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  #11001 (permalink)  
Alt 02.02.2012, 19:53
Robert Robert ist offline
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Registriert seit: 23.11.2007
Beiträge: 503
Standard AW: Weiterentwicklung der Prozeßhanselei? - Unfähigkeit/Unwilligkeit liefert Unterhal

Zitat:
Zitat von Silvia Beitrag anzeigen
Ich habe jetzt keinen Bock, meine Ausführungen zur 3- oder Mehrschrittmethode hier im Forum nochmals auszugraben. Vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere Leser, dass bei der Einengung der Elbe entsprechend der 3-Schritt-Methode oder (mit mehr als 3 Schritten) immer soviel von der Fahrrinne übrig bleibt, dass die nicht verlegt werden muss. ...
Der eine oder andere Leser wird sich vor allem daran erinnern, dass die Ausführungen von „Silvia" zu dieser Methode substanzlose Behauptungen waren, die durch nichts fachlich bewiesen wurden. Genau wie die nun "aktuelle Tunnel Variante", von der uns außer der Bezeichnung „Neue- Aktuelle- Tunnel- Technologie- Variante", vom Tunnelberater „Silvia" jegliche Erklärung bis jetzt verweigert wurde.

Im Gegensatz zu den Wunschträumen des Tunnelberaters „Silvia", stellt sogar die rennomierte Tunnelbaufirma ILF in ihrer -"Machbarkeitsstudie Elbtunnel Dresden am Standort Waldschlösschen" unter Punkt 4.3.4 "Verlegung/Einengung der Elbe" fachlich unzweifelhaft fest, dass bei einer 3-Schrittmethode bei einem Tunnelbau in offener Baugrube in der Elbe eine 2- malige Verlegung der Elbe erforderlich ist: "Bei der Querung der Elbe in offener Baugrube wird es erforderlich, die Elbe um die Baugrube herum zu verlegen ...". Kosten soll diese Verlegung der Elbe 9,3 Mio € (in Worten Neunkommadreimillionen Euro). Und ganz wichtig, diese Machbarkeitsstudie wurde im Auftrag der „Bürgerinitiative Verkehrsfluss" erstellt, einem Zusammenschluß von Gegnern (!) der Waldschlößchenbrücke! Wenn sogar die eine Elbumleitung als fachlich notwendig einschätzen …! Neben der bekannten Tunnelbaufirma ILF lag die Fachliche Gesamtkoordination der Studie bei Dipl.-Ing. Architekt Michael Kaiser, Chef des "Instituts für Elementarurbanistik", und die Schirmherrschaft über diese Studie hatte Nobelpreisträger Prof. Dr. Günter Blobel. Und wenn die nicht wissen wie man Tunnel baut …!


Zitat:
Zitat von Silvia Beitrag anzeigen
... Was das VG-DD angeht, da lesen Sie doch spaßenshalber mal den Abschnitt:

2.2.3.2.2.3 Offene Bauweise mit Elbeverengung
ab Seite 90 ff. in
http://www.neue-waldschloesschenbruecke.de/content/gericht/0903_VG%20Urteil%20Planfeststellungsbeschluss%20Wa ldschloesschenbruecke.pdf

Und dann zeigen Sie bitte die Stelle, wo in dem Abschnitt was von Fahrrinnenverlegung steht!
Dort steht nur etwas von 60m Elbvertiefung zum Zweck der Durchflußsicherung:

" Um das Wasservolumen aufzunehmen, wäre eine Vertiefung der Flusssohle auf einer Länge von ca. 60 m um 2 m erforderlich." ...

