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  #21 (permalink)  
Alt 24.03.2011, 16:40
Realist Realist ist offline
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Beiträge: 1.369
Standard AW: Fukushima und die Konsequenzen für die Nutzung der Kernkraft

Und er wird kommen, er - der ökoklerikale Gutmenschenstaat:

Emotionale Debatte im Schsischen Landtag zum geplanten Atomausstieg - Topthema - Nachrichten - DNN-Online
__________________
Ist es nicht ein gutes Gefühl zu wissen, dass solche Leute in diesem Land keine Macht besitzen:
Zitat:
Zitat von Adrian Beitrag anzeigen
Für den Verkehr ist exakt der ÖPNV zuständig (oder Fahrrad) und nicht das Auto. Und für die wenigen, für die es nicht anders geht, reicht eine Spur aus.
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  #22 (permalink)  
Alt 24.03.2011, 17:18
Ole Ole ist offline
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Registriert seit: 02.11.2007
Beiträge: 688
Standard AW: Fukushima und die Konsequenzen für die Nutzung der Kernkraft

Zitat:
Zitat von Realist Beitrag anzeigen
Es ist schon so weit und es wird noch viel schlimmer: Earth Hour auch in Dresden. Ich empfehle dringend, an diesem Tag Stärke zu demonstrieren, und alle Lichter, Waschmaschine, Fernseher, ... im Haus anzumachen. Vll. kann man vorher sogar noch einen 10-Jahres-Vertrag mit Temelin als Stromlieferant hinbekommen.
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  #23 (permalink)  
Alt 24.03.2011, 17:56
Michael Michael ist offline
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Registriert seit: 18.11.2007
Beiträge: 1.243
Standard Fukushima und der Rabe Ralf

Zitat:
Zitat von Dietmar Beitrag anzeigen
Unerklärlich - sicher nicht, da gibt's auf der EIKE-Seite zwei sehr schöne Diskussionsbeitrag #98 und #142(Nuklearunfall Fukushima - einfach und genau erklärt!)
Nanu, Dietmar liest bei EIKE?!
Vor einiger Zeit konnte man doch ab und an lesen :
Zitat:
Zitat von Dietmar über EIKE
Zitat:
Zitat von Dietmar Beitrag anzeigen
www.kernenergie.de, EIKE oder sonstige esoterische Parawissenschaften. Im Gegensatz zu Ihnen kommuniziere ich in diesem Forum in meiner Freizeit und da habe ich keine Zeit, mich mit dem Wissenstandstand aus dem vergangenen Jahrhundert auseinander zu setzen.
Zitat:
Zitat von Dietmar Beitrag anzeigen
Tut mir leid Herr May, aber EIKE ist für mich ein pseudowissenschaftlicher Verein und als Quelle für sachliche Diskussionen völlig ungeeignet.
Wer mit dieser Argumentation noch der Meinung ist, in einer sachlichen Diskussion ernst genommen zu werden; braucht sich nicht zu wundern, wenn er nicht ernst genommen wird.
Zitat:
Zitat von Dietmar Beitrag anzeigen
Einen eingetragenen Verein, der sich im Namen als wissenschaftliches Institut ausgibt, und eine Internetseite hat, die nichts mehr als eine Linksammlung ist, nehme ich nicht allzu ernst.
Die letzte Aussage ist völlig daneben. Man braucht nur die Suchfunktion auf EIKE benutzen mit z.B. den Namen Malberg oder Ewert.

