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  #181 (permalink)  
Alt 13.02.2010, 13:53
ABFAUL ABFAUL ist offline
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Registriert seit: 13.02.2010
Beiträge: 1
Standard AW: Wem gehört der 13. Februar?

Hallo liebe User,

wir sind die ABFAUL. Da sich einige von euch die Frage stellen, ob wir auch heute in Dresden Steine werfen, wollen wir euch beruhigen. WIr sindlediglich Unterstützer des Aufrufes, doch lehnen jedwede Gewalt, egal von welcher Seite, definitiv ab. Gewalt ist uns zuwider und wir sind eine friedliebende Gruppe. Einen firedlichen 13. Februar ohne Nazis im Stadtnbild wünschen wir Euch aus Arnsberg.
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  #182 (permalink)  
Alt 14.02.2010, 09:54
visitor x visitor x ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 20.05.2009
Beiträge: 291
Standard AW: Verdient der Kommunismus eine zweite Chance?

Zitat:
Zitat von Arnold May Beitrag anzeigen
Das könnte Ihnen so passen. Das Kriterium der Wahrheit (auch einer aus theoretischen Überlegungen abgeleiteten Absicht) ist nun mal die Praxis.

Da haben Sie Ihren Marx aber wirklich gelernt. Der gesamte Abschnitt lautet:

„Die Frage, ob dem menschlichen Denken gegenständliche Wahrheit zukomme - ist keine Frage der Theorie, sondern eine praktische Frage. In der Praxis muß der Mensch die Wahrheit, i. e. Wirklichkeit und Macht, Diesseitigkeit seines Denkens beweisen. Der Streit über die Wirklichkeit oder Nichtwirklichkeit des Denkens - das von der Praxis isoliert ist - ist eine rein scholastische Frage." (Thesen über Feuerbach. MEW Bd. 3)

Scholastisch etwas zugespitzt ergibt sich sogar eine Art May'sches Lügenparadoxon: Entweder halten Sie aufgrund der Praxis die theoretischen Grundlagen prinzipiell für unwahr, dann wäre auch Ihr angeführter Beweis (als theoretische Grundlage) unwahr. Oder Sie halten die Marxaussage für wahr, dann wäre auch die angegriffene Voraussetzung wahr. Um Ihre Praxis der Kunstgriffe und Unterstellungen etwas zu bremsen, sei schon jetzt darauf hingewiesen, dass ich damit diese marxistischen theoretischen Grundlagen weder als wahr noch als falsch bezeichne.

Noch einmal: Die Absicht (das ethische Motiv) leitet sich nicht aus den theoretischen Grundlagen des Marxismus ab, sondern geht ihnen voraus. Es sei denn, Sie heben auf die tatsächlichen geistig-kulturellen Grundlagen ab, wie (neben den neuzeitlichen Revolutionen) säkularer Humanismus und christlich-jüdisches Menschenbild, selbst wenn der Marxismus zu abweichenden Schlussfolgerungen kommt.

Beispiel: In Ihrem Haus wohnt ein Mütterchen, dem Sie Absicht haben, in irgendeiner Form zu helfen, weil es schon etwas gebrechlich ist. Sie beschließen, ihr die Einkaufstasche zu tragen. Im Treppenhaus stolpern Sie und alles geht kaputt. Oder Sie stellen die Tasche vor der falschen Tür ab oder Sie treffen Ihre Nachbarin wochenlang nicht. Unabhängig vom unbefriedigenden Resultat Ihrer Bemühungen ist gegen die gute Absicht zunächst nichts zu sagen. Vielleicht wohnt im gleichen Haus ein Junge, der die Alte nicht ausstehen kann und mit bösartigen Streichen schikaniert. Das Ergebnis wäre unter Umständen in beiden Fällen Verstimmung. Es kann dann passieren, dass Sie die Hilfe zukünftig besser planen wollen (Ehrenamt), um ein nochmaliges Scheitern zu verhindern. Erst dann entstehen die "theoretischen Grundlagen".

