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  #21 (permalink)  
Alt 24.11.2009, 19:30
psana42 psana42 ist offline
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Registriert seit: 13.07.2008
Beiträge: 762
Standard AW: 20 Jahre Mauerfall

Zitat:
Zitat von Adrian Beitrag anzeigen
An den aktuellen Zahlen, wie viele gen Westen verschwunden sind, sehen sie, was passiert wäre. Das wäre alles nur etwas schneller gegangen.
Der Sozialismus funktioniert mit dem menschlichen Charakter einfach nicht.
Ein bischen spät, dass ich hier lande.
Es gibt den "menschlichen Charakter einfach nicht"! Dort ist das Problem. Der Staat hat deshalb die Aufgabe Regeln aufzustellen. Es ist zwar irgendwo wahr, dass der Markt alles macht. Wohin das ohne Regeln führt haben wir jetzt. Erstaunlich, dass den grössten Mist in den letzten 20 Jahren die SPD gemeinsam mit den Grünen gemacht haben.
Allerdings sehe ich überhaupt keine Partei, die die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft vertritt.
Eine Voraussetzungen wäre z.B. die Wiedereinführung der Tarifautonomie und nicht von Mindestlöhnen o.ä.
Auch so arbeitet man Rechten und Linken direkt in die Arme.
Die DDR ist nicht untergangen, wegen fehlender Reisefreiheit. Das Regim in der DDR hatte mit marx`schen Sozialismus nichts zu tun; ist aber wahrscheinlich, tatsächlich nicht durchführbar, einfach weil klare Regeln, dann auch fehlen würden oder nur angeordnet werden können. Das, was die Linken proklamieren mit "demokratischen Sozialismus", endet wieder nur im bereits gehabten.
Zur friedlichen Revolution gab es keine Alternative.
psana42
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  #22 (permalink)  
Alt 15.08.2011, 12:43
chr.dresden chr.dresden ist offline
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Registriert seit: 05.07.2008
Beiträge: 284
Standard Buch von Keßler/Streletz zur Mauer

Der frühere DDR-Verteidigungsminister und sein Stellvertreter haben im Mai ein Buch vorgestellt. Es trägt den Titel "Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben".
Ob der Buchtitel eine Wahrheit ausspricht, können Keßler/Streletz mit ihrem Wissen vermutlich recht gut einschätzen. Sie hätten sich allerdings präziser ausdrücken sollen, nämlich: "Ohne die Mauer hätten wir einen Krieg begonnen".
Zur künstlichen Erhaltung der DDR, die nur gewaltsam möglich war, war das gewaltsame Mittel der Mauer gegenüber dem gewaltsamen Mittel Krieg sicher die weniger schlechte Entscheidung.
Alternativlos war das Ganze natürlich nicht. Die DDR hätte, statt 1989, auch schon in den frühen Sechzigern im Sande verlaufen können. Das wäre die mit Abstand beste Lösung gewesen - außer natürlich für Keßler, Streletz & Co., die dann nicht mehr auf Kosten von ein paar Millionen eingesperrten und bevormundeten Landsleuten ihre fetten Pfründe hätten absahnen können. Denn das war es doch, wofür die Maueropfer sterben bzw. in den Knast gehen mussten.
Übrigens verbietet heute niemand, dass Keßler/Streletz mit einem Buch wie diesem ihre Meinung frei äußern dürfen. Seit dem Ende der DDR darf ich das auch. Gut so!
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  #23 (permalink)  
Alt 15.08.2011, 15:53
Realist Realist ist offline
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Registriert seit: 22.08.2007
Beiträge: 1.342
Standard AW: Buch von Keßler/Streletz zur Mauer

Zitat:
Zitat von chr.dresden Beitrag anzeigen
Der frühere DDR-Verteidigungsminister und sein Stellvertreter haben im Mai ein Buch vorgestellt. Es trägt den Titel "Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben".
Ob der Buchtitel eine Wahrheit ausspricht, können Keßler/Streletz mit ihrem Wissen vermutlich recht gut einschätzen. Sie hätten sich allerdings präziser ausdrücken sollen, nämlich: "Ohne die Mauer hätten wir einen Krieg begonnen".
Zur künstlichen Erhaltung der DDR, die nur gewaltsam möglich war, war das gewaltsame Mittel der Mauer gegenüber dem gewaltsamen Mittel Krieg sicher die weniger schlechte Entscheidung.
Alternativlos war das Ganze natürlich nicht. Die DDR hätte, statt 1989, auch schon in den frühen Sechzigern im Sande verlaufen können. Das wäre die mit Abstand beste Lösung gewesen - außer natürlich für Keßler, Streletz & Co., die dann nicht mehr auf Kosten von ein paar Millionen eingesperrten und bevormundeten Landsleuten ihre fetten Pfründe hätten absahnen können. Denn das war es doch, wofür die Maueropfer sterben bzw. in den Knast gehen mussten.
Übrigens verbietet heute niemand, dass Keßler/Streletz mit einem Buch wie diesem ihre Meinung frei äußern dürfen. Seit dem Ende der DDR darf ich das auch. Gut so!
Haben Sie das Buch gelesen?
__________________
Ist es nicht ein gutes Gefühl zu wissen, dass solche Leute in diesem Land keine Macht besitzen:
Zitat:
Zitat von Adrian Beitrag anzeigen
Für den Verkehr ist exakt der ÖPNV zuständig (oder Fahrrad) und nicht das Auto. Und für die wenigen, für die es nicht anders geht, reicht eine Spur aus.
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  #24 (permalink)  
Alt 15.08.2011, 21:01
Aktivist Aktivist ist offline
Member
 
Registriert seit: 19.06.2007
Beiträge: 58
Standard AW: 20 Jahre Mauerfall

Hallo Foristen,
die DDR konnte ich in voller Größe erleben, habe mich in meine Nische verkrochen und zwei Kinder erfolgreich großgezogen. Was mir heute Sorge bereitet: Wir erleben mit der aktuellen EU die Auferstehung
der DDR bzw. des Sowjet-Kommunismus in einer neuen Form. Weitestgehend undemokratische Strukturen,
eine Art Zentralkommitee (EU-Kommission), das Parlament in der Art der Nationalen Front und der aufmüpfige Bürger, das ist der Unterschied, wird nicht unbedingt weggesperrt, er wird ignoriert oder als
Rechter/Linker diffamiert. Ich hatte nicht gedacht, dass diese Strukturen sich wieder problemlos in
Deutschland etablieren können. Der Teufel scheißt halt immer auf den selben Haufen.
Schade
der Aktivist
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ddr, gedanken, grenze, leipzig - demonstrationen, mauer, reisefreiheit, schießbefehl


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