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  #8361 (permalink)  
Alt 10.12.2009, 22:41
visitor x visitor x ist offline
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Beiträge: 291
Standard AW: Keine UNESCO-Diktatur im Elbtal!

Zitat:
Zitat von Walter Schleiff Beitrag anzeigen
Worum geht es Ihnen jetzt eigentlich? ...
Man sollte nun auch nicht ganz aus dem Blick verlieren, dass das Kino leider schon seit seiner Eröffnung unter eher geringem Zuspruch gelitten hat. Nicht umsonst hat es der erste Betreiber aufgegeben. Ich finde es auch schade, dass das Kino schließen muss. Die Ursache dafür jetzt allein in der Baustelle zu suchen, greift aber zu kurz.

W.S.
Zitat:
Zitat von FrankN Beitrag anzeigen
... Dass die Straßenbahn immer an derselben Stelle hielt, dass man per Auto immer noch dieselben Zufahrten benutzen konnte, sollten wir hierbei nicht allzu sehr überbewerten. Denn (ganz schlimm): Man konnte auch nirgends mehr parken. Höchstens – wie auch schon vorher – im Parkhaus. Aber das hat ja lediglich 1049 Stellplätze und kostet außerdem Geld.
Darf ich Ihre Beiträge zusammen beantworten? Der Einzugsradius des Kinos umfasst eventuell auch Stadtgebiete, die eine Anreise mit ÖPNV zumindest erheblich erschweren - auch und gerade für Familien. Und so günstig waren auch die Preise im Metropolis nun auch wieder nicht, dass nicht letztlich jeder zusätzliche - zeitliche, logistische und finanzielle - Aufwand darüber entscheiden kann, ob der Kinobesuch stattfindet oder eben nicht. Wie auch ein zu erwartender Stau, der Kampf um (kostenlose und nahegelegene) Parkplätze oder eine (so empfundene) unübersichtliche Verkehrssituation. (Das ist halt so, FrankN. Nett, dass Sie Metropolis-Besucher auf die Straßenbahn verweisen, während der Grund für die Baustelle eine Brücke für Autofahrer ist.)

Nicht der Kinobetreiber oder der zu wenig belastbare Besucher, nein allein der Bauherr muss Sorge dafür tragen, dass (begründete und unbegründete) Vorbehalte der Kinobesucher nicht zum Besucherrückgang aufgrund der Baustelle führen. Wie? Evtl. durch entsprechende Kommunikation bzw. finanzielle Unterstützung von Ausgleichsmaßnahmen oder zusätzlichen Angeboten. Das Kino war Teil der kulturellen Vielfalt in dieser Stadt, ob Sie, FrankN, das nun kleinreden wollen oder nicht. Die Stadt stand in moralischer Pflicht, den Erhalt des Kinos zu unterstützen. Inwieweit Bauabschnitte so hätten koordiniert werden können, dass sich die Belastungen für Verkehrsteilnehmer und Anlieger verringern, wäre noch zu klären.

Die Tendenz aber war von Anfang an, die Brücke schnellstmöglich zu bauen, auch um im laufenden Verfahren unabänderliche Tatsachen zu schaffen. Das ließ freilich keinen Raum für die Berücksichtigung weiterer Interessensgruppen, die den Gesamtablauf hätten behindern können. Der Unterschied des Ablaufplans zum Volltunnel ist nun ein wenig abhängig vom Zeitpunkt des Vergleichs. Da die Umplanungen für den Volltunnel einige Zeit brauchen, wäre tatsächlich in gewisser Weise Ruhe und Vernunft möglich.

Von der suggerierten Alternativlosigkeit des gesamten WSB-Projektes ist fast nichts mehr übrig. Ob es ein richtiges Bauen des Falschen gibt, ist letztlich nicht relevant für das Ergebnis, aber sicher für das Klima der Verständigung mit den Betroffenen. Worauf Sie die erneut getroffene Einschätzung gründen, das Kino wäre unwirtschaftlich gewesen und die Baustelle nicht der alleinige Grund für die Schließung, habe ich bisher von Ihnen nicht erfahren können.
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  #8362 (permalink)  
Alt 11.12.2009, 07:52
Ole Ole ist offline
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Beiträge: 688
Standard AW: Keine UNESCO-Diktatur im Elbtal!