Zitat:
Zitat von Arnold May Beitrag anzeigen
Andere Frage: Welche Demokratie, die wirklich eine war und sich nicht nur so nannte, hat Leichenberge hinterlassen?.
Hängt davon ab, ob Sie unter "wirklich" nur die gelenkte Demokratie in Sachsen verstehen wollen. Üblicherweise würde man beispielsweise die demokratischen ständigen Mitglieder im Uno-Sicherheitsrat dazurechnen.
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  #183 (permalink)  
Alt 14.02.2010, 12:52
Silvia Silvia ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 05.10.2007
Beiträge: 2.330
Standard AW: Wem gehört der 13. Februar?

Zitat:
Zitat von WilhelmFriedemann Beitrag anzeigen
Déjà-vu?

Aber was soll man in einer Zeit erwarten, in der ein ehemaliger Generalsekretär der CDU gemeinsam mit Sarah Wagenknecht gegen rechtsstaatliche Regeln polemisiert und andere CDU-Granden ausgerechnet in der Jungen Freiheit ziemlich rechtslastig argumentieren? Rechtsextrem - Linksextrem? Immerhin, die CDU kann beides miteinander vereinen!

Da werden diejenigen, die sich mit dem Naziaufmarsch nicht abfinden wollen, leicht einmal kriminalisiert.

Ach, was rege ich mich auf - wir sind eben in Sachsen!
Ich finde es ,von kleinen Ausnahmen abgesehen, klasse, wie es gestern tatsächlich gelaufen ist.

In der Neustadt wurden die Nazis regelrecht ausgetrixt. So richtig wohl haben sich die 5000 auf dem Schlesischen Platz von Polizei und Gittern umgebenen Nazis wohl nicht gefühlt, (wie im Zoo?).

Dank der Festlegung des OLG hatten die Antifaschisten in der Neustadt wohl ein richtiges Heimspiel.
Die zugereisten haben die großen Blockaden gehalten und die Ortskundigen haben die verbleibenden Straßen ausreichend unsicher gemacht, dass die Polizei nicht "für die Sicherheit des Nazi-Marsches" garantieren konnte. Bis zum Ende der genehmigten Zeit wurde so ein Nazi-Aufmarsch unmöglich und der vom OVG verneinte polizeiliche Notstand Realität.

Anscheinend waren sich diesmal Gegendemonstranten und Polizei weitgehend einig. Die Gegendemonstranten waren zuviele, um weggeräumt zu werden, legten sich auch nicht irgendwie mit der Polizei an und wurden deshalb von der Polizei auch weitgehend in Ruhe gelassen.

Nicht so toll fand ich, dass man aus der Pieschener Ecke gegen Mittag nicht mehr bis zur Menschenkette am Rathaus durchkam, die Blockaden, bzw. deren Abriegelung durch die Polizei blockierten auch das.

Nicht so toll fand ich auch die Berichterstattung in Dresden-Fernsehen und einigen anderen Medien, die die Wirkung der Blockaden zur Verhinderung des Nazi-Aufmarsches z.T. glatt unterschlagen oder mindestens deutlich unterbelichtet haben.

Die Menschenkette von 15000 Leuten in der Altstadt ist sicher ein Signal und eine beeindruckende Menge von Leuten, die ich Dresden nach den Erfahrungen der letzten Jahre nicht zugetraut hätte. Aber ich glaube nicht, dass das den Nazi-Aufmarsch verhindert hätte.

Deshalb danke ich allen, die mit Ausdauer, Findigkeit und Disziplin stundenlang die Blockaden in der Neustadt gehalten und die übrigen Straßen für die Nazis zu unsicher gemacht haben. Hoffen wir, dass das den Nazis die Lust auf eine Wiederholung im nächsten Jahr genommen hat.
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  #184 (permalink)  
Alt 14.02.2010, 23:48
WilhelmFriedemann WilhelmFriedemann ist offline
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Registriert seit: 28.03.2008
Beiträge: 773
Standard AW: Wem gehört der 13. Februar?

