21.05.2012 16:37
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Das war jetzt ziemlich viel, aber ich freue mich darüber diskutieren zu können. Insofern gebe ich Ihnen recht, dass die Möglichkeit die eigene Meinung kundzutun noch möglich ist.
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Hier vermischen sie zwei Dinge, das eine sind wortgleiche Beiträge in den Internetblogs der Tageszeitungen, die sehr wahrscheinlich der Personalsituation geschuldet sind, soll heißen es besteht gar nicht mehr die Möglichkeit alles selbst nachzurecherchieren (auch gefährlich, denn ungeprüfte Nachrichten verbreiten sich so schnell und werden Bestandteil der öffentlichen Meinungsbildung und damit auch ein kleiner Teil falscher oder verzerrender Information). Das andere ist die grundsätzliche Themenauswahl und deren Gewichtung, was hält also der Chefredakteur für relevant. Jetzt die Frage an Sie warum ähneln sich dort die Themen stark und warum werden andere Themen kaum berichtet. Eigentlich müßte es das Anliegen des Chefredakteurs sein, das sein Medium mit einer unterscheidbaren Auswahl erscheint. Da das meiner Beobachtung nach aber scheinbar nicht besonders gut funktioniert mache ich mir Gedanken, warum das so ist. Und dann bin ich bei meinen Gedanken der Manipulation, weil ich nicht annehmen kann das es Zufall ist. Wie gesagt schon aus wirtschaftlichen Überlegungen sollte ein Chefredakteur anstreben ein unterscheidbares Produkt anzubieten aber das geschieht bestenfalls in Nuancen des Kommentars aber kaum in der Themenauswahl. Zitat:
Sie vermischen hier die falschen Zahlen. Natürlich hat die USA als Staat gar nichts vom Krieg und sollten Volkswirte errechnen "ob sich der Krieg lohnt" hätte er nie begonnen werden können. Nein der Krieg nützt natürlich nur den involvierten Firmen, die entsprechend enorm profitieren (Sie unterstützen den Präsidenten im Wahlkampf und er sie mit seiner Politik. Wie weit die Verstrickungen z.B. mit Medien wie dem CNN gehen (embedded journalist) ist für den normalen Leser kaum offensichtlich: Ein schönes Zitat dazu: Der Blick des Journalisten fällt durch den Sehschlitz des Panzers. Und der ist nicht sehr groß.“ Friedrich Nowottny) Das Militär hatte damals sehr genaue Vorstellungen welche Bilder in den Medien zu erscheinen hatten, Sie erinnern sich sicher an die vermeintliche Präzision der Bombardierungen die uns am Anfang des Krieges täglich präsentiert wurden und erst viel später kamen Meldungen von zivilen Opfern, die dann beschönigend als Kolateralschäden tituliert wurden. Zitat:
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.)Natürlich ist der Beitrag des einzelnen immer klein und insofern ist es auch verständlich, dass sich jeder persönlich als nicht schuldig fühlt. Aber worauf ich hinaus will ist folgendes: Ich sehe die Gefahren der Instrumente der Überwachung die derzeit unter dem Deckmantel der Terrorabwehr geschaffen werden als sehr weitreichend. Sie werden dazu führen, dass der Einzelne in seiner persönlichen Argumentation (ähnlich wie zu Stasizeiten) vorsichtiger wird. Das Gleichgewicht kippt sozusagen. Die Leute trauen sich vielleicht nicht mehr ihre Meinung in gleichem Umfang wie früher zum Ausdruck zu bringen. Und ich sage heute, wehret den Anfängen, damit mich nicht meine Kinder eines Tages fragen, was hast Du damals getan um es zu verhindern. |
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http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26766/1.html Für mich sind solche Werbefeldzüge (bei denen zudem der Bürger darüber im unklaren gelassen wird, dass es sich um Werbung handelt) gezielte Manipulation (unabhängig davon wie sehr ich eventuell hinter dem Inhalt dieser Maßnahme stehen könnte. Gleiches macht die Wirtschaft in dem sie z.B. Autovergleichstests im Fernsehen senden lässt (ebenfalls vorproduziert in den Marketingabteilungen der Unternehmen. Der Gesetzgeber trennt nicht umsonst Werbung und Information. Das perfide daran, man versucht zudem auch noch zu vertuschen. Der Bürger soll also nicht merken, dass man ihn veräppelt. Problematisch für mich dabei ist, dass es möglich ist weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit solcherart Instrument zu etablieren. Welche neuen Wahrheiten werden uns demnächst damit verkauft? Herr Schleiff sie wähnen sich bei den großen überregionalen Tageszeitungen in Sicherheit, ich nicht mehr unbeschränkt. |
