09.02.2012 14:54
|
|||||||
![]() |
|
|
LinkBack | Themen-Optionen | Ansicht |
|
|||
|
Rentenerhöhung in Sicht! Hurra, möchte man da schreien, wenn es nicht wie ein übler frühzeitiger Aprilscherz anmuten würde, daß sich da verantwortliche Kreise mit einer Erhöhung um maximal 0.2 % (in Worten, damit jeder dies auch richtig erfassen und verinnerlichen kann: Null-Komma-Zwo) hervortun wollen.
Was bedeutet dies monatlich? Bei einer hohen Rente von 2000.-€ sind dies 4.-€ Erhöhung! Toll, was? Bei einer Rente von nur 1000.- wären es demnach immerhin noch 2.-€. Happig, finden Sie nicht auch? Beispielsweise, für Tausende gleichgelagerter Fälle, bekommt meine Frau derzeit eine Rente, bedingt durch frühzeitige Invalidisierung bereits zu DDR-Zeiten, von rund 410.- €. Da schlüge die Erhöhung mit nicht zu überbietenden 82 Cent zu Buche, wenn da nicht der sog. „Auffüllbetrag“ wäre, der bei ihr rund 50% beträgt. Wenn jemand nicht weiß, was dieser Auffüllbetrag ist: Eigentlich stünden meiner Frau trotz rund 26 jähriger Berufstätigkeit einschl. Ausbildungszeit und 4 geborenen und großgezogenen Kindern nur ca. 210.-€ zu, und dieser Auffüllbertag verhindert das schnelle Verhungern. Ehe dieser Auffüllbetrag nicht „abgeschmolzen“, d.h. durch immer wieder eintretende Rentenerhöhungen schließlich getilgt ist, bekommt meine Frau keinen einzigen müden Cent mehr. Grob geschätzt (wegen des Zinseszinscharakters einer solchen Abschmelzung) müßte meine Frau, wenn aller 3 Jahre solch eine gewaltige Rentenerhöhung bei ihr einschlägt, jetzt noch mindestens 120 bis 150 Jahre leben, ehe ihre Rente tatsächlich steigen könnte. Wunderbare Aussichten! Gegenrechnung: Ein gewisser Josef Ackermann und seine Mannen beschafften sich in der Mannesmann-Affäre auf einen Schlag 58 Millionen € „Vergütung“. Damit könnte man 68.3 Millionen solcher 82-Cent-Beträge realisieren und beispielsweise 569 000 solcher Niedrigbetrag-Rentner 10 Jahre lang regelmäßig mit diesen satten 82-Cent-Erhöhungen versorgen! Das sind die gegenwärtigen realen Verhältnisse in Deutschland beim finanziellen Prekariat. |
|
|||
|
Herr von Strauwitz, von Schaden kann im Fall der Rentner wohl keine Rede sein! trotz sinkender Arbeisesinkommen, was nach dem geltenden System zwangsläufig auch sinkende Renten zur Folge gehabt hätte, hat die Politik mit einer Gesetzesänderung dafür gesorgt, dass die Renten nicht sinken. Zur Finanzierung dieser Mehrausgaben müssen zukünftige Rentenerhöhungen zunächst verwendet werden, die vorfinanzierten Beträge wieder auszugleichen. esist ohenhin nichtselbstverständlich, dass Renten überhaupt angepaßt werden. Eine Ankoppelung der Renten an die Nettolohnentwicklung gibt seit dem Ende der fünziger Jahre. Bis dahin waren die Renten abhängig von den geleisteten Einzahlungen. Infolge der Währungsreform und der Inflation erhielten viele Rentner nur eine geringe Rente, die immer weiter hinter den steigenden Nettolöhnen zurückblieb.