Zitat:
Zitat von FrankN Beitrag anzeigen
… Dass die Straßenbahn immer an derselben Stelle hielt, ...
Sehr aufmerksam das letzte halbe Jahr beobachtet! Ich musste zwar nur zweimal per ÖPNV da lang und es war wunderschön mit dem EV-Bus im Stau zu stehen und anschließend auf den Pendlerbahnanschluss zu warten. Leider kann ich nicht beschreiben, wie man vom EV zum Waldschlößchen hoch kam/kommt, ab da kann vll. der Realist helfen.
Und per Auto hatte ich auch das "Vergnügen". Hintenrum die ganzen Umleitungen und Autoschlangen dürften auch die autofahrenden Kinobesucher eher in den Elbepark locken.

Insofern kann ich einen erheblichen Besucherrückgang durchaus als glaubwürdig ansehen. Ist aber ein Kollateralschaden für einen guten Zweck, nicht wahr?
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  #8363 (permalink)  
Alt 11.12.2009, 19:20
visitor x visitor x ist offline
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Beiträge: 291
Standard AW: Keine UNESCO-Diktatur im Elbtal!

Zitat:
Zitat von FrankN Beitrag anzeigen
Dieser Hinweis auf den Brauhaus-Betreiber ist ebenfalls nur eine unbestätigte Vermutung.

.... Das hätte das Kino gerettet. Dahinter verbirgt sich irgendeine Logik, die ich zwar momentan nicht erklären kann, aber sie existiert sicherlich. Außerdem hat ja auch die ständig wechselnde Verkehrssituation potentielle Kinobesucher abgehalten…
Nachtrag: Parallel zur WSB selbst gab es noch diverse Gleisbauarbeiten bzw. Oberleitungsarbeiten entlang der Bautzner ... Haben Sie bei Ihren problemlosen Cyberport-Anfahrten vielleicht gar nicht bemerkt.
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  #8364 (permalink)  
Alt 14.12.2009, 11:16
Walter Schleiff Walter Schleiff ist offline
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Beiträge: 783
Standard AW: Keine UNESCO-Diktatur im Elbtal!

Zitat:
Zitat von visitor x Beitrag anzeigen
Darf ich Ihre Beiträge zusammen beantworten? Der Einzugsradius des Kinos umfasst eventuell auch Stadtgebiete, die eine Anreise mit ÖPNV zumindest erheblich erschweren - auch und gerade für Familien. Und so günstig waren auch die Preise im Metropolis nun auch wieder nicht, dass nicht letztlich jeder zusätzliche - zeitliche, logistische und finanzielle - Aufwand darüber entscheiden kann, ob der Kinobesuch stattfindet oder eben nicht. Wie auch ein zu erwartender Stau, der Kampf um (kostenlose und nahegelegene) Parkplätze oder eine (so empfundene) unübersichtliche Verkehrssituation. (Das ist halt so, FrankN. Nett, dass Sie Metropolis-Besucher auf die Straßenbahn verweisen, während der Grund für die Baustelle eine Brücke für Autofahrer ist.)


Ja was denn nun? Welche freien Parkplätze rund um das Kino sind denn durch die Baustelle weggegfallen? Wenn ich mal ins Metropolis gegangen bin, dann habe ich im Parkhaus geparkt. Im Waldschlößchen-Areal selber gab und gibt es nur wenige öffentliche freie Parkplätze und auf der Bautzener bzw. Waldschlößchenstr. war es genauso. Über die Radeberger Str. war und ist das Areal auch problemlos errecihbar. Am Abend und am Wochenende gab und gibt es dort wege nder Baustelle auch keine endlosen Staus. Vielleicht lag es auch Programm des Kinos, das nicht genug Leute ansprach und an den auch Ihrer Meinung nach relativ hohen Eintrittspreisen.


