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Alt 26.01.2007, 19:37
Dieter v. Strauwitz Dieter v. Strauwitz ist offline
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Talking Rentenerhöhung? Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!

Rentenerhöhung in Sicht! Hurra, möchte man da schreien, wenn es nicht wie ein übler frühzeitiger Aprilscherz anmuten würde, daß sich da verantwortliche Kreise mit einer Erhöhung um maximal 0.2 % (in Worten, damit jeder dies auch richtig erfassen und verinnerlichen kann: Null-Komma-Zwo) hervortun wollen.

Was bedeutet dies monatlich?
Bei einer hohen Rente von 2000.-€ sind dies 4.-€ Erhöhung! Toll, was?
Bei einer Rente von nur 1000.- wären es demnach immerhin noch 2.-€. Happig, finden Sie nicht auch?

Beispielsweise, für Tausende gleichgelagerter Fälle, bekommt meine Frau derzeit eine Rente, bedingt durch frühzeitige Invalidisierung bereits zu DDR-Zeiten, von rund 410.- €. Da schlüge die Erhöhung mit nicht zu überbietenden 82 Cent zu Buche, wenn da nicht der sog. „Auffüllbetrag“ wäre, der bei ihr rund 50% beträgt. Wenn jemand nicht weiß, was dieser Auffüllbetrag ist: Eigentlich stünden meiner Frau trotz rund 26 jähriger Berufstätigkeit einschl. Ausbildungszeit und 4 geborenen und großgezogenen Kindern nur ca. 210.-€ zu, und dieser Auffüllbertag verhindert das schnelle Verhungern.

Ehe dieser Auffüllbetrag nicht „abgeschmolzen“, d.h. durch immer wieder eintretende Rentenerhöhungen schließlich getilgt ist, bekommt meine Frau keinen einzigen müden Cent mehr. Grob geschätzt (wegen des Zinseszinscharakters einer solchen Abschmelzung) müßte meine Frau, wenn aller 3 Jahre solch eine gewaltige Rentenerhöhung bei ihr einschlägt, jetzt noch mindestens 120 bis 150 Jahre leben, ehe ihre Rente tatsächlich steigen könnte. Wunderbare Aussichten!

Gegenrechnung: Ein gewisser Josef Ackermann und seine Mannen beschafften sich in der Mannesmann-Affäre auf einen Schlag 58 Millionen € „Vergütung“. Damit könnte man 68.3 Millionen solcher 82-Cent-Beträge realisieren und beispielsweise 569 000 solcher Niedrigbetrag-Rentner 10 Jahre lang regelmäßig mit diesen satten 82-Cent-Erhöhungen versorgen!

Das sind die gegenwärtigen realen Verhältnisse in Deutschland beim finanziellen Prekariat.
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