Aber Danke für den Hinweis und zurück zu EIKE.
Der Verfasser der Kommentare #98 und #142 befaßt sich mit dem Autor des Eingangsartikels, dessen Übersetzer in diesem Punkt
Zitat:
Es hat keine signifikante Abgabe von Radioaktivität stattgefunden und es wird auch keine geben!
durch die Realität widerlegt ist.
Man kann nur abwarten, was passiert bzw. ob und wie Japan das in den Griff bekommt.
Hier muß ich
Zitat:
#142: Holger Burowski sagt
Wieso ist jemand fachkompetent für Kernkraftwerke, wenn er über sich selbst sagt, dass er kein Kernphysiker ist und beruflich nichts mit Kernenergie zu tun hat?
widersprechen.
Muß man gleich Kernphysiker sein, um das Prinzip und die Technik eines AKW zu begreifen und zu erklären?
Ansonst wird dort im Blog meist sehr sachlich diskutiert.
Man erfährt u.a. etwas über Sinn und/oder Unsinn von Radonbädern.
I.Ü. kann man auf EIKE für Japan spenden.

Da Dietmar so tapfer auf EIKE gelesen hat, habe ich im Gegenzug mal die Webseiten der Grünen Liga besucht. Bis heute Mittag gab die Suchfunktion der GL Sachsen nichts her. Sachliche Information zum Thema findet man dort nicht, dafür wird jetzt aber hierfür geworben:

Zitat:
http://www.grueneliga-berlin.de/?s=Fukushima

26. März: Großdemonstration in Berlin




Die GRÜNE LIGA Berlin ruft zur Teilnahme an dieser Demonstration auf.



Die schrecklichen Ereignisse in Japan machen uns fassungslos und betroffen.
Geht man dort auf das Stichwort Spenden, findet man:

Zitat:
Spenden kann man da für
- Bäume statt Böller
- GL Berlin e.V.
den Raben Ralf
Tja, man ist bei der GL halt fassungslos und betroffen.
__________________

Bei einer festen Flußquerung ist für mich das Bauwerk der ersten Wahl eine Brücke.

Suche für die nächsten 10 Jahre einen Stromanbieter ohne Wind- und Solarenergie.
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  #24 (permalink)  
Alt 24.03.2011, 18:24
namoh namoh ist offline
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Registriert seit: 20.01.2007
Beiträge: 108
Standard AW: Fukushima und die Konsequenzen für die Nutzung der Kernkraft

@Thomas May

1. Ihre pathologische Arroganz und Verachtung ist fehl am Platze, weil ich eine ernsthafte Frage gestellt habe: Ist unsere Gesellschaft bereit, die Folgen eines atomaren Unfalls zu tragen oder nicht?

2. Schwarze Schwäne haben nichts mit Lyrik zu tun. Ich empfehle Ihnen das gleichnamige Buch von Nassim Taleb oder Sie beschäftigen sich direkt mit Hume. Schwarze Schwäne bezeichnen Ereignisse, die entgegen den menschlichen Erfahrungen und den darauf basierenden induktiven Schlussfolgerungen auftreten. Diese verändern das "Gesamtergebnis" grundlegend. Taleb argumentiert übrigens für die Nutzung der Atomkraft, da Unfälle aus seiner Perspektive lokale Ereignisse bleiben.

Die Frage nach Schadensszenarien, Restrisiken und statistischen Verteilungen von Unfällen gehen fehl, wenn des Schwarze-Schwan-Ereignis katastrophale und inakzeptable Folgen nach sich zieht.

Letztlich argumentieren Sie ja selbst in die Richtung: Jeder bisherige GAU war einmalig, nicht voraussehbar und wird so nie wieder passieren. In Ihrer Aufzählung fehlt übrigens Forsmark. Dort schrammte man um Haaresbreite durch reines Glück am GAU vorbei - ohne Kommunismus, ohne Erdbeben. Hier war der "graue" Schwan der gleichzeitige Ausfall aller vier Notgeneratoren.

Meine Frage nochmal: Sind die Folgen eines GAUs in Europa akzeptabel oder nicht? Wenn ja, dann kann man über die Ausgestaltung der Nutzung der Atomkraft reden. Wenn nicht, kann das Ziel nur der möglichst schnelle Ausstieg sein.
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  #25 (permalink)  
Alt 24.03.2011, 21:26
FGönther FGönther ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 535
Standard AW: Fukushima und die Konsequenzen für die Nutzung der Kernkraft

Zitat:
Zitat von namoh Beitrag anzeigen
@Thomas May

Ist unsere Gesellschaft bereit, die Folgen eines atomaren Unfalls zu tragen oder nicht?

