21.05.2012 17:17
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Sie meinen also wirklich, das der "Unesco-geprüft"-Slogan keinerlei Auswirkungen auf das Ergebnis hatte? Wo kommen dann plötzlich die Leute her, die ihre Stimme anders vergeben hätten (oder vielleicht sogar zur Abstimmung gegangen wären,) wenn ihnen bewußt gewesen wäre, daß sie das Weltkulturerbe gefährden? Zitat:
2 von 3 hatten Bedenken bei der Brücke. |
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Ganz im Gegenteil - eine Brücke wäre für die vielen Radfahrer, eine wesentlich angenehmere Variante der Elbquerung als der von Ihnen so vergötterte Tunnel. |
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Also - wenn man mit der Zeit gehen will - gehört doch mal kräftig an der Yenidze rumgefingert - oder ? |
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Na ja, Sie werden doch nicht behaupten wollen, dass alle 137.176 Dresdner, die für die Brücke gestimmt haben, manipuliert und auf ihr Auto fixiert waren? Nur zur Erinnerung, es geht nicht um die Frage, ob Sichtbeziehungen an dieser Stelle zerstört werden oder nicht. Es geht um die Frage, ob sich diese Brücke in die sich entwickelnde Kulturlandschaft einordnet! Und wer sollte diese Frage bitte besser beantworten können als die Dresdner selbst? Zitat:
Was wurde da widerlegt? Tatsache ist, dass in der entscheidenden Evaluation kein kritisches Wort zur Brücke steht, sondern deren Einordnung in die Landschaft vielmehr positiv dargestellt wird. Zitat:
Also ich fühle mich nicht getäuscht. Man kann ja unterschiedlicher Meinung sein, ob die Brücke ausreichend in den Antragsunterlagen zum Weltkulturerbeantrag dargestellt wurde. Aber unbestritten ist doch, dass sich die Gutachter mit Entwurf und Standort beschäftigten, mit dem o. g. Ergebnis. Warum sollte man dies nicht als verlässlich erachten? Wegen einer falschen Ortsangabe, unter der sich der gemeine Vertreter im Welterbekomitee eh nichts vorstellen konnte? Das ist doch lächerlich und völlig an den Haaren herbeigezogen! |
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Zitat von Silvia 97#965 :
>>Ja, das habe ich auch nicht verstanden, wieso im BE behauptet wurde, dass die WSB kein Problem für das Weltkulturerbe sei. So richtig prüfen konnte Otto Normal diese Behauptung mangels geeigneter Visualisierungen ja nicht…<< Also Silvia, das glaubt Ihnen doch niemand, Sie mit ihrem Wissen um die Problematik und Ihrem Angagement. Aber wenn Sie bzgl. der Visualisierung vor dem BE anno 2005 Wissenslücken hatten, so ist das Ihr Versäumnis, schauen Sie doch mal nach bei http://www.jan-muecke.de/neu/media/upload/bruecke_anhang3.html Wenn Sie Mücke nicht mögen, gibt es noch Bilder bei http://www.welterbe-erhalten.de/bilderlisten/visualisierung-der-geplanten-brucke-und-der-hochst/, [Nachschauen unter Punkt 5. Visualisierungen der Architekten (1997)] welche Sie sicher zur NEIN-Stimme beim BE bewegt hätten. Zitat von Silvia 97#967 : >> Als diese Beschlüsse im folgenden Link im Stadtrat gefasst wurden, war ich im Stadtrat dabei als Zuhörer. Die einzigen die keinen Kompromiss mit der UNESCO wollten, der auch dem Bürgerentscheid Rechnung trägt, waren die Brückenfans von CDU und FDP und andere Rechte. http://www.welterbe-erhalten.de/nachrichten/zeitungsschau/waldschloschenbrucke-widerspruche-gegen-gestrige-entscheidungen.html …>> Also, diese Beschlüssen sind m.E. nur eine blanke Ablehnung der WSB. Und das Meditationsvefahren ist ja auch daneben gegangen. Aber zum Thema Kompromiss hat Walter Schleiff mit 94#934 eine gute Zusammenfassung geliefert. Zitat von Ole 97#970 : >>Diese historische Verkehrsphilosophie der Verkehrsschneisen