21.05.2012 16:57
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Die Stadtverwaltung hat mal wieder eine tolle Idee: Die Kesselsdorfer Straße soll zum "Boulevard" werden, meldet sz-online:
"Die Kesselsdorfer Straße soll zwischen Tharandter und Gröbelstraße für den Autoverkehr gesperrt und als Boulevard gestaltet werden. Die Pläne sehen eine Zentralhaltestelle für Bus, Bahn und Regionalverkehr vor. Dafür wird für den Autoverkehr gesperrt.Durch die Sperrung ist vor den Geschäften auch Platz für Bäume, Bänke und Straßencafés. Händler lehnen das 15-Millionen-Euro-Projekt ab; sie fordern freie Fahrt für Autos. Alternativlösung könnte nur eine Autospur stadteinwärts sein. Die Sperrung schaffe Raum für Bäume, Radwege und Straßencafés. Außerdem biete die neue Löbtaupassage dann mit 350 Stellflächen beste Parkmöglichkeiten. Der Stadtrat soll darüber 2009 entscheiden, 2011 könnte Baubeginn sein ." Die Kesseldorfer hat sicherlich eine Renovierung nötig. Diese Idee ist jedoch blanker Irrsinn. Wegen der Zentralhaltestelle wird die Straße praktisch zur Sackgasse. Zumindest sind Umwegfahrten durch die benachbarten Wohnstraßen die Folge. Eine "Aufwertung" ist das sicherlich nicht. Zu einem funktionierenden Boulevard gehört auch Autoverkehr mit Parkmöglichkeiten. Eine Verengung der Straße, um Platz für Bäume und Straßencafés zu schaffen, ist sicher sinnvoll. Mit dem Ausbau des Autobahnzubringers über die Coventrystr. wird das Verkehrsaufkommen auf der Kesselsdorfer wohl zukünftig abnehmen, so dass eine gewisse Verminderung der Leistungsfähigkeit möglich sein dürfte. Was die Stadtverwaltung da vorhat, entstammt einem Fußgängerzonen-Konzept. das schon lange überholt ist. Die Händler haben bereits erkannt, dass sie durch diesen Umbau endgültig im Abseits landen würden. Anders als am Schillerplatz (Loschwitzer Str.) oder am Fetscherplatz (Nicolaistr.), wo einfach zu wenig Platz für eine Zentralhaltestelle und den Autoverkehr ist, könnte man an der Kesseldorfer die Haltestellen auch so gestalten, dass die Straße offen für den Autoverkehr bleibt. Aber die Dresdner Stadtplanung hat offenbar eine Vorliebe dafür, breite Straßen plötzlich als Sackgasse enden zu lassen. Die 15 Millionen lassen sich wohl besser anlegen, als für einen solchen Schildbürgerstreich. W.S. |
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![]() Wie war das mit dem 4spur. Verkehr, kommend von der Stauffenberger, durch den Tunnel und über die WSB auf die Fetscher Str. und vor dem Großen Garten ist mehr oder weniger Schluss? Links abbiegen? - Um Gottes Willen! "Da muss man dann eben durch den GG durch" ![]() Ich gratuliere denen, die künftig aus den östl. Stadtteilen in die Innenstadt oder weiter wollen. Vor allem zu den vor ihnen liegenden Ampeln und den geliebten Linksabbiegern. "Lustig auch die Vorstellung, wie bei Stoßzeiten die Kreuzung WSB und Käthe-Kollwitz-Ufer funktioniert... Da haben dann die aus Laubegast etc. ein neues Schmäckerchen auf ihrem Weg... Wenn nicht der Verkehr derart zurückgegangen wäre, dass diese Brücke eigentlich nicht wirklich notwendig ist (und schon gar nicht zu diesem "Preis"), könnte man jetzt ja schon Wetten abschließen, ob sich der Verkehr bis in den Tunnel hinter der WSB oder nur bis vor die Brücke stauen würde... zumal man ja auch noch einige wichtige Straßenbahnlinien kreuzt... ![]() Aber da beharren ja einige auf ihren alten Ideen und haben auch noch Erfolg damit. Da wird hervorgezaubert, dass die Brücke ja schon über das gesamte letzte Jahrtausend in den Köpfen so einiger herumschwirrte - "Na und, dann war das halt nur so eine Idee"
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Hallo, Pjr.!! Aufwachen! Hier geht es überhaupt nicht um DIE BRÜCKE!! ![]() Vielleicht ist es ja doch möglich noch irgendein anderes Thema zu diskutieren. Allmählich langweilt das Thema WSB. Inzwischen ist dazu wohl nicht nur alles gesagt, sondern mindestens alles dreimal gesagt worden. W.S. |
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Das halte ich auch für eine Schnapsidee. Wobei die Kesselsdorfer sowieso eine Katastrophe ist. Und wenn man sich die Bilder ansieht, trotz Sperrung für den Autoverkehr die Radwege über die Gehwege, da sind wieder mal richtige Experten am Werk. Von den üblichen Verdächtigen wird die Idee natürlich goutiert. Zitat:
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Ich glaube, der verantwortliche Karnevalsklub nennt sich "Hauptabteilung Mobiltät". Dort scheinen echte Scherzkekse oder C-Kräfte zu arbeiten. Das Sackgassenprinzip scheint denen echt zu gefallen.