Zitat:
Zitat von visitor x Beitrag anzeigen
Nicht der Kinobetreiber oder der zu wenig belastbare Besucher, nein allein der Bauherr muss Sorge dafür tragen, dass (begründete und unbegründete) Vorbehalte der Kinobesucher nicht zum Besucherrückgang aufgrund der Baustelle führen. Wie? Evtl. durch entsprechende Kommunikation bzw. finanzielle Unterstützung von Ausgleichsmaßnahmen oder zusätzlichen Angeboten. Das Kino war Teil der kulturellen Vielfalt in dieser Stadt, ob Sie, FrankN, das nun kleinreden wollen oder nicht. Die Stadt stand in moralischer Pflicht, den Erhalt des Kinos zu unterstützen. Inwieweit Bauabschnitte so hätten koordiniert werden können, dass sich die Belastungen für Verkehrsteilnehmer und Anlieger verringern, wäre noch zu klären.


Das ist Ihre Meinung, dass diese moralische Pflicht bestünde. Rechtlich ist die Stadt dazu nicht verpflichtet. Die Stadt kann Unterstützung leisten. Was und wie muss aber mit den Beteiligten ausgehandelt werden. Keiner von uns weiß, was und ob tatsächlich verhandelt wurde. Auch wenn es für den Betroffenen eine erhebliche Belastung sein kann, muss er solche öffentlichen Baumaßnahmen nun einmal hinnehmen. Hinsichtlich der Gestaltung des Bauablaufs sind sicherlich viele Varianten denkbar. Wie auch immer gebaut würde, der Umfang der Arbeiten verändert sich dadurch nicht.


Zitat:
Zitat von visitor x Beitrag anzeigen
Die Tendenz aber war von Anfang an, die Brücke schnellstmöglich zu bauen, auch um im laufenden Verfahren unabänderliche Tatsachen zu schaffen. Das ließ freilich keinen Raum für die Berücksichtigung weiterer Interessensgruppen, die den Gesamtablauf hätten behindern können. Der Unterschied des Ablaufplans zum Volltunnel ist nun ein wenig abhängig vom Zeitpunkt des Vergleichs. Da die Umplanungen für den Volltunnel einige Zeit brauchen, wäre tatsächlich in gewisser Weise Ruhe und Vernunft möglich.

Von der suggerierten Alternativlosigkeit des gesamten WSB-Projektes ist fast nichts mehr übrig. Ob es ein richtiges Bauen des Falschen gibt, ist letztlich nicht relevant für das Ergebnis, aber sicher für das Klima der Verständigung mit den Betroffenen. Worauf Sie die erneut getroffene Einschätzung gründen, das Kino wäre unwirtschaftlich gewesen und die Baustelle nicht der alleinige Grund für die Schließung, habe ich bisher von Ihnen nicht erfahren können.


So schnell wie möglich zu bauen, bedeutet auch, die Behinderungen auf einen möglichst kurzen Zeitraum zu beschränken. Ob es nun für die Anlieger besser gewesen wäre, langsamer zu bauen, können auch Sie nicht belegen. Dass sich die Situation verbessert, wenn Großbaustellen über längere Zeit bestehen als erforderlich, kann man wohl per se auch nicht behaupten. Mal abgesehen davon, dass dies höhere Kosten verursacht.

Und noch einmal: Nach der jahrelangen Diskussion war die Null-Variante zur WSB ja sogar bei den Brückengegnern vom Tisch. Wenn statt der Brücke der Tunnel gebaut worden wäre, wären die Baumaßnahmen rund um das Waldschlößchen nahezu die gleichen geblieben. Sie wären sicherlich nicht jetzt, sondern erst Jahre später gekommen. Ich kann nicht erkennen, dass die Bauabläufe jetzt "unvernünftig" sind. Ich habe auch noch nicht gehört, dass andere Gewerbetreibende im Waldschlösschen-Areal wegen des Baus in ihrer Existenz bedroht sind. Dabei dürften gerade für den Konsum-Markt an der Ecke Bautzener/Waldschößchenstr. und die anderen Gewerbe dort ganz erhebliche Beeinträchtigungen bestehen. Ich habe auch keine Einschätzung abgegegen, dass das Metropolis unwirtschaftlich war. Dazu fehlt mir jede Kompetenz. Es ist nun aber so, dass wir in Dresden reichlich Kinosessel pro Kopf der Bevölkerung haben und die Konkurrenz entsprechen groß ist. Und seit Eröffnung hatte das Metropolis zu kämpfen. Ich will auch nicht bestreiten, dass auch Zuschauer wegen der Bauarbeiten ausgeblieben sind. Ob sich der doch erhebliche Zuschauerrückgang nur auf die Bauarbeiten zurückführen läßt, müsste der Betreiber erst mal darlegen. Mir sind in den vergangenen Monaten auch keine verstärkten Werbemaßnahmen des Metropolis aufgefallen, um dem Zuschauerschwund zu begegnen.

