21.05.2012 17:06
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Was glauben Sie, warum die sich im Gerichtsverfahren vor dem VG DD einer Mißinterpretation des Umweltrechts bedienen mussten, um die Planfeststellung der WSB zu bestätigen. Das Gericht hielt den Elbtunnel nach Würdigung aller Gutachten für technisch machbar. Wenn die es sich so einfach hätten machen können wie Sie jetzt gerade, wäre das Verfahren längst vorbei. |
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Können Sie mal sehen. Da hat dieser Dresden-Besucher das Elbtal als eine von zwei Idyllen abgehakt - ist keine Idylle mehr mit WSB. Bleibt nur noch Hiddensee.
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Hallo Silvia!
Sie schrieben:Irgendwie haebn Sie auch einen Hang zum Nachplappern von CDU- FDP- und ADAC -Propaganda. Ich kann bei der ganzen Welterbetitel-Geschichte nichts Erpresserisches erkennen. Der Antragsteller auf den Welterbetitel verpflichtet sich nach Welterbe-Konvention, alles in seinen Kräften stehende zu tun, den aussergewöhnlichen und universellen Wert der Welterbestätte mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu erhalten. Die Aktionen der WSB-Bauer sind genau das Gegenteil von Bemühungen zum Erhalten des außergewöhnlichen und universellen Wertes - also aktives erhebliches Beschädigen des Einmaligen des Dresdner Elbtals, und das nicht aus Unwissenheit oder Geldmangel sondern vorsätzlich, unter Diffamierung der UNESCO. In diesem Fall hatte die UNESCO nach geltenden Richtlinien für das Welterbe nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, den Welterbestatus wieder abzuerkennen. Sonst wäre das Welterbeprogramm insgesamt unglaubwürdig geworden. Die Berühmtheit der WSB ist allerdings eine ausgesprochen traurige, eine Blamage vor der ganzen Welt, verursacht von kompromisslosen Betonköpfen. Und worin der Vorteil des Titelverlusts für Dresden liegen soll, weiß ich auch nicht. Im Endeffekt besteht der doch nur darin, dass rücksichtslose Umweltzerstörer im Sinne des Profits nicht mehr unter internationaler Beobachtung stehen. Ob das für Dresden so gut ist, wenn das, womit es sich bisher positiv vom Rest der Welt unterscheidet, rücksichtslosen Profitinteressen geopfert wird? Ob das die Dresdner mögen? Und das bisherige Dresdner Publikum? Ich denke Sachen ist mit Biedenkopf,Milbrad und Tillich bis jetzt gut vorangekommen. Das ist meine Wellenlänge.Wenn Sie das nachplappern nennen-schön!Das zeigt mir doch,daß ich in meinem Wahlverhalten richtig liege. Nochmal resden hat so einen fragwürdigen Titel,mit dem Erpressung versucht wurdenicht nötig.Als Beaufsichtigung kann die UNESCO gleich gar nicht fungieren,weil dieser Verein nicht demokratisch legitimiert ist.Von Bevormundung habe ich für den Rest meines lebens genug.Ich bin froh,daß der Titel dieses Forums Wirklichkeit geworden ist"Keine UNESCO-Diktatur im Dresdner Elbtal!" Tschüß Christian! |
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Hallo Silvia!
Sie schrieben:Die Umwandlung einer Brückenbaustelle in eine Tunnelbaustelle ist solange möglich, wie der Planfeststellungsbeschluss für die WSB nicht komplett ungültig ist. Sollten Sie doch verstehen: Außerhalb des Gültigkeitsbereiches von Variablen, kann man auf die auch nicht mehr zugreifen. Das ist dann das Risiko, wenn man alle Angebote innerhalb des Gültigkeitsbereiches Fehler zu heilen ausschlägt. Entschuldigen Sie,wenn ich nerve aber ein paar erläuternde Worte wären schön. Tschüß Christian! |
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Sie/ihr seid doch das beste Beispiel dafür, dass zig Leute euch dauernd auf euren Irrtum hinweisen. Und was nützt es? Im Neudeutschen nennt man sowas: "Beratungsresistenz" |
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Das zeigt, wo die tatsächlichen Mehrheiten liegen. Zitat:
Wie Sie sich evtl. erinnern, stimmten in Ted-Umfragen anläßlich des Baustops wegen der Hufeisennase 80% gegen den Umweltschutz. D.h. diesen Leuten ist noch nicht bewußt, dass sie am Ast sägen, auf dem sie sitzen, wenn sie dem Aussterben der Fledermäuse zustimmen. Was die Fledermäuse an Schadinsekten vertilgen würde sonst die Chemische Keule erledigen - deren Rückstände dann auch in der menschlichen Nahrungskertte auftauchen, wie wir aus Erfahrung wissen. Ja , und wer nicht weiß, welche Bedeutung ein Weltekulturerbe hat und wie damit herrausragende für die gesamte Menschheit bedeutsame geschichtliche Zeugnisse für die Nachwelt bewahrt werden, kann auch leicht darauf verzichten. Dem ist mit Aufklärung der Bevölkerung zu begegnen. Auch dazu hatte sich der Antragsteller für das Weltkulturerbe verpflichtet. Zitat:
