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Alt 24.01.2007, 17:44
Thomas May Thomas May ist offline
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Standard AW: Nochmals:

Herr Juch, für die Kabarettexte sind offenbar eher Sie zuständig.

Übrigens hatte ich oben stehenden Text gestern auch im Forum der Website „elbwiesen-erhalten“ der Grünen Liga eingestellt. Heute früh war der Text schlicht entfernt. Für mich ist dieser Vorgang ein profunder Beleg des Demokratieverständnisses und der Diskussionskultur der grünen Kulturbewahrer. Demokratie brauchen die nur so lange, wie sie ihnen nützt. Heuchler, Opportunisten und Fundamentalisten – das sind da wohl die passenden Termini.

Doch nun zur Sache im engeren Sinne:
  • Die Brücke muss am Waldschlößchen gebaut werden, weil sie an dieser Stelle die größte Entlastungswirkung verspricht. Vielleicht ist Ihnen gegenwärtig, dass wir hier mitten in der Stadt eine Flussstrecke von fast fünf Kilometern ohne jede akzeptable Querungsmöglichkeit haben.
  • Warum jammern die Brückengegner immerzu über die auf der WSB zu erwartende Verkehrslast? Sie müssten sich dann schon mal entscheiden: Eine Brücke die – wie Sie meinen – an dieser Stelle keiner braucht, kann doch eigentlich nicht gleichzeitig durch hohe Verkehrslasten auffällig werden? Abgesehen davon: Ihre „anderen Varianten“ hätten es in der Planung doch nicht wirklich leichter als die WSB. Da kennen wir doch unsere Pappenheimer. Die Dresdner würden weitere Jahrzehnte ohne eine weiter Stadtbrücke bleiben, denn die Grünen und die Roten würden sich doch weiter als Verhinderer profilieren. Denen geht es doch einzig darum, jede neue Elbquerung in Dresden zu blockieren, über die ein Auto fahren kann.
  • Die Kosten sind wesentlich durch die zahlreichen Auflagen bedingt, die dem Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz dienen. U. a. ist auf der Neustädter Seite ein Tunnel zur Lärmminderung und zum Schutz des Landschaftsbildes nötig, der außerordentlich kostspielig ist. Die vorliegenden Kostenschätzungen für andere Brücken stammen aber ohnehin noch aus den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts – sie berücksichtigen weder seither neu zu berücksichtigende Auflagen noch die inzwischen deutlich gestiegenen Material- und Baupreise. Da ist nichts mehr vergleichbar.

Letztlich: Eine frühere Lösung für Dresden ist nicht unwesentlich durch die so genannten Umweltschützer verhindert worden. Im Moment stehen eben die Denkmalschützer als Verhinderer auf der Matte. Das wird auch vorüber gehen.
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