der Arbeit tragen und ohne die nichts ginge.
Übrigens ist die SG Dynamo gar kein Sportverein, sondern ein Zuschauerverein. Das Verhältnis von Mitgliedern zu aktiven Fußballern liegt bei 1 : 18. Wenn sie also mal ein Dynamo-Mitglied treffen, ist die Chance, dass es aktiv Fußball spielt sehr gering.

W.S.
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  #27 (permalink)  
Alt 27.03.2009, 16:55
hjwagner hjwagner ist offline
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Registriert seit: 24.04.2007
Beiträge: 370
Standard AW: Sächsische Provinzialität

Zitat:
Zitat von Trismeg Beitrag anzeigen
Im Gegenteil, die traditionellen und mit ausgezeichnetem Ruf umgebenen Bühnen in der "sächsischen Provinz" (im positiven Sinne!) sind von der Bevölkerung dort geliebt und gehören im Prinzip zur Identät der entsprechenden Region! Leider sind sie in den letzten Jahrzehnten zunehmend ausgeblutet worden.
Trismeg, Sie missverstehen mich, wenn Sie meinen Vergleich als Gegnerschaft zur Subventionierung von Kultureinrichtungen interpretieren. Ich versuche lediglich, in der Diskussion eine Chancengleichheit zwischen "Hochkultur" und "Prollkultur" herzustellen. Ich bin für eine Gleichstellung von Theater und Fußball, weil es meiner liberalen Grundhaltung entspricht, keine staatliche Bevormundung des Individuums bzgl. seiner Freizeitgestaltung zu akzeptieren. Entweder werden also beide "Kulturgüter" als öffentliche Aufgabe betrachtet oder nicht. Wenn nicht soll der Markt über beide entscheiden. Die Folge wäre aber klar. Seinen Fußballverein hätte jedes "Nest" weiterhin, sein Theater nicht.
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  #28 (permalink)  
Alt 27.03.2009, 17:39
KarlFaktor KarlFaktor ist offline
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Registriert seit: 13.03.2007
Beiträge: 523
Standard AW: Sächsische Provinzialität

Zitat:
Zitat von hjwagner Beitrag anzeigen
Aber ein wesentlich größerer als der, der eine Philharmonie braucht. Dort wird jede Karte im Schnitt mit 100€ subventioniert.
Also vergießen Sie doch bitte keine Krokodilstränen wegen der Steuerverschwendung für Fußballassis.
Wenn man die Operette und Dynamo zum allgemeinen förderfähigen Kulturgut erklärt, ist das Eine wohl der heiteren Muse und das Andere eher dem Drama zuzuordnen. Damit geben sie ja auch zu das Dynamo oder bezahlter Fußball schon lange nichts mehr mit Sport zu tun hat. Da stimme ich ihnen zu.
Der gravierendste Unterschied zwischen beiden dürfte aber in der Außendarstellung sein. Ich glaube auch heute braucht es in der Operette zur Sicherheit nur den obligatorischen Feuerwehrmann, während bei DD jedesmal die Legion aufmarschiert.
Auch kommt die Operette, so weit ich weiß, mit ihrem Budget aus, während sich bei DD irgendwo Geld in rauen Mengen auflöst.
Ich habe nichts gegen Dynamo (habe selbst jahrelang rumgegröhlt),
aber ich habe etwas gegen ein Fass ohne Boden mit hohem Erpressungspotential, wenn man dazu noch weiß wie es um den Zustand des Jugendsports in anderen Sportarten bestellt ist.
Da hört für mich der Spaß auf.
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  #29 (permalink)  
Alt 27.03.2009, 18:52
WilhelmFriedemann WilhelmFriedemann ist offline
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Registriert seit: 28.03.2008
Beiträge: 773
Standard AW: Sächsische Provinzialität

Gesunder Menschenverstand ?
Zitat:
Zitat von hjwagner Beitrag anzeigen
So wie es aussieht, ist man jetzt zu einer Lösung gelangt. Und wie nicht anders zu erwarten war, wird der städtische Zuschuss erhöht.

@May
Ihre persönliche Meinung zum Fußball sei Ihnen unbenommen. Allerdings ist Fußball ein Kulturgut mit Massenwirkung. Über die Förderung von Theater, Operette und Museum verliert keiner ein Wort - denn das ist ja Hochkultur, ob sich jemand dafür interessiert oder nicht. Wenn man den Markt walten ließe, Herr May, hätten wir bald nur noch Fußball und ein paar andere Sportarten, die sich verkaufen lassen. Sie zeigen eine ausgesprochen elitäre Einstellung.