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W.S. |
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Ich habe nicht behauptet, dass es ein geschlossenes Desinformationssystem gibt. Allerdings finden Nachrichten, die weitgehnd unbemerkt bleiben praktisch nicht statt, sie werden für die Meinungsbildung irrelevant . Dahinter kann man dann eine Desinformationsstrategie vermuten (muss man nicht). Man muss sich aber vor Augen führen, wie Meinungen gebildet werden. Z.B. Je häufiger eine Inhalt o.ä. präsentiert wird, desto glaubwürdiger wird er. Experten sagen z.B. dass der nächste Präsident der USA sich allein aus seiner Sendezeit im Fernsehen voraussagen lässt. (Ich weiss es gibt da Wechselwirkungen, aber klar wird die Wichtigkeit der Präsenz einer Meldung / Nachricht für die Meinungsbildung vor diesem Hintergrund schon) Auch Journalisten sind nur Menschen und den gleichen Prozessen gesteuert. Auch für sie sind natürlich die präsentesten Nachrichten die derzeit wichtigen und werden entsprechend die eigene Sichtweise mitprägen und bestimmte Themen relevanter als andere machen. Das wäre jetzt ein anderer Erklärungsansatz für die eingeschränkte Themenauswahl. Sie schreiben noch (zu absolut nach meinem Geschmack: Ich glaube z.B. dass Herr Kohl die Spendenliste mit ins Grab nimmt ) , dass früher oder später die Wahrheit ans Licht kommt. Allerdings auch hier wieder eine wichtige Einschränkung. Welche Konsequenzen haben denn diese meist späten Enthüllungen. --> Keine Die "Verantwortlichen sind tod oder anderweitig nicht mehr angreifbar. Diese Aufdeckungen spielen für die öffentliche Meinungsbildung nahezu keine Rolle. Man kann sogar gegenteilige Auswirkungen beachten. Wird solch ein alter Skandal "zur rechten Zeit bekannt gemacht" überschattet er vielleicht eine wichtige tagespolitische Debatte und hat so entsprechend sogar noch einen Nutzen für die Leute die ihn lancieren. Ich habe beobachtet, dass beispielsweise ziemlich systematisch alte Stasigeschichten gerade in dem Moment hochkochen wenn bspw. linke Politik gerade wieder etwas zu populär zu werden scheint. Als anderes Beispiel Herr Hartz: Wären die Rotlichtgeschichten in Bezug auf VW und Herrn Hartz zeitnah aufgedeckt worden, wäre es sicherlich sehr schwer geworden Hartz 4 etc. durchzusetzen. Nunmehr kann man es aber immer wieder unterm Tisch hervorkramnen, wenn man den Gewerkschaften eins auswischen will, von mir aus wenn man fürchtet Gewerkschaften könnten zu alter Stärke zurückfinden und tatsächlich anfangen gesellschaftliche Schieflagen zu bekämpfen. Mag sein meine Beobachtungen sind alles zufälliges Zusammentreffen von unabhängigen Ereignissen, aber ich habe in manchen Fällen einfach meine Zweifel. Auch sie scheinen ein kritischer Zeitgenosse zu sein, der versucht sich nichts vormachen zu lassen und ich kann für sie und für mich (und möglichst viele andere) hoffen, dass wir dem meisten "Leimspuren" entgehen, Was mir aber sorgen macht ist, dass ein breiter Teil der Bevölkerung möglicherweise tatsächlich die Informationen für bare Münze nehmen und so manipuliert werden --> bereit beim nächsten Wahlgang das Kreuz an der "richtigen Stelle" zu machen. (Dem nahezu einzigsten und stärksten Moment, in dem er durch sein Handeln einen Teil der allgemeinen Zukunft mitbestimmen darf bzw. kann. PS: Vielleicht haben sie meinen vorletzten Beitrag gar nicht gelesen aber ich bin mit meinen "Einlassungen" hier davon ausgegangen, so dass vielleicht bei Ihnen Unverständnis aufkommt, wegen der mangelnden Passung zu Ihrem letzten Beitrag? |
