
12.11.2009, 11:01
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Senior Member
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Registriert seit: 07.02.2007
Beiträge: 783
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AW: Rentenerhöhung? Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!
Zitat:
Zitat von MT98
Wenn die Gelder für die zukünftigen Renten angeblich nicht mehr vorhanden sein sollen, dann müssen eben Steuern verwendet werden!!!
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Mit der Idee kommen Sie ein bisschen spät! Im Jahr 2008 sind 78,5 Milliarden Euro oder 30% des Bundeshaushalts als Zuschuss in die Rentenversicheurng geflossen.
Ist das eigentlich so schwer zu verstehen: Die Lebenserwartung der Menschen steigt, die Lebenszeit im Ruhestand wird immer länger. Die Lebensarbeitszeit bleibt aber gleich oder verkürzt sich sogar. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Rentner stark zu und die der Beitragszahler, aus deren laufenden Zahlungen die Renten bestritten werden müssen, nimmt ebenso stark ab. Immer weniger Beitragszahler müssen immer mehr Rentner für einen immer längeren Zeitraum finanzieren. Gleichzeitig sollen die Rentenbeiträge nicht übermäßig steigen, die Renten aber regelmäßig an die allgemeine Lohnentwicklung angepaßt werden, wobei Rentensenkungen inzwischen auch ausgeschlossen sind. Dagegen ist die Quadratur des Kreises ein Kinderspiel.
Ohne Verlängerung der Lebensarbeitszeit (bzw. Kürzung der Bezugsdauer der Renten) müssten wir heute und zukünftig erheblich höhere Beiträge zahlen. Das will aber auch niemand. Stattdessen werden die Beiträge zwar indirekt durch den Zuschuss aus dem Bundeshaushalt an die Rentenkassen erhöht, was aber nicht so auffällt. Dieses Geld fehlt dann aber für andere Aufgaben. Jetzt kann man natürlich die Steuern erhöhen oder so kühne Konstruktionen wie die teilweise Verwendung der Mineralölsteuer für die Rentenkasse erfinden, aber irgendwann ist man am Ende der Fahnenstange angelangt.
W.S.
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