Sie wird es wohl müssen. Haben Sie eine Alternative parat ? Immerklug hat hier zwar schon mal verkündet, daß er das Problem der Energiespeicherung voll im Griff hat, wenn Windräder und Sonnekollektoren mal Pause machen müssen, aber Schraubfix und Schraubschnell hinken halt etwas hinterher. Also, wo bleiben die Fakten ? Müssen wir ein Duplikat des Bodenssees auf der Zugspitze installieren, oder sorgen (selbstredent selbstlos) Gerhard und Joschka dafür, daß wir bei Flaute immer Gas geben können ? Verglichen mit dem Wind, den deren Parteifreunde machen und der geeignet scheint, sämtliche Windkraftanlagen Nordeuropas für die nächsten zwanzig Jahre auf Hochtouren laufen zu lassen, fallen allerdings die Einlassungen dieser Herren in der aktuellen Debatte unter die Rubrik "anthrogenes Biogas" . Ich glaube auch nicht, daß die 5000 Solarspezialisten, die auf Einladung deutscher Energieexperten zu einem Arbeitstreffen auf Lampedusa weilen, einen baldigen Durchbruch erwarten lassen.

Zitat:
Der Glaube der Menschen an die Stabilität der Welt sei erschüttert, sagte Hermenau
Um sich in diesem Glauben erschüttern zu lassen, muß man eben erst mal daran glauben.

Auf meiner Penne (RoRo-DD) mußten die Jahrgänge aus dem "Faust" ( ist von Goethe , nicht von Klitschko) wechselnd Osterspaziergang oder Schlußmonolog zur Rezitation lernen. Ich war in dem Jahrgang
Zitat:
Ja! diesem Sinne bin ich ganz ergeben,
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Sieht verdammt nach Arbeit aus.


Zum Vergleich :

Zitat:
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück; ..... (nuschl, nuschel )..... Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!
auch wenn der BMI im roten Bereich ist.
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  #26 (permalink)  
Alt 24.03.2011, 22:31
Christian Christian ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 12.01.2008
Beiträge: 137
Standard AW: Fukushima und die Konsequenzen für die Nutzung der Kernkraft

Hallo Ole!

Sie schrieben:Es ist schon so weit und es wird noch viel schlimmer: Earth Hour auch in Dresden. Ich empfehle dringend, an diesem Tag Stärke zu demonstrieren, und alle Lichter, Waschmaschine, Fernseher, ... im Haus anzumachen. Vll. kann man vorher sogar noch einen 10-Jahres-Vertrag mit Temelin als Stromlieferant hinbekommen.

Ihren Vorschlag finde ich gut!Solche Aktionen sind nämlich auch mit risiken verbunden.
Streß für die Versorger könnte es geben,wenn dann alle gleichzeitig wieder ihre Verbraucher
zuschalten!Wie sinnlose Experimente enden können,wissen wir ja.

Tschüß Christian!

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  #27 (permalink)  
Alt 24.03.2011, 23:25
psana42 psana42 ist offline
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Registriert seit: 13.07.2008
Beiträge: 817
Standard AW: Fukushima und die Konsequenzen für die Nutzung der Kernkraft

Zitat:
Zitat von namoh Beitrag anzeigen
Ist unsere Gesellschaft bereit, die Folgen eines atomaren Unfalls zu tragen oder nicht?

Meine Frage nochmal: Sind die Folgen eines GAUs in Europa akzeptabel oder nicht?

Zunächst sollten Sie Ihre Frage eindeutiger formulieren:
Ist unsere Gesellschaft bereit, die Folgen eines atomaren Unfalls zu tragen oder nicht?
und
Meine Frage nochmal: Sind die Folgen eines GAUs in Europa akzeptabel oder nicht?
sind zwei verschiedene Schuhe.