Gerade weil da nichts direkt von einer Elbeverlegung drin steht, bedeutet das ja noch lange nicht, dass eine Elbeverlegung bei dieser Technologie nicht notwendig wäre! Denn die beschriebene Elbevertiefung von 60 m Länge und 2 m Tiefe müsste ja so geschehen, dass die geforderten Radien eingehalten werden (Wasser fließt nun mal nicht um die Ecke, genau wie Schiffe 90° Kurven nur über eine lange Strecke mit entsprechenden Kurvenradius durchfahren). Der Fluss müsste also auch bei dieser Aussage während der Bauzeit des jeweiligen Tunnelabschnitts auf einer Strecke von 350 m – 600 m (ich habe keine Zeit das durchzurechnen), um ca. eine halbe Flussbreite (60 m) um 2 m vertieft und mit diesen Parametern zweimal verlegt werden.



Zitat:
Zitat von Silvia Beitrag anzeigen
...Warum schreiben Sie eigentlich nicht, dass die eigentliche fachliche Arbeit dieser Machbarkeitsstudie von der rennomierten Tunnelbaufirma ILF ausgeführt wurde?
Da finde ich dann doch: Ehre, wem Ehre gebührt. Da wollen wir doch die wichtigsten Leute nicht verheimlichen! ...

Ich wollte die Tunnelberatertätigkeit von „Silvia", äähh Entschuldigung von Herrn Kaiser, nicht schmälern …! Ansonsten hat der Tunnelberater „Silvia" natürlich Recht. ILF ist eine rennomierte Tunnelbaufirma und stellt in ihrer -"Machbarkeitsstudie Elbtunnel Dresden am Standort Waldschlösschen" unter Punkt 4.3.4 "Verlegung/Einengung der Elbe" fachlich unzweifelhaft fest, dass bei einer 3-Schrittmethode bei einem Tunnelbau in offener Baugrube in der Elbe eine 2- malige Verlegung der Elbe erforderlich ist. "Bei der Querung der Elbe in offener Baugrube wird es erforderlich, die Elbe um die Baugrube herum zu verlegen ...". Kosten soll diese Verlegung der Elbe stattliche 9,3 Mio € (in Worten Neunkommadreimillionen Euro)!
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  #11002 (permalink)  
Alt 02.02.2012, 20:12
Robert Robert ist offline
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Registriert seit: 23.11.2007
Beiträge: 503
Standard AW: NULLm² oder Baggerei

Zitat:
Zitat von Silvia Beitrag anzeigen
Seite 89 befaßt sich ausdrücklich nicht mit der 3-Schrittmethode sondern noch mit der 2-Schritt-Methode. Da bei der 3-Schritt-Methode immer mindestens 80m frei sind, die Fahrrinne aber nur 40m breit sein muss, weil man sonst eh nicht mehr unter der Albertbrücke (35m lichte Weite) durchkäme - wo haben Sie da ein Problem?

Letzten Sommer war 1/3 der Elbbreite durch rote Bojen abgesperrt auf Neustädter Seite. Die grünen Bojen auf der anderen Seite waren weg. Also 80m Fahrrinnenbreite! Von denen können in 2 von 3 Bauschritten immer 40 m Breite befahren werden. Die anderen 40 m sind beireits sowieso gesperrt.
Man könnte ja fast vermuten, dass „Silvia" nicht versteht, dass es hier nicht nur um die Fahrrinnenbreiten und Schiffe geht. So ist es aber leider nicht.
Tunnelberater „Silvia" weiß natürlich genau, dass hier auch der Hochwasserdurchfluss und -schutz eine wichtige Rolle spielt. Die eigentliche großräumige Elbeverlegung wäre nämlich neben der Schifffahrt vor allem auch deshalb notwendig notwendig, damit ein gefahrloser Wasserdurchfluss trotz gewaltiger Tunnelbaustellen auf und über den Elbwiesen und in der Elbe gewährleistet wird. Und der ist bei einer 3- Schritt Technologie mit hohen Spundwänden auf den Elbwiesen und in der Elbe bei Hochwasser nur zu realisieren, in dem der verbaute und damit abgesperrte Durchflussquerschnitt durch die Spundwände der Tunnelbaustellen an anderer Stelle als Ausgleich geschaffen wird (also durch Verlegen der Elbe).
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  #11003 (permalink)  
Alt 04.02.2012, 23:19
psana42 psana42 ist offline
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Registriert seit: 13.07.2008
Beiträge: 762
Standard AW: Weiterentwicklung der Prozeßhanselei? - Unfähigkeit/Unwilligkeit liefert Unterhal


