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  #11 (permalink)  
Alt 25.01.2007, 16:52
anawak anawak ist offline
Junior Member
 
Registriert seit: 25.01.2007
Beiträge: 18
Standard AW: Keine UNESCO-Diktatur im Elbtal!

Lieber Alex,

Dein Hintergrundwissen bezüglich des hier behandelten Gegenstandes
verbietet jeglichen Versuch des ernsthaften Diskurses. Andererseits steht
Dein Beitrag exemplarisch für die absichtliche Ignoranz inzwischen
offensichtlicher Dinge, deren Nichtzurkenntnisnahme in gewissen Kreisen
freilich als Tugend gilt.

"Niemand ist sich seiner Prämissen so sicher wie der Mann, der zu wenig
weiß."

Barbara Tuchman
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  #12 (permalink)  
Alt 26.01.2007, 13:43
Gisbert Juch Gisbert Juch ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 28.12.2006
Beiträge: 214
Standard AW: Keine UNESCO-Diktatur im Elbtal!

Zurück zum Thema "Diktatur". Wer hier wem diktiert, ist nach dem Verhalten der Staatsregierung wohl klar. Sie ist zu keinem Kompromiß bereit.
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  #13 (permalink)  
Alt 26.01.2007, 14:34
Bernd Richter Bernd Richter ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 26.01.2007
Beiträge: 641
Standard AW: Keine UNESCO-Diktatur im Elbtal!

Das Oberverwaltungsgericht wird nach Lage der Dinge entscheiden, ob die UNESCO überhaupt befugt ist, "dikatorisch" in die Belange des Freistaats bzw. der Stadt Dresden einzugreifen. Vielleicht beschäftigt sich auch das Bundesverfassungsgericht mit dem Fall, wenn es ihn denn annimmt. Eine Klärung dieser Rechtslage ist jedenfalls wünschenswert.
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  #14 (permalink)  
Alt 26.01.2007, 15:41
Gisbert Juch Gisbert Juch ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 28.12.2006
Beiträge: 214
Standard AW: Keine UNESCO-Diktatur im Elbtal!

Es gibt inzwischen von außerhalb Dresdens Reaktionen:
http://www.welterbe-erhalten.de/inde...1019&Itemid=51

Erst kürzlich mußte ich in Jena hören:
"Es gibt Dresdner, die können nicht über ihren Tellerrand sehen."
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  #15 (permalink)  
Alt 26.01.2007, 15:50
Thomas May Thomas May ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 24.01.2007
Beiträge: 758
Standard Die BASTA!-Lust der Linken

Was aus Ihren Antworten, Herr Juch, für Insider leicht zu erkennen ist, sind Ihre unzureichenden Kenntnisse über Voraussetzungen und Modalitäten der WSB-Planung.

Über ihre sture Weigerung, die verkehrsorganisatorischen und rechtlichen Fakten zum Thema WSB schlicht zu Kenntnis zu nehmen, kann der geneigte Leser aber auch schon in den zahlreichen Threads des Alt-Forums der DNN informieren. Es lohnt nicht, mit Ihnen die 36. Runde in dieser Sache an dieser Stelle zu drehen.

Ich wäre Ihnen aber sehr dankbar, wenn Sie dem Publikum und mir einmal erklären würden, wieso die Superdemokraten von der Grünen, der SPD und besonders natürlich der PDS geradezu danach schmachten, dass der Ministerpräsident Sachsens, der Bundespräsident, zukünftig vielleicht auch der UNO-Generalsekretär oder am Ende noch der Herrgott persönlich ein abschließendes Machtwort gegen die WSB sprechen möge. Wie passt Ihr lächerliches BASTA!-Begehren mit den immer wieder gern vollmundig vorgetragenen Anliegen größerer unmittelbarer Bürgerbeteiligung zusammen?

Und wieso äußern Sie sich hartnäckig nicht zu der Tatsache, dass mit einer Entscheidung des OVG gegen die WSB auch die kommunale Selbstbestimmung in Dresdens Herzstück dahin wäre? Ist es Ihnen und Ihren Bundesgenossen vielleicht peinlich, darauf zu hoffen, dass die Bürger dieser Stadt entmündigt werden und Sie scheuen sich dann doch noch, einzuräumen, dass genau das ihr Traumziel ist?
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  #16 (permalink)  
Alt 26.01.2007, 17:10
Gisbert Juch Gisbert Juch ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 28.12.2006
Beiträge: 214
Standard AW: Keine UNESCO-Diktatur im Elbtal!