wurde 1990 wieder aufgenommen. Eben die WSB und auch großes Ziel: Komplette 4-spurige Teilung Dresdens in Ost und West durch Verkehrszug A17 (Südhöhe)-A4 (Flughafen). Da fehlt nur noch ein wenig Aufbohren der Neustadt (Königsbrücker Straße). Auf der einen Seite werden immer die beeindruckenden Nachkriegsaufbauleistungen der Dresdner und die Architektur der DDR verteufelt und muss unbedingt verbaut abgerissen und versteckt werden. Und auf der anderen Seite unterscheidet sich die westimportierte Verkehrspolitik kaum von der der DDR. Der einzige Unterschied: Der DDR fehlten die Autos. << Zum Stichwort „Aufbohren“ und „Der DDR fehlten die Autos“ fallen mir im Moment nur die Bodenbacher, Zwinglistraße und Bergstraße ein. Ich habe vor der Wende auf der Bodenbacher in der Straßenbahn oft 1/2h verbracht wegen der Autos. Was die „…Nachkriegsaufbauleistungen der Dresdner und die Architektur…“ stimme ich zu. Aber das ist ein anderes Thema. Ansonst hat mir gut gefallen Peter Schewe, Beitrag 94#935 : >>…Wozu noch über Fragestellungen zum BE, zum Verkehrsabfluss, Tunnelvor- oder nachteile oder sonstwelche Spitzfindigkeiten sich das Gehirn zermartern, alles nur noch Schnee von gestern. Die Zukunft wird uns die Antworten geben und jegliche Spekulation sich erübrigen….> Die fette Hervorhebung im Zitat ist von mir. |
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Sicher, dieser (nicht offizielle aber eigentlich von keiner Seite in Frage gestellte) Slogan hat vor allem den landschaftlichen Aspekt der Brücke, wo man ja ggf. Probleme seitens der UNESCO erwartet hatte, in den Hintergrund gerückt. Aber ist deswegen die Entscheidung der Dresdner fragwürdiger? Im Vordergrund standen die ja durchaus auch wichtigeren Themen der Kosten und des verkehrlichen Nutzens. Und dann gab es nach meiner Erfahrung in meinem Bekannten- und Freundeskreis auch einige, die wollten die Brücke trotz dieses Slogans wegen der optischen Wirkung nicht. Eine Meinung die ich nicht teile, die aber UNESCO hin oder her konsequent ist. Wer jetzt seine eigene Entscheidung wegen der noch nicht mal unstrittigen Auffassung der UNESCO in Frage stellt, muss sich doch fragen, ob diese wohlüberlegt war. Oder muss sich fragen, ob er oder sie eine Entscheidung aus wirklicher persönlicher Überzeugung trifft oder weil eine vermeintlich intellektuell überlegene Institution nach dieser verlangt. |
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Das Ergebnis von 2005 hatte ich akzeptiert und hätte wohl damit leben müssen, daß die Mehrheit der abstimmenden anderer Meinung war als ich. Nach all dem, was danach passiert ist, bin ich echt enttäuscht, daß das Ergebis stur umgesetzt wird, ohne Rücksicht auf die Folgen zu nehmen. |
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Das, was nachlesbar ist, stellt eine Aufforderung dar, Lösungsmöglichkeiten auszuloten. Da steht irgendwie nichts von "Titel oder Brücke". |
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Weil wir gerade beim Thema Wahnvorstellungen sind, ich dachte heute bei meiner Baustellenbesichtigung auf der Neustädter Seite, ich hätte wirklich welche: Bisher hatte ich die "Baumknutschende Ökotussy" immer für einen Mythos gehalten aber ich bin eines besseren belehrt worden: Umarmt doch tatsächlicht so ein (in edle Brauntöne im Sackleinendesign gekleidetes) Teil den einzeln stehenden eingezäunten Baum, oh Hilfe.... vor allen wird der ja garnicht gefällt. Ach Miss Staffelstein, haben Sie übrigens schon gespendet? Herrn Weber scheint ja allmählich die Kohle auszugehen, wenn man sein Gewimmer auf der vorletzten Demo so hörte? |
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