21.05.2012 16:39
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Was vermitteln uns eigentlich die Bilder die aktuell rund um den G8 Gipfel um die Welt gehen und welche Folgen werden sie haben?
Ich denke zwei Aussagen kann man treffen: 1. Ob der Gipfel Ergebnisse bringt oder nicht ist zweitrangig geworden. Letztendlich liegt sogar der Schluss nah, dass die gewaltsamen Ausschreitungen Ergebnisse verhindert haben. Das stimmt zwar nicht, dieser Zusammenhang ist sogar Unsinn, allerdings rücken Ergebnisse oder auch die Unfähigkeit der Staatsoberhäupter, Ergebnisse zu erzielen völlig in den Hintergrund und dann stimmt der Zusammenhang dann irgendwie doch, weil die Öffentlichkeit dem Nichterzielen von Ergebnissen gar keine Beachtung mehr schenkt. Wer hindert die Medien eigentlich daran bei der Berichterstattung über die Proteste, die in den Vordergrund zu stellen die friedlich und phantasievoll protestieren (zahlenmässig ist das Verhältnis 1:100) und den Krawalltätern nur eine Nebenrolle zukommen zu lassen. Genauso, wie die permanente Berichterstattung über den Terrorismus zur Nachahmung geradezu einlädt, muss der Terrorismus vor allem herhalten, die ständig zunehmenden Einschränkungen der Grundrechte ALLER Bürger zu legitimieren. 2. Zukünftig kann man z.B. mit dem Fingerzeigend auf die Krawalle sehr wirkungsvoll jeglichen Protest einschränken. Es besteht ja die Gefahr von Gewalt. Falls sich also z.B. unsere sozial oder materielle Situation verschlechtert und der Protest zunehmen würde, hat man ein adäquates Mittel in der Hand diesen zu unterbinden. 3. Zäune werden in Mode kommen. Noch vor kurzem hat man heuchlerisch bei jeder Gelegenheit die DDR-Staatsgrenze einschließlich der Mauer in Berlin als DIE größte freiheitliche Schande gebrandmarkt. Heute erleben sie Konjunktur, egal ob in Israel oder in Heiligendamm. Sie kennzeichnen m.M. nach in erster Linie die Unfähigkeit Probleme zu lösen. Stattdessen schottet man sich lieber ab und sucht die Schuld bei den Anderen (auf der anderen Seite des Zauns). |
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Nun ja, diese Frage ist soo schwierig nicht zu beantworten. Es gibt eben auch Leute (bzw. Journalisten) für die 400 verletzte Polizisten durchaus relevant und keine Nebensache sind.
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Warum beherrschen also (ca. 60) im Vorfeld des Gipfels angebrannte Autos tagelang die Schlagzeilen und nicht die Ziele des Gipfels und die Not in Afrika? Kann man nicht einfach das Autoanzünden richtigerweise entsprechend strafrechtlich verfolgen und nicht zusätzlich hochkochen. Wo ist die Relation zu den zu tausenden an AIDS, Kriegen oder Unterernährung sterbenden Afrikanern um die es eigentlich geht. |
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Ihre Thesen machen mir Angst. Im Übrigen kann ich Ihre Sorgen um die Befindlichkeit der Demonstranten nicht so recht teilen. Mir gehen gehen stattdessen derzeit die Familien der verletzten Polizisten, der Inhaber des zerstörten Straßencafes, die Besitzer der verbrannten Autos und die vielen anderen betroffenen Rostocker durch den Kopf. Ach so - und die "edlen Anliegen". So unumstritten sind die vielleicht auch nicht. Simbabwe z.B. war mal die Kornkammer Afrikas - an dem Absturz dieses Landes und dem Elend dort dürfte Herr Mugabe eine wesentlich größere Aktie haben als die G8. Man hört nur nichts von attac-Demonstrationen mit "edlen Anliegen" in Harare?! |
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Die ganze Aufmerksamkeit ist bei den Steinewerfern, die weniger als 10% der Demonstranten ausmachen. Die friedlichen Demonstranten und ihre Ziele kommen in den Medien kaum vor. Das Ärgernis ist, dass die Berichterstattung so (dankend?) in Kauf nimmt quotenträchtig nahezu ausschließlich von Randale zu berichten. Außerdem muss man sich auch weniger damit auseinandersetzen, was eigentlich kritisch an den G8 zu sehen wäre. Welcher Teil unseres Wohlstandes aus Afrika kommt z.B. Das ist unbequem, dass will keiner sehen. Zitat:
