21.05.2012 17:59
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Die Gegner der WSB versuchen gegenwärtig, ihre selbst inszenierte Kompromissdiskussion am Laufen zu halten. Das Ziel dieser Anstrengungen ist klar: Eine weitere Verzögerung des Baubeginns durch langwierige Umplanungen mit zahlreichen Möglichkeiten, einen neuen Brückenentwurf zum Beispiel mittels permanent weiter verschärfter umweltrechtlicher Vorschriften anzugreifen oder den Brückenbau am Waldschlößchen einfach durch neue Stadtratsbeschlüsse nach dem Februar 2008 ganz zu verhindern.
Momentan geht es darum, den Baubeginn bis zur Tagung des Welterbekomitees Ende Juni 2007 zu verhindern. Dort wird sich nämlich ein Wunder ereignen: Das Welterbekomitee wird einen der Luftschlößchenbrückenentwürfe, für die die Stadt gegenwärtig gerade weitere 150 000 Euro verbrennt, für verträglich mit dem Welterbestatus für das Dresdner Elbtal finden. Für diesen jähen Sinneswandel sorgt nicht etwa die hinreißende ästhetische Güte eines genialen Entwurfes, sondern der Umstand, dass - wie in der Vergangenheit - einige grüne Politiker ihre guten Beziehungen zur UNESCO spielen lassen. Sie stoßen dort aber ohnehin auf offene Ohren. Das Welterbekomitee selbst hat ein großes Interesse an oberflächlicher Konfliktentschärfung: Es wäre ein Blamage für dieses Gremium, wenn ausgerechnet Dresden, die auch ohne UNESCO weltbekannte und von Touristen umschwärmte Kulturstadt, der UNESCO wegen offensichtlicher Willkürentscheidungen den Stuhl vor die Tür setzen würde. Andere könnten folgen und es würde offenbar, dass das Welterbekomitee nicht weiter als ein nackter Kaiser ist. Die UNESCO braucht den Kompromiss, auf den Dresden seinerseits gut verzichten kann. Vor der Tagung des Welterbekomitees werden die Brückengegner natürlich die neuen Brückenentwürfe mit viel Brimborium der Öffentlichkeit präsentieren und auch nicht versäumen, ihre überregionalen Agenten für Elogen in den diversen Feuilletons zu aktivieren (Frau Finger in der „Zeit“, Herr Guratzsch in der „Welt“, Frau Mazzoni in der „Süddeutschen“) . Damit soll die Stimmung in der Stadt zu Gunsten eines so genannten Kompromisses verschoben werden. Leider, leider wird es aber so sein, dass die neuen Brückenentwürfe nicht im Rahmen der vorliegenden Planfeststellung zu realisieren sein werden oder jedenfalls ausnahmslos größere Umplanungen (und nachfolgend eine neue Ausschreibung) erforderlich machen. Unabänderliche und von den Brückengegnern herbeigewünschte Folge: Innerhalb der Bindefrist des Bürgerentscheides erfolgt kein Baubeginn. Ab März 2008 gibt es rechtlich jedoch definitiv keine Möglichkeit mehr, den Brückenbau am Waldschlößchen durchzusetzen. Die Entscheidung über Bau oder Nichtbau wird dann wieder politisch und fällt (bis zum nächsten Bürgerentscheid in dieser Sache jedenfalls) an den Stadtrat zurück. Es werden sich für die Mehrheit der Gegner von Demokratie und WSB im Stadtrat sehr bald neue Gründe finden, den weiter ausbleibenden Baustart zu begründen. Ich mache da schon mal ein paar Angebote: wieder auftauchende Finanzprobleme der Stadt, verschärfter Naturschutz, gern auch wieder neue Verkehrsprognosen…. Die so genannte Kompromisssuche ist also nichts weiter als ein verlogenes Theater, bei dem die Irreführung der Öffentlichkeit mit der Gesichtswahrung für das notorisch unzuverlässige Welterbekomitee verknüpft werden soll. Am Ende dieses Weges wird es mit hundertprozentiger Sicherheit keinerlei leistungsfähige Elbquerung am Waldschlößchen geben. Es bleibt zu hoffen, dass die Hüter von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit den Baubeginn in allernächster Zeit durchsetzen und der durch und durch widerlichen Inszenierung eines Scheinkompromisses damit ein praktisches Ende machen. |
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Was ist nur los mit den Dresdnern?
