21.05.2012 17:32
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Zitat:
Den Zusammenhang erkenne ich nicht. Was hat das mit der DDR-Vergangenheit zu tun? Gruß psana42 |
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Das ist ja schön und gut mit dem "netten, kleinen Dörfchen". Die Einwohner dieses netten kleinen Dörfchens nehmen die Vorteile des Gewerbesteuerzahlers Müller-Milch wohl auch dankend entgegen und so mancher wird dort auch arbeiten. Nun soll da auch kein Großkraftwerk entstehen, sondern eine Anlage, die sich gemessen an den ohnehin beachtlichen Dimensionen dieser größten Molkerei-Anlage Europas kaum optisch negativ bemerksam machen dürfte. Die vielen schmucken Einfamilienhäuser, die in Leppersdorf gebaut worden sind, lassen auch nicht darauf schließen, dass deren Eigentümer sich bewußt den häßlichsten Teil Sachsens zum Bauen aussuchen wollten. Diese Betonung der Situation der sogenannten "Betroffenen" hat auxh ihre Grenzen. Es kann eben nicht nur nach den Bewohnern uvon Leppersdorf gehen. Ich wäre auch nich tbegeistert, wenn man mir eine Autobahn, einen Flugplatz, eine Bahnlinie oder eine Großmolkerei hinters Haus bauen wollte. dazu ist auch niemand verpflichtet. Allerdings kann das "St. Florians-Prinzip" bei solchen Maßnahmen wohl nicht das tragende Argument sein. dann könne wir nämlich leise Abstand von unserem Wohlstand nehmen., denn der muss jeden Tag neu irgendwo verdient werden. Insoweit gilt das gerne gebrauchte Argument von der Sozialpflichtigkeit des Eigentums (Art. 14 II GG) auch für "Betroffene". Die Angst vor Müllverbrennungsanlage allgemein ist doch ohnehin völlig überzogen, weil sie auf einem Technki-Standard basiert, wie wir ihn vor 30 Jahren mal hatten. Die Umwelttechnologien sind inzwischen um einiges fortentwickelt worden und nicht umsonst gibt es auch gesetzliche Standards, die eingehalten werden müssen. Letzendlich soll mit dem Kraftwerk auch ein Beitrag zur Sicherung der Rentabilität der Molkerei geleistet werden. Nun ist die Anlage einer der Schlüsselbetriebe von Müller-Milch, der zwar nicht mal so eben dicht gemacht und verlagert werden kann, aber letztlich auch dauerhaft rentabel sein muss. Die Steigerungen der Energiekosten haben uns allen in den letzten Monaten den Atem verschlagen. Auch wenn jetzt mal wieder ein kräftiger Rückgang zu beobachten ist, so sicher ist auch, dass die Energiepreise weiter steigen werden. Angeichts der langen Vorlaufzeiten ist es also nur sinnvoll, wenn sich Müller schon jetzt Gedanken macht, wie er der Preisspirale entkommen kann. Im Übrigen kann ein Ersatzbrennstoffkraftwerk auch ökologisch sinnvoll sein. Je nach dem eingesetzten Brennstoff, nämlich bei einem hohen Anteil von Biomasse, kann ein solches Kraftwerk auch erhebliche Einsparungen an CO2-Emmissionen im Vergleich zur Stromproduktion mit fossilen Energieträgern beitragen. Und davon hängt doch , glaubt man den Klimaaktivisten, die Zukunft der Menschheit ab. Wenn die Leppersdorfer also "ein Wörtchen mitreden " wollen, so möchte ich bitte kein Jammern und Klagen hören, wenn Müller den laden eines Tages mal dicht macht, weil er ihm zu teuer wird. Selbstverständlich haben EBS-Kraftwerk und WSB überhaupt nichts miteinander zu tun. Es fällt nur auf, dass die gleichen, die darüber klagen, dass Müller-Milch das BE "ausbremsen" will, im Fall der WSB ständig darauf hinweisen, dass das gleiche Vorgehen der Grünen Liga nur legitim sei. Nur in diesem Punkt gibt es Berührungsflächen der beiden Themen. W.S. |
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[quote=Walter Schleiff;11741]
Sein Verhalten gegenüber den Milchbauern halte ich nicht für korrekt. Zum EKW habe ich keine gegenteilige Meinung, auch nichts gegen Müllimport. Manches Rohöl ist hochgiftig! Gruß psana42 |
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[quote=FrankN;11743]
Kleiner Auszug aus einem der Texte: "Was unterscheidet diesen Leppersdorfer Betrieb von anderen Molkereien, Mit - Wettbewerbern? Diese gigantische Grösse. Und eben dies ist das Problem, es fehlt zum Betreiben dieses Betriebes in der Region der erforderliche Rohstoff. ( Milch ) Der logistische Aufwand, der betrieben werden muss, um die riesigen Mengen Rohmilch ran zu holen, widerspricht aller kaufmännischen und ökologischen Vernunft. ( gleiches gilt für den „Ersatzbrennstoff„ ) ... quote] Bisher klappt es doch und der Betrieb steht nicht vor der Pleite. Das wirtschaftliche Ergebnis zu steigern ist doch wohl erlaubt. Wie oft wird bei den Betroffenen der Müll abgeholt, der nach BimschV17. dann zu einem anderen ESB-KW gekarrt wird. Hauptsache nicht in meiner Nähe. Das ist die Scheinheiligkeit der Grünen. Gruß psana42 |
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Solche riesigen Molkereien braucht kein Mensch. Man kann Milchprodukte auch dezentral herstellen.