Herr "Thomas May" bastelt schon wieder Feindbilder. Was versteht er wohl unter "Selbstbestimmung"? Diese Provinzlerei hatten wir schon.
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  #17 (permalink)  
Alt 27.01.2007, 12:07
Gisbert Juch Gisbert Juch ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 28.12.2006
Beiträge: 214
Standard AW: Kein Globus von Dresden.

Zitat:
Zitat von Bernd Richter Beitrag anzeigen
Das Oberverwaltungsgericht wird nach Lage der Dinge entscheiden, ob die UNESCO überhaupt befugt ist, "dikatorisch" in die Belange des Freistaats bzw. der Stadt Dresden einzugreifen. Vielleicht beschäftigt sich auch das Bundesverfassungsgericht mit dem Fall, wenn es ihn denn annimmt.
Sie scheinen über Interna eines geplanten juristischen Muskelspiels gut informiert zu sein, Herr Richter?
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  #18 (permalink)  
Alt 28.01.2007, 13:01
Thomas May Thomas May ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 24.01.2007
Beiträge: 758
Standard AW: Keine UNESCO-Diktatur im Elbtal!

Herr Juch,
Provinzler sind vor allem jene, die nicht genug Selbstbewußtsein aufbringen, um sich gegen die Willkür eines arrogaten auswärtigen Gremiums zu wehren, dass offenbar alle zwei Jahre unter exakt gleichen Voraussetzungen zu einander asschließenden Urteilen zu kommen. Wenn Dresden den nutzlosen Titel aberkannt bekommt, ist das vor allem eine Blamage für die UNESCO, die nicht imstande ist, ihre Entscheidungsprozesse nachvollziehbar, geordnet und konsistent zu treffen. Es ist eben keineswegs der Rat der Götter, sondern ein Sammelsurium von Denkmalschützern, die über ihren beschränkten Horizont der Verdenkmalung der Welt nicht hinauskommen und sich bei ihren Urteilen auch rücksichtslos über demokratische Gepflogenheiten hinwegsetzen.

Wenn das Welterbe-Komitee sich im Falle der WSB gegen den Willen der Dresdner Bürger drchsetzt, dann bedeutet das für die Zukunft, dass Dresden in seinem Kernbereich - eben dem so genannten Welterbegebiet entlang der Elbe - nie mehr imstande sein wird, selbstständig zu entscheiden. Das schlampige Komitee hätte stets das letzte Wort. Was hier versucht wird, ist die Entmündigung einer ganzen Stadt, um grobe Fehler des Komitees zu vertuschen. Die Entwicklung der Stadt soll der Gesichtswahrung des Komitees geopfert werden. Dagegen muss man sich mit allen zulässigen Mitteln zur Wehr setzen. Dresden darf nicht die Geisel dieses unfähigen, Dresden fernen und der Demokratie feindlichen Gremiums werden!
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  #19 (permalink)  
Alt 28.01.2007, 23:02
Alienus Alienus ist offline
Junior Member
 
Registriert seit: 05.01.2007
Beiträge: 7
Standard Argumente!?

Zitat:
Zitat von anawak Beitrag anzeigen
Lieber Alex,

Dein Hintergrundwissen bezüglich des hier behandelten Gegenstandes
verbietet jeglichen Versuch des ernsthaften Diskurses. Andererseits steht
Dein Beitrag exemplarisch für die absichtliche Ignoranz inzwischen
offensichtlicher Dinge, deren Nichtzurkenntnisnahme in gewissen Kreisen
freilich als Tugend gilt.

"Niemand ist sich seiner Prämissen so sicher wie der Mann, der zu wenig
weiß."

Barbara Tuchman
Liebe Barbara Tuchmann,

erhelle mich bitte mit deinem weitläufigen Hintergrund- (oder Hinterwäldler-?) wissen. Ich habe in meinem Beitrag alle Forumteilnehmer ja ausdrücklich darum gebeten.
Doch zuvor vielleicht doch noch ein Zitat zum Thema Tugenden:

"Ich weiß, dass ich nichts weiß" (Sokrates)

Hier geht es nicht um Wissen in dem Sinne (denn woher sicher nehmen?), hier zählen nur ARGUMENTE. Harte, nachweisbare Fakten kann hier nämlich keiner anbieten. Dies ist eine Meinungs- und Wertedebatte. Also leiste lieber Überzeugungsarbeit, Barbara Tuchmann (Anscheinend Unbedarfte wie mich, gilt es ja noch zu bekehren...). Doch bleib nicht nur bei dem "Versuch eines ernsthaften Diskurses", sondern diskutiere lieber in-echt. Für pures "Wissen" gibt es hier nicht einmal ein summa cum laude.

