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  #71 (permalink)  
Alt 17.12.2009, 22:29
chr.dresden chr.dresden ist offline
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Standard AW: Umbau/Abriss des Kulturpalastes stellt sich neu zur Diskussion.

Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
Tja, und die Mehrheit im Stadtrat für einen BE hat es eben einfach nicht gegeben. Sie wollen offenbar die Legitimität dieser Entscheidung angreifen.
Das will ich ganz sicher nicht. Es ist mir ein Rätsel, wie Sie auf solchen Blödsinn kommen.

Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
Tja, und die Mehrheit im Stadtrat für einen BE hat es eben einfach nicht gegeben. Sie wollen offenbar die Legitimität dieser Entscheidung angreifen. Der Rechtsweg hätte den Unterlegenen offen gestanden – aber die haben wohl selbst erkannt, dass da nur eine weitere Watsche rauskommen konnte.

Warum aber hat die gefühlte Mehrheit der Konzerthausneubauer nicht einfach rechtzeitig ein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht, um den Stadtratsbeschluss zum Umbau des Kulturpalastes zu stoppen? All die von den Herren Ufer und Weller so überaus freundlich begleiteten Aktionen nach dieser Entscheidung waren doch wieder nur Versuche der schlechten Verlierer von der Linksfront, ihre klägliche Niederlage durch symbolischen Aktionismus mental zu verdauen – und wieder einmal auf Kosten des Stadtfriedens natürlich.

Und es ist doch wohl naheliegend anzunehmen, dass dürftige 17000 Unterschriften nach monatelanger Straßenbettelei vor allem eines beweisen: Dass hinter dem Verzicht auf ein rechtzeitiges Bürgerbegehren vor allem die Angst stand, sich von den Dresdnern, die den ganzen illusionistischen Hokuspokus am Ende bezahlen sollten, eine Abfuhr einzufangen.

Dresden und der Freistaat Sachsen werden mit den Vorhaben Kulturpalast, Messeumbau und Kulturkraftwerk Mitte mehr als 160 Millionen in die Verbesserung der Dresdner Kulturinfrastruktur stecken. Alles Steuergeld! Und das reicht doch wohl in den Zeiten der Krise fürs erste wirklich, zumal bis auf ein paar weitgehend abgehalfterte Wichtigheimer aus der Dresdner Kulturmafia alle damit bestens leben können.
Was müssen Sie sich bloß immer so theatralisch auskotzen! Falls Sie es überlesen haben: ich bin bezüglich der Richtigkeit der getroffenen Entscheidungen mit Ihnen einer Meinung. Ich frage mich nur, was Ihr durch und durch unsachlicher Hokuspokus soll. Sind Sie vielleicht noch stolz auf Ihre rülpsigen Bezeichnungen für Ihre Mitbürger, die eine andere Meinung vertreten? Oder ist Ihnen die Sache gar gänzlich wurscht, und Sie müssen gegen alles anstinken, was Ihnen irgendwie verdächtig erscheint, aus der linken Ecke zu kommen? Ach, gääähn!
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  #72 (permalink)  
Alt 18.12.2009, 00:03
Silvia Silvia ist offline
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Beiträge: 2.373
Standard AW: Umbau/Abriss des Kulturpalastes stellt sich neu zur Diskussion.

Zitat:
Zitat von Walter Schleiff Beitrag anzeigen

Schön, dass bei Ihnen die Welt noch in Ordnung ist. Es gibt Gute und Böse. Die Bösen sitzen immer in der Stadtverwaltung, die Guten kämpfen dagegen. Beim Umbau zum Konzertsaal ist alles unklar. Bei der Sanierung des Mehrzwecksaal gibt es garantiert (100%) keine Probleme. So einfach kann alles sein.
Na immerhin weiß man bei einer Rekonstruktion, was zu rekonstruieren ist. Entsprechend kann man auch wissen, was es kostet.

Bei einem noch nicht geplanten Neuwerk im alten Gehäuse weiß man es eben noch nicht. Ein ganz neuer Kollege im Hochbauamt hat die Einhaltung des Kostenrahmens geprüft. Und wenn der wider Erwarten (wie beim Kulturkraftwerk....) dann nicht eingehalten werden kann, na dann machen wir das Projekt eben dem Kostenrahmen passend - die Spielräume gibt es immer - so der Herr Müßig in der Expertenanhörung. Widerstände seitens der KKG wird es nicht geben, wenn deren Wünsche an Multifunktionalität im umgebauten Konzertsaal nicht eingehalten werden. Die nehmen den Kulti wie er dann ist. Ob sie dann noch groß was damit anfangen können - das haben nur die bisherigen Nutzer des Kulti auszubaden - dann in der Messe im Ostragehege.


