21.05.2012 16:58
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Da nicht nur grüne Fundamentalisten, sondern auch andere Menschen gelegentlich darauf hin weisen, dass ewiges Wachstum möglicherweise nicht funktioniert (und zwar schon aus rein mathematischen Überlegungen) ist Nullwachstum eine Sache, über die man zumindest einmal nachdenken könnte. Das muss nicht unbedingt bedeuten, dass nachher wieder alle wie Öff-Öff im Wald leben. Auch die grünen Ökofundamentalisten (um bei Ihrem Vokabular zu bleiben) möchten nämlich gern weiterhin in der warmen Stube ihr Notebook mit Strom versorgen. Und das möglichst immer – nicht nur, wenn gerade einmal der Ökowind bläst. Zitat:
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In Ihren Texten herrscht ein wunderbar ausgeglichener und sachlicher Grundton. Man spürt keinerlei Hass und kaum Neigungen zu Intoleranz oder gar Fanatismus. Das war jetzt Ironie. Nein, im Gegenteil: Sie sind hier der Gegenpol zu Silvia. Nur mit einem Unterschied: Es ist zwar aussichtslos, mit Silvia diskutieren zu wollen, man sucht beim Lesen ihrer Beiträge gern nach der nächsten Tischkante, in die man aus Verzweiflung hineinbeißen möchte - aber es hat bei ihr wenigstens fast noch einen gewissen naiven Charm (auch wenn mir das Wort soeben schwer über die Tastatur kam). Es wirkt insofern noch „größtenteils harmlos“. Bei Ihren Tiraden dagegen bekomme ich manchmal ein leicht mulmiges Gefühl. |
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Nanu, was ist denn hier passiert? Wieso steht bei Marvin ein "banned" beim Benutzerstatus? Marvin ist doch meist ziemlich sachlich, auch wenn er gerne mal Haare spaltet...
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Bei der Fusswegbreite auf einer Geschäftstraße kann m.M.n. nicht gespart werden. Die sollte den Geschäftsleuten wichtiger als eine Fahrspur und Parkmöglichkeiten sein. Wenn Fussgänger das Gefühl haben, sie trampeln sich tot, wird das die Leute nicht gerade anlocken. Bei der Breitenangabe in Meter darf man locker gefühlte 1,20m noch abziehen. Kein Fussgänger läuft gern im Schwenkbereich von Autotüren. Auch stehen Verkehrsschilder, Lichtmasten und die Baumersatzpflanzungen interessanterweise immer auf dem Fussweg. Den großen Unterschied zwischen einer überbreiten und einer zweispurigen Variante sehe ich nicht. Vielleicht ist es die Linie in der Mitte. Warum Fahrzeuge nicht auf Straßenbahnbereich ausweichen dürfen, wenn ein Lieferwagen hält, verstehe ich nicht. Das ist sicher momentan das geringste Problem und rechtfertigt weder zwei noch eine überbreite Spur. Entscheidend für die Straßenbahn ist es, dass sie am Stau vorbeikommt und dass sie per Ampelschalte vor ihr im Gleisbereich stehende Linksabbieger freie Fahrt schalten kann. Zur angeblichen Staugefahr für den MIV: Das ist nun dort konkret eine politische Entscheidung. Überbreiter Ausbau und möglicherweise für je 3 Stunden an je 5 Tage höherer Durchlass. Wenn der Verkehr weiter zurückgeht, wäre es sicher nicht von der Hand zu weisen, ob es nicht mit einer normalbreiten Dresden typischen Straßenbahn/Auto-Kombistraße mit gelegentlichen Gleisbereichbefahren bei Hindernissen oder Linksabbiegern reichen könnte. Wie Sie schon sagten, wird der Ausbau ohnehin zu einer Verbesserung für alle beteiligten führen. Ob es eine Verbesserung für Anlieger wird, wird sicher unterschiedlich beurteilt. Hier werden mal locker die letzten Vorgärten wegrasiert und die letzten großen Bäume werden zumindest in unserer Generation einer monotonen Kahlheit weichen. Bei allen Plänen: Wir sind immerhin in einem der dichtbesiedeltsten Innenstadtbereiche. Da kann man nicht ähnliche Verkehrsstrukturen erwarten und schaffen, wie man es vielleicht zwischen Carolabrücke und Ferdinand/Georgplatz-Weitung gewöhnt ist. Dort scheint man wirklich die Stadt verlassen zu haben. Eine unterirdische Straßenbahn in Dresden, die nur dem Ziel dient, oben Platz zu machen, lehne ich ab. Für Dresden absolut übertrieben. In Millionstädten sicher ein Muss, um extrem große Menschenmassen schnell und weit zu bewegen. Straßenbahnen sind sicher nicht die Ursache für einen Platzmangel. Zu den zusätzlichen Ampelquerungen an Hauptverkehrsstraßen: Hier wird mit den langen Wartezeiten dem Fussgänger nachhaltig vermittelt, dass er im Straßenverkehr der letzte A... ist. In der Regel führen sie dazu, dass jede Lücke von halbwegs Sportlichen zum Rot-Ignorieren führt. Sicher kein Vorbild für Kinder und eine große Gefahr. |
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Richtig erkannt. |
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Gruß Dietmar |
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@FrankN
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Ich habe den Eindruck, dass Sie eine Antwort versucht haben, bevor sie am Ende meines Textes angekommen waren… Aber ich wiederhole gern noch einmal: Es ist davon auszugehen, dass es durchaus unterschiedliche Menschen und Meinungen auch in Naturschutzverbänden gibt. Aber das öffentliche Auftreten der Verbände wird eben weitgehend von Alarmisten, Hysterikern und Ideologen dominiert. Schauen Sie sich doch einfach einmal die Webseiten von GRÜNER LIGA, oder BUND Sachsen an! Zitat:
