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  #21 (permalink)  
Alt 05.05.2008, 21:24
Jaseck Jaseck ist offline
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Registriert seit: 25.05.2007
Beiträge: 528
Standard AW: Rentenerhöhung? Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!

Zitat:
Zitat von MT98 Beitrag anzeigen
Ich habe in Essen an einer Berufsschule für den Metallbau Lernende erlebt, welche nicht einmal in der Lage waren, ohne ein Buch zur Hand zu haben, eine einfache Sinusfunktion als Formel an zu gegeben.
Dies hat nicht mit geringer Intelligenz zu tun, sondern ausschließlich mit der Bequemlichkeit auch zu lernen.
..
Zitat:
Zitat von MT98 Beitrag anzeigen
...Dies alles wird sich in Zukunft noch verschärfen, well es immer mehr Arbeiten im Niedriglohnsektor gibt (besonders in Sachsen und den übrigen Ostländern), was wieder bedeutet, weniger Rentenbeiträge....
Sicher gibt es auch Lehrlinge wie die von Ihnen erlebten. Aber was wollen Sie denn nun mit diesen Napfsülzen anfangen. Ihrer Logik folgend müsste man entweder deren künftige Stundenlöhne verdoppeln (wegen der Rentenkasse) oder sie nach der Lehre gleich in Hartz4 schicken. Einen Niedriglohnsektor für Geringqualifizierte wollen Sie ja nicht!
Zitat:
Zitat von MT98 Beitrag anzeigen
...
Nun wird aber von der Politik so getan, als wären die Alten an dieser Entwicklung schuld, was ich persönlich als eine absolute Frechheit halte!...
Das hat nie jemand behauptet. Es wurde lediglich festgestellt, das es den jetzigen Rentnern finanziell besser geht als den künftigen Rentnern. Was ist daran falsch oder frech?
Zitat:
Zitat von MT98 Beitrag anzeigen
...
Bei dieser Gruppe der zukünftigen Alten wird es, wenn es so weiter geht, ein enormes Ansteigen der Altersarmut geben.
Um diese Problem beim Namen zu nennen muss man nicht LINKS stehen.
Menschen, welche wie im vorliegendem Fall, 4 Kinder groß gezogen haben, werden auf der Gegenseite mit Almosen abgespeist.
Mal eine ketzerische Frage: Wenn schon jetzt klar ist, das künftige Rentner von ihrer Rente nicht mehr leben können - wo steht dann geschrieben, das dies der heutige Rentner unbedingt können muß?
Ich liefere Ihnen die Antwort gleich mit: Weil der heutige Rentner keine Zeit mehr zur privaten Vorsorge hat, während der künftige Rentner noch (mehr oder weniger) die Möglichkeit dazu hat.
Das ändert aber nichts daran, daß das Rentenniveau aus Gründen, die kein einzelner Politiker zu vertreten hat, sinken muß. Um das Rentenniveau der o.g. Möglichkeit der privaten Vorsorge anzupassen, ist (oder besser: war) der Riester-Faktor ein probates Mittel.
Und kommen Sie mir bitte nicht mit "Ein Leben lang gearbeitet und so wenig Rente...": Ich werde (hoffentlich) auch ein Leben lang arbeiten und bekomme noch weniger raus. Da hält sich mein Mitgefühl in Grenzen.
Und wie schon weiter oben beschrieben: Aus meinem Bekanntenkreis kenne ich keine Fälle von Altersarmut. Wobei diese Rentner auch kaum die Möglichkeit hatten, in den paar Nachwende-Arbeitsjahren noch große Reichtümer anzusparen.
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  #22 (permalink)  
Alt 06.05.2008, 12:34
MT98 MT98 ist offline
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Registriert seit: 31.12.2006
Beiträge: 606
Standard AW: Rentenerhöhung? Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!

Zitat:
Zitat von Jaseck:
Sicher gibt es auch Lehrlinge wie die von Ihnen erlebten. Aber was wollen Sie denn nun mit diesen Napfsülzen anfangen. Ihrer Logik folgend müsste man entweder deren künftige Stundenlöhne verdoppeln (wegen der Rentenkasse ) oder sie nach der Lehre gleich in Hartz4 schicken
Einen Niedriglohnsektor für Geringqualifizierte wollen Sie ja nicht!
Für diese „Napfsülzen“, ist der Niedriglohnsektor, gerade noch gut genug.

