21.05.2012 17:30
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Von mir aus hätte die Frauenkichenruine als Mahnmal (so wie es mal gedacht war) stehen bleiben können. Andere Sachen wieder aufbauen: Zwinger, Semperoper, Schloß angefangen - hat ja auch die bettelarme DDR gezeigt, dass sie das kann.
Das hätte den Charme gehabt, den Rechten plastisch zeigen zu können: hier waren die Nazis dran schuld (mal abgesehen davon, ob es nun für die Amis und die Briten eine militärische Notwendigkeit für die Bombardierung Dresdens gab oder nicht und wie groß der Zehnerexponent bei den Opferzahlen wirklich ist). Allerdings, dann wären wohl einige Grundstücke von Herrn Blobel heute weniger lukrativ. |
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„Dieser Text ist nicht als Gegenmeinung zu den zitierten Passagen gedacht, sondern nur so als Anmerkung: „ Nehmen Sie meine Anmerkungen ebenso. Keinesfalls wollte ich mit meiner Aussage die Justiz beschönigen. Was manchmal mit dem hohem Gut der Demonstrationsfreiheit erlaubt wird, kann ich auch nicht immer nachvollziehen, z.B. wenn Platzverweise mit dem Argument der Spontandemo umgangen und diesen dann stattgegeben werden. Manchmal habe ich auch den Eindruck, dass manche Juristen Extremisten zu harmlos behandeln. In aller Regel sind wohl die Strafrahmen (genau weiß ich es aber nicht) ausreichend, werden aber nicht ausgeschöpft. Bedauern tue ich dann immer die Polizei. An solche Exzesse wie in Hamburg oder bei den Castortransporten darf ich nicht denken. Oft habe ich das Gefühl, dass das Recht auf Demokratie ein Recht auf Anarchie ist. Dem will ich nicht folgen. Hier müssen aber z.B. die Innen- und Justizminister besser zusammenarbeiten. In einem anderen Forum habe ich gerade gelesen, dass aus der Linken viele Mitglieder austreten. Hoffentlich passiert das auch in Sachsen. Mit dem Demokratieverständnis der Linken scheint es nicht besser auszusehen als bei den NPDern. Bei den Rechten besteht ja die ja die Hoffnung, dass die bei der nächsten Landtagswahl wieder ausscheiden. Ich weiß auch nicht, wie es richtig ist, nur eins: von Extremen, will ich mich nicht schon wieder missbrauchen lassen. Gruß psana42 |
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Zitat:TichyDie Frauenkirche ist ein Mahnmal. Kommt es bei Ihnen nur als schöne Kirche an? Dann muß man dagegen etwas tun. Gruß psana42 |
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Eine Treffen der demokratisch gesinnten Dresdner an der Frauenkirche, mit Gästen aus Coventry und Rotterdam, bleibt für mich immer noch die beste Art der Trauer und Erinnerung. Und auch die beste Art der "Gegendemo" gegen radikale Spinner. Sicher würden die Reden von Linke- und CDU-Politikern unterschiedliche Schwerpunkte setzen - aber grundsätzlich gibt es diesbezüglich doch keinen Dissens. Die von linksradikalen Gruppen maßgeblich mitinitiierte GehDenken-Demo ist jedoch nicht geeignet, die Einheit von Demokraten gegen Radikalismus zu demonstrieren. So etwas ähnliches (gemeinsames Gedenken) ist ja jetzt auch Frau Orosz eingefallen. Ich fürchte allerdings, dafür hätte sie etwas eher aus dem Mustopf schauen müssen - als Drittveranstaltung zu rechtem Aufmarsch und GehDenken-Demo taugt das sicher nicht. |
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Übrigens: Hinsichtlich der Extremisten der Gegenseite werden Umschreibungen wie Ihre allgemein als "Verharmlosung" gebrandmarkt. Und wenn Sie schon einmal mit dort sind - helfen Sie dann doch bitte wenigstens hinterher beim Aufräumen.
