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Alt 30.05.2007, 13:48
Nora Leisebein Nora Leisebein ist offline
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Beiträge: 11
Standard Immer mehr Frauen kehren dem Osten den Rücken

Berlin. Die starke Abwanderung von Frauen hat in Ostdeutschland einer Studie zufolge in vielen Regionen zu einem erheblichen Überschuss an Männern geführt. Seit dem Fall der Mauer haben mehr als 1,5 Millionen Menschen die neuen Bundesländer verlassen - darunter sind besonders viele junge Frauen, wie das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung am Mittwoch mitteilte. Dadurch gibt es in einigen Regionen einen Männerüberschuss von 25 Prozent.

Das Problem: Während vor allem gut ausgebildete Frauen zwischen 18 bis 29 Jahren ihre ostdeutsche Heimat verlassen, bleiben viele junge Männer mit schlechter Ausbildung und ohne Job zurück. Das habe zur Bildung einer neuen Unterschicht geführt, stellten die Forscher fest. Außerdem fehlen in den neuen Bundesländern wegen der Abwanderung der Frauen schon jetzt rund 100 000 Kinder.


dpa
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  #2 (permalink)  
Alt 31.05.2007, 09:29
Börner Börner ist offline
Senior Member
 
Registriert seit: 04.01.2007
Beiträge: 192
Standard AW: Immer mehr Frauen kehren dem Osten den Rücken

Zitat:
Zitat von Nora Leisebein Beitrag anzeigen
Das Problem: Während vor allem gut ausgebildete Frauen zwischen 18 bis 29 Jahren ihre ostdeutsche Heimat verlassen, bleiben viele junge Männer mit schlechter Ausbildung und ohne Job zurück. Das habe zur Bildung einer neuen Unterschicht geführt, stellten die Forscher fest. Außerdem fehlen in den neuen Bundesländern wegen der Abwanderung der Frauen schon jetzt rund 100 000 Kinder.
dpa
Den Frauen kann man es nicht verdenken. Die Folgen sind und werden gravierend sein. Eine Umkehrung des Prozesses kann ich mir (von Einzelfällen abgesehen) nicht vorstellen. Auch der "Import" von Frauen (z.B. aus anderen Ländern) wie mancherorts als Ausweg empfohlen führt in die Irre. Die soziale Schieflage würde sich verfestigen. Konsequenterweise scheint mir der einzige Weg zu sein, örtliche Strukturen, die absehbar nicht überlebensfähig sind, geplant aufzugeben und die Menschen bei einem Neuanfang in "attraktivieren" Gegenden zu unterstützen. Auch wenn es nicht direkt vergleichbar ist, hat man mit der Förderung des Abrisses überflüssiger Gebäude einen vergleichbaren Weg beschritten, der wie zu sehen auch Perspektiven bietet (die bleibenden Strukturen können attraktiver gemacht werden, mehr Grün etc.). Hier wie da ließen sich so Mittel konzentrieren, die ansonsten in den Erhalt z.B. der Infrastruktur fließen, ohne dass eine Perspektive tatsächlich gegeben ist. Politisch ist das Ganze natürlich ein Riesenproblem und nur lösbar, wenn man dem Verlust eine Perspektive entgegensetzt. Um diesen Prozess anstossen zu können, würde mich deshalb interessieren, Mittel in welcher Größenordnung freiwerden würden um diesen Prozess aktiv zu unterstützen.
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