22.05.2012 21:10
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Ich werde die blinde Durchsetzung der 4-spurigen ästhetisch schwachen WSB nie verstehen. Erst gegen das eigentlich überlegene Mehr-Brücken-Konzept, dann gegen den Tunnel, dann gegen eine 2-spurige Variante und zum Schluss auch noch gegen einen zumindest ästhetisch verbesserten Entwurf. Das einzige Gremium das jemals für die WSB aus planerischer Sicht gestimmt hat war dieser mythenumrankte von Herrn Wagner bestellte Brückenworkshop. Ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, was (außer Machtgehabe) dahinter steckt. Sie vielleicht Herr Richter? |
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Hätte, wäre, wenn... Nun bauen wir ab dem 13.August ein Mahnmal für die Demokratie und für borniertes Beamtentum als Politikersatz. Jeweils für eine Hälfte der Stadt. |
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Ich sehe auch keine Spaltung der Stadt. Der Mehrzahl der Dresdner geht das Thema doch mittlerweile bestenfalls auf den Nerv. Und Freundschaften sind an diesem Thema nach meiner Erfahrung trotz emotionaler Diskussionen auch nicht zerbrochen. Die vermeintliche Spaltung ist auch Ausdruck der üblichen Schwarz-Weiß-Malerei, es stünden sich hier in Dresden junge, gebildete, nachhaltig Denkende und alte, unterdurchschnittlich gebildete KfZ-Fetischisten gegenüber. |
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Für mich gibt es keinen alternativen Standort.
Alternative ist ein zwei plus eins spuriger Tunnel mit separater Fahrradspur ähnlich dem alten Elbtunnel in Hamburg von 1911, der heute fast nur noch als Touristenattraktion dient, Hamburg hat ja genug Brücken, eine U-Bahn und vieles mehr, was Dresden nicht hat, das auf den Dreiklang angewiesen ist. Der Diskussionsverlauf hat etwas damit zu tun, dass der Bürgerentscheid zwar rechtlich nicht zu beanstanden ist, da über die Brücke abgestimmt wurde, aber sich die Leute mit dem Wort unescogeprüft veralbert vorkommen müssen und fassungslos darüber sind, dass man nicht in Form einer politischen Geste zugibt, dass etwas schief gelaufen ist. Außerdem ist die Hochleistungsbrücke völlig überdimensioniert im Sinne einer autogerechten Stadt, was den Dreiklang rauben könnte. Wie die Autos aus dem schwarzen Mund kommen, das fühlt man ja auch in Löbtau oder auf dem Neumarkt, der Charakter der Stadt verändert sich völlig. Die Umfragen über die Zusammensetzung der Lager sind schockierend. Immer mehr kündigen ihren Wegzug an oder dass sie doch nicht nach Dresden ziehen. Natürlich bleibt das nicht ohne Wirkung. Vielen scheint immer noch nicht bewusst zu sein, welche Bedeutung so eine Hochleistungsbrücke hat, an einer Stelle wo man bisher aus Luxusgründen darauf verzichtet hat. Vielen Stadtteile werden sich verändert, vor allem am Rand, sie soziale Selektierung enorm zunehmen. Ich wohne, wenn auch beengt, in Toplage, bei mir wird der Verkehr weniger, und ich leide mit Ausweichmöglichkeit auf´s nahe Land auch nicht unter Naturmangel, ich befürchte bloß den Abstieg von Dresden in eine sehr banale Liga mit MickeyMousePseudoAltstadt, der Postplatz ist ja auch nicht mehr was er mal war, hätte man lieber den Fresswürfel saniert. Sehr harte Zeiten für die einstige Kulturhaupstadt. Es ist ja wohl keine Frage dass der Postplatz plus die Abschussrampe am Waldschloesschen Dresdens Image massiv beeinträchtigen. Am dämlichsten finde ich übrigens das Argument Keiner guckt sich eine Wiese an, da muss man schon völlig losgelöst von der Realität leben. ![]() Ein bekannter Sächsischer CDU-Politiker meinte heute, dass er auch hin und wieder mit der Linie 7 die Autos auf der Brücke überholt. Für Exmünchner ist sowas wie ein kleines Weltwunder. Wegen der U-Bahn im flächenmäßig kleineren München. Dresden kann man jetzt natürlich nicht mehr damit vergleichen, da die historische Altstadt dort zehnmal größer ist. |
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