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  #11 (permalink)  
Alt 12.09.2008, 17:57
Walter Schleiff Walter Schleiff ist offline
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Registriert seit: 07.02.2007
Beiträge: 783
Standard AW: Die Schwäche der SPD?

Zitat:
Zitat von Börner Beitrag anzeigen
- Ich habe jetzt viermal geantwortet aber jedes mal geht der Text verloren: Deshalb ein letzter Versuch in Kürze:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=3451#more-3451 zum Thema: weniger linke SPDAnhänger etc
- bezogen auf das Urteil der Westd. zu den Linken meinten sie sicher undifferenziert und negativer als im Osten, dann stimme ich mit Ihnen überein.
- es geht mir um die Emanzipation der SPD das sie selbst bestimmt mit wem und wann und sich das nicht von der CDU u.a. vorschreiben lässt. und am Beispiel von Frau Ypsilanti wird deutlich zu welchem Eiertanz das auch in Zukunft führen wird, denn es besteht die realistische Chance dass die Wahlergebnisse solche Konstellationen auch zukünftig möglich macht. Dann bliebe der SPD nur die CDU und genau dass müßte sie dann genau so deutlich sagen: Wir wollen nicht mit den Linken und wenn es nicht reicht zur eigenen Mehrheit (mit
Zitat:
Zitat von Börner Beitrag anzeigen
den Grünen) , der wählt auch in Zukunft die Große Koalition wieder.
Die SPD mag sich emanzipieren wie sie will, sie bleibt auf die Zustimmung der Wähler angewiesen. Und die fehlt für Rot-Rot-Grün. Auch in Hessen. Wäre nächsten Sonntag Wahl, hätte Frau Ypsilantis Träumen ein Ende. Nicht weil die CDU es wil, sondern weil es für solch eine Kombination keine Mehrheit bei den Wählern gibt.
Glücklicherweise sind die meisten Bürger nicht so vergesslich, wie es die SED gerne hätte. Die Demagogie eines Lafontaine mag reichen, auf Wahlkampfveranstaltungen die Anwesenden zu begeistern. Ernsthafte Politik läßt sich mit diesem Wünsch-Dir-Was-Programm nicht machen. Die einstmals als fortschrittlich geltende Linke ist inzwischen ein struktur-konservativer Block, der beharrlich die Veränderung der Welt leugnet und so tut, als könne man eine Wirtschafts- und Sozialpolitik von vorgestern zu betreiben. Ob wir es wollen oder nicht: Die Konkurrenz auf den Weltmärkten nimmt stetig zu. Aufstrebende ehemalige Dritte-Welt-Länder wollen auch Ihren Anteil - zu recht. Wenn wir nicht ökonomisch wettbewerbsfähig sind bzw. bleiben, werden wir abgehängt. Mit sozialistischer Umverteilungspolitik ("den Reichen nehmen, den Armen geben") á la Lafontaine fahren wir unsere Wirtschaft an die Wand. Schon unser jetziger Sozialstaat ist nur dank einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft überhaupt noch zu bezahlen. Das weiß der sogenannte "rechte" Flügel der SPD nur zu genau. darum ist dort die Bereitschaft, der SED auf den Leim zu gehen nicht nur aus historischer Erfahrung sehr gering.

Die SPD braucht die "Linke" nicht, wenn sie endlich den Mut findet, den Bürgern klar zu machen, wohin die Politik der Linkspartei/SED führt. Nämlich zu Rezession, wirtschaftlichem Niedergang und letztlich zum Untergang des Sozialstaats. Die "Reichen" werden sich samt Vermögen rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die Wassersuppe auslöffeln dürfen wir. Wenn der nächste sozialistische Feldversuch scheiterte gäbe es aber keinen "Westen" mehr, der den Absturz auffangen könnte.

Solange die SPD die Linkspartei/SED stark aussehen läßt, wird sie sich selbst schwächen. Der vermeintlich bequeme Weg in eine Rot-Rote Beziehung ist eine tödliche Falle für die SPD und keine Option für erfolgreiche Politik.