Wenn unter Entwicklungshilfe so wie sie die G8 verstehen jahrelang auch die Waffenexporte gefallen sind und die Unterstützung der Regimes und Machthabenden hat man in Kauf genommen, wie Mugabe u.a.handeln oder gehandelt haben. |
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Jeder kann in diesem Land demonstrieren, so oft und wogegen er möchte. Melden Sie morgen eine Demo quer durch die Dresdner Innenstadt zur Hauptverkehrszeit für Anfang Juli an, um gegen steigende Fahrpresie beim VVO zu demonstrieren oder weil Kita-Plätze fehlen oder, oder, oder. Sie werden freundliche und hilfsbereite Mitarbeiter und Polizisten antreffen, die Ihnen bei der Vorbereitung keine Steine in den Weg legen werden. Selbst die DVB wird mit Langmut die erhebliche Störung ihres Fahrplanes ertragen. Pech nur, wenn Sie die linksautonome Krawallszene ermuntern, recht zahlreich zu erscheinen. Unter den Organisatoren der Anti-G8-Demos finden sich leider auch (immer noch ) welche, die mit der Krawallszene ihr öbszönes Spiel treiben und so ein bisschen Randale ganz willkommen heißen. Leider ufert diese "Demonstrationsfolklore" zunehmend aus und auch denen, die sie jahrelang ganz angebrahct fannde, damit sich auch die erwünschte mediale Aufmerksamkeit einstellte, wird wohl langsam mulmig. Nur bekommen die Zauberlehrlinge den Brei nicht mehr unter Kontrolle. Schuld ist natürlich die Polizei, weil sie nicht genügend "deeskaliert", nicht etwa die Verbrecher, die aus jedem beliebigen Anlass, auch regelmäßig hier in Dresden, Krieg spielen wollen. Diese sind es auch, die den Erfolg der friedlichen Demonstranten gefährden, nicht (nur) die Medien. Wenn auch diese mit ihrer viel zu ausführlichen Berichterstattung den Chaoten unnötige Aufmerksamkeit verschaffen. Auch die Meldungen von "Zusammenstößen gewalttätiger Demonstranten mit der Polizei" müssen ein Ende haben. Es gibt keine gewalttätigen Demonstranten. Es gibt Demonstranten, die eines unserer wichtigsten Grundrechte in Anspruch nehmen und kriminelle Randalierer die die Situation für ihre Taten nutzen. Das kann gar nicht oft und deutlich genug gesagt werden. W.S. |
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(Okay - in "Bild-online" standen andere Themen im Vordergrund .)Sie sollten aber akzeptieren, dass die Ansichten der Globalisierungsgegner keine Naturgesetze sondern letztlich auch nur Meinungen sind - vermutlich nicht mal mehrheitsfähig. Insofern muß es nicht unbedingt Ignoranz oder Scheu vor dem Unbequemen sein, wenn man sich für die Proteste nicht soooo sehr begeistern kann. Noch mal zum Beispiel Simbabwe: Meines Wissens wurden die weißen Farmer dort nicht mit Leopard-Panzern sondern mit Knüppeln und alten Flinten von ihrem Land vertrieben. Mit Waffenexporten haben die Zustände dort wohl weniger zu tun. Ich wüsste auch nicht, was die G8 dort maßgeblich verschuldet hätten oder was man hätte anders machen sollen. Mugabe ist ein Veteran des antikolonialen Kampfes, dem offensichtlich seine jetzige Macht zu Kopf gestiegen ist - nicht ganz untypisch für afrikanische Staaten. Aber vielleicht wird er ja von der CIA gelenkt . . . Sicher gibt es in den Entwicklungsländern auch Probleme, die in Profitinteressen von Konzernen bzw. politischer Einflußnahme ihre Ursache haben. Diesen Dingen aber die Haupt- oder gar alleinige Schuld an den dortigen Zuständen beizumessen (wie es die attac-Vertreter tun) halte ich aber schlichtweg für falsch. |
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Die Frage, die sich mir derzeit stellt ist folgende: Wer sollte und wer wird von diesem Gipfel pofitieren?