Zitat:
Zitat von Walter Schleiff Beitrag anzeigen
Auch die Begründungen des Denkmalschutzbehörden sind nur Menschenwerk und nicht unfehlbar.


Da hätten wir dann wohl den Grund, warum man dem Denkmalschutz kein Vetorecht zugesteht, auch wenn er Recht hätte....Lieber machen wir ein einmaliges Denkmal aus kurzsichtigen Wirtschaftsinteressen platt.

Zitat:
Zitat von Walter Schleiff Beitrag anzeigen
Ich hätte aber auch keine Lust, Geld für ein Konzert der Philharmonie auszugeben, das nur durch elektroakustische Hilfsmittel zum Erlebnis wird. Dann kann ich mir auch eine CD anhören.


Ob die Gäste der Prager Stadthalle das überhaupt merken, dass da elektroakustisch nachgeholfen wurde? Ich meine Platz 13 unter den weltbesten Konzertsälen legt diese Interpretation nicht unbedingt nahe. Und die Gäste der anderen Konzerthallen, in denen ein solches System eingesetzt wird? Es war in dem Leserbrief der Mitarbeiter des Kulti dann noch vom Einsatz eines solchen elektronischen Nachhallsystems in weiteren Konzertsälen die Rede, z.B. im NationalArts Centre in Ottawa (Kanada) und im Grimaldi Forum in Monaco, die ein vergleichbares Profil wie der jetztige Saal des Kulturpalasts haben. "In beiden Häusern nehme die klassische Musik einen hohen Stellenwert ein und diese Technik komme mit großem Erfolg zum Einsatz." Darüber hinaus war in diesem Zusammenhang von der neuen Nationaloper in Peking die Rede.


Zitat:
Zitat von Walter Schleiff Beitrag anzeigen
Was aus der Bibliothek und der Herkuleskeule werden soll, scheint auch nicht weiter zu interessieren.


Was hindert eigentlich die Herkuleskeule daran, sich selbst um eine neue Bleibe zu kümmern? Die ehemaligen Mitglieder der Herkuleskeule Breschke und Schuch haben das doch auch geschafft.

Und die Bibliothek hat meines Wissens keinen zwingenden Grund umzuziehen - keiner der ihnen die derzeitige Bleibe streitig macht. Und die Zusammenlegung der Stadt- Jugend- und Musikbibliothek wäre zwar wünschenswert, weil man Personal einsparen könnte - aber es wäre nicht bibliotheksgefährdend, wenn das nicht sofort stattfindet.

Immerhin wird die Stadtbibliothek Dresdens auch jetzt schon als eine der besten von Deutschland gerühmt, und das obwohl sie dabei vergleichsweise wenig Fläche zur Verfügung hat. Letztendlich glaube ich, dass die Stadtbibliothek mit der S-Bahn vor der Haustür und mehreren kreuzenden Straßenbahnlienien jetzt besser verkehrstechnisch angebunden ist als im Kulturpalast (viel größere Reichweite in vergleichbarer Zeit).

Zitat:
Zitat von Walter Schleiff Beitrag anzeigen
Ich habe nichts dagegen, dass ein privater Investorenkreis eine Konzerthalle finanziert. Nur zu! Das ändert aber nichts daran, dass im Kulti bald was passieren muss. Und das muss die Stadt bezahlen und braucht dazu Fördermittel.


Das sehe ich auch so. In einem Sanierungsgebiet sollte es wohl für für die Sanierung des Kulturpalastes - d.h. für die baurechtliche und akustische Ertüchtigung - Fördermittel geben. Bloß für den Neubau eines Konzerthauses ist das meines Wissens nicht der Fall.


Zitat:
Zitat von Walter Schleiff Beitrag anzeigen
Nun können wir auch gerne noch ein paar Monate diskutieren. Entscheiden wird aber der Stadtrat. Ist es wirklich so schwer zu ertragen, dass es zu einer Entscheidung mehrere vertretbare Varianten geben kann? Auch die Beibehaltung des jetzigen Saales ist eine Option. Eine. Aber nicht die einzig denkbare und richtige. Nicht die Diskussion ist das Problem, sondern die Art und Weise, wie sie wohl allmählich zur Gewohnheit wird.