Wachstum und Wachstumsdefinitionen sind ein weites Feld. Man kann beispielsweise auch qualitativ wachsen und Stoffkreisläufe organisieren, ohne Ressourcen einfach ersatzlos zu verbrauchen. Ich denke, wir sind auf dem diesem Weg. Es ist nicht aber überflüssig, Endzeitstimmung zu verbreiten, Lösungen im Verzicht zu suchen, der Deindustrialisierung das Wort zu reden und Technikfeindlichkeit zu propagieren. Das ist reaktionäres, rückwärtsgewandtes, menschenfeindliches Denken – das aber in den Auslassungen und Aktionen diverser grüner Politiker und Organisationen immer wieder durchscheint. Zitat:
Die so genannten Naturschutzverbände haben ihre privilegierte Stellung in den Planverfahren aber gerade wegen ihrer besonderen Sachkunde. Die scheint dann vielfach doch zu fehlen, womit die Begründung der besonderen Rechte ja nun doch fraglich wird. Wenn es dabei bliebe, wäre ja aber auch alles noch aushaltbar – an der betreffenden Stelle wäre eben einzuräumen, dass man zu einer Sache wegen fehlender Kenntnisse nix sagen kann. Der Kasus WSB zeigt aber, dass fehlende Sachkenntnisse durch die privilegierten Verbände instrumentalisiert werden können, um aus ideologischen Gründen bekämpfte Vorhaben (denn bei der WSB ging es der GRÜNEN LIGA ja – und da sind wir uns wohl einig – nicht um Arten- oder Naturschutz) aufzuhalten oder wenigstens zu verzögern. Dieser Missbrauch muss verhindert werden – unter anderem auch deshalb, weil er dem Anliegen und dem Ansehen des Natur- und Artenschutzes am Ende eher schadet. Zitat:
Umweltbehörden sind inzwischen längst auch gut ausgestattete Wärmstuben für eine große Zahl von Ökospinnern. Sie verkennen außerdem, dass auch innerhalb und zwischen Verwaltungen heftige Kämpfe ausgefochten werden - und gerade die Dresdner Stadtverwaltung ist dafür ein anschauliches Beispiel. Wenn zum Beispiel das Umweltamt scheinbar unkoordiniert und unmotiviert vorprescht und das Thema „Umweltzone“ plötzlich pusht, dann hat das vor allem damit zu tun, dass man unter den städtisch bestallten Ökospinnern und bei deren Freunden im Stadtrat den Eindruck hat, nach der Wahl von Frau Orosz und Baubürgermeister Marx mit der vorher so schön funktionierenden tendenziellen MIV-Sabotage völlig in die Defensive zu geraten. Zitat:
Ich habe nicht die Absicht, mit notorischen Heuchlern schonend umzugehen. Und ich bin allergisch gegen Denkverbote und politische Korrektheit – was im allgemeinen sowieso auf dasselbe hinausläuft. Klare Worte und klare Positionen betrachte ich als einen Gewinn. Das hat mit Sachlichkeit oder Unsachlichkeit aber nur in zweiter Linie zu tun. Und: Mir drängt sich der Eindruck nicht auf, dass es Ihnen schwer fällt, zwischen sachlichem Kern und scharfer Formulierung zu unterscheiden.
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@"Silvia"
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Ich bewundere Ihren Mut. Ihren Ansatz konsequent zu Ende gedacht, könnte man ja dann auf die Umweltverwaltung ganz verzichten. Alle Achtung, so weit wollte ich nicht gehen! Abgesehen davon sind die Erfolge der „Umweltschützer“ in Sachen WSB ja wirklich spektakulär und in der Tat völlig unverzichtbar zur Rettung unseres schönen Planeten: Langsame Nachtfahrten im Sommer über die WSB sichern nun das Überleben einer Fledermausart, die dort gar nicht vorkommt. Und jährlich zweimaliges Mähen zu festen Terminen wird den welterbewichtigen Charakter der mageren Glatthaferwiesen auf alle Ewigkeit fixieren. Haben Sie eigentlich schon registriert, was das VG Dresden den vorgeblichen Naturschützern von NABU, BUND und GRÜNER LIGA ins Stammbuch geschrieben hat? Ein Tunnel an Stelle einer Brücke kann am Waldschlößchen auch und vor allem aus Naturschutzgründen nicht gebaut werden! Können Sie mir mal erklären, warum das ihre angeblichen Naturschützer mit ihrer überragenden Sachkunde nicht von selbst gemerkt haben sondern sich im Gegenteil mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln eben genau für ein solches Tunnelprojekt verkämpfen? |
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Was ich damals mit diesem Thema bereits weitsichtig und selbstsicher festgestellt habe, greifen nun auch die ersten Politiker in der Staatskanzlei auf. Rückzahlungsforderungen von EU-Geldern zwingen zu Streichungen! Gestrichen sollte zuerst dort werden, wo die geringste Notwendigkeit besteht. Und nicht zuletzt aufgrund der A17 ist das nun einmal der nicht vorhandene Bedarf einer Elbquerung am Waldschlösschen. Vielleicht ist es ja möglich die bereits bestehenden Verträge mit Firmen für eine kostengünstigere Brückenneuplanung im Bereich Niederpoyritz oder Hosterwitz zu ändern.
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