21.05.2012 18:04
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Der Bau der neuen Straßenbrücke in Niederwartha ist schon weit vorangeschritten. Ende 2008 soll sie fertig sein. Als die Planungen initiert wurden, war die Verlagerung der B6 parallel zur Bahnlinie als notwendig erkannt, da diese bereits jetzt bis an die Kapazitätsgrenze ausgelastet ist. Passiert ist jedoch nichts. Spätestens mit der feierlichen Eröffnung der Brücke werden wir es erleben, dass die vorhandene Straße einfach nicht ausreicht. Von wohlüberlegten handeln kann keine Rede sein. Schaut man sich allerdings an wer die Nutznießer der Brücke sind wird einiges klarer. Radebeul wird massiv entlastet. Es ist wohl einfach so, dass von dieser Seite aus der Druck groß genug war den Bau voranzutreiben. Was dann auf der anderen Seite passiert interessiert nicht. Zum Glück ist die Brücke weit genug weg vom Zentrum, so dass die Entscheider negative Auswirkungen nicht am eigenen Leib erfahren werden. Es sei den es sind Radebeuler
.Wir hatten das Thema bereits kurz angerissen, wobei versucht wurde das Ganze mit seiner überregionalen Bedeutung zu rechtfertigen. M.M. nach kann Dummheit und Kurzsichtigkeit aber nur schwer mit überregionaler Bedeutung gerechtfertigt werden. Man handelt also getreu dem Motto: Laßt uns erstmal ein Problem schaffen, ob es sich dann lösen läßt werden wir hinterher immer noch sehen. Spätestens da sehe ich dann die parallelen zur WSB. |
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Interessant ist dabei die Haltung der örtlichen Brückengegner. Nach umfangreichen Aktivitäten einschl. Demos, Einsprüchen und Klagen gegen Brücke+Anbindung hört man jetzt (nachdem die "neue B6" auf die lange Bank geschoben wurde) kaum noch was von der Bürgerinitiative. Offensichtlich spielten da wohl mehr private Interessen von Anliegern eine Rolle, weniger die vorgegebene Sorge um die generelle "Lebensqualität im linkselbischen Raum". |
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Zitat:
Aber wie gesagt: Laßt uns erstmal ein Problem schaffen, ob es sich dann lösen läßt werden wir hinterher immer noch sehen. Die Parallele zur WSB sehe ich übrigens darin, dass Verkehr direkt in Richtung Zentrum (bzw. in Richtung Schwachstellen: Großer Garten) kanalisiert wird statt drum herum Abflussmöglichkeiten zu schaffen. |
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Im Ganzen gesehen gewinnt der Bereich um Niederwartha wohl eher an Lebensqualität, weil er an Radebeul und Coswig angebunden wird, während jetzt Dresden und Meißen erst in wesentlich größerer Entfernung zu erreichen sind. Für die linkselbisch gelegenen Orte zwischen Meißen und Dresden ergeben sich völlig neue und schnellere Verbindungen in Richtung Nordosten. Umwegfahrten über Meißen oder Dresden entfallen. Auch dadurch gibt es eine Entlastung der übrigen Straßen. Sollte es so sein, wie die Brückengegner behaupten, dass nämlich der Verkehr insgesamt rückläufig ist, wird durch die zusätzlichen Brücken der Verkehr nur gleichmäßiger verteilt. Bewohnern, die mehr Verkehr zu ertragen haben, stehen auch solche gegenüber, die entlastet werden. Infrastrukturplanung nach dem St. Florian-Prinzip wird es nie geben. Wie friedlich wäre heute die Gegend rund um den Schiller- und Körnerplatz, wenn sich die Brückengegner damals durchgesetzt hätten. Insbesondere wären Blasewitz und Loschwitz die Zerstörung Ihrer historischen Ortskerne durch diese Baumaßnahme erspart geblieben. ![]() W.S. |
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Eher nicht. Diese Strecke (Meissner Str. in Radebeul/Leipziger Str. in Dresden) ist durch die vorhandenen Kreuzungen, Straßenbahnhaltestellen, häufig auch Baustellen u.ä. kaum flüssig zu befahren. Ich meine schon, daß Westradebeuler und Coswiger besonders zur A4, aber auch in Richtung Dresdner Zentrum, die linkselbische Route wählen würden. Zitat:
Durch die neu geplante Trasse sind besonders Anwohner am linken Elbhang (Cossebaude, Mobschatz) betroffen, die bisher vom (Straßen-)Fernverkehr noch nicht viel mitbekommen haben. Zitat:
Sicher ergeben sich einige neue Möglichkeiten, aber ich glaube nicht, daß diese die Nachteile des zusätzlichen linkselbischen Verkehrs aufwiegen. Zumal Radebeul durch den Radweg auf der Eisenbahnbrücke auch so schon recht gut zu erreichen ist, wenn auch nicht per Auto. Die Bürgerbefragung in Cossebaude hatte ja auch ein recht eindeutiges Ergebnis. Zitat:
Bei Bau der "neuen B6" könnte dann jedoch die jetzige Ortsdurchfahrt mit all Ihren Problemen (Unfallschwerpunkte, Staufallen u.ä.) verkehrsberuhigt gestaltet werden. Davon hätten ungleich mehr Anwohner ganz erhebliche Vorteile. Bedingung dafür ist natürlich der Bau der linkselbischen Brückenanbindung. Einen Brückenbau ohne die "neue" B6 betrachte ich als ein worst-case-Szenario für den linkselbischen Raum. |
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Zitat:
Die Brücke ist nächstes Jahr fertig während die versprochene neue B6 noch nicht mal planfestgestellt ist. Der zusätzliche Verkehr läuft über die alte B6, die bereits jetzt an der Kapazitätsgrenze angelangt ist. Was das für die Anwohner als auch für den generellen Verkehrsfluss in Richtung Stadt bedeutet kann sich jeder ausmalen, nur den Verantwortlichen scheint es egal zu sein .
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Zitat:
![]() W.S. |
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![]() W.S. |
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