21.05.2012 18:01
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Mehrheit der Dresdner gegen sofortigen Brückenbau. Eine deutliche Mehrheit von 65 Prozent der Dresdner ist gegen den sofortigen Start des Brückenbaus am Waldschlößchen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Leipziger Institutes für Marktforschung.
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Zitat:
Mich würde die genaue Fragestellung interessieren. Die lautete sicher nicht: Sind sie für den Bau einer anderen Brücke oder eines Tunnels, auch wenn möglicherweise aufgrund des damit verbundenen Auslaufens der Bindungswirkung des Bürgerentscheides keine dieser Varianten umgesetzt wird und damit im Ergebnis auch keine Elbquerung entsteht? Okay, etwas lang die Frage. Wir werden morgen sicher eine genauere Auswertung in der SZ lesen. So eine Umfrage kostet schließlich Geld und sollte nicht nur die Zeitung eines Tages füllen. |
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[quote=Bernd Richter;669]Ich habe den Eindruck, die SZ hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Brückenentwurf von Schlaich durchzusetzen. ;-) So wäre u. a. erklärbar, warum in der SZ den hübschen Brückenbildchen von Schlaich immer die denkbar hässlichste Darstellung der Waldschlösschenbrücke entgegensetzt.
/quote] Wenn ich es richtig verstehe, springt die SZ auf einen fahrenden Zug auf. Sie beobachtet natürlich Meinungsänderungen in der Bevölkerung und hofft so ihre Leser zu binden. Besonders glaubhaft ist der Umschwung tatsächlich nicht, dazu war die Berichterstattung im Vorfeld m.M. nach viel zu einseitig Pro Brücke. Aber so ist es nunmal wenn man sich auf eine Seite schlägt. Etwas mehr journalistische Sorgfalt und Objektivität im Vorfeld können vor solchen Kapriolen bewahren. In letzter Zeit sind zum Glück ab und zu Berichte in den Medien (u.a. http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0...340988,00.html, die zeigen wie weit die Bindung von Entscheidern und Journalisten gehen. Schöner wäre es da wenn sie es mit Hajo Friedrichs halten würden: "Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazu gehört." |
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Zitat:
Mittlerweile scheint die SZ aber in der Tat dazu überzugehen, möglichst massenverträgliche Standpunkte zu puschen. Sprich, dass es doch das Vernünftigste ist, mit der UNESCO über eine andere Brückenausführung zu verhandeln. Besonders gut lässt sich das an den Kommentaren von Peter Ufer nachvollziehen, die an Sinnhaftigkeit kaum zu unterbieten sind. Da wird permanent von Kompromissen geschrieben. Aber wie diese aussehen sollen und wie man diese vor allem rechtlich absichern kann (Stichwort: auslaufende Bindefrist des Bürgerentscheides), darüber verliert man kein Wort. Stattdessen darf Prof. Fastenrath seine, wie ich finde, recht abenteuerliche Rechtsauffassung darlegen, die uns aber inhaltlich in der Sache keinen Schritt weiter bringt. |
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Im Vergleich zur Mopo erscheint mir die Berichterstattung der SZ noch in gewisser Weise objektiv
. Wobei bei beiden eine gewisse einseitige (linkslastige) Tendenz deutlich erkennbar ist, stammen ja auch aus dem gleichen Haus.
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Die Rechtsauffassung von Herrn Fastenrath ist natürlich abenteuerlich, diejenige des RP hingegen die einzig Mögliche. Herr Richter weiß immer, wie falsch und haltlos alles ist, was gegen die WSB spricht. Er ist Jura-Gott, Verkehrsplanungs-Gott, Demokratie-Gott, Guten-und-Schlechten-Journalismus-einschätzen-können-Gott, Denkmalschutzvorgaben-richtig-auslegen-können-Gott und besitzt obendrein noch die Gabe, den Bubis von der UNESCO zu erklären, wie sie ihren Job richtig zu machen haben. Auch ist er - im Gegensatz zu allen anderen, einzig in der Lage, Texte richtig zu verstehen und entsprechend zu interpretieren. Darüber hinaus ist er wohl auch eine Art Zeit-Gott. Er hat Sie, oder nimmt Sie sich - jedenfalls in diesem Forum ist er Beitragsmäßig schnell und ausführlich. Hut ab!! Wir brauchen eigentlich kein RP mehr. Die WSB ist dank Herrn Richter ausschöpfend erklärt, begründet und plausibilisiert. Jetzt baut endlich!! Der Universalgelehrte aus dem DNN-Forum hat es erlaubt!