Diese Leute waren schließlich nicht unbedingt dumm, sonder faul (weil es ihnen einfach zu gut ging und geht. Jeder dieser Napfsülzen kam mit einem sehr guten Auto zur Schule).
Allerdings möchte ich keinen Niedriglohnsektor, für qualifizierte Arbeiten!
Dies ist der Unterschied zu den BILLIGLOHNLAND Sachsen.

Zitat:
Zitat MT98
Nun wird aber von der Politik so getan, als wären die Alten an dieser Entwicklung schuld, was ich persönlich als eine absolute Frechheit halte! ...

Zitat von Jaseck:
Das hat nie jemand behauptet. Es wurde lediglich festgestellt, das es den jetzigen Rentnern finanziell besser geht als den künftigen Rentnern. Was ist daran falsch oder frech?
Die HETZE eines ehemaligen Bundespräsidenten, indem er vor einer Rentner-Demokratie warnt!!!

Heute wird berichtet, dass die CDU und die SPD sich wieder einmal eine Diätenerhöhung von 6% genehmigen will (im letzten Jahr waren es 9,2%).
Während bei den Renten es schon 1,1% zuviel war (eigentlich sollten es ja nur 0,5% sein), scheint bei den Politikern eine vollkommene andere Rechnung vorhanden zu sein.
Einmal sind die Grundlagen die obersten Richter, dann wieder der öffentliche Dienst.
Entweder es gibt in Deutschland keine wesentliche Lohnsteigerung, dann kann auch der Rentner, aber auch der Politiker und Beamte kein zusätzliches Geld erhalten.
Oder die Lohnsteigerungen sind effektiv vorhanden, dann sollten / müssten alle im gleichen Verhältnis davon profitieren.

Bei dieser Diätenerhöhung hört man keinen Politiker davon reden, dass die Haushaltkonsolidierung das oberste Gebot sei, dies geschieht immer nur, wenn es um das Geld der übrigen Menschen in diesem Lande geht.


Mal sehen, ob sich jetzt ein Herr Herzog auch über diese Erhöhung negativ äußern wird!
Zitat:
Zitat von Jaseck:
Das ändert aber nichts daran, dass das Rentenniveau aus Gründen, die kein einzelner Politiker zu vertreten hat, sinken muss. Um das Rentenniveau der o.g. Möglichkeit der privaten Vorsorge anzupassen, ist (oder besser: war) der Riester-Faktor ein probates Mittel.
DIE verantwortlichen Politiker hatten in den vergangenen Jahren alle Zahlen zur demographischen Entwicklung und konnten schon seit mindestens 20 Jahren eine andere Rentenformel anwenden, damit eben die heutigen Rentner, noch reagieren konnten.
Herr Biedenkopf hatte ja schon seit fast 30 Jahren auf dieses Problem verwiesen.

Ein weiteres Problem ist, dass sich sehr viele Beschäftigte, aus der Solidargemeinschaft verabschieden durften.
Der Staat ging hierbei mit schlechtem Beispiel voran: um Sozialbeiträge zu sparen, wurden Millionen öffentlich Beschäftigter zu Beamten gemacht.
Dies ist Betrug am Sozialsystem und noch dazu eine verdeckte Kreditaufnahme, die zukünftige Generationen auch noch abbezahlen müssen!
DIE Politik bestimmt den Kurs (obwohl sie selbst und nicht der Rentner!) überhaupt von diesen Entscheidung betroffen sind.

Zitat:
Zitat von Jaseck:
Ich werde (hoffentlich) auch ein Leben lang arbeiten und bekomme noch weniger raus.
Es ist auch kein Kampf zwischen Alt und Jung vorhanden, sondern es geht um eine Solidargemeinschaft, welche nicht nur von einem immer kleiner werdenden Klientel bedient werden kann (40jährige abwärts!).
Die Pensionen müssen schließlich auch die Jungen über ihre Steuern noch mit finanziert werden, obwohl dieser Teil der Altersversorgung in der Öffentlichkeit vollkommen ausgeblendet wird!
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  #23 (permalink)  
Alt 07.05.2008, 21:10
Jaseck Jaseck ist offline
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Registriert seit: 25.05.2007
Beiträge: 528
Standard AW: Rentenerhöhung? Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!