Wie viele leere Museen und Theater brauchen wir denn in Sachsen? Jedes Nest hat sein hoch subventioniertes Theater. Ist doch reine Steuerverschwendung, oder?! Wenn Sie mir hier zustimmen und die "richtige Kultur" nicht besser stellen als die "Pöbelkultur", dann sind wir einer Meinung.
Zitat:
Zitat von hjwagner Beitrag anzeigen
Sind sie nicht. Wenn Sie meinen Beitrag über die Alternativlosigkeit zu dieser Entscheidung durchgelesen haben, wissen Sie doch, dass die Stadt nicht anders konnte. Die Pleite von Dynamo bedeutet für Dresden auf Dauer noch höhere Kosten, ganz einfach. Und was heißt "Die Steuerzahler zahlen auch noch den ganzen Mist!"? Der Steuerzahler WILL Fußball. Die Stadt WILL Fußball, sie WILL die Frauen-WM. Sie werden in Dresden z.B. keine 30.000 Eintrittskarten in eine Theaterveranstaltung locken. Trotzdem zahlt der Steuerzahler auch diesen Mist. Ich sage nur "neue Operette". Brauch ich nich!

@KarlFaktor

Wer bestimmt denn bitte den "Wert" öffentlicher Volksbelustigung. Was macht Operette besser als Fußball. Warum darf man das Eine selbstverständlich subventionieren und das Andere nicht? Können Sie mir das beantworten? Die geistige Elite kann sich doch eigentlich kostendeckende Theaterkarten leisten, oder?
Zitat:
Zitat von hjwagner Beitrag anzeigen
Aber ein wesentlich größerer als der, der eine Philharmonie braucht. Dort wird jede Karte im Schnitt mit 100€ subventioniert.

Also vergießen Sie doch bitte keine Krokodilstränen wegen der Steuerverschwendung für Fußballassis. Entweder man hält es für eine staatliche Aufgabe, "Volksbelustigung" finanziell zu unterstützen oder nicht. Also Theater/Operette/Philharmonie UND Fußball oder alles dem Markt überlassen. Dann hätten Sie nämlich nur noch Fußball (ok, ohne Dynamo). Wollen Sie das? Dieses Elitegehabe geht mir auf den Zeiger. Wenn der gemeine Fußballproll - z.B. ich - keine Lust auf langweilige Opernaufführungen hat, soll er deswegen nicht als kurz gehaltener Steuerverschwender dumm dastehen. Sollen doch Theaterkarten für 100€ verkauft werden, wenn keiner hin geht, machense halt zu. Steuern gespart!
Und noch ein anderer:
Zitat:
Zitat von Bernd Richter Beitrag anzeigen
Naja, der Begriff "Kultur" lässt sich fast nach Belieben vereinnahmen. Ich stimme hjwagner im Übrigen uneingeschränkt zu! Jedenfalls genieße ich es bei Stadionbesuchen, mal unter "normalen" Menschen zu sein. Wenn man sich immer nur mit der vermeintlichen akademische Elite umgibt (die man natürlich auch im Stadion findet), läuft man Gefahr, den Blick für das Wesentliche zu verlieren!
Am besten wir vergleichen einmal:
Besucherzahlen 1. Bundesliga: etwa 10 Millionen/Spielzeit
Besucherzahlen in Museen
: etwa 100 Millionen/Jahr. Theater, Konzerte, Tanz, Oper und Operette Jazz usw. usw. sind da noch nicht einmal dabei!

Trotzdem, ich habe nichts gegen ein Stadion. Aber solche Meinungen wie die zitierten, sind wirklich etwas jenseitig.
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  #30 (permalink)  
Alt 28.03.2009, 00:37
MT98 MT98 ist offline
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Registriert seit: 31.12.2006
Beiträge: 606
Standard AW: Sächsische Provinzialität

@Hjwagner,

es ist einfach primitiv und der Sache von Dynamo nicht dienlich, dass SIE immer nur auf die Anderen zeigen.

Es ist vollkommen irrelevant, ob in anderen Bereichen auch Geld verschwendet wird oder nicht.

Mit Ihren Entschuldigungen wollen Sie die Misswirtschaft bei Dynamo legalisieren, frei nach dem Motto, die Anderen machen es doch auch, also können es die Dynamoverantwortlichen auch machen!


Für Sie als Nachhilfe:
Kulturellen Einrichtungen wie die Oper, Operette, oder sonstige Einrichtungen, welche die geistige Unterhaltung beinhalten, sind immer notwendig.

Ob man dies von dem Fußball des Profibereiches sagen kann, ist aus meiner Sicht, sehr zweifelhaft.

Vielleicht liegt es auch daran, dass viele junge Menschen die Themen der Klassig überhaupt nicht verstehen wollen oder auch können.
Dies hat besonders etwas mit der Bildung zu tun.

Ich höre mir sehr gern Konzerte an, aber auch Kantaten von Bach.

Für den Kommerz im Sport habe ich nichts, aber auch überhaupt nichts MEHR übrig.

Selbst bei internationalen Spielen schaue ich mir höchstens die Endspiele noch an, aber diese auch nicht mehr sehr konzentriert.
Auf dem Spielfeld laufen für mich ausschließlich noch symbolisch Geldscheine herum.

Schauen Sie sich Bayern München als der Vorzeigeverein in Deutschland an, nicht ein einziger Bayer ist in der Mannschaft!
Geld, Geld und nochmals Geld ist der entscheidende Faktor.

Dynamo Dresden war einmal ein Leistungszentrum für die besten Spieler aus der Region und heute???


MT98
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