21.05.2012 17:47
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Wir müssen endlich vorwärts sehen und verträgliche, preiswertere und verkehrseffizientere Lösungen finden. Juristische Spitzfindigkeiten können nur Recht für eine Partei, aber keine Lösung bringen.
Die letzten Verlautbarungen der CDU lassen mich da allerdings vermuten, daß man dort noch immer nicht begriffen hat, was Vorwärtssehen bedeutet, denn offensichtlich beharrt man dort weiter stur auf der Waldschlößchenbrücke und will die UNESCO mit "Wiedergutmachungsleistungen" beschwichtigen, wie dies auch schon im Bundestag der sich inzwischen selbst mißkreditierte Arnold Vaatz verriet. Dieser versuchte Kuhhandel ist leicht durchschaubar. Und da wird es auch keinen Konsenz der Dresdner geben. Verabschieden wir uns endlich von Undingen! Nehmen wir endlich die durch die Waldschlößchenbrücke so lange verhinderten guten Ansätze, denken wir über die veränderten Verkehrsverhältnisse nach und mischen diese mit inzwischen entstandenen neuen Techniken und Erfahrungen, denken wir über Tunnellösungen nach, übergeben wir das Ganze Verkehrsfachleuten und nehmen es Politikern! Wir werden sehen, dann kommen wir schneller zum Ziel als mit der Sturheit "Die oder Keine". Die Dresdner haben beim Bürgerbegehren für eine Verkehrslösung gestimmt, aber nicht für das Festhalten an Sturheit. |
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Was hat da nur der Herr Feßenmayr initiiert? Er hat es wohl noch immer nicht begriffen: Der falsche Standort "Waldschlößchenbrücke" kann nicht von noch so teuren Brückenarchitekten verbessert werden und hat schon viel zu viel gekostet (bisher 28 Mio Euro = 2 x Meißner Brücke).
Sturheit ist erstaunlich steigerungsfähig. Stecht da wieder eine Winkeladvokaterei dahinter, mit der jetzt die UNESCO "gezwungen" werden soll: Wir haben die besten Architekten bemüht, da müßt Ihr doch mit dem Standort einverstanden sein. Der Standort ist nicht nur landschaftsschädigend, sondern auch verkehrstechnisch schlecht und verursacht die immens hohen Kosten. Er hat schon viel zu lange Lösungen verhindert und bei einem Beharren darauf wird er es wohl weiter. |
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Zitat:
Aber Sie sind ja ohnehin der Auffassung, dass der Standort grundsätzlich falsch ist und die UNESCO an dieser Stelle demzufolge ohnehin keine Brücke akzeptieren würde. Dann läuft es aber nun einmal zwangsweise auf die Konfrontation Bürgerentscheid gegen UNESCO hinaus. Die letzten Rechtsmittel im Eilverfahren wurden diesbezüglich eingesetzt. Wir werden sehen, inwiefern die Verfassungsgerichte den Zug noch stoppen. Wenn (wider meines Erwartens) eine andere Wertung vorgenommen wird und dies letztendlich zu einem gänzlichen Scheitern dieses Brückenprojekts führt, können wir auch gern wieder eine Standortdiskussion führen. |
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Warum trampeln Sie nur auf Ihm so rum? Wohl den Bürgerentscheid vergessen? Noch ist die Verwaltung und somit auch der Baubürgermeister daran gebunden, ihn umzusetzen und den Bau der WSB zu veranlassen.
