21.05.2012 17:52
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Betrachtung zum Kommentar in der SZ: "Dresden will die Brücke" von
Petra-Alexandra Buhl Auszug: " Seit 2003 stimmen die SZ-Leser in repräsentativen Umfragen der SZ mehrheitlich für den Bau der Brücke..... Knapp vier Jahre später sind noch 56 Prozent dafür, 37 Prozent lehnen die Brücke ab. Die Aussage bleibt gleich und eindeutig: Dresden will die Brücke.... Obwohl die politische Kultur in der Stadt im Streit um die Waldschlößchenbrücke zwischenzeitlich auf dem Tiefpunkt angekommen ist, lassen sich die Dresdner in ihrer Haltung zu diesem kommunal- und verkehrspolitischen Zankapfel nicht beirren. " In der SZ (online) erscheint also als Kommentar, 56% der SZ-Leser sind für den Bau der Brücke. So weit so richtig, auch wenn das Ergebnis nicht nachvollziehbar ist, da weder die Zahl der Befragten noch die genauen Fragen genannt werden (Bedeutsame Variblen, die das Ergebnis maßgeblich beeinflußen können, wie Psychologen sicher bestätigen können). Was dann aber schon ärgert, ist das den Lesern sozusagen als logischer Schluß plump vermittelt wird: "Dresden will die Brücke." Vielleicht kann man sich in der SZ-Redaktion auf die Schulter klopfen, dass man es geschafft hat, mit einer einäugigen Berichterstattung Früchte bei den eigenen Lesern in Form von Umfrageergebnissen einzufahren, aber die SZ ist nicht der Nabel der Welt. Schön offenbart sich ein weiterer Manipulationsversuch auch auf einer MDR Seite: Bei den über 50jährigen beträgt die Zustimmung über 67%. Im Klartext bedeutet das zwar, dass bei den unter 50jährigen (also bei denen die wesentlich länger mit der Brücke werden leben müssen) die Zustimmung deutlich niedriger ist, aber das verschweigt man dann doch lieber. Das die jüngeren sich nicht ganz so stark vereinahmen lassen stimmt mich dann schon wieder ein bißchen hoffnungsvoll. PS: Besonders beim letzten hier zitierten Satz von Frau Buhl muss man dann schon fast schmunzeln, wenn es nicht gleichzeitig auch traurig wäre: Wer derartig versucht Leser zu manipulieren, braucht sich über den Niedergang der politischen Kultur keine Gedanken zu machen. Er ist (durch Vereinfachung und Verzerrung) selbst ein Teil der Ursache. |
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Zitat:
Die Formulierung im diesbezüglichen Kommentar von Frau Buhl ist in der Tat missverständlich. Umfragen unter SZ-Lesern können wohl kaum repräsentativ sein. Bezüglich der konkreten Pozentangaben (74 % in 2003 und heute 56 % für die Brücke) schreibt Frau Buhl allerdings von "Dresdnern". Diese Pasage haben Sie nicht zitiert! Offensichtlich wollte Frau Buhl nur deutlich machen, dass sowohl bei Umfragen der SZ als auch bei repräsentativen Umfragen von Meinungsforschungsinstituten stets eine Mehrheit für die Brücke votierte. Nur hätte sie dies sauberer formulieren können. Bei aller teils berechtigten Kritik an der Berichterstattung in der regionalen Presse kann ich den Vorwurf der Einseitigkeit nicht nachvollziehen! Eher mangelt es meines Erachtens an Gastbeiträgen, welche Argumente für die Brücke darlegen bzw. sich kritisch mit der Rolle der UNESCO auseinandersetzen. Da muss man schon eher die FAZ oder die Süddeutsche Zeitung (z.B. "Der Kodak-Punkt" von Gerhard Matzig, SüddZ vom 15.03.2007) lesen, um fündig zu werden. Dagegen druckte die Sächsische Zeitung am 15.03.2007 einen Beitrag von Friedrich Dieckmann ab, welcher von einem Untergang der politischen Kultur schrieb, wie immer man das definieren mag. (Allerdings habe ich nicht alle SZ-Ausgaben der letzten vier Wochen gelesen.) |
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Nun, dass Herr Börner aus seiner Wirklichkeitsverweigerung nicht heraus kann, sollte nach seinen sonstigen Texten in diesem Forum niemanden wundern.
