Neumarkt - Spielwiese für Baulöwen?
Mit dem Bau der Frauenkirche, gegen den auch viele Dresdner protestiert haben, hatte man sich zum Glück durchgesetzt und für Dresden ein neues Wahrzeichen geschaffen. Die ewig Gestrigen, die dagegen protestiert hatten, sehen heute ihre Fehler ein. Das Gleiche gilt auch für den Bau der Waldschlösschenbrücke. Auch hier denkt man sehr kurzfristig und schaut nicht über den Tellerrand heraus. (Übrigens, hatte man schon früher gegen das "Blaue Wunder" demonstriert. Hier kann man nur hoffen, dass sich die Stadt durchsetzt und diese Brücke baut. Auch Fußgänger und Fahrradfahrer haben ein Recht diese Brücke zu benutzen. Schade, dass hier soviel Geld verbrannt wird, das man hätte sinnvoller in die Stadtplanung einbringen können.
Am Neumarkt toben sich nun auch die Baulöwen aus. Im Gespräch sind immer nur die gleichen Baufirmen und Bauherren. Man hat auch hier das Gefühl, es gibt keine weiteren Unternehmen, die die Chance bekommen, sich zu verwirklichen.
Die größte Katastrophe zeichnet sich beim Hotel "Stadt Rom" ab, was nun kein Hotel werden soll. Eigentlich ist dieser Platz weder für ein Hotel noch Wohnkomplex geeignet. Es ist eine Luftschneise für den Neumarkt. Eine Sichtschneise für die Frauenkirche und, wenn er begrünt wäre, wie bereits schon mit viel verbautem Geld vorgesehen, eine Ruheoase für die Besucher des Neumarktes.
Hotels und Geschäfte braucht man nun wirklich nicht mehr am Neumarkt.
Ich wohne nun seit 2 Jahren zeitweise am Neumarkt in Dresden und verfolge die Planung und Bebauung. Es tut mir leid, aber bei so einer chaotischen Planung und Verschleuderung der Grundstücke kann man nicht mehr länger zusehen. Wenn die Politik im Rathaus noch etwas erreichen will, dann muß sie hier konsequent eingreifen und dem Treiben ein Ende machen.
Ich werde die Stadt Dresden, in die ich eigentlich wieder zurückkehren wollte, wegen diesem Chaoas wieder verlassen.
Mit dieser Meinung bin ich nicht allein.
Ich wünsche Dresden viel Erfolg und hoffe, dass hier nicht noch mehr Touristen ausbleiben.
Am Weltkulturerbe liegt es nicht.
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