Zitat:
.Sicherlich kostet die Brücke viel (auch in meinen Augen geht die Tendenz eher in Richtung zu viel). Sie dürfen aber auch nicht vergessen, wodurch diese hohen Kosten entsehen. Da ist ein Vergleich mit Meißen vollkommen unangebracht. Trifft anscheinend voll und ganz auf Sie zu . Schön dass Sie dies endlich eingesehen haben .Zitat:
Und außerdem wer will hier wen zwingen? Ich würde eher der UNESCO Zwang unterstellen ("Rote Liste"). Wie oben schon geschrieben, kann man dies auch anders sehen. Und so alleine stehe ich mit meiner Meinung zum Glück nicht. |
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Der Spiegel für Sie (bitte das Bild anklicken):
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Eine Pressemitteilung des BDA:
"19.04.07 Dresden: UNESCO-Welterbe hat Vorrang BDA fordert Mehrbrückenkonzept zur Rettung des Elbtals Die aktuelle Planung für die Waldschlösschenbrücke zur Querung des Dresdner Elbtals ist aus Sicht des Bundes Deutscher Architekten BDA entschieden abzulehnen. Die bisher veröffentlichten Ansichten des auffallend plumpen Brückenkörpers lassen das gesamte Ausmaß des zerstörenden Eingriffes in die Kulturlandschaft nur ansatzweise erkennen: Neben der infrastrukturellen Möblierung durch Signalanlagen und großformatige Verkehrsschilder werden Auf- und Abfahrten sowie die drei erforderlichen Tunneleinfahrten das UNESCO-Welterbe in einem weit stärkerem Maße überformen als dies bisher öffentlich dargelegt wurde. Deshalb - mit allem Respekt vor dem durch den Bürgerentscheid ausgesprochenen Votum - plädiert der BDA für eine mit dem Welterbe-Status verträgliche Lösung der Dresdner Brückenfrage. Um den Dreiklang von Elbe, Elbaue und Elbflorenz mit einer entsprechenden qualitativ hochwertigen Brückenbaukunst fortzuschreiben, ist ein die Einwände der Unesco-Welterbekommission berücksichtigender Architektenwettbewerb dringend geboten. Sinnvoll erscheint es dabei, die Wettbewerbsvorgaben für das diskutierte Mehrbrückenkonzept zu öffnen. Denn der städtebauliche und verkehrstechnische Nutzen dieser Planungsvariante ist überzeugend: Statt auf eine für das Elbtal überdimensionierte Brücke würde der innerstädtische Verkehrsfluss über zwei in den Stadtkörper zu integrierende kleinere Brücken und der Fernverkehr auf eine außerhalb des Weltkulturerbes zu platzierende Brücke geleitet. Dieses dezentrale Konzept zerstört nicht das Weltkulturerbe, entspricht einer zeitgemäßen Verkehrsführung und vermeidet den durch eine zentrale Brücke induzierten innerstädtischen Verkehrszufluß. Die Beschilderung kann auf ein Mindestmaß reduziert werden, zusätzliche Portale mit Signalanlagen und Großformattafeln sollen vermieden werden. Dieses Konzept führt zu den etwa gleichen Baukosten wie die derzeitige Planung. Gerade in der Verantwortung der eingesetzten Bundesmittel für den Bau einer Elbquerung sind die Stadt Dresden und der Freistaat Sachsen gefordert, bei der Verkehrsführung das nationale Erbe mit Weltkulturbedeutung zu wahren." |
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Pressemitteilung
19.04.07 Dresden: Unesco Welterbe hat Vorrang BDA fordert Mehrbrückenkonzept zur Rettung des Elbtals Die aktuelle Planung für die Waldschlösschenbrücke zur Querung des Dresdner Elbtals ist aus Sicht des Bundes Deutscher Architekten BDA entschieden abzulehnen. Die bisher veröffentlichten Ansichten des auffallend plumpen Brückenkörpers lassen das gesamte Ausmaß des zerstörenden Eingriffes in die Kulturlandschaft nur ansatzweise erkennen: Neben der infrastrukturellen Möblierung durch Signalanlagen und großformatige Verkehrsschilder werden Auf- und Abfahrten sowie die drei erforderlichen Tunneleinfahrten das UNESCO-Welterbe in einem weit stärkerem Maße überformen als dies bisher öffentlich dargelegt wurde. Deshalb - mit allem Respekt vor dem durch den Bürgerentscheid ausgesprochenen Votum - plädiert der BDA für eine mit dem Welterbe-Status verträgliche Lösung der Dresdner Brückenfrage. Um den Dreiklang von Elbe, Elbaue und Elbflorenz mit einer entsprechenden qualitativ hochwertigen Brückenbaukunst fortzuschreiben, ist ein die Einwände der Unesco-Welterbekommission berücksichtigender Architektenwettbewerb dringend geboten. Sinnvoll erscheint es dabei, die Wettbewerbsvorgaben für das diskutierte Mehrbrückenkonzept zu öffnen. Denn der städtebauliche und verkehrstechnische Nutzen dieser Planungsvariante ist überzeugend: Statt auf eine für das Elbtal überdimensionierte Brücke würde der innerstädtische Verkehrsfluss über zwei in den Stadtkörper zu integrierende kleinere Brücken und der Fernverkehr auf eine außerhalb des Weltkulturerbes zu platzierende Brücke geleitet. Dieses dezentrale Konzept zerstört nicht das Weltkulturerbe, entspricht einer zeitgemäßen Verkehrsführung und vermeidet den durch eine zentrale Brücke induzierten innerstädtischen Verkehrszufluß. Die Beschilderung kann auf ein Mindestmaß reduziert werden, zusätzliche Portale mit Signalanlagen und Großformattafeln sollen vermieden werden. Dieses Konzept führt zu den etwa gleichen Baukosten wie die derzeitige Planung. Gerade in der Verantwortung der eingesetzten Bundesmittel für den Bau einer Elbquerung sind die Stadt Dresden und der Freistaat Sachsen gefordert, bei der Verkehrsführung das nationale Erbe mit Weltkulturbedeutung zu wahren Das trifft haargenau den Punkt. Aus der Sicht der Brückenbefürworter sind das bestimmt auch fehlgeleitete Ökotaliban.
