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Alt 10.04.2009, 11:39
Michael Michael ist offline
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Registriert seit: 18.11.2007
Beiträge: 1.243
Standard AW: Umweltzone Dresden

Zitat:
Zitat von Adrian Beitrag anzeigen
Auf Grund der EU-Richtlinien 1999/30 zum Feinstaub muss nun auch in Dresden reagiert werden. Bisher galt, dass an 35 Tagen im Jahr ein Wert von 50µg/m³ an PM10-Staubkörnern (<10µm) nicht überschritten werden darf. Gemessen wird in Dresden an der Bergstraße zwischen Mommsenstraße und Nöthnitzer, am Bahnhof Neustadt und an der Winckelmannstraße.
Den Wert von 35 Überschreitungen pro Jahr, haben wir mindestens einmal (ich glaube 2006) überschritten. Letztes Jahr waren wir auf der Bergstraße mit 35 Überschreitungenund am Bahnhof Neustadt mit 21 Überschreitungen noch im Limit.
Nun, ich verstehe, daß Sie das Thema
Zitat:
Zitat von Adrian Beitrag anzeigen
… als Fahrradfahrer…

stark interessiert.
Ich erinnere mich an zwei EU-Projekte, von denen ich nach der Wende erfuhr:
1. Die EU wollte die Kindergarteneinrichtung von Grönland bis Sizilien normieren.
2. Die EU wollte eine genormte EU-Stoßstange für PKW´s schaffen.
Preisfrage A : Was ist geworden ?
Preisfrage B : Was wäre sinnvoll gewesen ?
Was ich damit andeuten will : Nicht alles, was von der EU kommt ist auch sinnvoll. Oder wollen Sie Städten, welche offensichtlich keine Probleme mit der Luftverschmutzung haben, diesen teuren Kontroll- und Verwaltungsaufwand aufzwingen?

Zitat:
Zitat von Adrian Beitrag anzeigen
Dabei wird die überwiegende Schuld am Feinstaub dem Verkehr zugeordnet. Folglich muss auch der Verkehr reagieren und in dem Fall reduziert werden.

Um die Feinstaubemission im Verkehr zu reduzieren gibt es die Umweltplakette. Wer welche Plakette bekommt steht beispielsweise hier.
Und was machen wir, wenn das passiert :
http://www.rp-online.de/public/article/panorama/deutschland/572829/Sahara-Staub-verdreckt-NRW.html
Ich schlage vor, dann den Verkehr zu verbieten, die Politessen können eh´ keine Plakette erkennen.

Zitat:
Zitat von bmwclubdresden Beitrag anzeigen
Nun mal eine Umweltplakette. Die stinker werden ja nicht stillgelegt sondern auf längere Strecken gesendet
Das versteht keiner. Achso und die Luft wird ja sauberer, zumindest an den Messstellen, warum müssen wir Menschen uns immer selber verarschen? Jedes Kind weiß das Luft in Bewegung ist.
Zitat:
Zitat von Walter Schleiff Beitrag anzeigen
Mal ganz pauschal: Dieser Unfug ist politischer Aktionismus in Reinkultur. Abermillionen Euro müssen deutschland- und europaweit für reine Symbolpolitik aus dem Fenster geworfen werden. Ein gigantischer Papierkrieg mit minimalem Ergebnis. Der Flop mit den Smog-Plaketten unseligen Angedenkens hätte eigentlich reichen sollen. ...
Sehe ich genauso.
Es gab auch mal Ozonalarm und teure, von den Grünen verlangte Studien zur Ozonbelastung.
Ich weiß nicht ob es auch hauptamtliche Ozonbeauftragte gab, die dann logischerweise von den Grünen gestellt werden sollten. Heute redet keiner mehr davon.
Zitat:
Zitat von Adrian Beitrag anzeigen
Wie und wo in Dresden eine Umweltzone eingerichtet wird steht noch in den Sternen.
Hoffentlich bleibt es dabei. Schon das Wort „Umweltzone“ ist doch eine grüne Kopfgeburt. Der Mensch soll doch vor Feinstaub geschützt werden. Und wer soll da mit einer Umweltzone privilegiert werden?
Zitat:
Zitat von Adrian Beitrag anzeigen
Hier noch eine kleine unsortierte Liste an möglichen Argumenten:

20.Wir sollten erstmal die Erfahrungen aus anderen Städten abwarten. Es gibt noch keine Erkenntnisse dazu.
Es gibt Erkenntnisse aus meiner Jugend : Wenn es zu staubig war, haben wir zur Gießkanne gegriffen. Heute hat die Stadt Wassersprengwagen und jedes Eigenheim einen Gartenschlauch.
Also :
21. Wenn´s zu staubig ist, mit Wasser sprengen.
Die Wichtigkeit der Stadtbegrünung als Maßnahme gegen den Staub muß man auch als hoch einschätzen.
Zitat:
Zitat von Adrian Beitrag anzeigen
Da interessiert mich ein weiterer Aspekt, die Messmethodik.
Zitat:
Zitat von Adrian Beitrag anzeigen
Die Umweltzone soll ja die Feinstaubwerte in Dresden senken. Warum will man sich dann in ersten Überlegungen nur auf die Innenstadt begrenzen? Die kritischste Messsattion in Dresden ist die Bergstraße. An der wird sich wohl kaum etwas verändern, wenn wir im 26iger Ring eine Umweltzone einrichten, oder? im 26iger Ring steht überhaupt keine Messstation. Es gab ja mal eine am Postplatz. Bei der konnte man sogar im Vorbeigehen, die aktuellen Werte ablesen. Ist aber min. 10 Jahre her. Ich weis jetzt nicht, was aus der geworden ist.
Da beschreiben Sie doch exakt einen wunden Punkt der Sache : Wie flächendeckend zu Messen sei. Nichts gegen punktuelle Messungen an stark belasteten Stellen., das sorgt für Erkenntnisgewinn.
Zitat:
Zitat von Adrian Beitrag anzeigen
Ich weis ja nicht, wie es in Berlin und Köln angelegt ist, aber in Duisburg beschränkt sich die Umweltzone immer nur auf die Seitenstraßen*. Die stehen dort quasi wie die 30-Zonen Schilder am Anfang der Wohngebiete. Die größeren Durchfahrtsstraßen sind von der Umweltzone nicht betroffen.
Vielleicht ist es in den von Ihnen erwähnten Städten genauso.

*) soweit ich im Vorbeifahren gesehen habe
Als Fahrradfahrer in Duisburg?
Zitat:
Zitat von Ole Beitrag anzeigen
…. Hier geht es nicht um die … Verbesserung der Luft in der Innenstadt. Auslöser für die Einführung der Umweltzonen waren EU-Bestimmungen zur lokalen Luftreinhaltung.

Hier kann man doch wieder den Unsinn dieses Aktionismus erkennen : An Durchfahrtsstraßen und außerhalb der Innenstadt arbeiten und wohnen auch Menschen. Wen will man also privilegieren ?
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