Zitat:
Zitat von Silvia Beitrag anzeigen
Ich finde es ,von kleinen Ausnahmen abgesehen, klasse, wie es gestern tatsächlich gelaufen ist

...

Nicht so toll fand ich auch die Berichterstattung in Dresden-Fernsehen und einigen anderen Medien, die die Wirkung der Blockaden zur Verhinderung des Nazi-Aufmarsches z.T. glatt unterschlagen oder mindestens deutlich unterbelichtet haben.

...

Die Menschenkette von 15000 Leuten in der Altstadt ist sicher ein Signal und eine beeindruckende Menge von Leuten, die ich Dresden nach den Erfahrungen der letzten Jahre nicht zugetraut hätte. Aber ich glaube nicht, dass das den Nazi-Aufmarsch verhindert hätte.

...
Es wird auch jetzt noch in manchen Medien so getan, als ob die Kerle vor der Menschenkette geflüchtet seien und die Verhinderung der Nazidemo der Konzeption der OBin zu verdanken sei. Na, lassen wir ihr dies.

Aber wir sollten uns klar sein, dass die Rechtsradikalen es im nächsten Jahr wieder versuchen werden. Vielleicht lernen die Verantwortlichen bis dahin, dass es nichts bringt, die Bürger, die sich mit leeren Symbolen nicht begnügen, sondern hier wirksam gehandelt haben, zu diffamieren.

Es wäre schön, wenn es endlich zu einer wirklichen Gemeinsamkeit aller Demokraten käme.

Ausdrücklich muss hier das ausgesprochen maßvolle Auftreten der Polizei gewürdigt werden. Es gab teilweise einen freundlichen Austausch zwischen den Teilnehmern und den Beamten.

Leider unterlief der Polizei ein Fehler, als sie ca 800 Nazis zunächst unbeaufsichtigt von Pieschen nach DD-Neustadt laufen ließ, was diese zu gewaltsamen Übergriffen ermutigte und zu den Zusammenstößen im Hechtviertel führte. Aber letztlich bekam sie das auch in den Griff.

Falsch war es auch, die Elbe als Trennscheide zu missbrauchen. Es war Teilnehmern der Menschenkette nur unter Schwierigkeiten möglich, zu den angemeldeten und genehmigten (damit auch das klar ist) Spontandemonstrationen durchzukommen. Auch umgekehrt gab es Behinderungen. Hier zeigte sich deutlich, dass in Dresden Brücken nicht immer verbinden!

__________________
Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
So sehr ich mich auf die Aberkennung des Welterbetitels freue ...
Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
... die ökostalinistischen Leitmedien, etwa die ARD, das ZDF, der Deutschlandfunk oder auch DER SPIEGEL ...
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  #185 (permalink)  
Alt 15.02.2010, 08:56
Ralph K Ralph K ist offline
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Registriert seit: 13.07.2008
Beiträge: 37
Thumbs down AW: Wem gehört der 13. Februar?

Ich war nicht in DD, bin momentan auf Dienstreise im Ausland, habe aber via Internet aufmerksam verfolgt wie der 13.Februar begangen wurde.
Was mich erschreckt ist, dass die eigentlichen Opfer den ganzen Tag eigentlich nur eine Nebenrolle gespielt haben. Es ging nicht mehr ums Gedenken.
Wenn man Dresdner Zeitungen von heute liest, bekommt man das Gefühl, in DD war am Samstag eine fröhliche Karnevalsveranstaltung mit ein paar zerstörten Busse, umgekippten PKW's und ein paar Verletzten. Ein paar Müllcontainer haben als Barrikade auch gebrannt, aber es ging ja gegen Neonazis. Da sind alle Mittel erlaubt und alle Medien freuen sich darüber diebisch.
Alles wird mit dem Kampf gegen Rechts begründet und gerechtfertigt. Ich kann hier nur noch den Kopf schütteln, hab für beide Seiten kein Verständnis. So wird es einen würdevollen 13. Februar nie mehr geben.
http://bongo.zoomin.tv/videoplayer/i...&pid=sz-online
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  #186 (permalink)  
Alt 15.02.2010, 09:47
Thomas May Thomas May ist offline
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Registriert seit: 24.01.2007
Beiträge: 758
Standard AW: Verdient der Kommunismus eine zweite Chance?