In der schrillen Diskussion um das Gewandhaus werden in der heutigen SZ (24.05.07, Seite 19) Stimmen zitiert wie z.B. "...wir Dresdner sind zornig, dass auswärtige Architekten, eine unfähige Jury und zugereiste Politiker unsere geliebte Stadt weiter verschandeln wollen." Da sind sie wieder, die Auswärtigen, die Unfähigen und die Zugereisten. Solche Meinungen sind nur in Dresden zu lesen - "wir Dresdner". Hingegen ist die von den Dresdnern wohlüberlegte, in allen Facetten beleuchtete und in ihren Auswirkungen hinreichend gewürdigte Entscheidung für die Elbwiesenbrücke einfach perfekt. So perfekt, daß es wieder Auswärtige und Zugereiste sind, die dieses wunderbare Bauwerk schlecht machen und Dresden - na, was wohl - ja, undemokratisch diktieren wollen, was man hier zu tun oder zu lassen hat. Die Beiträge, ob in diesem Forum oder in der SZ, nehmen groteske Gestalt an, wenn immer wieder von "UNESCO-Diktatur", "sogenannten Demokraten", oder wie im Beitrag von Herrn May von "überregionalen Agenten" fabuliert wird. Verfolgungswahn erster Güte, liebe "wir Dresdner", und eine ganz grobe Verkennung der Verpflichtungen aus dem Welterbetitel heraus. Und nebenbei: Wer diese "Die-oder-keine-Brücke" will, müßte allein aus ästhetischen Gründen für den preisgekrönten Entwurf des neuen Gewandhauses stimmen. |
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Warum wohl die Waldschlößchenbrücken-Durchpeitscher nicht zu einem Kompromiß bereit sind? Ihr "Kompromiß" besteht darin, daß die und nur die gebaut wird. Sie haben es in der Tat eilig, da eine Brücke an dieser Stelle offensichtlich kein neuerliches Planfeststellungsverfahren durchstehen würde. Sie wollen schnellstens vollendete Tatsachen schaffen, damit keine "schlafenden Hunde" mehr geweckt werden können. Da schieben sie schon mal "juristischen Käse" vor.
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Es sind schon zwei Wochen im März vergangen. Und nun?
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Vielleicht ist es den Brückenbefürwortern gegenüber auch ungerecht, wenn man sie allesamt nur aufgrund jener Beiträge charakterisieren will, die hier im Forum von Einzelnen in wirklich bedenklicher Weise eingebracht werden. Da ist z.B. dieser ganz bestimmte Ton in einer Mischung aus provinzieller Frosch-Perspektive und Ortsgruppenleiter-Jargon, der „Dresden bleibt freie Stadt!“ schreit, als wenn es um die Verteidigung gegen den so genannten Weltbolschewismus ginge und dessen Urheber nicht bereit und fähig sind, über den eigenen Gartenzaun hinaus zu denken. Mir ist auch klar, dass nicht alle, die von den Loschwitzer Elbhängen aus auf die Stadt blicken, den Brückenbau mit dem gleichen intellektuellen Freiheitsgrad zu beurteilen vermögen und aus einem Wertehaushalt abendländischer Hochkultur heraus einschätzen können. ![]() Uneigennützige Fortschrittsregulierung und zivilisatorisches Gleichgewichtsdenken sieht sich hier einer außer Kontrolle geratenen Randkultur gegenüber, die aus den wilden Wurzeln Wachstumsideologie und Mobilitätsneurose geschossen ist und deren Reflexionsvermögen und ahnungslose Sichtweise noch von zynischen Lobbygruppen vernebelt wird. ![]() Deshalb: Nein zum Tunnel - Nein zur Brücke - Nein zum Zölibat!
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Ja zum Tunnel - wenn er erst in 30 Jahren kommt!
Ja zur Brücke - aber sofort! Ja zum Zölibat - wenn es nicht auf uns Protestanten ausgeweitet wird! |
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Trismeg ließ verlautbaren: "... bestimmte Ton in einer Mischung aus provinzieller Frosch-Perspektive.." Apropos Froschperspektive: Da las ich doch in einem Dresdner Boulevardblättchen im Zusammenhang mit der Verschiebung des Stadtratstermins zum "Tunnel-Begehren": "Das ist eine schlimme Verweigerungstaktik. An der Waldschlösschen-Baustelle sollen Realitäten geschaffen werden.Ich bin mit der Entscheidung, das Thema auf den 30.April zu verschieben, sehr unzufrieden." Oh! Die "aussichtsreiche" OB-Kandidatin der Grünen ist unzufrieden. Wie bestürzend! Wie könnte man die Ärmste denn wieder befriedigen? In unmittelbarer Nähe der WSB einen Krötentunnel unter der Elbe graben? Die WSB kommt! Die Unzufriedene kommt.......nicht zum Zuge! |
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