Tschernobyl als bisher schwersten AKW-Unfall hat keine eindeutigen Folgen ergeben. Das einzig konkrete sind 134 Strahlentote. Das sind weniger als bei einem Flugzeugabsturz. Nur um klarzustellen: Bei keinem Unfall gibt es etwas zu verharmlosen oder zu relativieren im Sinne von Gleichsetzung!
Zitat aus Wikipedia:
Angesichts der anhaltenden Kontroverse riefen IAEA und andere internationale Organisationen das Tschernobyl-Forum zusammen, um einen autorativen Konsens zu formulieren. Im September 2005 kam das Forum zu dem Schluss, dass die Gesamtzahl der auf den Unfall zurückzuführenden Todesopfer bei etwa 4.000 liege. Die Rezeption dieses Reports war jedoch keineswegs einheitlich zustimmend.

Die 4000 Todesopfer liegen etwa im Bereich der Verkehrstoten in Deutschland.

Ihre Fragestellungen sind m.E. deshalb unsinnig. Ähnliche Fragestellungen gab es bereits bei der Endlagerfrage. Wenn 1 Million Jahre nicht reichen, wird die Frage auf 10 Millionen Jahre erweitert. Womit hinreichend bewiesen wäre, dass es kein Endlager geben kann.

Die Abschaltung von deutschen AKW und die Gründung von diversen Kommissionen halte ich für puren Aktionismus. In Abklingbecken müssen selbst abgebrannte Brennstäbe jahrelang gekühlt werden. Das sofortige Abschalten aller AKW’s würde also die Gefahr vor schweren AKW-unfällen erst irgendwann verringern, wenn überhaupt. Die Folgen für die Wirtschaft wären dafür aber nicht überschaubar. Meine Überzeugung ist es, dass die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH fachkundig genug ist, richtige Schlußfolgerungen aus Fukushima zu ziehen. Erforderlichenfalls sollten ihre Befugnisse erweitert werden.
Interessanterweise wollen auf einmal die Klimaideologen lieber Braunkohlekraftwerke als AKW, wissend, dass ihre Erfindung die CO2 – Zertifikate nicht ausreichend zur Verfügung stehen.
Mir stellt sich auch die Frage, ob in den Klimamodellrechungen die ungeheure Energiefreisetzung des Erdbebens mit enthalten ist. Wenn: Ja, warum haben sie das Beben nicht vorausgesagt. Wenn: Nein, dann stimmt ihre ganze Rechnung nicht.
Gruß
psana42
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  #28 (permalink)  
Alt 24.03.2011, 23:47
namoh namoh ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 20.01.2007
Beiträge: 108
Standard AW: Fukushima und die Konsequenzen für die Nutzung der Kernkraft

Zitat:
Zitat von FGönther Beitrag anzeigen
Sie wird es wohl müssen.
Danke, das ist eine klare Diskussionsgrundlage.
Zitat:
Zitat von FGönther Beitrag anzeigen
Haben Sie eine Alternative parat ?
Mein Ansatz hier ist ein wesentlich marktorientierter Regulierungsansatz als das die aktuelle Technologie-push-Strategie. Ich würde ein klares Ausstiegsszenario vorgeben und die Industrie damit zwingen, für Ersatz zu sorgen. An die positive Wirkung von Subventionsfeuerwerken glaube ich nicht (gilt auch für die CO2-Hysterie).

Zur Hälfte hat das Rot-Grün wenigstens richtig gemacht. Die Laufzeitverlängerung danach war nichts als billige Klientelpolitik. Dafür muss Schwarz/Gelb jetzt zu Recht bluten
. Lernen werden die allerdings auch nichts und weiterhin mit Restrisiken, deutschen Tugenden und langjährigen Erfahrungen im Ausbleiben von Naturkatastrophen argumentieren, statt offen eine demokratische Auseinandersetzung auf Basis des Nutzens und der Risiken (Möglichkeiten, nicht Wahrscheinlichkeiten) von Atomkraft zu suchen.
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  #29 (permalink)  
Alt 24.03.2011, 23:59
Dietmar Dietmar ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 17.01.2008
Beiträge: 383
Standard AW: Fukushima und der Rabe Ralf