![]() Die Angst (nicht nur diejenige des Herrn Richter) vor einem Kompromiss ist nicht verwunderlich und in Ansätzen sogar gerechtfertigt. Man fürchtet einen Kompromiss so sehr, weil er, sollte er wirklich den Namen Kompromiss verdienen, zwingend ein neues Planfeststellungsverfahren nach sich ziehen würde und somit die neuen Verkehrsdaten, natur- und denkmalrechtlichen Fakten etc. zugrunde gelegt werden müssten. Das zöge mit hoher Wahrscheinlichkeit nach sich, dass eine derart hohe Fördersumme nicht mehr zustande käme bzw. der wahnwitzige Ausbaugrad des Brückenprojektes erheblich gestutzt werden müsste. Dies ist aber nicht im Interesse der Profiteure aus der Bauindustrie. Je mehr Steuergeld, je besser. Das nichts gebaut werden würde, glaube ich nicht, aber ich denke unser zuständiger Gott für Planungsrecht hier im Forum - Sie ahnen es - Herr Richter, wird uns schnell und kompetent ins rechte Licht setzen. Ich bin gespannt ... |
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Zitat:
Es ist aber auch ärgerlich, wenn man so an die Wand argumentiert wird und einem dann so gar keine stichhaltigen Gegenargumente einfallen wollen. ![]() Bezüglich des Prof. Fastenrath steht Herr Richter übrigens nicht ganz allein. Zum Beispiel bei wikipedia (Stichwort Waldschlößchenbrücke) können Sie lesen, daß die Rechtsauffassung des Professors nicht zum ersten Mal eher eine Einzelmeinung darstellen würde (gegensätzliche Auffassungen von Schöbener, Brüggen, Peine + Gerichtsurteile). |
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Herr Jaseck,
Prof. Werner Schnabel ( Verkehrsplaner ) , seines Zeichens Vater der Expertise zur Verkehrsentwicklung in Dresden, hatte im Januar noch bestimmt, aber mit Nachdruck, seine Studie gegenüber den Darlegungen von Prof. Udo Becker ( Verkehrsökonom ) verteidigt.. Wie sie wissen könnten, liegt die Sache nun anders, denn Herr Prof. Schnabel hat seine Erkenntnisse dahingehend ausgeweitet, dass eine verkehrstechnisch solide Grundlage für einen Brückenbau, von diesen nicht mehr gegeben wird. Sollte Ihnen die Demokratie genau so am Herzen liegen wie vielen Brückengegnern, die Familie bzw. Gesundheit, dann ließe sich erkennen, dass sie bereit sind, sich mit erkennbaren Defiziten der Demokratie auseinander zu setzen. Was man erkennt ist, dass es Ihnen reichlich unbedeutend erscheint, wenn das Vertrauen in Politiker die eine gelinde gesagt, suboptimale Strategie verfolgen, schwindet und gleichermaßen die Substanz unserer Gesellschaft. Den Gral der Demokratie hüten Sie leider nicht. |
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Zitat:
Es freut mich, dass meine Beiträge nicht folgenlos geblieben sind! ;-)) |
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Die "Sieger"-gruppe umfaßt doch eine ziemlich breite Interessenlage. Das geht vom Hardcore-Tunnelfan, der an dieser Stelle überhaupt keine Brücke sehen will, bis zum Brückenbefürworter, welcher innerhalb der Bindefrist des Bürgerentscheids noch alle Chancen wahrnehmen will, durch Veränderungen an der Brücke die UNESCO gnädig zu stimmen (und deshalb den Baubeginn so lange wie möglich hinauszögern will). Wie realistisch die einzelnen Optionen sind, sei mal dahingestellt. Man weiss auch nach dieser Umfrage nicht, ob die Mehrheit für eine Brücke an dieser Stelle noch steht oder nicht. Jedenfalls kann ich den großen "Stimmungsumschwung" in der Dresdner Bevölkerung nicht unbedingt erkennen. Wenn man dann noch das Ergebnis der "Sonntagsfrage" mit berücksichtigt, scheint sich jedenfalls die Unterstützung der Dresdner für die Handlungsweise der linken Stadtratsmehrheit in Grenzen zu halten. |
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