Dieses Umfrageergebnis war sicher ein eiskalte Dusche für die im selbstreferentiellen Hochgefühl ihrer lächerlichen Gutmenschen-Mission befangenen Brückengegner. Diese Damen und Herren hatten sich die Teilnehmer ihrer "Protestveranstaltungen" immer überaus großzügig hochgerechnet – und wundern sich nun, dass – Achtung, Herr Börner! – 56 Prozent der Dresdner noch immer nicht nur für die WSB sind, sondern sogar für den sofortigen Baubeginn! Das heißt: Noch deutlich mehr Dresdner wollen unverändert die WSB, nur eben nicht sofort und nicht ohne den Versuch, den Welterbetitel vielleicht doch zu erhalten. Aber diesen Versuch hatten wir ja schon – und das Ergebnis war, dass die UNESCO nicht nur bestimmt, was schön und was hässlich ist, sondern dass künftig die Verkehrsplanung in Dresden von Christchurch aus betrieben wird. Wir sparen uns also lieber eine weitere zeitraubende Runde mit diesen ebenso ignoranten wie arroganten Leuten, für die Demokratie und Rechtsstaatlichkeit Fremdworte sind, und geben uns mit der einfachen Mehrheit zufrieden! Das Umfrageergebnis signalisiert auch: Dresden bleibt vernünftig – und genau deshalb bleibt Dresden auch frei und beugt sich eben nicht der Diktatur eines noch nicht einmal zur ordentlichen Organisation der eigenen Arbeit fähigen Gremiums von global verstreuten Besserwissern, das sich von fundamentalistischen Ökos, abgehalfterten Altkommunisten und profilierungsgeilen Sozial-„Demokraten“ aus der Dresdner Neustadt fernsteuern lässt. Diese selbsternannten Gutmenschen zerstören unter dem Vorwand der Erhaltung eines so genannten Weltkulturerbes (ein wertloser Wisch, der nicht nur die Freiheit der Stadt kostet, sondern Touristen etwa so viel interessiert wie der Wasserstand der Zschierener Lachen) die politische Kultur unserer Stadt! Eigens um besonders kulturvoll zu erscheinen, hatten sie übrigens das CDU-Kulturbürgertum erfunden, das angeblich auf ihrer Seite steht. Damit sollte die CDU gespalten werden. Selten so gelacht! Seit wann ist kulturelles Engagement an ein Parteibuch gebunden? Oder bedeutet CDU-Kulturbürgertum, dass die anderen Parteien keine Kultur, keine Bürger oder weder das eine noch das andere in ihren Reihen haben? Viele Fragen, die wir eigentlich gar nicht beantwortet haben wollen. Die Dresdner CDU-Basis jedenfalls hat sich zum „Kulturbürgertum“ geäußert – die Herren Kulturbürger sind als Parteimitglieder nie in Erscheinung getreten und haben folglich den Meinungsbildungsprozess in der Partei auch weder gekannt noch etwa mitbestimmen können. So ist das nun mal in der Demokratie – und dann sollten die Herren Zimmermann und Haenchen auch nicht so tun, als ob ihnen das Herz bricht, wenn sie am Ende ihrer Karriere ein Parteibuch zurückgeben, dass sie möglicherweise ohnehin nur beantragt hatten, weil ihnen das früher karriereförderlich erschien. Ich freue mich jedenfalls auf den baldigen Baubeginn zur Waldschlößchenbrücke und noch mehr natürlich darauf, dass Dresden endlich mit dieser unsäglichen und in Deutschland einmaligen Situation aufräumt, dass eine pulsierende Großstadt am Fluss über fast fünf Kilometer im Innenstadtbereich keine vernünftige Flussquerung anbietet. Dresden will und braucht die Waldschlößchenbrücke – da hat Frau Buhl absolut Recht! Ja, und bald fahr`n wir übern Fluss, übern Fluss….. |
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Und wieder hat die Mehrheit der Befragten "falsch" geantwortet. Schuld sind natürlich "Manipulationen". Wie wir wissen, ist die ganz überwiegende Mehrheit der Dresdner ggen die Brücke - eigentlich. Nur durch die ständige Desinformation der übermächtigen Brückenbefürworter in der Stadt- und Landesverwaltung, den Parteien, Medien und Wirtschaftsorganisationen wird der Bürger dazu verleitet, statt "Nein" immer "Ja" zu sagen. argumentiert, dass auf jeden fall die falschen "Ja" gesagt haben. In diesem Fall sind es die über 50-Jährigen. Deren Meinung ist nicht viel wert, weil die ja nicht mehr so lange "mit der Brücke leben müssen", wie die jüngeren. So kann man sich seine Mehrheiten auch zusammenrechnen.
Also eine Bitte: Alle über 50-Jährigern und alle, die nicht vorhaben, mindestens weitere 30 Jahre in Dresden leben zu wollen, enthalten sich bitte fortan bei Diskussionen und Abstimmungen und Befragungen. W.S.
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Was würden Sie den sagen (auch aus den Daten herauszulesen,) wenn da stehen würde, dass die Zustimmung zur WSB stark zurückgegangen ist, da die Zustimmung (von 74% (2003) auf 56%) um über 30% gesunken ist seit 2003. Da kommen sie sich auch veräppelt vor, oder? Mein Fazit ist, dass die Redakteure versuchen sollen neutral zu bleiben, gerade angesichts der angeheizten Stimmung. |
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Ernsthaft, selbst in den eher brückenskeptischen Bevölkerungsschichten reicht es zumeist immer noch zu einer knappen Mehrheit für die Brücke. In der Gruppe der nach 1990 Zugezogenen, die laut der heutigen SZ zu 68 % zwischen 18 und 29 Jahren alt sind und in der Regel über einen höheren Schulabschluss verfügen, sind 46 % für die Brücke, 43 % dagegen, 7 % wissen es noch nicht und 4 % ohne Angabe. Insofern sollte man in der tendenziellen Neigung Jüngerer oder besser Gebildeter, gegen die Brücke zu stimmen, kein allzu nennenswertes Indiz für Sinn oder Unsinn der Brücke sehen. Abgesehen davon, dass dies ohnehin unsinnig ist und zu nichts führt! |
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![]() Aber letzlich ist das auch egal. Wie sehr sich Demoskopen verrechnen können, haben die letzten Wahlen gezeigt. Es gibt einen verbindlichen Bürgerentscheid. Umfrageergebnisse davor und danach ändern, gleich welche Zahlen sie liefern, nichts daran. W.S. |
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s.a. wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Prozentpunkt Nicht uninteressant fand ich übrigens den Vorschlag von Neuwahlen gestern. Dann würde die Wahl sozusagen das Gezerre um die WSB berücksichtigen. |
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