Sehe ich auch so. Das Problem dabei ist, dass nicht das beste für Dresden und die Dresdner Kultur das Ziel der Stadtverwaltung und der Stadträte sind sondern Parteipolitische Interessen. Und die sind z.B. bei der FDP vor den Wahlen zum Stadt- und Landtag verschieden von denen danach.

Die Beibehaltung und Ertüchtigung des jetztigen Saales richtet meiner Ansicht nach weniger finanziellen Schaden im Stadtsäckel an als der jetzt vorgesehene Umbau. Es sind nicht nur die Baukostenrisiken geringer. Ich glaube auch nicht daran, dass der Kulturpalast nach dem Umbau noch halbwegs wirtschaftlich betrieben werden kann, weil die Veranstaltungen, die bisher hauptsächlich zum wirtschaftlichen Ergebnis des Kulturpalastes beigetragen haben, deutlich weniger werden werden.

Es wird so gerne das Leipziger Gewandhaus als Vergleichsobjekt angeführt. Ich habe mir den Spielplan des Gewandhauses jetzt mal im Internet angesehen. Dabei ist mir folgendes aufgefallen: es finden dort überwiegend klassische Konzerte statt - Orchester, Chor, Orgel, Klavier, Schülerkonzerte, Vorträge , an fast allen Tagen mehrere Veranstaltungen/Belegungen. Diese Dichte ist meiner Ansicht nach nur möglich, weil es dort auch einen Kammermusiksaal/Probensaal gibt. Klassische Musik ist aber wirtschaftlich Zuschussgeschäft.
Das Gewandhausorchester spielt darüber hinaus im Opernhaus.

Es gibt auch U-Musik aber die Mengenverhältnisse sind bezüglich Kulturpalast genau anders herum. Z.B. ist mir aufgefallen, dass Schwanensee als Ballett in Dresden mit 3 Akten stattfindet und im Gewandhaus nur mit 2 Akten. Darüber hinaus sind die Karten im Gewandhaus billiger. Das wundert mich irgendwie. Haben Sie dafür eine Erklärung? Ich würde denken, dass das nicht das gleiche Erlebnis ist mit umbaubarer Bühne und ohne.

Zitat:
Zitat von Walter Schleiff Beitrag anzeigen
Diese Schwarz-Weiß-Gemälde, diese Unterstellung, die anderen würden gegen besseres Wissen eine falsche Lösung aus reinem Machtwillen durchdrücken, stört mich an Ihren Beiträgen. Jeder, der nicht Ihre Meinung teilt, ist ignorant. Auch beim Kulti-Umbau ist echte Demokratie nach Ihrer Lesart, wenn vom Stadtrat so entschieden wird, wie Sie es für richtig halten.

W.S.
Sie müssen nur mal im Dresdenfernsehen die Diskussion der Stadträte verfolgen. Da war letztens der Antrag, das Welterbegebiet durch Satzung besonders zu schützen, auf der Tagesordnung. Die netten Kollegen der CDU und der FDP haben nichts weiter zu tun gehabt, als den Antragstellern allen möglichen Mist zu unterstellen, was mit dem eigentlichen Antrag aber auch gar nichts zu tun hatte. Sacharbeit im Stadtrat stelle ich mir anders vor. Mit dem Antrag zur Sonntagsöffnung war es genauso.

Und was jetzt den Kulturpalast angeht - ich bemängele, das die Stadträte sich von der Stadtverwaltung vor den Karren spannen lassen, statt nach der für Dresden besten Lösung zu suchen. Zu letzterem gehört auch, solche Lösungen wie das elektronische Nachhallsystem trotz vielfältiger Hinweise von Fachleuten und Mitarbeitern des Kulti nicht einfach zu ignorieren. Aus meiner Sicht hat das Ignorieren von Fachleuten nie den Anschein einer Suche nach einer besten Lösung. Und wieviele Fachleute und Bürgerwarnungen wurden im Zusammenhang mit dem Umbau des Kulturpalastes einfach ignoriert!

Silvia
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  #73 (permalink)  
Alt 21.12.2009, 12:37
Thomas May Thomas May ist offline
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Registriert seit: 24.01.2007
Beiträge: 766
Standard AW: Umbau/Abriss des Kulturpalastes stellt sich neu zur Diskussion.