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Der BDA wird seine Gründe haben, warum er sich in die Debatte einmischt. Ich will auch nicht ausschließen, dass die Beteiligten dies nicht nur in der Hoffnung auf einen lukrativen Auftrag sondern aus Überzeugung tun. Aber warum sollte man eine derartige Äußerung des BDA nun als das schlagende Argument akzeptieren? Es handelt sich um eine Meinungsäußerung in der Debatte. Nicht mehr und nicht weniger. Es gibt sicher auch Architekten, die eine andere Auffassung vertreten, wenngleich sie diese vermutlich angesichts dieser aufgeheizten Debatte kaum öffentlich äußern werden. Auch vertritt der BDA letztlich, wenn überhaupt, nur die Auffassung seiner Mitglieder. Der BDA hat bundesweit 5.000 Mitglieder. Allein in Dresden findet man in den Gelben Seiten in der Branche Architektur ca. 400 Einträge.
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Wenn Lobbyisten in eigener Sache sich zu öffentlichen Angelegenheiten zu Wort melden, sollte man diese Äußerungen stets mit besonderer Vorsicht genießen. So liegt der Fall beim BDA – hier erwarten sich sicher einige Damen und Herren lukrative neue Aufträge aus neuen Dresdner Brückenplanungen, wenn die WSB nicht wie bisher geplant kommen sollte. Eigentlich hat man für solche Fälle den Papierkorb.
Aber im Falle der vorliegenden Pressemitteilung lohnt das genauere Lesen vor allem aus einem anderen Grund. Die Mitteilung macht es möglich, einige Widersprüche und Dummheiten in den Argumenten herauszuarbeiten – und solche Widersprüche, Lügen und Dummheiten sind typisch für die Gegnerschaft der WSB. Man kann also etwas lernen und so will ich will mich der Mühe einer detaillierteren Betrachtung der BDA-Äußerung einmal unterziehen. Der BDA lässt die Weltöffentlichkeit also wissen: Die aktuelle Planung für die Waldschlösschenbrücke zur Querung des Dresdner Elbtals ist aus Sicht des Bundes Deutscher Architekten BDA entschieden abzulehnen. Die bisher veröffentlichten Ansichten des auffallend plumpen Brückenkörpers Achtung! Hier wird schon zum ersten Mal auffallend plump manipuliert: Die DNN hat in der letzten Woche andere Brückenentwürfe aus dem Wettbewerb zur WSB nach einmal veröffentlicht. Jeder mag sich daran sein Urteil bilden. Aus meiner Sicht liefert der Siegerentwurf im direkten visuellen Vergleich eine relativ schlanke Brücke. Der Brückenbogen liegt absichtsvoll weit unterhalb des Elbhangs (wenn man nicht gerade die Perspektive eines Schafskopfes einnimmt J) und hat Zeichencharakter. Es geht nämlich, ja, richtig: um einen Brückenschlag über die Elbe. Und das sieht man nun. Eigentlich eine gute Idee, wenn man nicht in einer ideologischen Festung steckt und deshalb für bestimmte ästhetische Konzepte vernagelt ist – oder eben bestimmte wirtschaftliche Interessen hat, denen dieser Brückenentwurf im Wege steht. lassen das gesamte Ausmaß des zerstörenden Eingriffes in die Kulturlandschaft nur ansatzweise erkennen: Neben der infrastrukturellen Möblierung durch Signalanlagen und großformatige Verkehrsschilder werden Auf- und Abfahrten sowie die drei erforderlichen Tunneleinfahrten das UNESCO-Welterbe in einem weit stärkerem Maße überformen als dies bisher öffentlich dargelegt wurde. Wow … Also Visualisierungen sind in reichlichem Maße öffentlich zugänglich, einschließlich der Tunneleinfahrten, die übrigens gerade geplant wurden, um die Linie des Elbhanges insgesamt beibehalten und schonen zu können. Inwiefern man auf der Brücke Signalanlagen braucht, ist auch nicht so recht zu verstehen. Wollen die Mitglieder des BDA