W.S.
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  #8365 (permalink)  
Alt 14.12.2009, 15:30
WilhelmFriedemann WilhelmFriedemann ist offline
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Registriert seit: 28.03.2008
Beiträge: 773
Standard AW: Keine UNESCO-Diktatur im Elbtal!

Eine Brücke ist eine Brücke und ist an dieser Stelle unakzeptabel. Aber es gibt Unterschiede!

__________________
Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
So sehr ich mich auf die Aberkennung des Welterbetitels freue ...
Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
... die ökostalinistischen Leitmedien, etwa die ARD, das ZDF, der Deutschlandfunk oder auch DER SPIEGEL ...
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  #8366 (permalink)  
Alt 14.12.2009, 21:51
Realist Realist ist offline
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Registriert seit: 22.08.2007
Beiträge: 1.369
Standard AW: Keine UNESCO-Diktatur im Elbtal!

Zitat:
Zitat von Ole Beitrag anzeigen
Sehr aufmerksam das letzte halbe Jahr beobachtet! Ich musste zwar nur zweimal per ÖPNV da lang und es war wunderschön mit dem EV-Bus im Stau zu stehen und anschließend auf den Pendlerbahnanschluss zu warten. Leider kann ich nicht beschreiben, wie man vom EV zum Waldschlößchen hoch kam/kommt, ab da kann vll. der Realist helfen.
Sorry Ole, ich verstehe die Frage nicht, eigentlich wie immer über die Strasse "Am Brauhaus".

Ich beneide Sie, nur zweimal haben sie das mitgemacht, ich jeden Tag...


__________________
Ist es nicht ein gutes Gefühl zu wissen, dass solche Leute in diesem Land keine Macht besitzen:
Zitat:
Zitat von Adrian Beitrag anzeigen
Für den Verkehr ist exakt der ÖPNV zuständig (oder Fahrrad) und nicht das Auto. Und für die wenigen, für die es nicht anders geht, reicht eine Spur aus.
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  #8367 (permalink)  
Alt 15.12.2009, 09:50
FrankN FrankN ist offline
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Registriert seit: 12.01.2008
Beiträge: 752
Standard AW: Keine UNESCO-Diktatur im Elbtal!

Märchenstunde:
Zitat:
Zitat von WilhelmFriedemann Beitrag anzeigen
Eine Brücke ist eine Brücke und ist an dieser Stelle unakzeptabel. Aber es gibt Unterschiede!
Was soll das jetzt? Ist eine Brücke dort grundsätzlich unakzeptabel oder nicht? Sie wollen uns jetzt nicht ernsthaft erzählen, dass Sie diesen Entwurf besser gefunden hätten? Und dass Sie bei diesem ausgewählten Entwurf (der meines Wissens gar nicht mit eingereicht war) einem Brückenbau zugestimmt hätten?

Ich bin kein Fachmann, kann mir aber vorstellen, dass diese sanft ansteigenden Fußwege ein Problem bei Hochwasser wären, weil sich zuviel Schwemmgut daran verfangen würde. Keine Ahnung, was das für statische Auswirkungen haben würde. Und mal ganz ehrlich: Schön sieht dieser Entwurf auch nicht aus. Ich dachte zuerst, hier hätte jemand per Fotomontage die Carolabrücke dahin versetzt.
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  #8368 (permalink)  
Alt 15.12.2009, 12:28
Adrian Adrian ist offline
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Registriert seit: 13.03.2008
Beiträge: 981
Standard AW: Keine UNESCO-Diktatur im Elbtal!

