21.05.2012 16:09
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Mann der Arbeit, aufgewacht!
Und erkenne deine Macht! Alle Räder stehen still, Wenn dein starker Arm es will. Meine Solidarität gilt den Lokführern. Allen Versuchen der Einschüchterung und der Panikmache zum Trotz seitens Wirtschaftsweiser und großen Teilen der Presse gilt es aufzuzeigen, dass eine fortgesetzte nahezu ausschließlich neolierale Politik nicht nur die untersten Schichten der Gesellschaft dauerhaft ausgrenzt, sondern auch die sogenannte Mittelschicht in die Verarmung treibt. Das Aufklaffen der Schere zwischen arm und reich würde auf längere Sicht zu viel stärkeren Verwerfungen führen als eine Lohnpolitik die breitere Teile der Bevölkerung am Aufschwung beteiligt. Laßt Euch nicht verdummen. Während der Bahnvorstand sich unvorstellbare Erhöhungen seiner Bezüge zuschanzt, versucht er zu vermitteln, dass Lohnerhöhungen für andere wirtschaftsgefährdend sein sollen. Es zeigt sich deutlich das jegliches Augenmaß verloren gegangen ist. Ich freue mich auf eine angeregte Diskussion. ![]() |
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Wie verlogen ist der Bahnvorstand eigentlich, dachte ich im ersten Moment?.Selbst wenn die GDL ihr Ziel ohne Einschränkungen durchsetzen würde, (was, wie sie selbst sagt nicht wirklich angstrebt wird) ginge es nach Adam Ries bei bundesweit ca. 2000 Lokführern um etwa 10 Mio EUR. Gleichzeitig schaltet die Bahn in allen großen Zeitungen ganzseitige Anzeigen (Ich weiß nicht was es kostet, aber umsonst ist es wohl nicht). Was der Bahnvorstand so erreicht, die Medien berichten tendenziell in Ihrem Interesse, denn sie wollen wohl kaum einen solch wertvollen Anzeigenkunden verlieren. Allerdings geht es um etwas anderes als um die Lohnerhöhung und deren wirtschaftliche Bedeutung, sondern darum dass die derzeitige Regierung und dahinterstehend weite Teile der Wirtschaft es nicht wollen, dass die Teile der Bevölkerung die für die Wertschöpfung in diesem Lande vor allem verantwortlich sind, sich organisieren und ihre (aus meiner Sicht) berechtigten Forderungen an gesellschaftlicher Partizipation durchsetzen. So ist also das Hauptziel Eigenständigkeit zu verhindern. Besser sind dumme Schafe, die man mit Brot und Spielen im Zaum hält.
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Terror Das eigentliche Wesen totalitärer Herrschaft seien nicht Willkür und gesetzlose Herrschaft eines einzelnen, wie in der Tyrannis, sondern Terror. Dieser ersetze "den Zaun des Gesetzes, in dessen Umhegung Menschen in Freiheit sich bewegen können, durch ein eisernes Band, das die Menschen so stabilisiert, dass jede freie, unvorhersehbare Handlung ausgeschlossen wird". (Hannah Arendts in "Die Riesenwandkarte der Überwachung" von Elisabeth Blum) |
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Na. Herr Börner, ziemlich ruhig hier! Mit der angeregten Diskussion wird´s wohl nichts.
![]() Mit mir ist schlecht diskutieren, weil ich auch den Lokführern die Daumen drücke. Wenn sich die Vorstände ihre Gehälter von ihren Aufsichtsräten kräftig erhöhen lassen, damit wenigstens die Höhe des Gehalts international wettbewerbstauglich ist, müssen die ja auch nicht erst streiken. Das geht ganz lautlos. In anderen Ländern geht es noch ganz anders zu. In Finnland hatten gerade tausende von Krankenschwestern und -pflegern gekündigt für den Fall, dass kein anständiger Tarifvertrag zustandegekommen wäre.(http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,513592,00.html) Hut ab! Interessant auch, wie staatstragend auf einmal die Repräsentanten der anderen Gewerkschaften werden, denen die Lokführer weggelaufen sind, weil sie sich nicht gut genug vertreten fühlten. da ist von der hochgelobten Solidarität nichts mehr übrig. W.S. |
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Zitat:
Ja und dann die anderen Gewerkschaften, die längst so im unübersichtlichen Machtfilz mit eingebunden sind, dass sie gar nicht mehr wissen wie sie sich überhaupt noch verhalten sollen ohne vollkommen unglaubwürdig dazustehen. Wenn diesen dann (mit ebenfalls erhöhten Löhnen, wie angedeutet) Geschenke im Ergebnisse des Lokführerstreiks gemacht werden, müssen sich die dortigen Gewerkschaftsmitglieder doch ziemlich veralbert vorkommen, dass es die eigene Gewerkschaft eben nicht auf die Reihe bekommen hat und sich hat stattdessen bestechen lassen. |
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Zitat:
Diese Entwicklung bei der Bahn ist meines Erachtens nur ein Vorgeschmack auf das, was allgemein noch kommt. Jahrzehnte wurden die sogenannten "unteren Lohngruppen", im Klartext also die Un- oder Angelernten, immer überproportional bedient - wegen der sozialen Gerechtigkeit. Da diese auch zahlenmäßig stärker waren, schlugen diese Erhöhungenauch kräftig zu Buche. Für den rest bleib umsoi weniger übrig. Nun haben die hochqualifizierten Arbeitnehmer oder die an Schlüsselpositionen wohl allmählich die Nase voll davon. Das Lohngefüge muss insgesamt neu austariert werden. Je knapper qualifizierte Arbeitskräfte werden, umso teurer werden sie. Das Pendel schlägt mit dem demographischen Wandel wieder zurück in Richtung Arbeitgeber. Wer glaubte, Lohnpolitik sei eine Einbahnstraße, nur weil lange kein Gegenverkehr herrschte, der hat sich selbst was vorgemacht. W.S. |
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