Die Grundlagen dieser Rentenfinanzierung haben sich in der Vergangenheit völlig verändert, ohne dass dies zu rechtzeitigen Korrekturen im System geführt hätte. Es kann leider nicht mehr verteilt werrden, als vorhanden ist. Diese einfache Regel wird leider im Bezug auf die Renten erst allmählich erkannt. Auch das Verhindern einer Rentensenkung durch die von Ihnen verspottete Maßnahme der Bundesregierung ist also eigentlich unsystematisch, aber mit Rücksicht auf die Empfänger niedriger Renten sicher sozial erforderlich. Das, was Sie bejammern, ist eigentlich ein Geschenk. W.S. |
|
|||
|
Sehr geehrter Herr Walter Schleiff,
ich widerspreche IHNEN ja sehr gern! Das Rentendilemma in der heutigen Zeit, ist ausschließlich von den Politikern gemacht, wobei die 4 0-jährigen abwärts auch ihren gehörigen Anteil beitragen. Zur Erinnerung: Aus der Rentenkasse werden nachfolgende, so genannte artfremde Leistungen ENTNOMMEN, für die „eigentlich“ die Allgemeinheit aufkommen müsste! Hier nur eine kleine Auswahl: - Berufsunfähigkeit - Rehabilitation - Hinterbliebenenrente - Kriegsfolgelasten - Aus- und Umsiedler - Kosten der Deutschen Einheit Usw. Dazu kommen die Freiberufler, Beamten und Leute, die aus der Rentenkasse ausgeschieden sind. Somit haben Freiberufler, Beamten und Leute, die aus der Rentenkasse ausgeschieden sind, nichts für die Rente der ostdeutschen Rentner beigetragen. Zitat:
Die ältere Generation hat trotz problematischer ökonomischer Situationen immer dafür gesorgt, dass Familien mit Kindern vorhanden sind. Wie sieht es heute aus? Vor lauter Selbstverwirklichung und Erlebnishunger braucht man keine Familie mehr und Kinder sowieso nicht. Diese schlimme menschliche Entwicklung sind auch Gründe für die heutige Situation. Als Letztes. Die Rentenerhöhung soll bei dem berühmten Eckrentner 10 €/Monat ausmachen. Bei dem Politiker macht diese Pensionserhöhung 33 €/ Monat aus. |
|
|||
|
Also MT98, versuchen wir mal die Sache etwas auseinanderzunehmen:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Das Rentensystem stammt aus Bismarcks Zeiten und hat da auch funktioniert. Heutzutage werden die Menschen aber immer älter und die Beitragszahler immer weniger und angespart wird ja in der gesetzlichen RV nichts, so wie das Geld rein kommt, geht es wieder raus. Es muss hier dringend was getan werden. Die Regierung schreit nach privaten Vorsorge, ja aber wer kann das noch bei den Gehältern und Löhnen? Wenn man alleine überlegt, welche Rente man sich selbst ansparen könnte, wenn man seinen jetzigen Beitrag komplett privat anlegen würde... |
|
|||
|
Zitat:
Eine Unterscheidung zwischen einer älteren "allgemeinwohlorientierten" und einer jüngeren "egoistischen" Geration zu treffen, ist unsinnig. So sehr haben sich die Wesenszüge der Menschen sicher nicht geändert!Ansonsten wurde ja bereits von Mephisto darauf verwiesen, dass die Zahl der erwerbstätigen Beitragszahler entscheidend ist. Solange der Staat mit hohen Arbeitslosenquoten zu kämpfen hat, nützt ein Mehr an Kindern wenig. Und angesichts der fortschreitenden Rationalisierung von Arbeitsplätzen wäre eine allzu hohe Geburtenrate wohl eher problematisch, wenngleich sie vielleicht doch etwas höher als die aktuell 1,3 bis 1,4 sein könnte. Wo aber liegt das Optimum? Das kann vermutlich niemand abschließend beantworten. Man sollte die demographische Entwicklung, die ja auch im Älterwerden der Menschen begründet ist, auch nicht grundsätzlich negativ sehen, sondern als Herausforderung. Und diese ist natürlich, gerade was die Sozialversicherungssysteme angeht, gewaltig. Aber warum soll unsere Gesellschaft dies nicht bewältigen können? Das Letzte, was wir dabei brauchen, ist ein Krieg der Generationen, egal von welcher Seite der geführt wird! |
|
|||
|
Über diese Zeilen bin ich nun wirklich sehr verwundert!