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Ich denke, es kam genau das heraus, was zu erwarten war und was ich auch für sinnvoll halte: Kein generelles Verbot, aber extrem hohe Hürden bei der Anwendung. Selbst die SPD glaubt nun, das es nicht mehr als 4 - 8 Fälle von Online-Durchsuchungen pro Jahr geben wird. Damit lässt sich kein Überwachungsstaat errichten. |
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Nicht nur die jetzt vom BVG definierten rechtlichen Rahmenbedingungen werden die Zahl der Durchsuchungen stark beschränken, sondern bereits der immense technische Aufwand, der damit verbunden ist. Es ist eben falsch, dass "der Staat" jederzeit problemlos in alle deutschen Computer schauen könnte. Wenn ich die Diskussion so verfolge, ist es gar nicht so sicher, dass diese Ermittlungsschiene so furchtbar erfolgreich sein wird. Schon das simple Ausstöpseln des Netzkabels macht die Durchsuchung online unmöglich. Besonders "sensible" Daten wird der Täter auf externen Festplatten o.ä., die er nie online gehen lassen wird, abspeichern. Loggt sich ein Täter ständig über andere Zugangspunkte ins Netz ein, wird es auch schwer, ihn zu verfolgen. Und dann gibt es noch jede Menge Möglichkeiten, mit Schutzprogrammen auf dem Computer selbst den Zugriff zu blockieren. Die Software, die in den Computer eingeschleust werden muss, muss also ständig verändert werden, um nicht von Abwehrprogrammen blockiert weden zu können. Ich halte die Diskussion aus rechtspolitischer Sicht für erforderlich, eine gesetzliche Regelung ist nun auch zwingend geboten. In ihren praktischen Auswirkungen wird die Möglichkeit zur Online-Durchsuchung jedoch maßlos überschätzt. Das Thema wird deshalb auch weidlich für politischen Mummenschanz genutzt, So spilet die SPD jetzt den Schutzpatron aller Computernutzer, solange der Innenminister noch Otto Schily hieß, wurde die Online-Durchsuchung genutzt, ohne dass die gleichen Damen und Herren sich darüber aufgeregt hätten. Vor allem fehlt mir die klare Aussage der absoluten Gegner, wie sie denn die Waffengleichheit mit den Straftätern in Zukunft gewährleisten wollen. Es ist unumkehrbar, dass die Computertechnik immer stärker herkömmliche Techniken, wie die Telefomie, Briefverkehr, Archivierung etc. in sich integrieren wird. Erklärt man den Computer zur Tabuzone, werden sich Kriminelle und Terroristen herzlich dafür bedanken. Dass aber der Staat auch ohne Online-Durchung an heiße personenbezogene Daten gelangen kann, zeigt gerade der Kauf der Daten-CD aus Liechtenstein, ein klarer Fall von Hehlerei. Den aber alle kritiklos gutheißen, auch die eifrtigsten Datenschützer. "Bundestrojaner" auf zwei Beinen sind wohl ok. ![]() W.S. |
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Zwei kurze Anmerkungen zu den beiden vorangegangenen Kommentaren. Auch ich bin zufrieden mit dem Urteil, vor allem auch weil sich das BVG die Mühe gemacht hat sich umfassend sachkundig zu machen. Dies kann man von den allermeisten Politikern nicht behaupten. Teilweise leuchtete die Naivität aus jedem Statement und das hat mir Angst gemacht. So lassen sich schnell Maßnahmen durchsetzen die die wenigsten in ihren weitreichenden Folgen überblicken. Schäuble hat angekündigt zu prüfen und ein Gesetz vorzulegen. Ich bin mir sicher, dass dabei versucht wird noch die eine oder andere Vorgabe des BVG weichzuspülen. Ansonsten: Ich wünsche mir vor allem dass die Leute aufmerksam den Prozess beobachten und für sich wahrnehmen, dass um ihre ganz eigenen Grundrechte geht. Onlineüberwachung ist nur ein kleiner Baustein im Instrumentarium dass uns zu gläsernen Bürgern macht. Die Vorratsdatenspeicherung z.B. berührt uns tatsächlich alle und man kann sich dagegen kaum wehren. Ich erwarte in Kürze Erfolgsmeldungen zu diesem tollem Instrument. "Selbstmordattentäter XY gerade noch rechtzeitig gefasst dank Vorratsdatenspeicherung."
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