von der Brücke auf die Elbe abbiegen? Deshalb - mit allem Respekt vor dem durch den Bürgerentscheid ausgesprochenen Votum – Respekt? Welcher Respekt? Davon ist nun partout nichts zu spüren. Mit dem, was der BDA in seiner Pressemitteilung veröffentlicht, liegt er exakt auf der Linie der von der UNESCO bestellten Mediatoren, die weder die Planfeststellung noch den Bürgerentscheid als Ausgangspunkt ihrer Überlegungen akzeptierten. Ist das eine Art von Arroganz, die man mit einem Architektur-Diplom erwirbt? plädiert der BDA für eine mit dem Welterbe-Status verträgliche Lösung der Dresdner Brückenfrage. Um den Dreiklang von Elbe, Elbaue und Elbflorenz mit einer entsprechenden qualitativ hochwertigen Brückenbaukunst fortzuschreiben, ist ein die Einwände der Unesco-Welterbekommission berücksichtigender Architektenwettbewerb dringend geboten. Auf jeden Fall! Da winken doch wieder jede Menge lukrativer Aufträge! An dem Projekt kann man sich aber auch phantastisch profilieren, selbst wenn man am Ende nicht gewinnt! Wie und wo sonst ist einem schon so viel öffentliche Aufmerksamkeit garantiert? Ehrlich: Mich ekelt davor, wie der BDA hier vermeintliches Gutmenschentum in aufdringlichster Weise in den Dienst seiner Geschäfte zu stellen trachtet. Gibt es keinen in diesem Verein, der den Anstand hat, dieser widerlichen Marketingmasche des BDA in den Arm zu fallen? Sinnvoll erscheint es dabei, die Wettbewerbsvorgaben für das diskutierte Mehrbrückenkonzept zu öffnen. Logisch: Je mehr Brücken, desto mehr Aufträge. Aber lustig ist schon, was wir nun an einander ausschließenden Vorschlägen der Brückengegner auf dem Tisch haben. Einen Tunnel, den aber dann schon die Mediatoren und als die UNESCO nicht wollten (weil er aus Sicherheitsgründen vierspurig sein müsste, und damit in etwa den gleichen Verkehr induzieren würde wie die geplante WSB – wenn wir mal von ökologischen Verkehren wie Fahrrad und Fußgänger absehen, die den Tunnel nämlich eben aus Sicherheitsgründen nicht benutzen dürften), eine „welterbeverträgliche“ Brücke am Waldschlößchen (wobei die UNESCO allerdings in allen wichtigen und autorisierten Äußerungen seit 2006 jedwede Brücke am Waldschlößchen ablehnt - also keiner weiß, was eine welterbeverträgliche Brücke dort sein soll und das Pariser Orakel zu diesem Thema dröhnend schweigt) und nun also noch eine Mehrbrückenlösung des BDA. Erheiternd an dieser Lösung ist besonders die Forderung nach einer Brücke für den überregionalen Verkehr außerhalb des Welterbegebietes. Auf diesen Schwachsinn sind nicht einmal Brückenfans gekommen – einfach, weil die WSB überhaupt keinen überörtlichen Verkehr aufnehmen soll und es genau für diesen Zweck auch schon genügend Brücken außerhalb des Welterbegebietes (Pirna, Autobahnbrücke) gibt. Aber das ist eben wieder jene Stelle, wo man merkt, worum es dem BDA eigentlich geht: Um Aufträge für seine offenbar Not leidende Mitgliedschaft. Und da kann ein Brücke mehr, die wegen falscher Platzierung niemand braucht, ja nicht schaden. Fragt sich nur, welche weitere geniale Idee die Brückenfeinde morgen kommunizieren werden, um für weitere Verzögerungen bei der Umsetzung des Bürgerentscheides für die WSB zu sorgen. Denn der städtebauliche und verkehrstechnische Nutzen dieser Planungsvariante ist überzeugend: Statt auf eine für das Elbtal überdimensionierte Brücke würde der innerstädtische Verkehrsfluss über zwei in den Stadtkörper zu integrierende kleinere Brücken und der Fernverkehr auf eine außerhalb des Weltkulturerbes zu platzierende Brücke geleitet. Dieses dezentrale Konzept