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  #11 (permalink)  
Alt 13.08.2007, 07:41
vernunft vernunft ist offline
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Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 2
Angry AW: Wieder weniger Natur in DRESDEN

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Mir ging es nicht darum, keine Rettungswache zu bauen, sondern diese an einer geeigneteren Stelle zu errichten!!!
Im Übrigen haben Sie schon mal was von Konkurrenz unter den verschiedenen Betreibern von Rettungswachen gehört oder gelesen? Ich schon und das aus verlässlicher Quelle! Also am Ende wieder nur der schnöde Mammon!!!

S.P.



Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd andre an! Verzichten wir doch auf Rettungswachen. Hat doch jeder selbst ein Auto um ins Krankenhaus zu fahren. Früher ginng es auch ohne Feuerwehr. Allerdings mußte man ab und zu mal die ganze Stadt neu aufbauen.

W.S.[/quote]
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  #12 (permalink)  
Alt 15.08.2007, 14:00
Walter Schleiff Walter Schleiff ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 07.02.2007
Beiträge: 783
Standard AW: Wieder weniger Natur in DRESDEN

Zitat:
Zitat von vernunft Beitrag anzeigen
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Mir ging es nicht darum, keine Rettungswache zu bauen, sondern diese an einer geeigneteren Stelle zu errichten!!!
Im Übrigen haben Sie schon mal was von Konkurrenz unter den verschiedenen Betreibern von Rettungswachen gehört oder gelesen? Ich schon und das aus verlässlicher Quelle! Also am Ende wieder nur der schnöde Mammon!!!

S.P.

Wer wird denn der Betreiber der neuen Rettungswache? Welcher Standtort stand denn noch zur Debatte und wurde abgelehnt? Da Sie offenbar über rmehr Informationen verfügen als ich habe, wäre es sehr interesant, nähere Einzelheiten zu erfahren. Wer weiß. was hinter der so harmlos aussehenden Entscheidung wirklich steckt!

W.S.
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  #13 (permalink)  
Alt 15.08.2007, 15:35
Nobody Nobody ist offline
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Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 93
Standard AW: Wieder weniger Natur in DRESDEN

Siehe

http://www.dresden.de/de/08/01/08/c_245.php

Die Rettungswache zieht also nur in die Parallelstr. um.
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  #14 (permalink)  
Alt 27.09.2007, 08:59
neinjetzt neinjetzt ist offline
Junior Member
 
Registriert seit: 23.07.2007
Beiträge: 3
Standard AW: Wieder weniger Natur in DRESDEN

Nun ist es soweit. Die ersten fünf Bäume sind gefällt ! Prima Stadt ! Toll Stadt Dresden ! Super gemacht ihr korrupten arroganten Stadtväter. Es ist sicher Pressewirksamer mit Schlauchbooten über die grossen Meere zu fahren und Delfine zu retten. Es ist sicher Werbewirksamer bei Atomtransporten sich an die Schienen zu ketten. Geht es um ein Stück Grün in einem Wohngebiet wo noch Menschen wohnen ist es egal. Da wird durchgezogen ohne das sich jemand dafür interessiert. Wie arrogant, korrupt und selbstgefällig muss man eigentlich beim ASB oder sagen wir beim Katastrophenschutz sein ? Oder wie selbstverliebt muss man beim Umweltamt sein, wenn man sich für die Umwelt garnicht einsetzt?
Macht weiter so ihr Stadtoberen. Meine Entscheidung zur nächsten Wahl steht nun fest. Und wird nicht rot nicht grün nicht schwarz nicht gelb sein. Es ist doch egal in dieser Stadt wie die Bürger sich wohlfühlen, also wird es den Bürgern auch egal sein was aus dieser Stadt wird. Soll doch diese Partei diese Stadt platt machen. Nun auch egal.
Es geht schon lange nicht mehr um die Anwohner in der Neustadt die ein Stück Grün anders beleben wollen. Es geht nicht mehr darum ob sich Bürger für ein kleines Stück Grün an der Grumbacher Strasse einsetzen. Es geht nicht darum unsere Stadt lebenswert zu erhalten. Es geht um Geld, um machtbesessene arrogante Politiker und um Leute die sich mit bestimmten selbstgefälligen Entscheidungen ein Denkmal setzen wollen.
Dresden ist nicht mehr lebenswert ! Diese Stadt ist so arm !
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  #15 (permalink)  
Alt 29.09.2007, 12:12
PeterDresdany PeterDresdany ist offline
Junior Member
 
Registriert seit: 10.08.2007
Beiträge: 27
Standard AW: Wieder weniger Natur in DRESDEN

Ich bin froh, dass unsere Stadt als Kulturwelterbe der Menschheit anerkannt ist. Wir sind übrigens die einzige Großstadt in Deutschland, deren historische Altstadt UNESCO geschützt ist. (Lübeck, Wismar, Meißen etc, sind keine richtigen Großstädte. Von den richtig großen wie Hamburg, Köln, Frankfurt Main, Berlin, München etc. sind wir die einzige....)

