
25.03.2009, 12:36
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AW: Sächsische Provinzialität
Zitat:
Zitat von hjwagner
Wie soll man denn mit einem Darlehen laufende Kosten verringern?? Das genaue Gegenteil ist doch dann der Fall. Mit einer Oberliga-Mannschaft steigt Dynamo nächste Saison an. Spätestens dann ist die Insolvenz unumgänglich. Selbst wenn man überleben sollte, zahlt die Stadt unterhalb der 3. Liga die maximalen jährlichen Zuschüsse. D.h. dass sich die Stadt nicht besser stellt, indem sie Dynamo Überlebenshilfe in Form eines höheren Zuschusses verwehrt - im Gegenteil. Ohne einen Verein mit Aufstiegspotential in die 2. Liga zementiert die Stadt die maximalen jährlichen Zuschüsse über -zig Jahre.
Aus kaufmännischer Sicht hat die Stadt ganz einfach das Problem, dass Dynamo die einzige Möglichkeit darstellt, die Kosten für das Stadion zu senken - so blöd wie das auch klingt. Sie muss sich also entsprechend positionieren. Eine Erhöhung des städtischen Zuschusses ist ohne Dynamo dauerhaft sicher, mit Dynamo potentiell umkehrbar.
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Sie haben die Lage exakt auf den Punkt gebracht: Die Stadt hat sich beim Stadionbau (unter – das muss man allerdings als mildernden Umstand gelten lassen - erpresserischen Umständen) auf eine hanebüchene Wette mit Steuergeldern zu Gunsten einer wirklich außerordentlich delikaten Kollektion von weltweit zusammengestoppelten Sportsöldnern eingelassen, die zudem seit zwanzig Jahren wechselweise von halbseidenen Geschäftsleuten und profilierten Dilettanten gemanagt wird. Das Bild komplettieren „Fans“, die Randale und Gewalt für gängige Amateursportarten halten, die man üblicherweise vor und nach dem Anpfiff zu pflegen hat.
Ich kann nur sagen: Insolvenz ist immer auch eine Chance zum Neuanfang. Für manche die einzige, die man ihnen noch gönnt.
Und: Dieses Stadion wäre besser nie gebaut worden. Ein riesengroßes leeres Stadion gibt es doch auch schon in Leipzig. Wie viele davon brauchen wir noch in Sachsen um nicht mehr als provinziell zu gelten?
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