Zitat:
Zitat von Michael Beitrag anzeigen
... und zurück zu EIKE.
Der Verfasser der Kommentare #98 und #142 befaßt sich mit dem Autor des Eingangsartikels, dessen Übersetzer in diesem Punkt
...
durch die Realität widerlegt ist.
Man kann nur abwarten, was passiert bzw. ob und wie Japan das in den Griff bekommt.
Hier muß ich widersprechen.
Muß man gleich Kernphysiker sein, um das Prinzip und die Technik eines AKW zu begreifen und zu erklären?
Das kommt darauf an. Ich erwarte heute von einem Schüler, der nach erfolgreichem Abschluss der 10. Klasse in Physik eine 1 oder 2 bekommen hat, dass er das Grundprinzip eines Kernkraftwerkes erklären kann.
Es geht hier nicht um populärwissenschaftliche Erklärungen, wie funktioniert ein Kernkraftwerk. EIKE möchte gerne im wissenschaftlichen Diskurs akzeptiert werden, mitreden dürfen, führt seit drei Jahren im Herbst eine wissenschaftliche Konferenz durch. Dann erwarte ich schon, dass im Eingangsstatement, es handelt sich ja nicht um einen Diskussionsbeitrag im Blog, jemand zu Wort kommt, der vom Fach ist. Das ist letztendlich für mich ein Prüfstein, ob jemand wissenschaftlich oder populärwissenschaftlich, ohne die Populärwissenschaft abzuwerten, arbeitet und EIKE hat sich Wissenschaftlichkeit auf die Fahnen geschrieben. Da schauen Sie einfach mal unter dem Menüpunkt "Uber uns" nach. Oder meinen Sie, dass die werten Profs ihre Reputation, auch wenn sie vielleicht schon emeritiert sind, in der Öffentlichkeit aufs Spiel setzen wollen?

Gruß Dietmar
__________________
[...]
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  #30 (permalink)  
Alt 25.03.2011, 00:50
Dietmar Dietmar ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 17.01.2008
Beiträge: 383
Standard AW: Fukushima und die Konsequenzen für die Nutzung der Kernkraft

Zitat:
Zitat von Thomas May Beitrag anzeigen
Gegenfrage: Bei welchem deutschen Kraftwerk sehen Sie eine solche Gefahr, mit welcher konkreten Begründung und mit welchem Szenario?
Bei jedem, da jedes technische System eine Ausfallwahrscheinlichkeit hat. Wobei die Ausfallwahrscheinlichkeit nichts darüber aussagt, wann sie eintritt, dass kann morgen, in einem Monat oder 1000 Jahren sein. Szenario: worst case. Warum soll man ein anderes annehmen?
Zitat:
Jetzt wird es lyrisch! Wahrscheinlich kommen gleich Peter Maffay,
Der ist echt gut geworden, sollten Sie sich mal ein Konzert reinziehen.
Zitat:
Wolfgang Niedecken
Was haben Sie gegen BAP? Ich gebe zu, die Texte sind schwer zu verstehen und dann auch noch anspruchsvoll; vielleicht zu anspruchsvoll für Sie?
Zitat:
Katja Ebstein
Kann man sich anhören, mehr auch nicht.

Zitat:
Dennoch: In allen drei Fällen war es menschliches Versagen, dass für das Eintreten der Unfälle maßgeblich war und keineswegs die Technik oder die Technologie selbst.
Bestreite ich beim derzeitigen Fall.

Zitat:
Die Auswertung der Unfällke von Harrisburg und Tschernobyl hat zu Veränderungen in der Technologie, in der Sicherheitstechnik und im Sicherheitsmanagement gerade auch deutscher Kernkraftwerke geführt. Die für den Betrieb akzeptierte Fehlertoleranz ist immer weiter abgesenkt worden.
Welche bzw. was konkret?