@chr.dresden

Zitat:
Was müssen Sie sich bloß immer so theatralisch auskotzen! Falls Sie es überlesen haben: ich bin bezüglich der Richtigkeit der getroffenen Entscheidungen mit Ihnen einer Meinung. Ich frage mich nur, was Ihr durch und durch unsachlicher Hokuspokus soll. Sind Sie vielleicht noch stolz auf Ihre rülpsigen Bezeichnungen für Ihre Mitbürger, die eine andere Meinung vertreten? Oder ist Ihnen die Sache gar gänzlich wurscht, und Sie müssen gegen alles anstinken, was Ihnen irgendwie verdächtig erscheint, aus der linken Ecke zu kommen? Ach, gääähn!


Wer schon einen Hinweis auf die geltende Rechtslage als Demagogie denunziert, hat eigentlich denkbar wenig Grund, andere der Rülpsigkeit zu bezichtigen. Ich wäre Ihnen aber dankbar, wenn Sie sich auf die von mir zwischendurch immer mal wieder gestellten Fragen konzentrieren könnten. Jedenfalls dürfte das fruchtbarer sein, als über meine Motive mich hier zu beteiligen zu rätseln.

Nun zum Thema:

Die lieben Mitbürger, die den Umbau des Kulturpalastes engagiert ausbremsen wollten, waren…

- Leute mit handfesten wirtschaftlichen Interessen, die als Veranstalter fürchteten, ihr Publikum künftig nicht mehr mit Plüschsesseln verwöhnen zu können oder die als Zahnärzte-Interessenverband danach strebten, die Rücklagen ihrer Mitgliedschaft mit rekordverdächtiger Rendite krisensicher zu platzieren,
- Traumtänzer und Ruheständler aus der subventionsgepäppelten Kulturschickeria, die noch nie danach fragen mussten, was ihr strapaziöses Bohemian-Dasein den Steuerzahler eigentlich kostet und die eben deshalb fernab aller finanziellen Realitäten unentwegt Luftschlösser errichten und dann noch für sich in Anspruch nehmen, „visionär“ zu sein,
- Politiker, die hoffen, mit ihrem populistischen Engagement für spätostalgische Regungen und künstlerisch völlig irrelevante Volksmusikparaden endlich jene Aufmerksamkeit und breite Zustimmung zu erlangen, die Ihnen aus sehr verschiedenen Gründen sonst meist nicht zuteil wird.

Mit anderen Worten: Das „Engagement“ dieser Mitbürger beruhte entweder auf Heuchelei oder auf Weltfremdheit. Was sollte ich daran würdigen? Dass sie sich mit ganzer Kraft überhaupt für etwas engagieren – und sei es der größte Blödsinn?

Ganz am Rande: Zählt die sächsische FDP augenblicklich zur linken Ecke? Das eröffnet ja ganz neue Perspektiven in der politischen Bewertung der Landesregierung und wird „Silvia“ sehr glücklich machen….
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  #74 (permalink)  
Alt 21.12.2009, 23:00
chr.dresden chr.dresden ist offline
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Beiträge: 284
Standard AW: Umbau/Abriss des Kulturpalastes stellt sich neu zur Diskussion.

Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
Wer schon einen Hinweis auf die geltende Rechtslage als Demagogie denunziert, hat eigentlich denkbar wenig Grund, andere der Rülpsigkeit zu bezichtigen.
Jetzt muss ich zugeben, dass ich etwas verwundert bin. Möglicherweise ist das bei Ihnen tatsächlich keine Demagogie, sondern einfach nur fehlende Trennschärfe. Sie schrieben:
Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
[...] 17 000 Unterschriften [...] rechtfertigen [...] nach geltender [...] Rechtslage einen Bürgerentscheid nicht.
Ok -- doch was soll das? Die 17.000 Unterschriften rechtfertigen weder, noch verbieten sie. Aber hat überhaupt jemand behauptet, die 17.000 Unterschriften müssten nach Rechtslage irgendwelche Folgen haben? Nur dann würde Ihre Feststellung Sinn machen. Mir schien es eher so, als würden Sie den Vorgang in die Nähe eines misslungenen bis rechtswidrigen Bürgerbegehrens rücken wollen, und das wäre demagogisch gewesen, denn zwischen einer Sammlung von Unterschriften und einem offiziellen BB gibt es wohl Unterschiede. Nach Ihrem aktuellen Beitrag halte ich es hingegen für denkbar, dass Sie beides lediglich nicht auseinander halten können, und in dem Fall entschuldige ich mich ausdrücklich für die Wortwahl "demagogisch".

Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
Die lieben Mitbürger, die den Umbau des Kulturpalastes engagiert ausbremsen wollten, waren…

- Leute mit handfesten wirtschaftlichen Interessen, die als Veranstalter fürchteten, ihr Publikum künftig nicht mehr mit Plüschsesseln verwöhnen zu können oder die als Zahnärzte-Interessenverband danach strebten, die Rücklagen ihrer Mitgliedschaft mit rekordverdächtiger Rendite krisensicher zu platzieren,
- Traumtänzer und Ruheständler aus der subventionsgepäppelten Kulturschickeria, die noch nie danach fragen mussten, was ihr strapaziöses Bohemian-Dasein den Steuerzahler eigentlich kostet und die eben deshalb fernab aller finanziellen Realitäten unentwegt Luftschlösser errichten und dann noch für sich in Anspruch nehmen, „visionär“ zu sein,
- Politiker, die hoffen, mit ihrem populistischen Engagement für spätostalgische Regungen und künstlerisch völlig irrelevante Volksmusikparaden endlich jene Aufmerksamkeit und breite Zustimmung zu erlangen, die Ihnen aus sehr verschiedenen Gründen sonst meist nicht zuteil wird.

Mit anderen Worten: Das „Engagement“ dieser Mitbürger beruhte entweder auf Heuchelei oder auf Weltfremdheit. Was sollte ich daran würdigen? Dass sie sich mit ganzer Kraft überhaupt für etwas engagieren – und sei es der größte Blödsinn?
Das hatte ich möglicherweise vergessen zu präzisieren: mir geht es um den Respekt gegenüber dem Engagement für ein neues Konzerthaus, nicht gegen den Kulturpalast-Umbau. Es gibt übrigens eine ganze Reihe Befürworter des Umbaus, die ein neues Konzerthaus für wünschenswert halten, nur eben für derzeit nicht realistisch. Daher besser den "Spatzen in der Hand". Aber mit Kultur scheinen Sie nicht sonderlich viel am Hut zu haben. Ihre Bezeichnung "der größte Blödsinn" für andere Meinungen als die Ihrige beweist das nur erneut.

Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
Ganz am Rande: Zählt die sächsische FDP augenblicklich zur linken Ecke?
Natürlich nicht. Weder linke Ecke, noch ganz am Rande.
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  #75 (permalink)  
Alt 22.12.2009, 13:15
Thomas May Thomas May ist offline
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Registriert seit: 24.01.2007
Beiträge: 766
Standard AW: Umbau/Abriss des Kulturpalastes stellt sich neu zur Diskussion.

@chr.dresden

Zitat:
…..hat überhaupt jemand behauptet, die 17.000 Unterschriften müssten nach Rechtslage irgendwelche Folgen haben? ……. Mir schien es eher so, als würden Sie den Vorgang in die Nähe eines misslungenen bis rechtswidrigen Bürgerbegehrens rücken wollen, und das wäre demagogisch gewesen, denn zwischen einer Sammlung von Unterschriften und einem offiziellen BB gibt es wohl Unterschiede. Nach Ihrem aktuellen Beitrag halte ich es hingegen für denkbar, dass Sie beides lediglich nicht auseinander halten können, und in dem Fall entschuldige ich mich ausdrücklich für die Wortwahl "demagogisch".


Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, wozu dann überhaupt 17000 Unterschriften gegen den Umbau des Kulturpalastes gesammelt wurden? War da eine Spaßguerilla unterwegs – oder was? Gesammelt wurde doch offenbar nur, um zu beweisen, wie wichtig den Dresdnern dieses Verhinderungsprojekt ist! Leider hat die Sache nicht wie geplant geklappt – 17000 waren einfach zu wenig, um damit wirklich überzeugend argumentieren zu können.

