21.05.2012 17:33
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Ich denke, die Sache ist einen neuen Thread wert. Ein kurzes Eingangsstatement:
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Die bösen Grünen wieder!
Dass hier ein Bürgerentscheid mit eindeutigem Ergebnis den klaren Bürgerwillen zu Ausdruck gebracht hat, keine Müllverbrennung in Leppersdorf zuzulassen ist natürlich völlig irrelevant. Herr May befindet wieder mal auf dem üblichen CDU-Schlingerkurs. Bravo, schöner hat sich hier noch keiner selbst entlarvt. Ihre ganze ganze "Bürgerwillen-zuerst-Soße" können Sie sich ja jetzt schenken. PS: Persönlich tendiere ich eher für die Anlagen, weil ich die Gefahren für stark überschätzt halte. |
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Zitat:
Ich denke aber, das kann man alles noch nachholen. Inzwischen hat in Leppersdorf allerdings nicht mehr die Demagogie grüner Hetzer die Oberhand, sondern es läuft eine sachlicher Debatte, wie man das Kraftwerk möglichst folgenarm baut und betreibt. Auch Müller hat viel dazu gelernt: Die hatten vor dem BE eine ganz ausgesprochen dumme Art, ihr Anliegen zu kommunizieren. Und der CDU-Bürgermeister macht nicht destruktive Totalopposition, sondern versucht, Grenzwerte durchzusetzen, die unter den gesetzlich vorgeschriebenen liegen. Sehr vernünftig! |
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Naja, Herr May… wieder beim Kritisieren der Ökostalinisten? Weil die nicht wollen, dass der gute Herr Müller ein dringend benötigtes Müllverbrennungs- äh, Moment … (wie war das Wort?) ach ja: „Ersatzbrennstoffkraftwerk“ bauen will? Ohne das er ja wirtschaftlich nicht mehr existieren kann und leider, leider nach Polen gehen muss? Was ja unsere Arbeitsplätzte kostet (usw.).
Ausgerechnet für den Subventionsbetrüger Müller sollten wir uns vielleicht nicht so sehr einsetzen. Wer die Hintergründe nicht kennt, muss nur bei einer Suchmaschine seiner Wahl „Müllermilch Subventionen“ oder ähnliches eingeben. Und für diejenigen, die die pdf noch nie per E-Mail erhielten, hier ein Auszug: Herr Müller, Milch und Subventionen Das hier, das ist der Herr Müller. Der Herr Müller kommt aus Aretsried, das liegt in Bayern, also ganz im Süden. Der Herr Müller ist ein Unternehmer und das, was in den Fabriken von Herrn Müller hergestellt wird, habt ihr sicher alle schon mal gesehen, wenn ihr im Supermarkt wart. (...) Weil der Herr Müller ein Unternehmer ist, hat er sich gedacht, er unternimmt mal was und baut eine neue Fabrik. Und zwar baut er sie in Sachsen, das ist ganz im Osten. Eigentlich braucht niemand eine neue Milchfabrik, weil es schon viel zu viele davon gibt, und diese viel zu viele Milchprodukte produzieren, aber der Herr Müller hat sie trotzdem gebaut. Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine Arbeitsplätze haben, unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld. Arbeitsplätze hat man nämlich im Gegensatz zu Milchprodukten nie genug. Also hat der Herr Müller einen Antrag ausgefüllt, ihn zur Post gebracht und abgeschickt. Ein paar Tage später haben ihm dann das Land Sachsen und die Herren von der Europäischen Union in Brüssel einen Scheck über 70 Millionen Euro geschickt. 70 Millionen, das ist eine Zahl mit sieben Nullen, also ganz viel Geld. Viel mehr, als in euer Sparschwein passt. Der Herr Müller hat also seine neue Fabrik gebaut und 158 Leute eingestellt. Hurra, Herr Müller. Nachdem die neue Fabrik von Herrn Müller nun ganz viele Milchprodukte hergestellt hat, hat er gemerkt, dass er sie gar nicht verkaufen kann, denn es gibt ja viel zu viele Fabriken und Milchprodukte. Na ja, eigentlich hat er das schon vorher gewusst, auch die Herren vom Land Sachsen und der Europäischen Union haben das gewusst, es ist nämlich kein Geheimnis. Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben. Ist ja nicht ihr Geld, sondern eures. Klingt komisch, ist aber so. Also was hat er gemacht, der Herr Müller? In Niedersachsen, das ist ziemlich weit im Norden, hat der Herr Müller auch eine Fabrik. Die steht da schon seit 85 Jahren und irgendwann hatte der Herr Müller sie gekauft. Weil er jetzt die schöne neue Fabrik in Sachsen hatte, hat der Herr Müller die alte Fabrik in Niedersachsen nicht mehr gebraucht, er hat sie geschlossen und 175 Menschen haben ihre Arbeit verloren. Wenn ihr in der Schule gut aufgepasst habt, dann habt ihr sicher schon gemerkt, dass der Herr Müller 17 Arbeitsplätze weniger geschaffen hat, als er abgebaut hat. Dafür hat er 70 Millionen Euro bekommen. Wenn ihr jetzt die 70 Millionen durch 17 teilt, dafür könnt ihr ruhig einen Taschenrechner nehmen, dann wisst ihr, dass der Herr Müller für jeden vernichteten Arbeitsplatz über 4 Millionen Euro bekommen hat. Da lacht er, der Herr Müller. Natürlich nur, wenn niemand hinsieht. Ansonsten guckt er ganz traurig und erzählt jedem, wie schlecht es ihm geht. (...) Wenn ihr jetzt fragt, warum solche ekelhaften Schmarotzer wie der Herr Müller nicht einfach an den nächsten Baum gehängt werden, dann muss ich euch sagen, dass man so etwas einfach nicht tut. Wenn ihr aber das nächste Mal im Supermarkt seid, dann lasst doch einfach die Sachen vom Herrn Müller im Regal stehen und kauft die Sachen, die daneben stehen. Die schmecken genauso gut, sind meistens billiger und werden vielleicht von einem Unternehmer hergestellt, für den der Begriff "soziale Verantwortung" noch eine Bedeutung hat. (…) |
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Leppersdorf - das nächste Seveso!