Wir brauchen also nicht MEHR Kinder? ![]() Wozu dann die ganzen Bemühungen von verschiedenen Parteien, um die Geburtenraten zu erhöhen, wenn diese neuen Erdenbürger ja sowieso keine Perspektive haben? Arbeitsplätze können nur dort entstehen, wo kreative Lösungen gesucht werden und nicht wie zurzeit, nur auf eine Gewinnmaximierung. Ich hatte schon einmal geschrieben und hatte dafür sehr kritische Worte in Kauf nehmen müssen, dass unter einem Herr Milbradt Sachsen zu einem ein Billiglohnland verkommen ist. Sachsen befindet sich zurzeit beim Kaufkraftindex auf vorletzter Stelle in Deutschland. (knapp vor Mecklenburg Vorpommern). Es gibt auch für mich keinen KRIEG DER GENERATIONEN, aber Fakt ist eben auch, dass DIE FAMILIE für junge Menschen nicht mehr erstrebenswert erscheint. Die Singlehaushalte steigen und steigen und steigen. In diese Richtung ging auch nur meine Kritik! Es ist weiter für mich nicht hinnehmbar, dass die Rentner die Sparschweine der Nation sind, während es sich die Pensionäre auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung gut gehen lassen, ohne dass sie jemals etwas für diese Altersversorgung getan haben. ![]() Für diese Leute scheint ja immer das notwendige Geld vorhanden zu sein. Diese Steuergelder müssen aber auch von den Steuerpflichtigen Berufsgruppen erbracht werden! |
|
||||
|
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Was die Pensionäre betrifft, das sind halt die Altlasten des bundesdeutschen Beamtentums. Gott sei Dank, werden immer weniger Leute in diesem Land verbeamtet und so werden es immer weniger Pensionäre. |
|
|||
|
Hallo MT98,
Pensionäre hin oder her, private Vorsorge hin oder her. daran krankt das system aus meiner Sicht nicht wirklich. Das wirkliche Problem ist der stetige Wegfall der Beitragszahler durch ständige Rationalisierung/ Gewinnmaximierung bei Handel und Wirtschaft bedingt auch durch uns Verbraucher (Thema: "Geiz ist geil !" )Wie hoch ist eigentlich eine Pension nach 45 jahren Arbeitszeit bzw eine Rente bei einem durchschnittlichen Verdienst von 1500,00 Euronen monatlich ? Weis das einer ? Die BVA rechnet nur die momentane Rente .
__________________
Dresdner mit Leib und Seele
|
|
|||
|
Zitat:
http://www.acxiom.de/quick_links/New...Kaufkraft2007/ gefunden. Was haben Sie erwartet? Das wir mal locker die Bayern abhängen? Im Übrigen entspricht die Platzierung bei der Kaufkraft exakt der bei der Arbeitsproduktivität. Die generelle Entwicklung der Kaufkraft im Osten bzw. in Dresden sieht zumindest die GfK auch deutlich positiver als Sie. http://www.gfk-geomarketing.de/press...tschland08.pdf Also - nicht so kleinmütig. Zumal Ihre Kampfparole "Sachsen wollen Sachsen" ja nun erhört wurde und der "böse Wessi" Milbradt keinen Schaden mehr anrichten kann.
|
|
|||
|
Zitat:
Ich hoffe nur, Sie jammern uns nicht in ein paar Jahren als vereinsamter Rentner das Forum voll. Es soll ja Leute geben, denen fällt in der midlife-crisis oder später dann ein, doch etwas verpasst zu haben. Mir kann das nicht passieren. Ich geniesse jetzt die Zeit mit meinen Kindern und freue mich schon auf künftige Enkel.
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1) | |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|
Ähnliche Themen
|
||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Unter den Argusaugen des WE-Büros | FGönther | Nachrichten aus Dresden | 2 | 10.07.2008 22:21 |
| Immer mehr Frauen kehren dem Osten den Rücken | Nora Leisebein | Nachrichten aus Deutschland | 1 | 31.05.2007 10:29 |
| Knapp 700 Verkehrsunfälle an den Feiertagen - Eine Frau stirbt | DNN-Online | Nachrichten aus Dresden | 0 | 27.12.2006 18:42 |