Zitat:
Zitat von visitor x Beitrag anzeigen
Da haben Sie Ihren Marx aber wirklich gelernt. Der gesamte Abschnitt lautet:

„Die Frage, ob dem menschlichen Denken gegenständliche Wahrheit zukomme - ist keine Frage der Theorie, sondern eine praktische Frage. In der Praxis muß der Mensch die Wahrheit, i. e. Wirklichkeit und Macht, Diesseitigkeit seines Denkens beweisen. Der Streit über die Wirklichkeit oder Nichtwirklichkeit des Denkens - das von der Praxis isoliert ist - ist eine rein scholastische Frage." (Thesen über Feuerbach. MEW Bd. 3)

Scholastisch etwas zugespitzt ergibt sich sogar eine Art May'sches Lügenparadoxon: Entweder halten Sie aufgrund der Praxis die theoretischen Grundlagen prinzipiell für unwahr, dann wäre auch Ihr angeführter Beweis (als theoretische Grundlage) unwahr. Oder Sie halten die Marxaussage für wahr, dann wäre auch die angegriffene Voraussetzung wahr. Um Ihre Praxis der Kunstgriffe und Unterstellungen etwas zu bremsen, sei schon jetzt darauf hingewiesen, dass ich damit diese marxistischen theoretischen Grundlagen weder als wahr noch als falsch bezeichne.

Noch einmal: Die Absicht (das ethische Motiv) leitet sich nicht aus den theoretischen Grundlagen des Marxismus ab, sondern geht ihnen voraus. Es sei denn, Sie heben auf die tatsächlichen geistig-kulturellen Grundlagen ab, wie (neben den neuzeitlichen Revolutionen) säkularer Humanismus und christlich-jüdisches Menschenbild, selbst wenn der Marxismus zu abweichenden Schlussfolgerungen kommt.

Beispiel: In Ihrem Haus wohnt ein Mütterchen, dem Sie Absicht haben, in irgendeiner Form zu helfen, weil es schon etwas gebrechlich ist. Sie beschließen, ihr die Einkaufstasche zu tragen. Im Treppenhaus stolpern Sie und alles geht kaputt. Oder Sie stellen die Tasche vor der falschen Tür ab oder Sie treffen Ihre Nachbarin wochenlang nicht. Unabhängig vom unbefriedigenden Resultat Ihrer Bemühungen ist gegen die gute Absicht zunächst nichts zu sagen. Vielleicht wohnt im gleichen Haus ein Junge, der die Alte nicht ausstehen kann und mit bösartigen Streichen schikaniert. Das Ergebnis wäre unter Umständen in beiden Fällen Verstimmung. Es kann dann passieren, dass Sie die Hilfe zukünftig besser planen wollen (Ehrenamt), um ein nochmaliges Scheitern zu verhindern. Erst dann entstehen die "theoretischen Grundlagen".
Dass die Praxis Kriterium der Wahrheit ist, bleibt wahr - trotzdem Marx das offenbar auch meint.

Ich stelle fest, dass sie auf sachliche Erwiderung im Einzelnen verzichten. Das freut mich, weil ich daraus schließe, dass Ihnen nichts mehr einfällt.
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  #187 (permalink)  
Alt 15.02.2010, 10:23
Thomas May Thomas May ist offline
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Registriert seit: 24.01.2007
Beiträge: 758
Standard AW: Wem gehört der 13. Februar?