Es ging den politischen Initiatoren besonders aus der Linksfront aber allein darum, mit einer möglichst großen Zahl von Unterschriften – auch wenn diese juristisch längst belanglos geworden waren (und die Initiatoren wussten das mit Sicherheit!) – und unter Mithilfe der linksgeschalteten Stadtmedien politischen Druck zu erzeugen und sich selbst als Träger von Kultur und Demokratie zu profilieren. Das war finsterste Demagogie, und zwar – ich wiederhole mich - auf Kosten des Stadtfriedens. Sie erwarten hoffentlich nicht ernsthaft, dass ich den Initiatoren irgendwelche lauteren Motive abnehme und ihnen für ihre schäbige Profilierungsübung mit angeschlossener Volksverblödung meinen demokratischen Dank abstatte. Solche Aktionen muss ein Demokrat zwar aushalten, aber nicht goutieren.

Zitat:
Das hatte ich möglicherweise vergessen zu präzisieren: mir geht es um den Respekt gegenüber dem Engagement für ein neues Konzerthaus, nicht gegen den Kulturpalast-Umbau. Es gibt übrigens eine ganze Reihe Befürworter des Umbaus, die ein neues Konzerthaus für wünschenswert halten, nur eben für derzeit nicht realistisch. Daher besser den "Spatzen in der Hand". Aber mit Kultur scheinen Sie nicht sonderlich viel am Hut zu haben. Ihre Bezeichnung "der größte Blödsinn" für andere Meinungen als die Ihrige beweist das nur erneut.


Sorry, aber wer die Rahmenbedingungen für den Neubau des Konzerthauses realisiert hat, kann zu keinem anderen Urteil kommen, als das es sich dabei um ausgemachten Blödsinn handelt – das Projekt ist weder im Bau noch gar im Betrieb seriös zu finanzieren.

Und ein Letztes für den Moment: Politische Korrektheit ist in meinen Augen kein Ausweis von Kultur, sondern ziemlich exakt das Gegenteil – nämlich eine Lust daran, andere Meinungen schon durch die Vorschrift einer zulässigen Sprachform zu unterdrücken oder mindestens zu denunzieren.
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  #76 (permalink)  
Alt 22.12.2009, 22:27
Silvia Silvia ist offline
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Registriert seit: 05.10.2007
Beiträge: 2.373
Standard AW: Umbau/Abriss des Kulturpalastes stellt sich neu zur Diskussion.

Zitat:
Zitat von chr.dresden Beitrag anzeigen
Es gibt übrigens eine ganze Reihe Befürworter des Umbaus, die ein neues Konzerthaus für wünschenswert halten, nur eben für derzeit nicht realistisch. Daher besser den "Spatzen in der Hand".
Das was ich daran nicht begreife ist, warum muss man mit dem "Spatz in der Hand" ein neues Konzerthaus ins Unendliche verschieben? Warum kann der Spatz in der Hand nicht ein baurechtlich und akustisch ertüchtigter Multifunktionssaal sein? Damit hätte man dem bürgerschaftlichen Engagement für ein akustisch und architektonisch herausragendes Konzerthaus mit Kammermusiksaal wenigstens die Chance gegeben, das nötige Geld mit der Stiftung einzuwerben.

Alle waren sich einig, dass die Kultur ins Stadtzentrum gehört - und nicht in die Messe. Deswegen sind sowohl die Herkuleskeule als auch die Bibliothek scharf auf den Platz im Kulturpalast. Aber während es für beide mit Sicherheit auch andere, bessere Lösungen gibt, wenn man will, soll der bisherige Hauptnutzer des Kulturpalastes - die Gäste der U-Musik - mit der dezentralen, verkehrstechnisch auch mit einer Straßenbahn immer noch mies erschlossenen, Messe abgespeist werden, von der die Fachleute behaupten, dass die beschlossenen 3,1 Mio € nicht hinten und nicht vorne reichen werden um dort ein mit dem Kulturpalast vergleichbares U-Musik-Erlebnis zu ermöglichen. Fachleute glauben an mindestens die 10-fachen Kosten für die Messe + 15 Mio € für die Bahn!

Gespannt bin ich auch, welche Umbaukosten für den Kulturpalast ermittelt werden, wenn die 2 Mio€ für die Planung verbraucht sind. Ob das dann immernoch weniger ist als für die Sanierung und ob das dann immer noch ein Spitzenkonzertsaal ist??? Bloß dann ist wieder ein Stück Tatsachen geschaffen - das Ende der Betriebserlaubnis ist wieder ein Stück näher. Andererseits hatte ja der Herr Rose kein Problem damit, auch in anderen Dresdner Sälen vorübergehend zu musizieren und das Repertoire an die Akustik dieser Räume anzupassen.
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  #77 (permalink)  
Alt 14.03.2012, 15:19
Ole Ole ist offline
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Umbau des Dresdner Kulturpalastes doch finanzierbar? - DRESDEN FERNSEHEN - Alle Videonachrichten fr Dresden! > <b>Dresden</b>

Mutti Stadt geht ins Kinderzimmer und plündert die Sparbüchsen der Kinder. Sehr, sehr peinlich für Mutti.

