Zitat:
Zitat von Nora Leisebein
Das Problem: Während vor allem gut ausgebildete Frauen zwischen 18 bis 29 Jahren ihre ostdeutsche Heimat verlassen, bleiben viele junge Männer mit schlechter Ausbildung und ohne Job zurück. Das habe zur Bildung einer neuen Unterschicht geführt, stellten die Forscher fest. Außerdem fehlen in den neuen Bundesländern wegen der Abwanderung der Frauen schon jetzt rund 100 000 Kinder.
dpa
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Den Frauen kann man es nicht verdenken. Die Folgen sind und werden gravierend sein. Eine Umkehrung des Prozesses kann ich mir (von Einzelfällen abgesehen) nicht vorstellen. Auch der "Import" von Frauen (z.B. aus anderen Ländern) wie mancherorts als Ausweg empfohlen führt in die Irre. Die soziale Schieflage würde sich verfestigen. Konsequenterweise scheint mir der einzige Weg zu sein, örtliche Strukturen, die absehbar nicht überlebensfähig sind, geplant aufzugeben und die Menschen bei einem Neuanfang in "attraktivieren" Gegenden zu unterstützen. Auch wenn es nicht direkt vergleichbar ist, hat man mit der Förderung des Abrisses überflüssiger Gebäude einen vergleichbaren Weg beschritten, der wie zu sehen auch Perspektiven bietet (die bleibenden Strukturen können attraktiver gemacht werden, mehr Grün etc.). Hier wie da ließen sich so Mittel konzentrieren, die ansonsten in den Erhalt z.B. der Infrastruktur fließen, ohne dass eine Perspektive tatsächlich gegeben ist. Politisch ist das Ganze natürlich ein Riesenproblem und nur lösbar, wenn man dem Verlust eine Perspektive entgegensetzt. Um diesen Prozess anstossen zu können, würde mich deshalb interessieren, Mittel in welcher Größenordnung freiwerden würden um diesen Prozess aktiv zu unterstützen.