Z.B. hätte eine Beschränkung auf 2 Fahrspuren eine Menge Geld für Schallschutz gespart und Klagen von Betroffenen wegen Überschreitung von Grenzwerten. Eine Menge Bäume hätte unsinnig breiten Straßen nicht im Wege gestanden und hätte weiter Feinstaub killen dürfen. Wenn man das Geld statt für die WSB für die Sanierung der bröckelnden und rostenden Brücken genommen hätte, hätte man sich eine Menge Ärger erspart und unsinnige Erhaltungskosten für eine Stahlbrücke mit Füssen im Hochwassergebiet.... Aber natürlich gehört tatsachengerechte umfassende Information der Bürger zur Vorbereitung einer Entscheidung der Bürger. Nur dann kann der Interessenausgleich verschiedener Interessen gelingen. Manipulierte Bürger vertreten ohne es zu wissen nicht ihre eigenen Interessen - somit gibt es auch keine Feststellung und keinen Ausgleich der verschiedenen berechtigten Interessen. Zitat:
Die GL hätte nicht gegen den Tunnel geklagt, wenn dabei das Umweltrecht eingehalten worden wäre, indem die umweltschonendste machbare Technologievariante gebaut worden wäre. Die war von ILF vorgelegt worden. Die Null-Lösung ist der GL verwehrt, weil politisch mindestens durch den BE 2005 ein überwiegendes öffentliches Interesse an einer Elbquerung an dieser Stelle nachgewiesen wurde. Das einzige, was das Umweltrecht der GL zugesteht ist, die umweltfreundlichste Elbquerungsalternative einzuklagen. Das ist der Elbtunnel. Was bliebe im Falle der Planfeststellung eines Elbtunnels also an Rechtsgrundlagen für eine Klage übrig? |
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Die bereits zitierte repräsentative Umfrage von 2008 zeigt deutlich, dass die Zustimmung zum Elbtunnel davon abhängt, ob die Leute den für realisierbar und finanzierbar halten. Wenn ja, dann Tunnelmehrheit! Und zum Zeitpunkt dieser Umfrage wäre er realisierbar und mit Hilfe des Bundes finanzierbar gewesen. Denn es gab ein großes Interesse, die Blamage des Welterbeverlustes abzuwenden. Bloß in der Staatsregierung von Sachsen nicht. Die proklamierten, das Welterbe sei verzichtbar. Zitat:
Das setzt aber voraus, dass die Leute vor der Entscheidung umfassend zu allen entscheidungsrelevanten Fragestellungen tatsachengerecht informiert werden, bzw.sie die Möglichkeit dazu haben (zeitlich, mediengerecht...). Wenn sie auf Basis eines vom Bauherrn/Machthaber aufgebauten Trugbildes entscheiden, ohne dass sie das Trugbild als solches erkennen, ist das Ergebnis der Befragung nicht den tatsächlichen Interessen der Bürger entsprechend. Damit ist es demokratisch im Sinne des Interessenausgleichs nicht zu gebrauchen. Nur der, der das Trugbild aufgebaut hat, kann seine Interessen durchsetzen, wenn möglichst viele darauf reinfallen. Das ist keine Demokratie, das ist Mißbrauch der Bürger. Und leider kann man auch nicht unterscheiden, wieviele Leute entsprechend ihrer eignen Interessen (anders) entschieden haben und wieviele manipuliert waren. Zitat:
Was Sie mit "Richtige Meinung aufzwingen" meinen, weiß ich jetzt nicht. Es gibt Schutzrechte für Minderheiten, wie von Grenzwertüberschreitungen betroffene Bürger oder unter Artenschutz stehende Tiere und Pflanzen oder Denkmale oder Völkerrecht. Und die müssen auch von Leuten eingehalten werden, die es in der Entscheidung abgelehnt haben, sich über den Sinn dieser Rechte richtig zu informieren. Das ist der Sinn des Rechts. |
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… sehr nachvollziehbar! Übrigens findet sich in der Tunnelstudie der BI Verkehrsfluss der Satz: „Im Jahre 1996 hat die Stadt Dresden selbst die Untersuchung einer Tunnelvariante in Auftrag gegeben [5]. Der Stolperstein Landschaftsblick konnte genommen werden, die Kosten aber erwiesen sich im Vergleich zum damaligen Brückenkonzept als entschieden zu hoch.“ Zitat:
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Und was "richtige Information" ist entscheiden Sie, oder wer? Haben denn die Gegner der Brücke in all den Jahren vor dem BE 2005 nicht "richtig informiert"? Sie tun ständig so, als hätten die Dresdner immer noch im Tal der Ahnungslosen gelebt. Es gab doch mehr als reichlich Information von allen Seiten. Wie man die persönlich bewertet und wie man dann entscheidet, ist Sache des Einzelnen. Sie sind ja eine Bewunderin der Schweizer Demokratie. Dort wird ja nach Ihrer Meinung allumfassend und "richtig" informiert. Wie kann es dann zu so haarsträubenden Entscheidungen in Abstimmungen wie zum Minarettverbot kommen? Alles irregegeleitete Schweizer, die eigentlich jeweils gegen die Initiative stimmen wollten, aber nicht konnten, weil sie nicht "richtig" informiert wurden? W.S. |
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Sie wollen jetzt aber anscheinend schon wieder mit mathematischen Taschenspielertricks die Wahrheit verdrehen? Nur zu. Das, was Sie hier von sich geben spricht so schön für sich selbst und damit zu Ihrer Einstellung zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Andersdenkenden u.v.a.m! |
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