Silvia legt sich alles wieder einmal nach ihrem Gutdünken zurecht.
Zunächst mal zum Tunnel und der Verengung. Zur Vermeidung der Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeits bei einer Verengung muss der Strömungsquerschnitt immer gleich bleiben. Mit der Fahrrinne hat das nichts zu tun. Im Urteil wird bei den „Schrittmethoden“ nie von der Fahrrinne gesprochen, es geht immer nur um den Strömungsquerschnitt und da reicht es bei 30 m Tunnelbaustelle jeweils 15 m stromauf und 15 m stromab 2 m zu vertiefen. Das sind nach Adam Ries die 60 m die im Urteil stehen. Das funktioniert natürlich nur solange die Fahrrinne nicht betroffen ist. Schiffe haben nun mal keinen Knick in der Mitte. Da kommt dann die Forderungen des WSA mit den Radien für die Aufrechterhaltung der Schifffahrt zum tragen.
Und da macht sie schon die nächste Milchmädchenrechnung auf, bzw. versucht schon wieder eine Gaukelei: Albertbrücke Lichteweite der Brückenbögen ca. 31 m. Dabei wird bewusst unterschlagen, das für bergauf und bergab jeweils eine Durchfahrt zur Verfügung steht. Das macht wieder nach Adam Ries ca. 60 m.

Nun noch ein paar „Beweise“ von Silvia die belegen sollen. Dass ein Tunnel umweltverträglicher wäre:
Abraum: ja den gab es bei der WSB auch, hat Wiesenknopf-Standorte am Elbhang plattgemacht. Was am Transport von Abraum auf Lagerplätze umweltunfreundlicher ist, als beim Bau der WSB müßte erst noch definiert werden. Wenn man den Transport über Wasser erledigt, wie es die Beladung und Entladung des Flußbaggers für den Einschwimmvorgang vormacht, wäre das sicher kein enormes Problem.
Zum Einschwimmen versuche ich mal weiter unten paar Skizzen rüber zu bringen.
Beim Abraum tut sie nach wie vor so, als könnte alles wieder zurück. Die zusätzlichen 200000 m³ müssen aber dauerhaft irgendwohin.


Uferbau: fein, Anschüttungen am Ufer wegen der WSB gab es auch.
Anschüttungen im Uferbereich sind hoffentlich bald Geschichte.
Aber es geht nicht um Anschüttungen, sondern um umfangreiche Veränderungen der Uferstrukturen. Diese sind/waren bei Weitem nicht so umfangreich, wie diese für einen Tunnel erforderlich würden. Selbst wenn man nur die o.a. beidseitigen 60 m annimmt.


Fußgänger- und Radfahrerbrücklein: wäre für Fußgänger ein lärm- und schadstofffreier Ausguck auf die Stadtsilhouette und den Elbhang geworden, bei dem man auch noch gefahrlos von der flußabwärtigen Seite auf die Flußaufwärtige Seite wechseln kann und die weder den Wachtelkönig noch die Heuschrecken noch die Fledermäuse... gefährdet.
lärm- und schadstofffreier: Schifffahrt und vor allem die Motorboote der „Grünen“ verbieten. Wie soll denn dieses Brücklein aussehen, flußabwärtigen Flußaufwärtige“ wie geht das?Für das Brücklein wären, dem Umfang nach, kaum geringere Versiegelungen notwendig.
Fledermäuse: Würden sich die Kollisionen am Tunnelmund auf der altstädter Seite nicht verbieten lassen.
Heuschrecken: In der Planfeststellung wird „die Gestreifte Zartschrecke“ angeführt. Diese steht auf der roten Liste. Dass die Brücke den Lebensraum unzulässig einschränkt, wird in den Urteilen nicht bestätigt.
Wachtelkönig:kein Vogelschutzgebiet.
Niemand hat behauptet, dass es keine Beeinträchtigung gibt. Es sind umfangreiche Kohärenzsicherungsmaßnahmen vorgesehen.