Man muss keinerlei Sympathien für die Junge Landsmannschaft Ostpreußen zu haben um feststellen zu können, dass die Verhinderung ihres Gedenkmarsches durch rechtswidrige Blockaden von Linken und Linksradikalen aus ganz Deutschland auf Kosten von Demokratie und Rechtsstaat gehen.

Die Landsmannschaft ist nicht verboten, ihre Demonstration war ordnungsgemäß angemeldet und genehmigt. Aufgabe der Polizei wäre es deshalb gewesen, die Demonstration zu ermöglichen und im Vorfeld die Entstehung von Blockaden zu unterbinden und - wo diese dennoch gebildet wurden -, sie mit den - wie man ja vorab lesen konnte - umfangreich zur Verfügung stehenden Mitteln aufzulösen. Anstatt dessen wurde zugelassen, dass ein linker Mob im Vorfeld des Gedenkmarsches Autos demolierte und aus Mülltonnen brennende Barrikaden errichtete. Die Staatsmacht hat auf der ganzen Linie versagt, vor allem wohl aus Feigheit vor den absehbaren Schlagzeilen der linksgesteuerten Medien.

Dieser Staat und seine rechtlichen und moralischen Grundlagen sind in akuter Gefahr, wenn möglich wird, die Meinungen anderer aus rein ideologischen Gründen zu unterdrücken und man sich dabei auf das stillschweigende Einverständnis und die Komplizenschaft der Staatsmacht verlassen kann.

Die Rechten wird man auf diese Weise nicht los. Ihr Erscheinen ist vor allem ein Indikator des Versagens links dominierter Politik auf wichtigen Feldern wie zum Beispiel der Integration von Zuwanderern oder bei einer gerechten Macht- und Lastenverteilung innerhalb Europas. So lange sich daran nichts ändert und deshalb eine offensive argumentative Auseinandersetzung mit rechter Ideologie immer unter der Praxisschwäche der etablierten deutschen Politik leidet, werden die Rechten in diesem Land weiter für Aufregung sorgen.
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  #188 (permalink)  
Alt 15.02.2010, 14:20
Dietmar Dietmar ist offline
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Registriert seit: 17.01.2008
Beiträge: 383
Standard AW: Wem gehört der 13. Februar?

Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
Man muss keinerlei Sympathien für die Junge Landsmannschaft Ostpreußen zu haben um feststellen zu können, dass die Verhinderung ihres Gedenkmarsches durch rechtswidrige Blockaden von Linken und Linksradikalen aus ganz Deutschland auf Kosten von Demokratie und Rechtsstaat gehen.

Die Landsmannschaft ist nicht verboten, ihre Demonstration war ordnungsgemäß angemeldet und genehmigt. Aufgabe der Polizei wäre es deshalb gewesen, die Demonstration zu ermöglichen und im Vorfeld die Entstehung von Blockaden zu unterbinden und - wo diese dennoch gebildet wurden -, sie mit den - wie man ja vorab lesen konnte - umfangreich zur Verfügung stehenden Mitteln aufzulösen. Anstatt dessen wurde zugelassen, dass ein linker Mob im Vorfeld des Gedenkmarsches Autos demolierte und aus Mülltonnen brennende Barrikaden errichtete. Die Staatsmacht hat auf der ganzen Linie versagt, vor allem wohl aus Feigheit vor den absehbaren Schlagzeilen der linksgesteuerten Medien.

Dieser Staat und seine rechtlichen und moralischen Grundlagen sind in akuter Gefahr, wenn möglich wird, die Meinungen anderer aus rein ideologischen Gründen zu unterdrücken und man sich dabei auf das stillschweigende Einverständnis und die Komplizenschaft der Staatsmacht verlassen kann.