Das besondere an Dresden ist ja grade der einmalige Einklang von Natur und der historischen Architektur. Das darf auf keinen Fall kaputtgemacht werden! Ich finde, Dresden wurde schon oft genug zerstört, einmal im Krieg, danach durch den Diktatur Ulbricht und den unseligen Bürgermeister Weidauer, der in Kulturbarbarischen Akten ganze Stadtviertel mit intakter Bausubstanz sprengen ließ. .(Große Meißner Strasse, Neustädter Markt, Rampische Strasse am Neumarkt etc.)

Wir Dresdner dürfen uns eine dritte Zerstörung auf keinen Fall gefallen lassen. Bürger wehrt Euch!

Ich bin gegen Betonklötze am Neumarkt, ich bin gegen Betonbrückenmonster in der einmalig schönen Elblandschaft. Unser Kulturerbe muss geschützt werden - nicht mutwillig zerstört.
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  #16 (permalink)  
Alt 02.10.2007, 09:21
K. Steigert K. Steigert ist offline
Member
 
Registriert seit: 12.02.2007
Beiträge: 36
Standard AW: Wieder weniger Natur in DRESDEN

SZ Magazin - 21 September 2007

DIE DUNKLE SEITE DER MACHT; Manchmal hilft im Kampf gegen Politiker nur eine Lobby: bedrohte Tiere