Zitat:
Zitat von FrankN Beitrag anzeigen
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Ich bin kein Fachmann, kann mir aber vorstellen, dass diese sanft ansteigenden Fußwege ein Problem bei Hochwasser wären, weil sich zuviel Schwemmgut daran verfangen würde. Keine Ahnung, was das für statische Auswirkungen haben würde. Und mal ganz ehrlich: Schön sieht dieser Entwurf auch nicht aus. Ich dachte zuerst, hier hätte jemand per Fotomontage die Carolabrücke dahin versetzt.
Schöner nicht, und auch nicht wirklich zustimmungswürdig (was wohl keine Brücke erreichen wird), aber für Fußgänger und Radfahrer vom Elbeweg deutlich praktischer.

Und über Schwemmgut sollten wir hier nicht philosophieren. Denn ob die WSB es nun auffängt oder nicht: wenn sie es nicht tut, dann spätestens die Albertbrücke. Was ist besser?
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  #8369 (permalink)  
Alt 15.12.2009, 15:14
_AR _AR ist offline
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Registriert seit: 22.01.2009
Beiträge: 271
Standard AW: Keine UNESCO-Diktatur im Elbtal!

Zitat:
Zitat von WilhelmFriedemann Beitrag anzeigen
Eine Brücke ist eine Brücke und ist an dieser Stelle unakzeptabel. Aber es gibt Unterschiede!

Ein Wahnsinnsteil! Hochachtung.
Nun sollten sie sich aber vor den Brückengegnern in acht nehmen. Denn die zerpflücken ihren Wunsch gnadenlos.
Wie ich die weit über ihre Gemarkungsgrenzen hinaus bekannte und "berühmte" Brückenexpertin S. kenne, bemerkt sie sofort, dass die Windlast dieser riesigen Angriffsfläche für die zierlichen Pfeilerchen viel zu groß ist. Und auch die "Durchfahrtshöhe" ist ja jetzt schon bei dem auf dem Bild angedeuteten Niedrigwasser ziemlich mickrig; wenn man die gemalten Männchen auf der Brückenmitte mal mit eine Körperhöhe von1.80m annimmt.
Ich hoffe nun für sie, dass sich der Hass von S. auf unsere OB nicht auch auf sie überträgt bei solchen "abartigen Bildern".
Ihnen und den Zensoren eine schöne Weihnacht!
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  #8370 (permalink)  
Alt 15.12.2009, 15:35
visitor x visitor x ist offline
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Registriert seit: 20.05.2009
Beiträge: 291
Standard AW: Keine UNESCO-Diktatur im Elbtal!

Zitat:
Zitat von Walter Schleiff Beitrag anzeigen
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Ja was denn nun? Welche freien Parkplätze rund um das Kino sind denn durch die Baustelle weggegfallen? Wenn ich mal ins Metropolis gegangen bin, dann habe ich im Parkhaus geparkt. Im Waldschlößchen-Areal selber gab und gibt es nur wenige öffentliche freie Parkplätze und auf der Bautzener bzw. Waldschlößchenstr. war es genauso. Über die Radeberger Str. war und ist das Areal auch problemlos errecihbar. Am Abend und am Wochenende gab und gibt es dort wege nder Baustelle auch keine endlosen Staus. Vielleicht lag es auch Programm des Kinos, das nicht genug Leute ansprach und an den auch Ihrer Meinung nach relativ hohen Eintrittspreisen.

Das ist Ihre Meinung, dass diese moralische Pflicht bestünde. Rechtlich ist die Stadt dazu nicht verpflichtet. Die Stadt kann Unterstützung leisten. Was und wie muss aber mit den Beteiligten ausgehandelt werden. Keiner von uns weiß, was und ob tatsächlich verhandelt wurde. Auch wenn es für den Betroffenen eine erhebliche Belastung sein kann, muss er solche öffentlichen Baumaßnahmen nun einmal hinnehmen. Hinsichtlich der Gestaltung des Bauablaufs sind sicherlich viele Varianten denkbar. Wie auch immer gebaut würde, der Umfang der Arbeiten verändert sich dadurch nicht.