Die Rechten wird man auf diese Weise nicht los. Ihr Erscheinen ist vor allem ein Indikator des Versagens links dominierter Politik auf wichtigen Feldern wie zum Beispiel der Integration von Zuwanderern oder bei einer gerechten Macht- und Lastenverteilung innerhalb Europas. So lange sich daran nichts ändert und deshalb eine offensive argumentative Auseinandersetzung mit rechter Ideologie immer unter der Praxisschwäche der etablierten deutschen Politik leidet, werden die Rechten in diesem Land weiter für Aufregung sorgen.
Diesem Beitrag ist nichts mehr hinzu zu fügen und er sollte für nachfolgenden Generationen als Mahnung für die Ursachen der Machtergreifung Adolf Hitlers und in Gedenken der Opfer in Dresden vom 13. Februar 1945 so stehen bleiben, damit er auf unbegrenzte Zeit im Internet zitierfähig bleibt.

Gruß Dietmar
__________________
[...]
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  #189 (permalink)  
Alt 15.02.2010, 14:25
WilhelmFriedemann WilhelmFriedemann ist offline
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Registriert seit: 28.03.2008
Beiträge: 773
Standard AW: Wem gehört der 13. Februar?

Nun es wird wohl niemand erwarten, dass ich auf solchen Unsinn antworte. Aber immerhin ist es interessanter Unsinn. Interessant deshalb, weil es zeigt, was der Produzent des Unsinns unter Demokratie und Rechtsstaat versteht.

Demokratie und Rechtsstaat sind nach seiner Meinung nur dann gewährleistet, wenn Neonazis die Zerstörung Dresdens für ihre Zwecke missbrauchen und wenn das, was diese Zerstörung an echter Dresdner Substanz übrig ließ, durch zerstörerische Bauprojekte vernichtet wird.

Ihm zum Trost ein Link zu einem ihm gefälligeren Blatt. Aber natürlich überwiegen gescheitere
Beiträge.

Ist es eigentlich Zufall, dass ich seine Aussagen fast wortgleich hier und hier wiederfinde?

__________________
Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
So sehr ich mich auf die Aberkennung des Welterbetitels freue ...
Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
... die ökostalinistischen Leitmedien, etwa die ARD, das ZDF, der Deutschlandfunk oder auch DER SPIEGEL ...
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  #190 (permalink)  
Alt 15.02.2010, 14:45
chr.dresden chr.dresden ist offline
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Registriert seit: 05.07.2008
Beiträge: 284
Standard AW: Wem gehört der 13. Februar?

Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
Man muss keinerlei Sympathien für die Junge Landsmannschaft Ostpreußen zu haben um feststellen zu können, dass die Verhinderung ihres Gedenkmarsches durch rechtswidrige Blockaden von Linken und Linksradikalen aus ganz Deutschland auf Kosten von Demokratie und Rechtsstaat gehen.

Die Landsmannschaft ist nicht verboten, ihre Demonstration war ordnungsgemäß angemeldet und genehmigt. Aufgabe der Polizei wäre es deshalb gewesen, die Demonstration zu ermöglichen und im Vorfeld die Entstehung von Blockaden zu unterbinden und - wo diese dennoch gebildet wurden -, sie mit den - wie man ja vorab lesen konnte - umfangreich zur Verfügung stehenden Mitteln aufzulösen. Anstatt dessen wurde zugelassen, dass ein linker Mob im Vorfeld des Gedenkmarsches Autos demolierte und aus Mülltonnen brennende Barrikaden errichtete. Die Staatsmacht hat auf der ganzen Linie versagt, vor allem wohl aus Feigheit vor den absehbaren Schlagzeilen der linksgesteuerten Medien.

Dieser Staat und seine rechtlichen und moralischen Grundlagen sind in akuter Gefahr, wenn möglich wird, die Meinungen anderer aus rein ideologischen Gründen zu unterdrücken und man sich dabei auf das stillschweigende Einverständnis und die Komplizenschaft der Staatsmacht verlassen kann.