W.S..
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  #12 (permalink)  
Alt 23.09.2008, 08:12
Jaseck Jaseck ist offline
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Beiträge: 528
Standard AW: Die Schwäche der SPD?

Zitat:
Zitat von Börner Beitrag anzeigen
... es geht mir um die Emanzipation der SPD das sie selbst bestimmt mit wem und wann und sich das nicht von der CDU u.a. vorschreiben lässt. und am Beispiel von Frau Ypsilanti wird deutlich zu welchem Eiertanz das auch in Zukunft führen wird, denn es besteht die realistische Chance dass die Wahlergebnisse solche Konstellationen auch zukünftig möglich macht. Dann bliebe der SPD nur die CDU und genau dass müßte sie dann genau so deutlich sagen: Wir wollen nicht mit den Linken und wenn es nicht reicht zur eigenen Mehrheit (mit den Grünen) , der wählt auch in Zukunft die Große Koalition wieder.
Meinen Sie, ein Schröder hat sich seinen Agenda-Kurs "von der CDU vorschreiben" lassen? Diesen Eindruck machte er auf mich beim besten Willen nicht...
Akzeptieren Sie doch einfach, das es in der SPD nicht unbedeutende Gruppen gibt (und nicht nur in der Spitze - auch an der Basis), die den von Ihnen kritisierten "Mitte-Kurs" völlig unabhängig von der CDU wünschen und mittragen.
Und was die Anzahl der Koalitionsoptionen angeht: Einmal mit der Linken paktiert, dürften sich für die SPD sozialliberale oder Ampel-Koalitionen für einige Zeit erledigt haben. Frau Ypsilanti z.B. war bereits jetzt mit ihren Ansichten für die Liberalen in Hessen nicht mehr koalitionsfähig - ich meine aus nachvollziehbaren Gründen.
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  #13 (permalink)  
Alt 23.09.2008, 15:20
Börner Börner ist offline
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Registriert seit: 04.01.2007
Beiträge: 192
Standard AW: Die Schwäche der SPD?

Das neue Führungsduo der SPD geniesst aktuell den Rückhalt durch die Presse. Wahrscheinlich weil sie sich von den Linken distanzieren. Aber spätestens zum Wahlkampf ist die Option der Glaubwürdigkeitsdebatte wieder im Spiel. Es sei denn die SPD vertritt konsequent eine Fortführung der wirtschaftsfreundlichen Agendapolitik. Dann braucht man auch keine CDU FDP-Regierung.
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  #14 (permalink)  
Alt 05.11.2008, 07:41
Jaseck Jaseck ist offline
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Registriert seit: 25.05.2007
Beiträge: 528
Standard AW: Die Schwäche der SPD?

Zitat:
Zitat von Börner Beitrag anzeigen
... - es geht mir um die Emanzipation der SPD das sie selbst bestimmt mit wem und wann und sich das nicht von der CDU u.a. vorschreiben lässt. und am Beispiel von Frau Ypsilanti wird deutlich zu welchem Eiertanz das auch in Zukunft führen wird, denn es besteht die realistische Chance dass die Wahlergebnisse solche Konstellationen auch zukünftig möglich macht. ...
Der jetzige "Eiertanz" in Hessen ist aber sicher nicht "von der CDU vorgeschrieben".

Aber bei den sicher anstehenden Neuwahlen kann sich ja Frau Ypsilanti durch rechtzeitiges Bekenntnis zur Linken von der CDU emanzipieren und dann locker die berühmte "linke Mehrheit" einfahren. Stimmt´s, Herr Börner?

Es könnte natürlich auch sein, daß einigen "Koch-Verhinderern" unter den bisherigen SPD-Wählern der Schreck vor den Konsequenzen ihres Wahlverhaltens noch in den Gliedern sitzt. Dann kommt´s vielleicht doch anders...
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  #15 (permalink)  
Alt 06.11.2008, 17:22
Darius Saggi Darius Saggi ist offline
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Registriert seit: 15.03.2008
Beiträge: 259
Standard AW: Die Schwäche der SPD?