von Claus-Peter Lieckfeld

Eine Brücke, die es noch gar nicht gibt, die sogenannte Waldschlößchenbrücke in Dresden, spaltete die Stadt und ihre Bewohner in zwei Teile: Die einen waren dafür, weil so eine Verbindung über das Elbtal endlich die Neustadt entlasten und den Verkehr entstauen würde. Die anderen dagegen, weil die 635 Meter lange »Monsterbrücke« das Flussufer-Panorama der Stadt zerschneiden und zerstören würde. Es waren die Kritiker, die ganz Kulturdeutschland und die UNESCO auf ihrer Seite hatten: Die nämlich drohte der Stadt, den erst 2004 verliehenen Titel »Kulturerbe der Menschheit« wieder zu kassieren, wenn der optische Strich durchs Weichbild der Stadt Wirklichkeit würde. Die Dresdner entschieden sich dennoch für die Brücke. Lieber weniger im Stau stehen als Weltkulturerbe sein, mögen sie sich gedacht haben. Dass daraus vorerst nichts werden wird, hängt mit 650 Kleinen Hufeisennasen zusammen, höchst seltenen und bedrohten Fledermäusen, neun Gramm schwer, die den Eingriff nicht überleben würden.
Erstaunlich, aber was die Drohung der UNESCO nicht vermocht hatte, schaffte vorerst die Fledermaus: Das Verwaltungsgericht Dresden folgte dem Eilantrag mehrerer Naturschutzverbände und stoppte die Bauvorbereitungen. Nun hätte der Seltenheitswert der Hufeisennasen allein sicher nicht gereicht, um ein so gigantisches Projekt gleich nach dem Start auszubremsen. Was also macht die Hufeisennase so gefährlich, so delikat? Sie genießt EU-Schutz. In der sogenannten Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-R) haben sich die EU-Staaten verpflichtet, europaweit vom Aussterben bedrohte Geschöpfe (fast) bedingungslos streng zu schützen. Missachtung kann teuer und peinlich werden. Ein anderes in Baubehörden gefürchtetes FFH-Tier ist neben Hirschkäfer, Wachtelkönig und Kammmolch der Feldhamster. Zwischen 1998 und 2005 gab es 24 Mal Hamsteralarm in Deutschland: kurzzeitig gestoppter Bau der A71 bei Erfurt; verzögerter Umgehungsstraßenbau bei Mainz; ein geplantes Ikea-Zentrallager in Seligenstadt wurde verlagert. Das Tierchen bekam Täterprofil. Braunschweig, dessen Baugebiet Lamme von dem Nager platzbesetzt war, entwickelte sogar ein Hamsterschutzkonzept. Nach Beobachtungen der Naturschützer waren es auffällig häufig FDP-Politiker, die das Tier zum Jobkiller hochstilisierten, obwohl bisher »kein Gewerbe- oder Neubaugebiet in Deutschland am Feldhamster gescheitert ist«, so Claus Mayr vom Naturschutzbund Deutschland. Aber vielleicht braucht eine kleine Partei immer mal wieder noch kleinere Gegner, um größer rauszukommen?
Die meisten Politiker und Bürger haben, wenn es um das hoch gehängte Ziel »Schutz der Artenvielfalt« geht, eine Vierbuchstaben-Antwort: Jein! Ja! - Erhalt der Artenvielfalt ist wichtig . so allgemein, global, ähhh . irgendwie ethisch . und so. Nein! - Tiere und Pflanzen dürfen bei uns nie und nimmer Bauvorhaben oder Arbeitsplätzen im Weg stehen. Bundesweit ist dieses »Jein« gut ritualisiert und in trockenen amtlichen Tüchern: Wenn wo was stört und auf der Roten Liste der aussterbenden Tiere und Pflanzen vertreten ist, sollen Ersatzbiotope die Lösung bringen. Das Prozedere kann zwar lästig sein - oft kommt es zu einer Planungsverzögerung - aber insgesamt klappt es prima. Aus der Sicht der Planer.
Nur manchmal darf die Natur ein bisschen mitsiegen: Als in den Neunzigerjahren beim Ausbau der ICE-Trasse Hamburg-Berlin das Überleben der hochbedrohten Großtrappen, einer Vogelart, fraglich schien, brachten Schutzwälle die Lösung: Bis heute gab es keine einzige Kollision zwischen dem schwersten flugfähigen Vogel Europas und dem schnellsten Zug Deutschlands. Doch so glatt läuft es selten: Am Mühlenberger Loch in Hamburg zum Beispiel kam es zu einer harten Auseinandersetzung zwischen Naturschützern und denen, die schließlich die Airbus-Werkserweiterung in ein Süßwasser-Wattengebiet der Elbe durchsetzen konnten. Hier war unter anderem die Löffelente im Weg - 1000 Vögel fanden sich hier zur Zugzeit. Das umkämpfte Gebiet war schon 1992 als »Ramsar-Schutzgebiet« ausgewiesen worden und hatte damit den höchsten internationalen Schutzstatus, den ein Vogelschutzgebiet haben kann. Nicht hoch genug. Gerhard Schröder drängte den damaligen EU-Kommissionspräsidenten Romano Prodi zur Ausnahmegenehmigung, die unter hohen Auflagen gewährt wurde. Besonders die Ente, so wurde verfügt, dürfe unter keinen Umständen den Löffel abgeben. Dem Opfertier bot man Ersatz an auf der Elbhalbinsel Hahnöfersand. Leider wollten die Enten auf Hahnöfersand nicht einsitzen »und die Hansestadt hat ein Vertragsverletzungsverfahren der EU an der Hacke«, sagt Manfred Braasch vom BUND/Hamburg. Freude kommt bei ihm deshalb nicht auf, denn einem fast ausgestorbenen Vogel und einem in Deutschland einmaligen Biotop nützen ein Verfahren und ein Bußgeld nicht wirklich. Ob die Fledermaus Dresden vor irreversiblem Schaden retten kann? Wenn ja, sollte man doch eine kleine Fledermaus-Gedenkplatte im Eingangsbereich der Frauenkirche anbringen. Immerhin sind Fledermäuse Sendboten des Guten.
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  #17 (permalink)  
Alt 02.10.2007, 18:15
Jaseck Jaseck ist offline
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Registriert seit: 25.05.2007
Beiträge: 528
Standard AW: Wieder weniger Natur in DRESDEN

Zitat:
Zitat von K. Steigert Beitrag anzeigen
SZ Magazin - 21 September 2007

DIE DUNKLE SEITE DER MACHT; Manchmal hilft im Kampf gegen Politiker nur eine Lobby: bedrohte Tiere. . .
Super Herr Steigert; so einen Sinn für Ironie hätte ich Ihnen gar nicht zugetraut! Der Beitrag ist aber auch zu köstlich. Sehr hübsch finde ich das hier:
Zitat:
Zitat von K. Steigert Beitrag anzeigen
. . .weil die 635 Meter lange »Monsterbrücke« das Flussufer-Panorama der Stadt zerschneiden und zerstören würde. . .
Da will mir also der Claus-Peter aus der Lündeburger Heide erklären, was ich von der Brücke zu halten habe. . .
Oder hier:
Zitat:
Zitat von K. Steigert Beitrag anzeigen
. . .wenn der optische Strich durchs Weichbild der Stadt Wirklichkeit würde.
Das ist ja fast schon Poesie!

Einen habe ich noch:
Zitat:
Zitat von K. Steigert Beitrag anzeigen
. . . Dass daraus vorerst nichts werden wird, hängt mit 650 Kleinen Hufeisennasen zusammen, höchst seltenen und bedrohten Fledermäusen, neun Gramm schwer, die den Eingriff nicht überleben würden.
. . .
650 auf einen Streich - das wird ja ´ne richtige Killerbrücke!!
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