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Walter Schleiff:
"Allmählich langweilt das Thema WSB. Inzwischen ist dazu wohl nicht nur alles gesagt, sondern mindestens alles dreimal gesagt worden." Völlige Zustimmung. Die Brücke muß weiß Gott nicht mehr diskutiert werden. Die WSB ist beim besten Willen nicht mehr zu verhindern. Sie ist so realistisch wie der Zwinger. |
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Bei solchen Kommentaren zu diesem Thema, vor allem vom ersten Schreiberling, sieht man, wie weltfremd doch viele sind. Evtl. ist er gar kein Dresdner.
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Trotzdem sehe ich die Sache überwiegend positiv. Zum einen wird es höchste Zeit, dass man sich nach einer durchaus erfolgreichen Belebung der Altstadt Gedanken über die Entwicklung solcher "Stadtteilzentren" wie der Kesselsdorfer Str. macht. Außerdem halte ich es für richtig, nach der Schaffung leistungsfähiger Verkehrsadern die davon entlasteten Straßen zu "verkehrsberuhigen". Die schroffe Ablehnung der Händler verstehe ich daher nicht so ganz. Die richtig guten Umsätze werden derzeit auf der "Kessei" wohl nicht gemacht. Ich halte dort auch nur an, wenn unbedingt nötig - so schön ist es dort derzeit wahrlich nicht. Attraktive Fußgängerbereiche und Straßencafés würden da schon helfen. Die Geschäfte sollten sicher weiterhin per Auto erreichbar sein; die Attraktivität der Strasse für den Durchgangsverkehr zu mindern, halte ich aber für richtig. |
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Zitat:
Ich habe gar nichts gegen eine Aufwertung der Kesselsdorfer. Im Gegenteil! Vonmir aus kann die Ganze Kesseldorfer zugunsten von Fußgängebereichen und Straßencafés verengt werden. Hier geht es aber nur um ein kurzes Stück, letzlich nur um eine große Haltestelle. Der Rest ist Ablenkung. Vor allem werden sich die Bewohner der benachbarten Straßen bedanken, durch die der Autoverkehr dann um die Zentralhaltestelle herumgeführt wird. Ich weiß auch nicht, was so schlimm daran ist, wenn sich der Pkw-Verkehr im Bereich der Haltestellen staut. Der überregionale Durchgangsverkehr wird wohl nichtmehr über die Kesselsdorfer gen Autobahn fahren. Die geplante Vollsperrung führt aber zu einer Art Blinddarm mitten in der Stadt. Auf dem kurzen Stück "Boulevard" werden wieder Millionen verbrannt und der Rest bleibt so trostlos wie er ist. Aber wahrscheinlich gibt es für den Bau der Haltestelle Fördermittel satt, die Aufwertung der gesamten Kesselsdorfer müßte die Stadt aus dem eigenen Säckel bezahlen. Also wird mal wieder Flickschusterei betrieben. Was dabei herauskommt, kann man am Beispiel der Wilsdruffer bewundern. Eine öde und langweilige Pflaster- und Asphaltwüste, so einladend wie ein ausgetrocknetes Flußbett. W.S. |
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