
14.12.2009, 11:16
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Senior Member
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Registriert seit: 07.02.2007
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AW: Keine UNESCO-Diktatur im Elbtal!
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Zitat von visitor x
Darf ich Ihre Beiträge zusammen beantworten? Der Einzugsradius des Kinos umfasst eventuell auch Stadtgebiete, die eine Anreise mit ÖPNV zumindest erheblich erschweren - auch und gerade für Familien. Und so günstig waren auch die Preise im Metropolis nun auch wieder nicht, dass nicht letztlich jeder zusätzliche - zeitliche, logistische und finanzielle - Aufwand darüber entscheiden kann, ob der Kinobesuch stattfindet oder eben nicht. Wie auch ein zu erwartender Stau, der Kampf um (kostenlose und nahegelegene) Parkplätze oder eine (so empfundene) unübersichtliche Verkehrssituation. (Das ist halt so, FrankN. Nett, dass Sie Metropolis-Besucher auf die Straßenbahn verweisen, während der Grund für die Baustelle eine Brücke für Autofahrer ist.)
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Ja was denn nun? Welche freien Parkplätze rund um das Kino sind denn durch die Baustelle weggegfallen? Wenn ich mal ins Metropolis gegangen bin, dann habe ich im Parkhaus geparkt. Im Waldschlößchen-Areal selber gab und gibt es nur wenige öffentliche freie Parkplätze und auf der Bautzener bzw. Waldschlößchenstr. war es genauso. Über die Radeberger Str. war und ist das Areal auch problemlos errecihbar. Am Abend und am Wochenende gab und gibt es dort wege nder Baustelle auch keine endlosen Staus. Vielleicht lag es auch Programm des Kinos, das nicht genug Leute ansprach und an den auch Ihrer Meinung nach relativ hohen Eintrittspreisen.
Zitat:
Zitat von visitor x
Nicht der Kinobetreiber oder der zu wenig belastbare Besucher, nein allein der Bauherr muss Sorge dafür tragen, dass (begründete und unbegründete) Vorbehalte der Kinobesucher nicht zum Besucherrückgang aufgrund der Baustelle führen. Wie? Evtl. durch entsprechende Kommunikation bzw. finanzielle Unterstützung von Ausgleichsmaßnahmen oder zusätzlichen Angeboten. Das Kino war Teil der kulturellen Vielfalt in dieser Stadt, ob Sie, FrankN, das nun kleinreden wollen oder nicht. Die Stadt stand in moralischer Pflicht, den Erhalt des Kinos zu unterstützen. Inwieweit Bauabschnitte so hätten koordiniert werden können, dass sich die Belastungen für Verkehrsteilnehmer und Anlieger verringern, wäre noch zu klären.
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Das ist Ihre Meinung, dass diese moralische Pflicht bestünde. Rechtlich ist die Stadt dazu nicht verpflichtet. Die Stadt kann Unterstützung leisten. Was und wie muss aber mit den Beteiligten ausgehandelt werden. Keiner von uns weiß, was und ob tatsächlich verhandelt wurde. Auch wenn es für den Betroffenen eine erhebliche Belastung sein kann, muss er solche öffentlichen Baumaßnahmen nun einmal hinnehmen. Hinsichtlich der Gestaltung des Bauablaufs sind sicherlich viele Varianten denkbar. Wie auch immer gebaut würde, der Umfang der Arbeiten verändert sich dadurch nicht.
Zitat:
Zitat von visitor x
Die Tendenz aber war von Anfang an, die Brücke schnellstmöglich zu bauen, auch um im laufenden Verfahren unabänderliche Tatsachen zu schaffen. Das ließ freilich keinen Raum für die Berücksichtigung weiterer Interessensgruppen, die den Gesamtablauf hätten behindern können. Der Unterschied des Ablaufplans zum Volltunnel ist nun ein wenig abhängig vom Zeitpunkt des Vergleichs. Da die Umplanungen für den Volltunnel einige Zeit brauchen, wäre tatsächlich in gewisser Weise Ruhe und Vernunft möglich.
Von der suggerierten Alternativlosigkeit des gesamten WSB-Projektes ist fast nichts mehr übrig. Ob es ein richtiges Bauen des Falschen gibt, ist letztlich nicht relevant für das Ergebnis, aber sicher für das Klima der Verständigung mit den Betroffenen. Worauf Sie die erneut getroffene Einschätzung gründen, das Kino wäre unwirtschaftlich gewesen und die Baustelle nicht der alleinige Grund für die Schließung, habe ich bisher von Ihnen nicht erfahren können.
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So schnell wie möglich zu bauen, bedeutet auch, die Behinderungen auf einen möglichst kurzen Zeitraum zu beschränken. Ob es nun für die Anlieger besser gewesen wäre, langsamer zu bauen, können auch Sie nicht belegen. Dass sich die Situation verbessert, wenn Großbaustellen über längere Zeit bestehen als erforderlich, kann man wohl per se auch nicht behaupten. Mal abgesehen davon, dass dies höhere Kosten verursacht.
Und noch einmal: Nach der jahrelangen Diskussion war die Null-Variante zur WSB ja sogar bei den Brückengegnern vom Tisch. Wenn statt der Brücke der Tunnel gebaut worden wäre, wären die Baumaßnahmen rund um das Waldschlößchen nahezu die gleichen geblieben. Sie wären sicherlich nicht jetzt, sondern erst Jahre später gekommen. Ich kann nicht erkennen, dass die Bauabläufe jetzt "unvernünftig" sind. Ich habe auch noch nicht gehört, dass andere Gewerbetreibende im Waldschlösschen-Areal wegen des Baus in ihrer Existenz bedroht sind. Dabei dürften gerade für den Konsum-Markt an der Ecke Bautzener/Waldschößchenstr. und die anderen Gewerbe dort ganz erhebliche Beeinträchtigungen bestehen. Ich habe auch keine Einschätzung abgegegen, dass das Metropolis unwirtschaftlich war. Dazu fehlt mir jede Kompetenz. Es ist nun aber so, dass wir in Dresden reichlich Kinosessel pro Kopf der Bevölkerung haben und die Konkurrenz entsprechen groß ist. Und seit Eröffnung hatte das Metropolis zu kämpfen. Ich will auch nicht bestreiten, dass auch Zuschauer wegen der Bauarbeiten ausgeblieben sind. Ob sich der doch erhebliche Zuschauerrückgang nur auf die Bauarbeiten zurückführen läßt, müsste der Betreiber erst mal darlegen. Mir sind in den vergangenen Monaten auch keine verstärkten Werbemaßnahmen des Metropolis aufgefallen, um dem Zuschauerschwund zu begegnen.
W.S.
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