In meinen Augen: sollte: Klima, Afrika, Kinder,... Realität (mittlerweile): Niemand! Themen wie Klimawandel, Afrika,... geraten in den Hintergrund. Medien und Menschen interessieren sich derzeit nur für die Gewalt rund um diesen Gipfel! Man wurde seit dem letzten Wochenende schon auf Gewalt, Ausschreitungen und Themen, die lediglich am Rande interessieren sollten, so auf dieses Ereignis und das Drum-Herum geimpft, dass viele nur den Fernseher anschalten um zu sehen: Ist wieder eine Eskalation zu verzeichnen?? Ich sehe hier zwei Seiten: Ein Freund ist Polizist und er war am letzten Wochenende im Einsatz (Zitat: "Wie im Krieg!") Hier mache ich mir Gedanken! Warum schmeißen Menschen, die für eine friedliche Welt und mehr Gerechtigkeit demonstrieren, Steine auf andere Menschen??? Dies ist in meinen Augen wie ein Exorzismus mit dem Belzebub! Auf der anderen Seite: Demonstranten, die wirklich friedlich demonstrieren: Ich persönlich wäre bitter enttäuscht! Man reist an für eine gute Sache und muss am Ende feststellen: All die Aufmerksamkeit bekommen nur die Chaoten!!! Vielleicht sollte man versuchen, die Aufmerksamkeit auf die wirklich wichtigen Themen zu konzentrieren! Friedliche Demos für den Frieden (wie kann ich erwarten, dass jemand gerecht und fair ist, wenn man selbst mit Steinen und Gewalt "argumentiert"!?) Ich hoffe inständig, dass ich Unrecht behalte mit meiner Befürchtung, dass der Gipfel niemandem dient... Man sollte sich ein Beispiel an Bodo und Herbert Grönemeyer nehmen: z.B.: 200 000 friedliche Teilnehmer/Besucher an diesem Konzert würden mehr bewirken als 500 Chaoten (hier auch positiv in den Medien!!!) |
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Verhindert wird dies nicht durch eine Polizei, die immer "eskaliert", sondern durch Randalierer, die unter dem Deckmantel der Grundrechte einfach nur Krieg spielen wollen und die wissen, dass das Risiko begrenzt ist. Der Anlaß ist ihnen völlig egal. Hauptsache Randale veranstalten und unschuldige Bürger terrorisieren. Jeder Demonstrant müßte ein urgeigenes Intresse daranhaben, dass Randalierer von der Polizei sofort aus des Umzug herausgeholt und abgeführt werden können. Den "schwarzen Block" in der Mitte der Demonstration mitziehen zu lassen, ist der erste schwere Fehler. Um seine Meinung zu äußern muss sich niemend vermummen. das muss nur der Randalierer, der nicht erkannt werden will. Unsere Hochachtung sollte den Polizisten gebühren, die gegen diese Verbrecher ihre Gesundheit aufs Spiel setzen müssen. Ich bewundere jeden einzelnen von Ihnen, der diese Situation erträgt, ohne in Notwehr zur Schusswaffe zu greifen. Leider spielen einige der AntiG8-Veranstalter und auch die Medien ein unsauberes Spiel. Randalierer als Demonstranten zu bezeichnen, beschädigt das Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit. Autos anzuzünden und Polizisten mt Steionen zu bewerfen, hat mit Meinungsfreiheit nichts zu tun. Es ist einfach nur kriminell. Auch einigen der Veranstalter aus der linksradikalen Ecke ist die Randale höchst willkommen, weil man so mal wieder seine revolutionären Gefühle ausleben kann. Was es einem afrikanischen Bauern nutzt, wenn in Rostock das Auto eines Rentners angezündet wird, kann man wohl nur mit viel verquaster Ideologie erklären. W.S. |
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