So schnell wie möglich zu bauen, bedeutet auch, die Behinderungen auf einen möglichst kurzen Zeitraum zu beschränken. Ob es nun für die Anlieger besser gewesen wäre, langsamer zu bauen, können auch Sie nicht belegen. Dass sich die Situation verbessert, wenn Großbaustellen über längere Zeit bestehen als erforderlich, kann man wohl per se auch nicht behaupten. Mal abgesehen davon, dass dies höhere Kosten verursacht.

Und noch einmal: Nach der jahrelangen Diskussion war die Null-Variante zur WSB ja sogar bei den Brückengegnern vom Tisch. Wenn statt der Brücke der Tunnel gebaut worden wäre, wären die Baumaßnahmen rund um das Waldschlößchen nahezu die gleichen geblieben. Sie wären sicherlich nicht jetzt, sondern erst Jahre später gekommen. Ich kann nicht erkennen, dass die Bauabläufe jetzt "unvernünftig" sind. Ich habe auch noch nicht gehört, dass andere Gewerbetreibende im Waldschlösschen-Areal wegen des Baus in ihrer Existenz bedroht sind. Dabei dürften gerade für den Konsum-Markt an der Ecke Bautzener/Waldschößchenstr. und die anderen Gewerbe dort ganz erhebliche Beeinträchtigungen bestehen. Ich habe auch keine Einschätzung abgegegen, dass das Metropolis unwirtschaftlich war. Dazu fehlt mir jede Kompetenz. Es ist nun aber so, dass wir in Dresden reichlich Kinosessel pro Kopf der Bevölkerung haben und die Konkurrenz entsprechen groß ist. Und seit Eröffnung hatte das Metropolis zu kämpfen. Ich will auch nicht bestreiten, dass auch Zuschauer wegen der Bauarbeiten ausgeblieben sind. Ob sich der doch erhebliche Zuschauerrückgang nur auf die Bauarbeiten zurückführen läßt, müsste der Betreiber erst mal darlegen. Mir sind in den vergangenen Monaten auch keine verstärkten Werbemaßnahmen des Metropolis aufgefallen, um dem Zuschauerschwund zu begegnen.

W.S.
Zurück auf Anfang: Die Besucherzahl ist nach Angabe des Metropolis in diesem Jahr um 40 Prozent zurückgegangen. Ähnlich wie FrankN räumen Sie einen Zusammenhang zur Baustelle immer wieder ein, um ihn aber im nächsten Satz mit allen möglichen vermuteten „wahren Gründen“ zu relativieren. Und - sollte doch die Baustelle verantwortlich sein, wäre es beim Tunnel genauso gelaufen – was auch immer das heißen soll (Immerhin: Einen modifizierten Bauablauf halten Sie nun offenbar für prinzipiell möglich, wenn auch bei höheren Kosten; was aber nicht zur Diskussion stand).

Nun also könnte das Programm schuld sein ...

Wenn Sie selbst Metropolisbesucher waren (wie Sie sagen), hätten Sie dreierlei leicht feststellen können: dass der Programmanspruch unverändert geblieben ist; dass die Eintrittspreise im Vergleich zu anderen Kinos sehr viel moderater gestiegen sind und dass sich Parkplatzfrage und Verkehrssituation im Umfeld sehr wohl verschärft hatten. Dass ein Kino auch während der Schulferien oder werktags besucht wird – für Sie uninteressant. Dass es auch am Wochenende nicht selten unerwarteten Stau bezogen auf die gesamte Bautzner gab – egal (Er hätte doch mehr Werbung machen können.) Und den Zusammenhang zur Baustelle soll er erst mal beweisen (darlegen). Wie? Sein Problem. Außerdem: Die anderen jammern auch nicht ... Mal abgesehen davon, dass die Kundenstruktur von Gewerbetreibenden sehr unterschiedlich aussehen kann; glauben Sie, der Angelegenheit so gerecht zu werden?

v-x
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