Ich behaupte, dass die deutsche Industrie nicht an inhärent sichern Kernkraftwerken intersssiert ist.
Zitat:
... Das Hochtemperaturreaktor-Modul ist in Deutschland über viele Jahre an der RWTH Aachen sowie im Forschungszentrum Jülisch und anschließend bei Siemens Interatom bis zur Fertigungsreife entwickelt wurden. Mit der letztendlichen Entscheidung von Siemens, sich in der zukünftigen Vermarktung jedoch ausschließlich auf Leichtwasserreaktoren zu konzentrieren, haben wir in Deutschland eine sehr große Chance verpasst Der richtige Schritt wäre gewesen, einen Reaktor mit einer neuen Sicheheitsphilosophie voranzutreiben, um die öffentliche Akzeptanz in der Kernernegienutzung deutlich stiegern zu können
Quelle: Interview mit Prof. Antonio Hurtado, Direktor des Institutes für Energietechnik der TU Dresden, Sächsische Zeitung 25/3/2011
Das spricht für sich.

Zitat:
Für Fukushima steht eine Bilanz noch aus. Aber es wird wohl so sein, das ungeachtet des aus eklen Wahlkampfgründen geschürten hysterischen Mediengekreisches in Deutschland am Ende viel weniger Menschen ums Leben kommen als bei jedem Absturz eines Passagierflugzeuges irgendwo auf der Welt.
Der Vergleich ist Unfug, da der Vergleich keine gemeinsame Basis hat, da es viel mehr Flugzeuge als Kernkraftwerke gibt. Das einzige, was sie vergleichen können, wären die Toten/Betriebsstunde
.

Zitat:
Muss man deshalb aus einer Technologie aussteigen, die uns nun schon jahrzehntelang konkurrenzlos günstig jenen Stoff liefert, auf dem unser Wohlstand ganz wesentlich basiert?
In einer Demokratie darf man das.


Zitat:
Ein sofortiger Totalausstieg – wie linksgrüne Extremisten ihn in nicht zu übertreffender Dumpfheit fordern - läßt buchstäblich die Lichter in Deutschland ausgehen. Das Wirtschaftsleben bricht sofort zusammen, das soziale Leben erstarrt für einen Augenblick, bevor dann Bürgerkriege um das schiere Überleben ausbrechen.
Sicher nicht, da müssten Sie jetzt schon ausgegangen sein; die Hälfte der Kernkraftwerke liefert ja schon keinen Strom mehr.

Zitat:
Wer immer kann, wird dieses Land verlassen. Niemand mit Verantwortungsgefühl und Menschenliebe und auch nur einer Spur Patriotismus wird dieses Szenario ernsthaft wollen.
In welchem Rhetorikseminar haben Sie diese Parteitagsrede gelernt.


Zitat:
Wer mittelfristig aussteigen will und dabei Wohlstand, zivilisatorischen Fortschritt und auch so etwas Profanes wie die dafür erforderliche Wettbewerbsfähigkeit bewahren will (und ich bin mir durchaus nicht sicher, ob alle Linksgrünen das wirklich wollen), muss die Frage beantworten, welche Energiemengen in welcher Qualität...
50 Hertz, 230 Volt, sinusförmig, kriegen Sie automatisch aus jedem Generator, egal, ob der mit Dampf, Wasser, Sonne oder Wind angetrieben wird.

Zitat:
Die Frage, wie große Strommengen über längere Zeiträume gespeichert werden sollen, ist bislang ungelöst.
Dann ist Goldisthal wohl eine Fata Morgana.


Zitat:
Wir sind auch nicht zufällig auf diesem Weg weltweit allein auf weiter Flur – wenn man einmal von Ländern absieht, die sich (wie etwa Österreich) einer energiereicheren Naturausstattung erfreuen können.
Veränderungen beginnen immer mit Minderheiten.

Gruß Dietmar
__________________
[...]
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