Die Rechten wird man auf diese Weise nicht los. Ihr Erscheinen ist vor allem ein Indikator des Versagens links dominierter Politik auf wichtigen Feldern wie zum Beispiel der Integration von Zuwanderern oder bei einer gerechten Macht- und Lastenverteilung innerhalb Europas. So lange sich daran nichts ändert und deshalb eine offensive argumentative Auseinandersetzung mit rechter Ideologie immer unter der Praxisschwäche der etablierten deutschen Politik leidet, werden die Rechten in diesem Land weiter für Aufregung sorgen.
So gut ich Ihre vorigen Texte zum Kommunismus nachvollziehen kann, ja diese weitgehend teile -- diesem Beitrag hier muss ich widersprechen.

Was hat Sie denn geritten? Warum schreiben Sie z.B. so ganz harmlos-naiv von "Gedenkmarsch"? Warum nicht von "Aufmarsch", "antidemokratischer Zusammenrottung", "neonazistischer Kundgebung unter dem Deckmantel des Gedenkens und somit Verhöhnung der Opfer" o.ä.? Bei jedem anderen könnte man das vielleicht überlesen, aber bei Ihnen? Sie geizen doch sonst nicht mit Begriffen wie:
-schäbige Profilierungsübung
-Volksverblödung
-Traumtänzer und Ruheständler aus der subventionsgepäppelten Kulturschickeria
-Klimahysteriker
-der Lokalchef der örtlichen „Vorwärts“-Ausgabe (Nickname: „Sächsische Zeitung“)
-radikalisierte Minderheit
-vor Sündenschuld strotzenden Moral und der damit begründeten Erziehungsdiktatur
-großmäuliges Getöse.
Wieso dann hier plötzlich ein – niedlicher, ja fast schon sympathischer – "Gedenkmarsch"? Warum verzichten Sie ausgerechnet hier – geradezu hörbar – auf Ihre sonst so theatralische Wortwahl?

Zum Verhalten der Polizei: die hat ihre Aufgabe so gut es möglich war erfüllt: Verhinderung von Gewalt, namentlich durch ein Aufeinanderprallen der beiden Gruppen. Wären die Nazis marschiert, hätte die Polizei dies natürlich absichern müssen. Aber unter allen Umständen, auch unter Anwendung von Gewalt, deren Verhältnismäßigkeit sehr in Frage gestanden hätte, auch unter Risiko für eigenes Leib und Leben, den Weg für diesen Aufmarsch frei zu räumen, gehört wohl kaum zu den Aufgaben der Polizei. Die eine oder andere Blockade, da stimme ich Ihnen zu, hätte nach Gesetz und Ordnung (!) beseitigt (!) werden müssen. Aber es war de facto einfach zu viel, und nach dieser Faktenlage hat die Polizei genau richtig gehandelt. Verlangen Sie unbedingtes Ermöglichen des Marsches, da er ja nun einmal genehmigt war? Da können Sie auch verlangen, dass die Polizei gefälligst das nächste Elbehochwasser verhindert, damit die Bürger ihr Recht auf Befahren des Terrassenufers ausüben können.

Und dies noch: es gibt neben linksautonomen Chaoten abertausende demokratisch gesinnte Mitbürgerinnen und –bürger, die sich entschieden darüber empören, dass solche gegen unsere Demokratie gerichteten Märsche stattfinden dürfen. Wenn deren Stattfinden rechtlich korrekt ist und deren Verhinderung nicht, so mögen Sie diese Verhinderung meinetwegen "auf Kosten des Rechtsstaats“ empfinden. Aber dass Sie auch "auf Kosten der Demokratie“ schreiben, das ist Ihnen hoffentlich nur aus Versehen rausgerutscht! Oder ist Ihnen entgangen, dass Dresden weit überregional ein positives, die Demokratie geradezu verteidigendes Bild abgegegen hat, weil es die braunen Antidemokraten nicht hat zum Zuge kommen lassen?
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