Hmm. Aber die Kinder bekommen Zinsen für das Geld? Wie war das bloß mit dem Versprechen von Mutti, keine Schulden mehr zu machen?
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  #78 (permalink)  
Alt 14.03.2012, 17:18
_AR _AR ist offline
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Zitat:
Zitat von Ole Beitrag anzeigen
Umbau des Dresdner Kulturpalastes doch finanzierbar? - DRESDEN FERNSEHEN - Alle Videonachrichten fr Dresden! > <b>Dresden</b>

Mutti Stadt geht ins Kinderzimmer und plündert die Sparbüchsen der Kinder. Sehr, sehr peinlich für Mutti.

Hmm. Aber die Kinder bekommen Zinsen für das Geld? Wie war das bloß mit dem Versprechen von Mutti, keine Schulden mehr zu machen?
Wie wärs, wenn der weiter oben zitierte "Hofnarr-Fröhlich-Verein" seine geschnorrten "Spendengelder" dazu hergeben würde? Es hätte bestimmt niemand was gegen den neuen Namen:
"Hofnarr - Blobel - Odeon"
Und der neue Namensgeber mit seinen Spießgesellen hätte dann auch die Räumlichkeiten, die Herrschaften von der Un-esco zum Gegenfrühstück einzuladen.
Wäre wieder mal eine Gelegenheit zum Ränkeschmieden
ps. man hat eigentlich lange nichts mehr von ihm gehört. Kümmert er sich jetzt etwa mal um was Nützliches für die Menschheit?

__________________
Frage (22.Jan.2011) von "Silvia": "Tut Nachdenken eigentlich weh?"
Antwort Sender Jerewan: "Sie sollten es mal versuchen!"
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  #79 (permalink)  
Alt 15.03.2012, 14:42
Gisbert Juch Gisbert Juch ist offline
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Beiträge: 221
Standard AW: Umbau/Abriss des Kulturpalastes stellt sich neu zur Diskussion.

Zitat Ole: "Mutti Stadt geht ins Kinderzimmer und plündert die Sparbüchsen der Kinder. Sehr, sehr peinlich für Mutti.
Hmm. Aber die Kinder bekommen Zinsen für das Geld? Wie war das bloß mit dem Versprechen von Mutti, keine Schulden mehr zu machen?
"

Und das in auffälliger Eile, damit nicht vorzeitig noch mehr zutage tritt, wie kleinkariert ihre Kulturplalastpläne sind. Einem Investor ist das Risiko nicht zumutbar, aber die Stiftungen werden dazu gezwungen.
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  #80 (permalink)  
Alt 15.03.2012, 15:11
Thomas May Thomas May ist offline
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Registriert seit: 24.01.2007
Beiträge: 766
Standard AW: Umbau/Abriss des Kulturpalastes stellt sich neu zur Diskussion.

Ihr Bild ist schief. Wann und wo haben die "Kinderchen" Kreuzchor oder Hartz4er etwas in die "Sparbüchsen" eingezahlt? Und wo ist das Problem, wenn die Zinserträge den Kinderchen doch weiterhin zukommen und im Übrigen den Bürgern und Gästen dieser Stadt endlich ein brauchbarer Konzertsaal zur Verfügung steht? Hier wird einfach auf linksgrüne Veranlassung nach dem WOBA-Verkauf totgelegtes Kapital nutzbar gemacht.

Und ein Witz am Rande: Der Kreuzkantor wollte das Stiftungsgeld für ein neues Internat verfrühstücken - und hätte dann zur Finanzierung seiner Sangesbuben sicher auch einfach wieder die Hand bei Stadt aufgehalten. Das Erpressungspotential ist ja auch beträchtlich: Höchstkultur, eine vieltausendjährige Tradition und junge Menschen, die Kirchenlieder singen. Na, da ist doch klar, wei die Sache ausgeht.....
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