Mit Marktwirtschaft hat das nix zu tun. Die funktioniert mit Monopolen und Oligopolen ganz schlecht. Hier gehts auch nicht um die besseren Produkte, sondern um Marktmacht, also um Macht. Ist das schlimm? Ja. Man kann Markenprodukte kaufen, lieber MT98, oder glauben Sie im Ernst, im Ehrmann-Joghurt ist Müller-Milch drin? |
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Es geht bei dem Problem in Leppersdorf ganz besonders darum, dass sie in Zukunft von der Autobahn, von einer Müllverbrennungsanlage und einer in Planung befindlichen Fernverkehrsstraße, eingeschlossen sein werden. Mir würde es sicher auch nicht gefallen, aber in der Stadt Dresden sind die Umweltbelastungen ja auch nicht gerade niedrig. Da wird doch gegen den wachsenden Verkehr auch nicht wirklich viel getan. |
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Wir können nicht auf die Dauer
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Kommen wir aber zu den Steuern und Abgaben: Mehrwertsteuer: für ein Unternehmen ein kostenneutraler Posten Stromsteuer: für ein Unternehmen ein (fast) kostenneutraler Posten ist. Die Stromsteuer wird zu 90% zur Finanzierung des Rentensystemes verwendet und kann bis zu 95% dem Unternehmen über das Finanzamt rückvergütet werden, wenn dieses rentenversicherungspflichtige Beschäftigte hat.Der Regelsteuersatz beträgt 20,50 Euro/MWh; Unternehmen des produzierenden Gewerbes haben einen ermäßigten Steuersatz von 12,30 Euro/MWh; siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Stromsteuer. Konzessionsabgabe: Diese Abgabe hat nichts mit Öko zu tun, sondern diese Abgabe bekommen die Kommunen, um den Energieversorgern die Durchleitung und Nutzung öffentlichen Grund und Bodens zu gewährleisten. Diese Abgabe beträgt für normalen Tarifkunden 1,30Ct/kWh - 2,40 ct/kWh, je nach Gemeindegröße, Sondertarifkunden (dazu zählt Müllermilch sicher) bezahlen 0,1Ct/kWh; ausführlich in http://de.wikipedia.org/wiki/Konzessionsabgabe Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz: Dient zur Motivation zur Erhöhung der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung. Die Abgabe beträgt 0.2Ct/kWh für Normalverbraucher (<100 MWh/Jahr) und 0,05Ct/kWh für die, mit mehr als 100 MWh/Jahr und gilt bestimmt auch für Müllermilch; mehr unter http://de.wikipedia.org/wiki/Kraft-W...opplungsgesetz EEG:Dient der Subvensionierung der mit erneuerbareren Quellen erzeugter Energie und wird zurzeit von den Stromunternehmen mit 0,1Ct/kWh angesetzt, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuer...nergien-Gesetz Da Sonderkunden und Tarifkunden mit vollkommen unterschiedlichen Abgaben belastet werden, ist die Aussage der prozentualen Belastung durch Steuern und Abgaben in einen Kreisdiagramm Unfug. Einen Satz aus dem Link möchte ich dem Forum nicht vorenthalten. Zitat:
![]() Wie teuer kommt Sachsenmilch in Leppersdorf eigentlich die Energie? Nun, ich nehme Herrn Höring (Chef Müllermilch Leppersdorf) beim Wort. Nach seinen Aussagen in http://www.sz-online.de/nachrichten/...asp?id=1337404 gibt Müllermilch in Leppersdorf 26 Mio Euro/Jahr für Energie aus. Aber wieviel kostet MM die Kilowattstunde? Nehmen wir die Daten der MVA Lauta, die zurzeit modernste MVA in Sachsen. http://www.ks-ingenieurconsult.de/jo...uten&Itemid=83 Sie hat eine thermische Leistung von 85 MW und eine elektrische Leistung von 20 MW (Wirkungsgrad 23%!!!) bei einer Müllverbrennungsmenge von 225 000 Tonnen. In Leppersdorf sind 300 000 Tonnen vorgesehen, per Dreisatz kommt dann eine elektrische Leistung von 26 MW heraus (thermisch 113 MW) Geht man davon aus, dass MM die Energieversorgung restlos autark machen will, kommt man auf 26 MW *24 h/d * 365 d =227760MWh Jahresenergieverbrauch. Bei 26 Mio Euro Energiekosten heißt das 114Euro/MWh oder 11Ct/kWh. Da jetzt die Energiemenge bekannt ist, ist es auch möglich, die Steuern und Abgaben von MM zu berechnen, so sie nicht sondertariflich anders geregelt sind. Mehrwertsteuer: 4,94 Mio --> aber kostenneutral Stromsteuer: 2,8 Mio (227760MWh*12,30Euro/MWh) --> um hier weiter zu rechnen müsste man wissen, wieviel MM in die Rentenkasse einzahlt. Laut Landesamt für Statistik liegt der Bruttodurchschnittsverdienst/Jahr in Sachsen bei 22 000 Euro. 2007 lag der RV-AG-Anteil bei 9,95%.Das sind bei 1500 Beschäftigten 3,1 Mio Euro RV-AG-Beitrag. Von diesen Beitrag muss - der Sockelbetrag von 512 Euro (das lasse ich mal weg) und - der Senkungssatz 2007 (0,2% von den RV-AG-Beiträgen) abgezogen werden -- > 0,62 Mio Euro Verbleiben 2,18 Mio und von dem Rest sind 95% (2 Mio Euro) rückerstattungsfähig --> bleiben 800 000 Euro Konzessionsabgabe: 228 000 Euro (227760 MWh*100Ct/MWh) EEG: 228 000 Euro (227760 MWh*100Ct/MWh) KWK: 114 000 Euro (227760MWh*50Ct/MWh) Macht in Summe unter Ausnutzung aller steuerlichen Möglichkeiten 1,37 Mio Euro und das sind von 26 Mio Euro 5%. Wo wollen Sie da noch 15% rausholen, Herr May? Noch was zum Wirkungsgrad einer MVA, der ist grottenschlecht - moderne Kohlekraftwerke kommen auf 40%. Und er wird weiter gemindert, da noch der energetische Aufwand zum Heranbringen des Mülls in die Rechnung mit eingehen muss - da kommt ein Wirkungsgrad raus, der in die Nähe von Solarzellen kommt. Herr May, das ist nicht böse gemeint, ich fühle mich den Naturwisenschaften eng verbunden und die sind extrem stalinistisch - es gibt Naturgesetze die gelten, ohne Rücksicht auf Demokratie, Rechtsstaat und BEs!Interessant an dieser Stelle, auch in Lauta gab es 1997 einen BE und 88% stimmten gegen die MVA. Trotzdem steht sie und arbeitet - die gewählten Volksvertreter in Lauta waren halt ein bißchen intelligenter als die Leppersdorfer - man sitzt die 3 Jahre einfach aus und dann hat der BE (das Wahlvolk) seine Schuldigkeit getan; die WSB läßt grüßen.Mitterweile bin ich zutiefst davon überzeugt, egal, wie der BE 2005 zur WSB ausgegangen wäre - sie wäre gebaut wurden und die, die heute alle die, die gegen die WSB sind, als Antidemokraten und Rechtsstaatverletzter bezeichnen, hätten bestimmt eine demokratische und rechtsstaatliche Begründung gefunden, warum der BE spätestens nach drei Jahren keine Bindungswirkung mehr hat! Zitat:
Noch ein Punkt zum Schluss - leider ohne Quellen, so was erfährt man nur mündlich - der Preis für Müll soll etwa 100 Euro/Tonne betragen, die der Müllentsorger an den Müllverbrenner zu zahlen hat. Das macht in Leppersdorf 300 Mio Einnahmen pro Jahr nur durch Müll. Ich kündige morgen meinen Job und baue eine MVA - so schnell kann nicht mal der Kopierer die Geldscheine drucken! Gruß Dietmar |
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