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Na, da haben Sie es mir aber mal wieder gegeben! Kleinkindniveau! Feige und selbstbetrügerisch, Umfallermentalität! Es schein Ihnen beiden unmöglich zu sein, sachlich zu bleiben. Machen Sie sich mal keine Sorgen. Ich sitze nicht nur im Wohnzimmersessel oder drängele mich bei Schnäppchenangeboten. Wenn Sie nur zu solchem Schwarz/weiß-Denken fähig sind, wie Ihre Beiträge nahelegen, muss ich das wohl hinnehmen. Auch wenn Sie mich noch so sehr versuchen lächerlich zu machen, werde ich mir nicht vorschreiben lassen, wie und wo ich Stellung gegen braunen und roten Ungeist beziehe. Das Jahr hat mehr als einen Tag. Sie können jeden Tag aktiv sein und zu jeder Gelegenheit deutlich machen, dass totalitärer Ungeist in diesem Land keinen Platz mehr finden darf. Wenn Sie mir mangelnde Bereitschaft aktiv zu sein unsterstellen, dann liegt es daran, dass Sie mich nicht kennen. Ich bin immer aktiv, halte aber nichts von Aktionismus oder verordnetem "Antifaschismus". Ich springe auch nicht über jds Stöckchen, das man mir hinhält. Die Braunen sind für unsere Demokratie keine Gefahr. DVU und NPD sind wirtschaftlich am Ende. Pleite. Eine ernst zu nehmende politische macht stellen diese Parteien nicht dar. Dass ein paar tausend Hohlbirnen in Deutschkland aktiv sind, wird daran nichts ändern, solange Ihnen viele Millionen demokratisch gesinnte Menschen ihre Grenzen zeigen, solange jeder Demokrat sein Bestes dafür gibt, auch die Jugend zu friedliebenden Demokraten zu erziehen und bei jeder Gelegenheit für unsere freiheitlich demokratische Grundordnung einzutreten. Zu glauben, die Braunen "in Grund und Boden" demonstrieren zu können, halte ich nun wieder für völlig unrealistisch. Im Gegenteil. Die freuen sich drauf. Denn dadurch gibt es erst die gewünschte Aufmerksamkeit. Wenn dann aus der Schar der Gegendemonstranten auch noch die rituellen Angriffe der "Autonomen" auf die Polizei erfolgen, die mediengerecht in Szene gesetzt werden, war das Ganze wieder ein "voller Erfolg". Vor allem, wenn unsere Polizei dadurch faktisch gezwungen wird, die braune Demo auch noch zu schützen. Was ihr von angeblichen Demokraten dann gerne angekreidet wird. Der 13. Februar ist für mich ein Tag des stillen Gedenkens. Sie mögen es anders sehen.An diesem Tag wird es auch keine braune Demo geben. W.S. |
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Dem ist nichts hinzuzufügen. Der 13. Februar ist für mich ein Tag des stillen Gedenkens und der Handreichnung zur Versöhnung. Er darf schon deshalb nicht mißbraucht werden. Leider scheint das tatsächlich nur ein Wunsch zu sein. Gruß psana42 |
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Herr Schleiff, es liegt mir fern Sie lächerlich zu machen und das habe ich mit meinem Beitrag sicher nicht getan. Zuspitzungen richteten sich nicht gegen Sie persönlich, sondern betrafen allgemeine Verhaltensweisen, vor denen wir alle nicht gefeit sind.
Es ist doch auch nicht unsachlich, wenn ich einfach eine andere Meinung vertrete und es für besser halte, an solchen Tagen rechten und linken Extremisten die Öffentlichkeit streitig zu machen. Wenn Menschen aus verschiedensten Lebensbereichen an öffentlichen Pätzen gedenken, dann kann das schließlich auch ein stilles Gedenken sein. Ich habe immer das Wort im Kopf, was über die Weimarer Republik und über ihr Scheitern gesagt wurde: Sie sei eine Demokratie ohne Demokraten gewesen. Soetwas finde ich durchaus gefährlich, wenngleich ich mir im Klaren bin, dass wir keine Weimarer Verhältnisse haben und auch unser Rechtssystem eine Demokratie besser absichern hilft. Aber im Selbstlauf besteht eine Demokratie deswegen nicht. Nichtsdestotrotz glaube ich es Ihnen, wenn Sie sagen, dass Sie zu anderen Gelegenheiten und viel öfters demokratische Standpunkte behaupten. Das ist sicher auch wichtiger, als lediglich zu solchen Zeitpunkten öffentlich zu handeln. Doch finde ich, dass nicht wenige Menschen im Alltag, Arbeitsleben, Umfeld oder wo auch immer zögerlich sind, wenn es gilt, sich gegen unhaltbare Extrempositionen zu wenden. Vielleicht kann der ein oder andere von ihnen ermutigt werden, wenn die "normale breite Masse" ab und zu deutlich macht: "Wir wollen Extrempositionen und entsprechenden Gruppen keinen Raum überlassen. Deutung und Erinnerung unserer Geschichte gehören uns und ihre Instrumentalisierung überlassen wir denen nicht." Abgesehen davon denke ich, dass auch in der Rechten Szene der ein oder andere von den verführten und verunsicherten Mitläufern ins Nachdenken kommen könnte, wenn sie sehen, dass die breite Bevölkerung etwas anderes will, als die von Ihnen so bezeichneten rechten Hohlbirnen es behaupten. Zitat:
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Wird dann in paar Jahren eigentlich selektiv gesandstrahlt? |
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Wäre eine Methode. Einige Jährchen wird es schon halten. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass der linke und rechte Mob dann bis zur Bedeutungslosigkeit zurückgedrängt ist. Ganz verhindern wird man es wohl nie, weil die Demokratie zu viele Fehler zulässt und macht.
psana42 |
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