Zitat:
Zitat:
Jetzt kann ich wirklich nicht mehr - Leppersdorf - das Touristenziel! Achso, woanders arbeiten als wohnen? Drehen Sie jetzt den Spieß um? Waren sie nicht gegen die Leute vom Dorf, welche in die Stadt arbeiten fahren? Wieder ein Beispiel Ihrer gnadenlosen Falschheit! Waren Sie schon mal in Leppersdorf? Müller ist dort der einzige Arbeitgeber in der Größenordnung! Von wegen, einfach wo anders arbeiten. |
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Zitat:
Dass der Taschenspielertrick mit dem geänderten Bebauungsplan nicht gewaltig Ihre demokratisches Vorzeigehaltung beleidigt, wundert mich nicht. Die Ost-CDU und die Demokratie, zwei Schuhe, die schon in der DDR nicht zusammengepasst haben. Da nehmen sich die Blockflöten und die SED-Nachfolger nichts. Alles Heuchler, Herr May, gelernt ist gelernt. |
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Gruß Dietmar |
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Ich kauf schon lange keine Müllerprodukte, wenn ich es irgendwie vermeiden kann.
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Da es ja so halbwegs zum Thema passt: Klick mich an!
Wenn es der gute Herr Müller schon so schwer hat mit diesen Bauern, die in unverschämter Weise noch mehr Geld für ihre Milch fordern, dann sollte man ihm doch wenigstens diese Gelddruckmaschine, also dieses Ersatzbrennstoffkraftwerk gönnen. Denn im Unterschied zu herkömmlichen Kraftwerken, bei denen der Betreiber für die Ausgangsstoffe seiner Energie (Kohle oder Uran) Geld ausgeben muss, erhält er hier welches für die Entgegennahme des Mülls. So wird er quersubventioniert über unsere Müllgebühren. Das sichert immerhin Leppersdorfer Arbeitsplätze! Und das kann man der Müller-Milch AG natürlich nicht vorwerfen, sie nutzen letztlich nur eine legale Möglichkeit, die vom Staat ermöglicht wird und die auch andere nutzen. Was sich die Leppersdorfer da nun so haben? Es hätte ihnen doch von Anfang an klar sein müssen, was bei ihrem Dorf entsteht! Denn wenn jemand eine Molkerei baut, ist es doch ein logischer Schluß, dass dann irgendwann auch noch eine Müllverbrennungsanlage folgt. Erst alles toll finden und dann jammern. Typische Ossis! Und nun im Ernst: Möglicherweise haben einige "Grüne Hetzer" dort einigen Leuten arg übertriebene Horrorszenarien aufgetischt. Sowas kennt man ja von Castor-Transporten, bei denen Atomkraft-Gegner den Anwohnern der Strecke einredeten, sie würden alle verstrahlt. Das ist natürlich Blödsinn, etwas verstrahlt wurden lediglich die Polizisten, die die Züge begleiten mussten. Und das auch nur vielleicht. So ähnliche Vorkommnisse kann ich mir auch in Leppersdorf und Radeberg vorstellen. Aber die Gegenseite hat sich anscheinend nicht viel besser benommen. Und vielleicht sind zumindest manche Leppersdorfer gar nicht so ferngesteuert und indoktriniert von den bösen Grünen, sondern tatsächlich zu eigenen Gedanken fähig? Es gab einen BE, und fertig. Die Sache mit dem geänderten Standort ist tatsächlich ein Taschenspielertrick und zwar ein ziemlich unverschämter. Ja, ich kann mir gut vorstellen, dass heute gebaute Kraftwerke dieser Art einen hohen Sicherheitsstandard haben (genau wie heute von Siemens gebaute Atomkraftwerke). Die Leppersdorfer werden im Falle des Baues nicht alle den Giftgastod erleiden. Aber es bleibt ihre Entscheidung, ob sie das dort haben wollen oder nicht. Und sie wollen nicht. Diese Drohung, die Molkerei müsse ansonsten möglicherweise nach Osteuropa verlagert werden, bedeutet übrigens nichts anderes als dass man im Vorstand genau darüber längst nachgedacht hat. Und es also irgendwann sowieso tun wird. Die Heuschrecken ziehen weiter... Ganz nebenbei sind die hohen in Deutschland erreichten Umweltschutz-Standards, die hier ja so betont wurden, eindeutig auf die frühere Arbeit von Umwelt- und Naturschützern, also diesen Ökostalinisten zurückzuführen. |
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Da muss Herr May sicher erst mal bei den Kollegen im ThinkTank (von dem aus er immer schreibt) nachfragen.
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