SPD ? Nee !
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  #16 (permalink)  
Alt 21.12.2008, 18:01
Börner Börner ist offline
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Registriert seit: 04.01.2007
Beiträge: 192
Standard AW: Die Schwäche der SPD?

Zitat:
Zitat von Börner Beitrag anzeigen
Das neue Führungsduo der SPD geniesst aktuell den Rückhalt durch die Presse. Wahrscheinlich weil sie sich von den Linken distanzieren. Aber spätestens zum Wahlkampf ist die Option der Glaubwürdigkeitsdebatte wieder im Spiel. Es sei denn die SPD vertritt konsequent eine Fortführung der wirtschaftsfreundlichen Agendapolitik. Dann braucht man auch keine CDU FDP-Regierung.
So jetzt sagt Müntefering, dass er auf Landesebene keine Bündnisse mit den Linken scheut. Spannend aber leicht auszurechnen, wie die konservative Presse schäumen wird. Und endlich einfach eine klare Ansage rechtzeitig vor der Bundestagswahl, wobei natürlich leicht auzurechbnen ist, dass man jetzt den Glaubwürdigkeitskrieg gegen die SPD beginnen wird.
__________________
Terror
Das eigentliche Wesen totalitärer Herrschaft seien nicht Willkür und gesetzlose Herrschaft eines einzelnen, wie in der Tyrannis, sondern Terror. Dieser ersetze "den Zaun des Gesetzes, in dessen Umhegung Menschen in Freiheit sich bewegen können, durch ein eisernes Band, das die Menschen so stabilisiert, dass jede freie, unvorhersehbare Handlung ausgeschlossen wird". (Hannah Arendts in "Die Riesenwandkarte der Überwachung" von Elisabeth Blum)
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  #17 (permalink)  
Alt 25.12.2008, 20:16
Jaseck Jaseck ist offline
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Beiträge: 528
Standard AW: Die Schwäche der SPD?

Zitat:
Zitat von Börner Beitrag anzeigen
So jetzt sagt Müntefering, dass er auf Landesebene keine Bündnisse mit den Linken scheut. Spannend aber leicht auszurechnen, wie die konservative Presse schäumen wird. Und endlich einfach eine klare Ansage rechtzeitig vor der Bundestagswahl, wobei natürlich leicht auzurechnen ist, dass man jetzt den Glaubwürdigkeitskrieg gegen die SPD beginnen wird.
Ihrer Ansicht nach kann dieser "Glaubwürdigkeitskrieg" (Sie verwenden hier aber ziemlich starke Worte für etwas Wahlkampfgeplänkel) der SPD doch aber nicht ernsthaft schaden, denn
Zitat:
Zitat von Börner Beitrag anzeigen
Eine stärkere SPD ist zusammen mit Grünen und den Linken sehr wohl in der Lage sowohl in den Ländern als auch auf Bundesebene Verantwortung zu übernehmen.
Ich sehe das etwas anders. Zumindest im Westen wird die Zusammenarbeit mit den Linken der SPD herbe Verluste bescheren, die auch Zugewinne der Linken nicht ausgleichen können. Und da hat man z.B. in Hessen mit dem "Unsympath" Koch noch einen verhältnismäßig umstrittenen und gut angreifbaren Gegner. Gegen den hätte ja sogar eine Ypsilanti fast gewonnen. In anderen westlichen Bundesländern, z.B. gegen Wulff oder Seehofer, wird das für die SPD als Desaster enden.
Und im Osten? Da wirkt es teilweise etwas lächerlich, wenn die SPD in Anbetracht Ihres Stimmenanteils die Führungsrolle in einer Linksfront beansprucht (z.B. in Sachsen). Die sollte man dann auch konsequenterweise der PDS überlassen. Aber auch damit hätten Sie sicher kein Problem, stimmt´s?
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