21.05.2012 16:11
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Trotz aller Ungeschicktheiten die die SPD derzeit vollbringt, sehe ich auf der anderen Seite ein konservatives Lager, dass die Hände reibend kräftig mitmischt. Eine stärkere SPD ist zusammen mit Grünen und den Linken sehr wohl in der Lage sowohl in den Ländern als auch auf Bundesebene Verantwortung zu übernehmen. Damit dies nicht geschieht wird die SPD auch mit maßgeblicher Unterstützung der Medien auseinandergenommen. Natürlich fürchtet sich die CDU vor dem unweigerlichen Machtverlust und kämpft mit allen Mitteln dagegen. Den Rest erledigt die SPD durch ihre Politik gegenüber den Linken selbst. Die zögerliche Haltung gegenüber den Linken, die vor allem aus dem Parteivorstand zu hören ist, trifft in der Basis auf Unverständnis. Lieber stellt man sich immer wieder durch einschränkende Wahlversprechungen selbst ein Bein und beschränkt sich selbst der Nutzung aller Optionen.
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Arme SPD! Amer Kurt! Das konservative Lager reibt sich nicht nur die Hände, es lacht sich zwischendurch wahrscheinlich auch noch ins Fäustchen. Zu recht. Wenn einer die SPD auseinandernimmt, dann die Parteimitglieder selber. Ermuntert von einem Vorsitzenden, den jede Fortune verlassen hat, der nicht weiß, wohin er mit der Partei will und der einem vor lauter Hilflosigkeit fast schon leid tun kann.
Paradoxerweise soll diese SPD nun auch noch ausgerechnet mit der Partei koalieren, von der sie sich in die jetzige Lage hat treiben lassen? Wenn die SPD nicht bald zur Besinnung kommt und beginnt, die mal wieder neu lackierte SED offensiv zu bekämpfen und den Wählern klar zu machen, was dass für eine abenteuerliche Truppe ist, sehe ich schwarz für die Sozialdemokratie. Linkspopulisten links zu überholen endet im Graben! W.S. |
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Die SPD ist eine Volkspartei und vertritt ein sehr breites politisches Spektrum. Zwischen den Ansichten von Schreiner/Nahles/Ypsilanti/Drohsel einerseits und Clement/Steinbrück/Kahrs andererseits gibt es nicht allzu viele Schnittmengen. Da halte ich es für völlig normal, daß es bei solchen Entscheidungen wie jetzt in Hessen innerparteilichen Zoff gibt. Das würde ich nicht als Schwäche, sondern eher als Normalität sehen. Welcher Seite man dabei die Daumen drückt, soll jeder für sich entscheiden. Im übrigen halte ich die These für gewagt, daß die SPD in einer Linkskoalition mit Grünen und Linken eine "stärkere SPD" wäre. Ich denke, das sowohl die Grünen als auch die SPD für eine Koalition (oder ein "Duldungsmodell") mit den Linken viele bürgerliche Stimmen (vor allem in den Altbundesländern) einbüßen würden. Zuwächse könnten, wenn überhaupt, nur aus der Wählerschaft der Linken und den Nichtwählern kommen. |
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Die Frage ist ja aber, ob eine Öffnung nach linksaußen der SPD derzeit gut tun würde. Im Osten wäre das meiner Beobachtung nach kein Problem: Ostdeutsche SPD-Anhänger sind eher links und unter den hier ja durchaus in Kommunal- und Landespolitik erfahrenen Ex-PDSlern gibt es doch einige koalitionsfähige "Realos" (vgl. Situation der Linken im Dresdner Stadtrat). Im Westen Deutschlands ist die Kluft zwischen den beiden Parteien ungleich größer. Viele SPD-Anhänger können dort mit den klassenkämpferischen Sprüchen, z.B. der Jusos, nichts anfangen; da gibt es viele "konservative" Sozialdemokraten. Und die Linke wird im Westen doch zum großen Teil (noch?) durch recht zweifelhafte Gestalten repräsentiert, die für einen altgedienten SPD-Wähler kaum akzeptabel sind. Insbesondere wegen der Situation im Westen Deutschlands glaube ich nicht, daß die SPD unter diesen Umständen durch Zusammenarbeit mit der Linken etwas gewinnen kann. |
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![]() Ich denke, daß Frau Ypsilanti schon ihre Gründe für diese, in Ihren Augen fehlerhafte, Wahlkampfaussage zu Koalitionen mit der Linken hatte. Man kann die SPD-Wähler nicht im unklaren darüber lassen - "nicht ausschließen" bedeutet dann im Prinzip "anstreben". Zitat:
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Und der CDU bleibt ihr Argument - Warnung vor der Rot-Front - in jedem Fall erhalten. Der einzige Vorteil wäre, das man nicht so plump in die Glaubwürdigkeitsfalle tappt, wie Frau Ypsilanti. |
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Platzeck hat es für Brandenburg so formuliert: „Wir sind immer ohne Koalitionsaussage in den Wahlkampf gegangen“, sagte er der„Berliner Zeitung“. „Wir kämpfen nicht für irgendeine Konstellation, sondern für die Ziele der SPD. Nach der Wahl wird entschieden, mit welchen Parteien aus dem demokratischen Spektrum die Zusammenarbeit am besten...
Einmal gesagt, drei Wochen regt sich die Bildzeitung darüber auf und schon ist der Spuk vergessen. das meine ich damit wenn ich sage jetzt wäre noch Zeit. Natürlich kann die CDU die Rote Socke wieder hervorholen, aber wir haben bereits gesehen was die Leute (Wähler) davon halten. Beck ist gegangen. Eigentlich die Chance furios durchzustarten. Was macht die SPD daraus. Sie reiten sich noch weiter rein. So gesehen werden sie, bis sie sich zu einem strategischen Gesamtkonzept zusammenraufen können, tatsächlich bis zur Wahl nichts zu lachen haben. Meine Prognose ist dagegen etwas pessimistischer, die SPD demontiert sich solange selbst bis sie auch zusammen mit den Linken nicht mehr stärker ist, als sie vorher alleine war. Darauf läuft es meines Erachtens hinaus. Nun frage ich mich, wem nützt es.
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Ich fand die gestern bei "Hart aber fair" vertretene These ganz interessant, dass es in der SPD kaum noch Linksaußen-Anhänger gibt. Die sollen mittlerweile überwiegend ausgetreten und teilweise bei der Linkspartei angekommen sein. Zitat:
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Obwohl - meinetwegen sollen sie´s im Saarland probieren. Das ist weit weg, relativ klein und das Ergebnis dieser Koalition wird sicher vielen Wählern die Lust auf weitere Links-Experimente austreiben. ![]() Zitat:
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http://www.nachdenkseiten.de/?p=3451#more-3451 zum Thema: weniger linke SPDAnhänger etc - bezogen auf das Urteil der Westd. zu den Linken meinten sie sicher undifferenziert und negativer als im Osten, dann stimme ich mit Ihnen überein. - es geht mir um die Emanzipation der SPD das sie selbst bestimmt mit wem und wann und sich das nicht von der CDU u.a. vorschreiben lässt. und am Beispiel von Frau Ypsilanti wird deutlich zu welchem Eiertanz das auch in Zukunft führen wird, denn es besteht die realistische Chance dass die Wahlergebnisse solche Konstellationen auch zukünftig möglich macht. Dann bliebe der SPD nur die CDU und genau dass müßte sie dann genau so deutlich sagen: Wir wollen nicht mit den Linken und wenn es nicht reicht zur eigenen Mehrheit (mit den Grünen) , der wählt auch in Zukunft die Große Koalition wieder. |
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