Zitat:
Zitat von MT98 Beitrag anzeigen
...DIE verantwortlichen Politiker hatten in den vergangenen Jahren alle Zahlen zur demographischen Entwicklung und konnten schon seit mindestens 20 Jahren eine andere Rentenformel anwenden, damit eben die heutigen Rentner, noch reagieren konnten.
Herr Biedenkopf hatte ja schon seit fast 30 Jahren auf dieses Problem verwiesen.
...
Sag ich ja! Und wenn die notwendige Anpassung der Rentenformel erst jetzt erfolgt, ist das zwar bedauerlich, aber immer noch besser, als die notwendigen Korrekturen ganz zu unterlassen.
Um so unverständlicher ist das (sehr durchsichtige und deshalb untaugliche) wahltaktische Manöver, die gefundene Formel wieder aufzuweichen und deren Anwendung auf den St. Nimmerleinstag zu verschieben.
Ansonsten sind wir uns ja bei diesem Thema mittlerweile weitgehend einig.
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  #24 (permalink)  
Alt 08.05.2008, 19:34
MT98 MT98 ist offline
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Beiträge: 606
Standard AW: Rentenerhöhung? Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!

Ich möchte abschließend zu dem Thema Renten noch etwas grundsätzliches Schreiben.
Wir haben doch alle erleben müssen, wie viele der jungen Menschen sich von den Aussagen der Politiker blenden lassen haben.
Aber nicht die Alten oder die Jungen sind die Schuldigen, sondern die verantwortungslosen und geldgierigen Machtinhaber in der BRD.

Die Jungen sollten jetzt aufstehen und sich gegen diese Art von Benachteiligung (Ausbeutung) wehren, aber eben nicht bei den Alten, sondern an der Stelle, welche auch das Geld ungerecht verteilt.

Wenn die Gelder für die zukünftigen Renten angeblich nicht mehr vorhanden sein sollen, dann müssen eben Steuern verwendet werden!!!

Bei den Politikern und Pensionären funktioniert dies doch auch ausgezeichnet oder hat schon jemand etwas gehört, dass die Pensionsansprüche in Zukunft gekürzt werden sollen, so wie es bei den Renten geschehen soll???

Auf ihr Jungen, die Alten werden euch bei diesen Ansinnen mit absoluter Sicherheit unterstützen.
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  #25 (permalink)  
Alt 07.11.2009, 09:26
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D.Stymn D.Stymn ist offline
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Standard Rentenerhöhung Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen

Fragt sich nur, wer den Staatsaparat kontrolliert, wenn er anfängt zu lauschen... Wer hat schon Lust sich überall abhören zu lassen....
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  #26 (permalink)  
Alt 12.11.2009, 12:01
Walter Schleiff Walter Schleiff ist offline
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Beiträge: 783
Standard AW: Rentenerhöhung? Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!

Zitat:
Zitat von MT98 Beitrag anzeigen

Wenn die Gelder für die zukünftigen Renten angeblich nicht mehr vorhanden sein sollen, dann müssen eben Steuern verwendet werden!!!


Mit der Idee kommen Sie ein bisschen spät! Im Jahr 2008 sind 78,5 Milliarden Euro oder 30% des Bundeshaushalts als Zuschuss in die Rentenversicheurng geflossen.

Ist das eigentlich so schwer zu verstehen: Die Lebenserwartung der Menschen steigt, die Lebenszeit im Ruhestand wird immer länger. Die Lebensarbeitszeit bleibt aber gleich oder verkürzt sich sogar. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Rentner stark zu und die der Beitragszahler, aus deren laufenden Zahlungen die Renten bestritten werden müssen, nimmt ebenso stark ab. Immer weniger Beitragszahler müssen immer mehr Rentner für einen immer längeren Zeitraum finanzieren. Gleichzeitig sollen die Rentenbeiträge nicht übermäßig steigen, die Renten aber regelmäßig an die allgemeine Lohnentwicklung angepaßt werden, wobei Rentensenkungen inzwischen auch ausgeschlossen sind. Dagegen ist die Quadratur des Kreises ein Kinderspiel.

Ohne Verlängerung der Lebensarbeitszeit (bzw. Kürzung der Bezugsdauer der Renten) müssten wir heute und zukünftig erheblich höhere Beiträge zahlen. Das will aber auch niemand. Stattdessen werden die Beiträge zwar indirekt durch den Zuschuss aus dem Bundeshaushalt an die Rentenkassen erhöht, was aber nicht so auffällt. Dieses Geld fehlt dann aber für andere Aufgaben. Jetzt kann man natürlich die Steuern erhöhen oder so kühne Konstruktionen wie die teilweise Verwendung der Mineralölsteuer für die Rentenkasse erfinden, aber irgendwann ist man am Ende der Fahnenstange angelangt.

W.S.
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