Alex
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  #20 (permalink)  
Alt 29.01.2007, 11:57
anawak anawak ist offline
Junior Member
 
Registriert seit: 25.01.2007
Beiträge: 18
Standard AW: Argumente!?

Hör zu Alex,

Barbara Tuchman ist eine Autorin. Von dieser stammt das Zitat. Zitate erkennt man vor allem an den Anführungsstrichen.

Deine Aussagen hier im Forum zum Thema WSB sind nicht geeignet, eine fundierte Diskussion zu führen. Es gibt genügend Möglichkeiten sich über die Fakten der Brückendiskussion auf einen ausreichenden Stand zu bringen. Dazu brauchst Du keine Anfragen hier im Forum zu stellen, sondern musst ggf. mal ein paar Bücher konsultieren oder wenigstens die einschlägigen Internetangebote zur Kenntnis nehmen. Dann würde Dir auch klar, wie Vorschläge für andere Querungen begründet wurden und das man Stadtzentren so oder so entlasten kann. Du musst ein wenig Verständnis haben, dass man nach beinahe 10jähriger intensiver Beschäftigung mit einem Thema, keine Lust mehr hat, Leute in den Urschleim der WSB-Debatte einzuführen. Es ist eben entgegen Deiner Aussage keine Wertedebatte, sondern eine Auseinandersetzung mit Fakten und Zahlen, welche inzwischen alle dokumentiert und einsehbar sind. Solange Du dies alles nicht zur Kenntnis nimmst, bleibt Argumentieren ein sinnloses Anliegen. Das heißt noch lange nicht, dass Du nachdem Du auf dem aktuellen Stand wärest, dann automatisch zum Brückengegner mutiertest, aber Du könntest Deinen Mitdiskutanten wenigstens auf Augenhöhe begegnen.

„Dritte Marienbrücke? Halte ich für völlig sinnfrei. Es sollen ja neue, kürzere Wege geschaffen werden und nicht einer davon mit größerer Kapazität versehen werden.“

Solche Aussagen wären Dir dann selbstverständlich peinlich. Wenn Du also nicht mal im Ansatz verstanden hast, was sich ganz normale Verkehrsplaner warum vor vielen Jahren ausgedacht haben, dann kann man schlecht sinnvoll diskutieren. Die Zusammenhänge sind komplex und Verkehrsplanung ist keine Larifari-Veranstaltung, was schlechterdings an deutschen Stammtischen wenig bekannt zu sein scheint. Der kürzeste Weg ist nur in den Augen von MüllerMeierSchulze auch immer gleichzeitig der beste Weg. Oft stellt sich bei näherer Betrachtung sogar heraus, dass der in MüllerMeierSchulzes Augen kürzeste Weg, nicht mal der kürzere Weg ist.

Interessant, dass Du die Philosophie bemühst, denn Philosophie bedeutet wörtlich in etwa soviel wie „Liebe zur Weisheit“ bzw. zum „Wissen“. Wenn die Zeitgenossen Sokrates in übergroßer Mehrheit nicht die Möglichkeit hatten, Wissen zu akkumulieren, stehen uns heute dazu alle Möglichkeiten offen. Mit ein wenig Mühe könntest Du, lieber Alex, etwas mehr Wissen über verschiedene Zusammenhänge erlangen. In diesem Kontext sollte man auch Sokrates interpretieren. „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ ist eine Aufforderung nicht stehen zu bleiben, sein Wissen ständig zu mehren und kann nicht dazu herhalten einerseits Leute, die sich die Mühe machen, Wissen über einen Gegenstand zu erlangen, zu diskreditieren bzw. andererseits auch nicht dazu dienen, die eigene Denk- und Recherchefaulheit zu begründen. Wahrscheinlich würde Sokrates Deine Beiträge im o. g. Sinne lediglich mit opus idoneum bzw. rite bewerten ;-)
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