Sedimentationssperre: hä? 3,5m unter der Flußsohle? Bis Sie dahin kommen... Eher baggern die die Elbe sinnloser Weise (wegen dauerndem Niedrigwasser) für die tschechischen Großschiffe auf diese Tiefe aus, mit allen negativen Folgen für die Absenkung des Grundwassers und daraus resulierenden Folgen für das Leben auf bisherigen Elbauen im FFH-Gebiet, im Welterbe Wörlitzer Park, im UNESCO-Biosphärenreservat Mittelelbe...
Das Geschiebe hat im Bereich der Brücke eine Mächtigkeit von ca. 7 m, minus 3,5m bleiben 4m.
Z.Z. treten im Bereich der Mittelelbe/Mulde eher Probleme mit steigendem Grundwasserspiegel auf.
Das auch noch den Wörlitzer Park und das Mittelelbe "Mittelelbe Bioreservat" anführt ist an Heuchelei kaum noch zu überbieten.
Die GRÜNEN halten im Schloss immer ihre Tagungen ab. Im ganzen Park ist aber nicht ein Quadratzentimeter naturbelassen, nachhaltig o.a.
Und das Bioreservat:
Wenn dort nicht alles Mögliche aus Sicht der Naturschutzverbände falsch gemacht worden wäre, gäbe es dies wohl nicht. Flussbegradigungen, Eindeichungen, teilweise an den falschen Stellen, Faschinen-, Buhnenbau. Die Aufzählung ist sicher noch nicht einmal vollständig.

Sicherheit: Siehe Fußgängerbrücklein: Im Tunnel wäre niemand vom Ausblick abgelenkt und niemand durch träumende Fußgänger gefährdet! Und alle anderen Sicheheitsprobleme sind lösbar auch im Elbtunnel.
Unfällein Tunneln haben meist extreme Auswirkungen. Selbst- und gegenseitige Hilfe ist in Tunneln erheblich eingeschränkt!


Abluft: Kann man filtern, absaugen und an einer unkritischen Stelle freisetzen. Auf der Brücke wird die an einer absolut kritischen Stelle ungefiltert dauerhaft freigesetzt.
Aber nur 2 Fahrspuren halbieren auch hier das Problem!

Über Filter diskutieren wir ja schon. Wo gibt es dort aber eineabsolut kritische(n) Stelle“? Was soll das überhaupt sein?
Aber nur 2 Fahrspuren halbieren auch hier das Problem!
Beim Verfolgen der Verhandlungen der Gerichte müsste eigentlich klar geworden sein: Die Aufgabenstellung kann nur vom Aufgabensteller geändert werden. Juristisch ist nur zu prüfen ob die Aufgabenstellung gegen Recht verstößt.
Das damit das Problem halbiert würde ist falsch. Es staut sich wohl schöner?


Ganz offensichtlich sind die Bilddateien zu groß ca 20 MB. Es geht nicht. Oder hat jemand eine Lösung?
psana42
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  #11004 (permalink)  
Alt 05.02.2012, 12:01
psana42 psana42 ist offline
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Registriert seit: 13.07.2008
Beiträge: 762
Standard AW: Weiterentwicklung der Prozeßhanselei? - Unfähigkeit/Unwilligkeit liefert Unterhal

Die Bilder habe ich verkleinert. Jetzt müßten beide rüber kommen.
Es ist nicht eindeutig geklärt, ob die Ergänzung Einschwimmen erforderlich war - da die GL&Cie meckert machen wir es einfach!Fläche1.JPG

Fläche2.JPG
psana42
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