zerstört nicht das Weltkulturerbe, entspricht einer zeitgemäßen Verkehrsführung und vermeidet den durch eine zentrale Brücke induzierten innerstädtischen Verkehrszufluss. Nicht zu vergessen: Der absehbare wirtschaftliche Nutzen für die BDA-Mitgliedschaft, siehe oben. Zu ergänzen wäre: Auch andere neu gebaute innerstädtische Brücken werden zusätzlichen Verkehr induzieren. Wenn in einem dicht besiedelten Raum wie Dresden neue Verkehrswege angeboten werden, nutzen die Menschen das auch, und wenn die Verkehrswege günstig sind, dann auch für zusätzliche Fahrten. Es ist eine Illusion zu glauben, dass Menschen bei ihrer Fortbewegung die Planzahlen der Brückenbelegungen im Kopf haben. Das einzige, was man mit zu gering geplanten Elbquerungskapazitäten produziert, ist Brückenstau. Aber eben davon haben wir schon genug in Dresden. Die Beschilderung kann auf ein Mindestmaß reduziert werden Die Forderung steht auch an der WSB. Was soll der Unfug? Ich könnte auch sagen: Je mehr Brücken, desto mehr Schilder, desto mehr Eingriffe in den Stadt- und Naturraum usw., es folgt daraus nur: Eine Brücke ist genau deshalb besser als drei. zusätzliche Portale mit Signalanlagen und Großformattafeln sollen vermieden werden. Dieses Konzept führt zu den etwa gleichen Baukosten wie die derzeitige Planung. Ach ja? Dazu gab es noch nie seriöse Rechnungen und es gibt sie auch gegenwärtig nicht. Nur der BDA gibt vor, sie zu haben. Nun ja, es in Wahrheit ist ganz einfach und einleuchtend: Die Wahrscheinlichkeit, dass drei Brücken billiger als eine sein werden, tendiert mit Sicherheit gegen Null. Die Wahrscheinlichkeit, dass Mitglieder des BDA mit neuen Planungsaufträgen für „alternative“ Dresdner Elbquerungen hübsch absahnen, liegt deutlich höher. Gerade in der Verantwortung der eingesetzten Bundesmittel für den Bau einer Elbquerung sind die Stadt Dresden und der Freistaat Sachsen gefordert, bei der Verkehrsführung das nationale Erbe mit Weltkulturbedeutung zu wahren. Hallo, BDA, spar dir dein klebriges Pathos. Ein Häufchen inkompetenter Denkmalschützer mit Wichtigheimer-Syndrom und Interesse an lukrativen Dienstreisen hat 2004 genickt und 2006 zum exakt gleichen Sachverhalt den Kopf geschüttelt. Dieses so genannte Welterbe-Komitee ist also kein seriöser Partner. Deutsches Interesse wäre es, diesem Saftladen mal den Marsch zu blasen, und wenn schon nicht Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, so doch wenigstens Verlässlichkeit in der Arbeit durchzusetzen. Aber schon das ist anscheinend zu viel verlangt, die Forderung nach Verlässlichkeit produziert vermutlich diplomatische Verwicklungen, die Deutschland angesichts seiner katastrophalen Geschichte nicht heraufbeschwören darf.... Es bleibt dabei: Das Beste, was Dresden passieren kann ist die Befreiung aus dem Joch des Welterbetitels. Wenn aber Welterbetitel, dann hätten die Bürger der Stadt in einem gesonderten Bürgerentscheid darüber zu befinden, ob sie diesen völlig nutz- und wertlosen Titel gegen ihre Souveränität und Freiheit in der Stadtentwicklung eintauschen wollen. Ich glaube nicht, dass sich bei einem solchen Bürgerentscheid jene linken Provinzler durchsetzen würden, denen ein Papporden aus Paris wertvoller als ihre Freiheit ist. |
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Apropo Lobbyismus: Wenn ich als Vetreter einer Lobby dazu aufgefordert wäre den derzeitigen Brückenentwurf zu verteidigen, würde ich auch so argumentieren wie sie. Was also haben Sie davon sich so in die Bresche zu werfen?
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